Credits
Artikel: Das Biest unter der Library
Autor: Nagiros
Original: http://www.scp-wiki.net/the-beast-under-the-library
Übersetzer: Evil Santa
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Enthält Themen wie Missbrauch und emotionale Manipulation.
MITTEILUNG AN DAS BÜRO DES DIREKTORS VON STANDORT-17
Von: Dr. Yesenia, SCP-4051 als Therapeutin zugewiesen
Graham,
Es ist schon etwas länger her, seit ich ein formelles Update von dir bezüglich SCP-4051 erhalten habe. Trotz meiner größten Bemühungen, irgendetwas Bedeutungsvolles bezüglich der Sachen, die Dr. Edwards mit ihm anstellt, zu bekommen, waren all meine Versuche fruchtlos.
Ich bitte nicht um eine höhere Berechtigungsstufe. Ich versuche, dir einen Ratschlag zu geben. Ich habe meine Bedenken über die Natur von Projekt 350-JANUS und was du zu erreichen versuchst, aber was auch immer es ist, es ist offensichtlich wichtig für deine Vorgesetzten. Aufgrund der Zeit, die die Entwicklung des Projekts in Anspruch genommen hat, kann ich mir nur vorstellen, dass du viel mit ihnen streiten musst. Obwohl ich nicht beim Aufbau des Projekts helfen kann, habe ich einen Vorschlag für dich.
SCP-4051 hat ein beeindruckendes Verlangen, zu helfen. Seine Hilfe bei der Instandhaltung des Standortes hat zweifellos einige deiner finanziellen Probleme gelöst und er hat sich als ressourcenreich bewiesen, sowie als fähig und eifrig, der Foundation zu helfen.
Wenn du dir deine Vorgesetzten vom Hals schaffen möchtest, würde ich dir empfehlen, ihnen diese Eigenschaften zu zeigen. Erkläre ihnen Rainer auf eine Weise, die sie verstehen werden: beweise, dass er eine wertvolle Ressource für Standort-17 ist, indem du ihn bei der Bergung einer wenig bedrohlichen Anomalie helfen lässt. Rainers Fähigkeit gewährt ihm eine Vielseitigkeit, die die Menschen nicht besitzen. Wenn du ihn ins Wasser schmeißt, kann er direkt eine Atemvorrichtung erschaffen. Wenn ein Mitglied seines Teams verletzt ist, kann er sofortige medizinische Hilfe bereitstellen.
Ich möchte hier etwas klarstellen: Als jemand, der eine Verbindung zu ihm hat, bin ich gewissermaßen voreingenommen. Ich möchte, dass er freier und glücklicher ist. Aber denk über die Idee nach, dass es vorteilhaft ist, ihm zu erlauben, die Foundation aktiver zu unterstützen, für dich, die Foundation als Ganzes und die Menschen, die Dr. Edwards das Geld geben, das er braucht, um seine Versuche fortzuführen.
Gemeinsame_MTF_Bergung(P7-S3)_18.07.2013:1500
Bericht vor der Mission: Ein Sechs-Personen-Team aus vier Mitgliedern von MTF Psi-7 ("Home Improvement")1, einem Mitglied von MTF Sigma-3 ("Bibliographers")2 und SCP-4051 wird den Standort bestätigter anomaler Aktivität untersuchen, einem Gebäude in Chicago, Illinois. Das Gebäude hat zwei unterirdische Etagen und steht unter Verdacht, ein verlassener Nexus für interdimensionale Reisen zu sein. Ein langsam wirkendes Amnesikum der Klasse S3 wurde SCP-4051 verabreicht, welcher mit einer standardmäßigen Ausrüstung und einer mit Gummigeschossen geladenen Waffe ausgestattet wurde. SCP-4051 wurde zur Erleichterung der Dokumentation eine begrenzte Mitgliedschaft von MTF Psi-7 gewährt und wird als "P-7 Rainer" bezeichnet werden.
<Beginn des Protokolls>
P-7 Charlie: Mikrofon-Check. Alle einmal reden.
P-7 Jayla: Ich höre dich.
P-7 Rico: Ich auch.
P-7 Trevor: Der Empfang ist gut.
P-7 Rainer: Alles gut hier.
S-3 Morgan: Der Typ Blau ist anwesend. Gehen wir jetzt rein?
Standortkommando: Positiv.
(Das Team betritt das Gebäude über eine Hintertür und gelangt in einen Betonraum ohne Möbel.)
P-7 Charlie: Kommando, wir haben hier etwas Graffiti an den Wänden.
Standortkommando: Notiert. Die Filter finden keine Meme, also solltet ihr in keiner Gefahr sein.
S-3 Morgan: Hier sind einige thaumaturgische Symbole. Sieht aus wie Variationen von … Nun, sie sollten irreführend sein und etwas verstecken.
P-7 Rainer: Also könnte etwas im Raum sein, das wir nicht sehen können?
S-3 Morgan: Kommando, findet ihr irgendwas in der Richtung?
Standortkommando: Negativ, Morgan.
S-3 Morgan: Okay, dann sind die Symbole wahrscheinlich für die Menschen gedacht, die am Gebäude vorbeilaufen. Sie verstecken es nicht außer Sichtweite, eher … machen sie es unauffällig.
P-7 Charlie: Kommando, dieser Raum ist gesichert. Wir gehen in den nächsten.
Standortkommando: Verstanden.
(Das Team betritt den angrenzenden Raum. Der Raum hat mehr Müll auf dem Boden als der vorherige.)
P-7 Jayla: Morgan, ist hier irgendetwas anders am Graffiti?
S-3 Morgan: Nichts, was ich sehen kann. Mehr Runen, um die Ahnungslosen irrezuführen.
(Das Team schaut sich zwei Minuten lang die Objekte auf dem Boden an.)
P-7 Charlie: Dieser Raum wirkt sicher. Unsere Anomalie sollte auf einer anderen Etage sein.
P-7 Rainer: Hey, ich habe den Bericht gelesen, aber wonach genau sollen wir Ausschau halten?
P-7 Rico: Die Berichte, die wir erhalten haben, deuten darauf hin, dass dieser Ort hier irgendeine extradimensionale Anomalie hat. Wir werden ihr näher kommen, wenn sich die Symbole an den Wänden ändern.
P-7 Charlie: In Ordnung, Team, gehen wir weiter. Morgan, informiere uns, sobald du etwas siehst.
(Das Team geht eine Treppe hinunter. Morgan hält inne.)
S-3 Morgan: Neue Symbole. Der da vorne hat eine Serife, die ihm die Macht verleiht, zu verletzen.
P-7 Jayla: Das heißt?
S-3 Morgan: Die Menschen, die dieses Gebäude genutzt haben, wollten nicht, dass ungebetene Gäste es betreten, also haben sie defensive Mechanismen entwickelt, um Menschen ohne Magie abzuschrecken. Mal sehen, es sollte hier eine Grundbedingung geben … Da, das da oben bedeutet "Potential".
P-7 Rainer: So nennt die Hand magische Fähigkeiten, oder?
S-3 Morgan: Ja, obwohl … Haben sie dir dieselben Informationen wie uns vor der Mission gegeben?
P-7 Rainer: Ich glaube schon. Sie gaben mir ein Amnesikum und sagten mir, dass ich mich nach zwei Stunden an nichts erinnern würde, was ich gelesen habe.
P-7 Charlie: Morgan, wie machen wir weiter?
S-3 Morgan: Sprengt die Teile der Wand mit den Runen. Sie haben wahrscheinlich nur versucht, Obdachlose und Jugendliche draußen zu halten.
P-7 Charlie: Alles klar, Jayla, hol -
Standortkommando: Charlie, hören Sie mich?
P-7 Charlie: Das tue ich. Raten Sie uns davon ab, Brandbomben zu verwenden?
Standortkommando: Lassen Sie Rainer bei der Detonation helfen. Wir nutzen diese Mission als eine Art Testdurchlauf.
P-7 Charlie: Stimmt. Rainer, manifestiere zwei Sprengstoffladungen. Wir werden sie anbringen und detonieren.
(P-7 Rainer gehorcht und das Team detoniert die Sprengstoffladungen.)
P-7 Trevor: Hey, Jayla, wenn der Junge hier so weiter macht, bist du bald deinen Job los.
S-3 Morgan: Ihr solltet jetzt alle fortfahren können.
(Das Team betritt das erste Untergeschoss. Der Raum, den sie betreten, hat weniger Graffiti an den Wänden, aber es sind mehr thaumaturgische Symbole anwesend.)
P-7 Charlie: Morgan, was sehen wir uns da gerade an?
S-3 Morgan: Ein Haufen Verstärkungsrunen. Eine von denen macht Materialien schwerer zerstörbar, eine andere erhöht die Wahrnehmung, eine weitere lässt dich schneller bewegen. Spürt irgendjemand diese Effekte?
P-7 Rico: Negativ.
P-7 Rainer: Ich nicht.
P-7 Charlie: Ne.
P-7 Jayla: Nein.
P-7 Trevor: Nichts, was ich fühlen kann.
S-3 Morgan: Die Serifen über den Runen scheinen zu bedeuten, dass sie eine spezifische Entität oder Art von Entität im Visier haben.
P-7 Trevor: Haben die Berichte irgendetwas über diesen Ort erzählt, außer den draußen sichtbaren Symbolen und dem Obdachlosen, der behauptet hat, er sei in die andere Dimension gegangen?
P-7 Charlie: Nein, haben sie nicht. Kommando, habt ihr irgendetwas mit der Wärmebildaufnahme des Gebäudes gefunden?
Standortkommando: Negativ.
P-7 Charlie: Jayla, sichere den Raum für uns. Wir werden die angrenzenden Räume durchsuchen und feststellen, ob es hier eine andere Entität gibt.
P-7 Jayla: Bleibt der Junge bei mir?
P-7 Charlie: Er kommt mit uns. Graham möchte wahrscheinlich, dass wir testen, wie er unter Druck arbeitet.
(P-7 Jayla bleibt im Raum, während der Rest des Teams die restlichen Zimmer auf der Etage sichert. Nicht relevante zehn Minuten des Dialogs wurden vom Transkript entfernt. P-7 Rico betritt den letzten Raum, in welchem ein rahmenloser Spiegel gegen die Rückwand gelehnt ist.)
P-7 Rico: Hey, ich habe hier was, Boss.
P-7 Charlie: Kommando, Rico hat einen Spiegel gefunden, der größtenteils intakt zu sein scheint.
Standortkommando: Ihr habt die Erlaubnis, ihn zu untersuchen und zu bestimmen, ob er anomal ist.
P-7 Charlie: Verstanden.
(P-7 Charlie legt eine Hand auf das Glas. Seine Reflektion starrt ihn direkt an, während P-7 Charlie direkt auf die Oberfläche schaut, die er berührt. P-7 Charlie übt unerwartet Druck auf den Spiegel aus und seine Reflektion verbiegt ihren Arm mit einem überraschten Gesichtsausdruck, bevor sie außer Sichtweite geht.)
P-7 Trevor: Nun, soll mich doch der Teufel holen.
P-7 Charlie: Kommando, wir haben ein bestätigtes anomales Objekt. Ist dies das Portal, nach dem wir suchen?
Standortkommando: Das ist unwahrscheinlich. Fahrt mit dem zweiten Untergeschoss fort.
P-7 Charlie: Verstanden. Jayla, wir kommen zu dir zurück und gehen in die nächste Etage.
P-7 Jayla: Verstanden.
(Das Team formiert sich um und betritt das Treppenhaus. Die Geräusche von einer unbekannten Entität, die im zweiten Untergeschoss schlurft, werden von der Treppe aus gehört. Das Team bleibt stehen.)
P-7 Charlie: Kommando, bitte um Rat.
Standortkommando: Fahren Sie fort.
P-7 Charlie: Leute, Waffen bereithalten. Rainer, geh nach hinten.
(P-7 Charlie betritt das zweite Untergeschoss und führt einen visuellen Scan des Raumes durch. Es wird keine Entität bestätigt, aber eine Erkennung wird durch die Dunkelheit erschwert. Die Wände und der Boden sind frei von Graffiti und Müll.)
(P-7 Charlie signalisiert dem Rest seines Teams, dass es fortfahren und die auf den Schultern befestigten Lampen einschalten soll. Das Team nähert sich dem einzigen Durchgang und ein lautes Kreischen ist zu hören, bevor eine Kreatur extrem schnell im angrenzenden Flur am Durchgang vorbeischnellt. Die Kreatur ist etwa einen Meter groß, zwei Meter lang und ähnelt einem Arachnoiden. Der Kopf der Kreatur ist scheinbar kahl und humanoid, abgesehen vom Fehlen von erkennbaren Augen oder vergleichbaren Organen.)
(Das Team zieht sich zum Eingang des Treppenhauses zurück.)
P-7 Charlie: Morgan, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Runen oben für dieses Ding gedacht sind?
S3- Morgan: Sehr hoch. Seine Schnelligkeit, Wahrnehmung und Widerstandsfähigkeit wurden erhöht.
P-7 Trevor: Definiere "Widerstandsfähigkeit".
S-3 Morgan: Physische Gewalt wird ihm nicht viel Schaden zufügen. Das bedeutet, Kugeln sind im Grunde nutzlos.
P-7 Trevor: Na super.
P-7 Charlie: Kommando, stand in dem Bericht, dass auf dieser Etage nur dieser Raum, ein Flur und ein großer Zentralraum ist?
Standortkommando: Das sollte der Fall sein.
P-7 Charlie: Unser Ziel ist es, in diesen Zentralraum zu gelangen. Es sollte einen Eingang im Flur geben, also müssen wir einen Weg finden, die Spinnen zu beseitigen. Trevor, möchtest du dabei helfen?
P-7 Trevor: Du weißt, dass ich das möchte.
(Das Team betritt den Flur, wobei P-7 Rico im südlichen Ende des Ganges nach feindlichen Entitäten Ausschau hält, während P-7 Charlie das nördliche Ende beobachtet. Abzweigungen nach Osten sind an beiden Enden des Ganges zu sehen. Das Team geht etwa fünf Meter in Richtung Norden, bevor P-7 Rico eine Entität sieht, die aus dem östlichen Flur kommt und auf sie zukommt.)
P-7 Rico: Trevor, da ist einer in meiner Richtung, der schnell kommt!
(P-7 Trevor dreht sich zur Entität und verwendet seinen Flammenwerfer. Die Entität wird von Flammen umhüllt und stößt einen lauten Schrei aus, bevor die Flammen wieder verschwinden und ihre verkohlte Leiche enthüllen. Mehrere Schreie können auch von woanders im Gebäude gehört werden, zusammen mit rapidem Schlurfen, das sich dem Team nähert.)
P-7 Jayla: Scheiße, Trevor, kümmere dich um das Ende, wir werden unsere mit Kugeln verlangsamen.
P-7 Charlie: Rainer, verwende deinen Flammenwerfer und decke uns an diesem Ende, während wir den Flur hinunterlaufen.
P-7 Rainer: Verstanden.
(Das Team läuft in Richtung Norden und stößt auf Widerstand durch die Entitäten. Drei nähern sich P-7 Trevor vom Süden und werden schnell getötet. Zwei nähern sich vom Norden und werden von P-7 Rainer außer Gefecht gesetzt, nachdem P-7 Charlie, P-7 Jayla und S-3 Morgan die Entitäten mit gewöhnlichen Schusswaffen abgehalten haben.)
(Das Team läuft um die Ecke und tötet fünf weitere Entitäten, bevor es einen Eingang zum Zentralraum erreicht. Die Wände des Raumes sind mit thaumaturgischen Symbolen bedeckt und ein großes kreisförmiges Muster aus einer unidentifizierten roten Flüssigkeit befindet sich auf dem Boden.)
P-7 Trevor: Scheiße, haben wir sie alle getötet? Ich habe gerade angefangen, Spaß zu haben.
P-7 Charlie: Trevor, sei ruhig.
(Die auf P-7 Charlies Schultern befestigte Lampe beleuchtet ein Kind, das in der Ecke des Raumes kauert. Es scheint weiblich zu sein und ein dünnes, weißes Kleid zu tragen.)
S-3 Morgan: Scheiße …
P-7 Charlie: Kommando, hat der Bericht irgendetwas über Kult-Aktivitäten in diesem Gebäude erwähnt?
Standortkommando: Negativ.
P-7 Jayla: Darf ich mich nähern?
P-7 Charlie: Mach das.
(P-7 Jayla schaltet die auf ihren Schultern befestigte Lampe aus, geht auf das Kind zu und kniet sich hin, um auf Augenhöhe mit ihm zu sein. Das Kind scheint mehrere Verletzungen und Schnitte auf seinen Armen und Beinen zu haben.)
P-7 Jayla: Hey, geht es dir gut?
(Das Kind antwortet nicht, aber es hebt seinen Kopf, um P-7 Jayla anzuschauen.)
P-7 Jayla: Weißt du, wie du hierher gekommen bist?
Kind: Ich war in einer Bibliothek.
P-7 Jayla: Oh? Wo?
Kind: Ein weit entfernter Ort, und doch so nah.
P-7 Jayla: Ähm …
P-7 Rico: Charlie, nur eine kleine Erinnerung, dass das hier definitiv irgendein Dämonenscheiß ist.
Kind: Ich wurde ausgestoßen. Ich wurde vor dem Wissen gefangen gehalten. Ich musste in den verdunkelten Orten unter diesen heiligen Regalen verweilen.
(Das Kind beginnt, aufzustehen, wird jedoch von P-7 Jayla aufgehalten, als sie ihre Waffe gegen die Stirn des Kindes hält.)
P-7 Jayla: Ich würde das nicht machen, wenn ich du wäre, Schatz.
Kind: Du kannst mich nicht mehr verletzen, als sie es getan haben. Selbst wenn deine Kugeln mich durchlöchern könnten, wäre es nichts gegen die Qualen, die ich unter dem Stein gefühlt habe.
P-7 Charlie: Jayla, schieß.
(P-7 Jayla feuert einen einzigen Schuss in die Stirn des Kindes. Es stolpert rückwärts, bevor es einen Schrei ausstößt, und sein Körper beginnt, sich zu entstellen, als es sich in einen Arachnoiden verwandelt, ähnlich wie die bisherigen Entitäten. Seine neue Form ist ungefähr fünf Meter lang und groß. P-7 Jayla wird dadurch zurückgestoßen und ist unter ihm gefangen, während es sich auf dem Boden windet.)
P-7 Jayla: Scheiße, macht das Ding weg!
(Das Team beschießt die Entität circa zehn Sekunden lang, während sie das Gleichgewicht wiedererlangt. Die Kugeln haben kaum Auswirkungen und die Flammen, die von P-7 Trevor und P-7 Rainer erzeugt werden, scheinen ihr Schmerzen zuzufügen, aber schrecken die Entität nicht ab. Sie erhebt sich und benutzt ihren Mund, um P-7 Jaylas rechtes Bein zu greifen, wobei es bricht. Sie zieht P-7 Jayla zum Zentrum des kreisförmigen Musters und beginnt, ihre Beine zu verstümmeln, wodurch P-7 Jayla das Bewusstsein verliert. Zu diesem Zeitpunkt scheinen die thaumaturgischen Symbole an den Wänden leicht und der Boden innerhalb des kreisförmigen Musters beginnt, sich zu dematerialisieren. Nach fünf Sekunden wird der Boden zu einem Portal, das an einen unbekannten Ort führt, und es sind schmutzige Ziegelsteinwände und der Boden eines Tunnels zu erkennen. P-7 Jayla und die Entität fallen durch das Portal.)
P-7 Trevor: Scheiße! Jayla!
P-7 Rico: Wir haben Gesellschaft!
(Zwanzig kleinere Spinnentiere kommen aus dem Gang hinter dem Team. Trotz P-7 Trevors Einsatz seines Flammenwerfers und S-3 Morgans Einsatz seiner thaumaturgischen Fähigkeiten, wodurch zehn der zwanzig Spinnentiere unschädlich gemacht werden, wird das Team überwältigt. S-3 Morgan, P-7 Trevor, P-7 Charlie und P-7 Rico werden von fünf der Entitäten ins Portal gezogen und P-7 Rainer tötet erfolgreich die fünf verbliebenen mit seinem selbstgemachten Flammenwerfer.)
(Zu diesem Zeitpunkt verliert das Standortkommando temporär die Verbindung mit dem Rest des Teams, aber gewinnt sie wieder.)
Standortkommando: Rainer, kannst du mich hören?
P-7 Rainer: Ja, kann ich. Scheiße, was zur Hölle?
Standortkommando: Wie konntest du die restlichen Entitäten ohne Hilfe töten?
P-7 Rainer: Ich, ähm … Ich habe mir die Symbole gemerkt, die wir oben gesehen haben. Und dann habe ich ein paar Streifen Klebeband mit diesen Symbolen manifestiert und sie auf meinen Anzug geklebt. Also, Schnelligkeit, Wahrnehmung, Irreführung … Was war das andere?
Standortkommando: Rainer, ist das Portal noch offen?
P-7 Rainer: Ja, ist es. Ich sehe einen Ziegelsteintunnel. Es ist wirklich dunkel da unten.
Standortkommando: Mission abbrechen. Kehr umgehend zur Hintertür des Gebäudes zurück und warte auf deine Bergung.
P-7 Rainer: Muss … Muss ich das?
Standortkommando: Ja, das musst du. Fehlender Gehorsam wird -
P-7 Rainer: Ähm, hör zu, ich gehe rein. Das macht ein Held, oder? Er widersetzt sich seinen Vorgesetzten, um den Tag zu retten?
Standortkommando: Ungehorsam wird fast sicher bedeuten, dass du nie wieder für eine andere Mission genommen wirst.
P-7 Rainer: Ich weiß, aber … Sie können nicht weit gekommen sein. Zumindest kann ich versuchen, den anderen Ort für euch zu erkunden.
(Das Standortkommando verliert die Verbindung zu P-7 Rainer, während er das Portal betritt. Ein Unterstützungsteam aus zusätzlichen Mitgliedern von Psi-7 wird zur Bergung beantragt. Die Verbindung wird nach dreißig Sekunden wiederaufgebaut.)
(Es ist zu sehen, wie P-7 Rainer den Tunnel runterläuft und das auf seiner Schulter befestigte Licht nutzt, um den Weg vor ihm zu beleuchten.)
Standortkommando: Verbindung wiederaufgebaut. Rainer, wo bist du?
P-7 Rainer: Einer von ihnen ist da vorne. Ich kann hören, wie es … Scheiße, ist das Morgan? Hey!
(Das auf P-7 Rainers Schulter befestigte Licht beleuchtet eine semiphysische Entität der Aleph-Klasse4, welche S-3 Morgan hochhebt und gegen die Tunnelwand drückt. S-3 Morgans Körper scheint mit der Ziegelsteinstruktur der Wand zu verschmelzen, was extreme Schmerzen verursacht, aber aus unbekannten Gründen scheint eine Vokalisation dieser unmöglich zu sein. Zwei Hälften der Leiche eines Spinnentiers sind weiter hinten im Tunnel.)
(P-7 Rainer nimmt seine Schusswaffe und feuert fünf Runden auf die Entität. Keine der Kugeln scheint die Entität zu treffen, obwohl drei den Raum durchdringen, den sie einnimmt. Die Entität wendet ihren Kopf von S-3 Morgan ab und nähert sich P-7 Rainer, wodurch S-3 Rainer in der Wand hängen bleibt. P-7 Rainer manifestiert "Feuer" und zielt den Flammenwerfer auf die Entität, welche nicht verbrannt zu sein scheint, aber trotzdem zurückweicht. Ihre Gestalt scheint vom Licht der Flammen unterbrochen zu werden.)
P-7 Rainer: Morgan, schließ deine Augen!
(S-3 Morgan kann nicht antworten, aber schließt die Augen und dreht den Kopf von P-7 Rainer weg. P-7 Rainer manifestiert ein anderes Objekt, wodurch ein helles Licht im Tunnel erscheint und die Videoaufzeichnung kurz abbricht. Nachdem das Licht verschwunden ist, ist die Entität nicht mehr zu sehen und ist vermutlich verschwunden oder tot.)
Standortkommando: Die Videoaufzeichnung wurde wiederhergestellt.
S-3 Morgan: Kommando?
Standortkommando: Morgan, kannst du dich aus der Wand ziehen?
S-3 Morgan: Nie im Leben. Es ist, al wären die Wand und mein Arm ein und dasselbe.
(Das Standortkommando diskutiert über Optionen für die Bergung von S-3 Morgan, während sich P-7 Rainer um die anderen Verletzungen kümmert.)
Standortkommando: S-3 Morgan, wärst du damit einverstanden, den Arm vollständig zu entfernen?
S-3 Morgan: Was ist denn die Alternative? Darauf warten, dass ein anderes Team hierher kommt? Niemals.
P-7 Rainer: Möchtest du, dass ich es mache?
Standortkommando: Manifestiere einen "Laser" und teste ihn an der Spinnenleiche neben dir.
(P-7 Rainer gehorcht. Das manifestierte Portal erzeugt einen roten Lichtstrahl, der das Fleisch des Spinnentiers schneidet und sofort die Wunde kauterisiert.)
P-7 Rainer: Genau, ähm, das sollte schnell gehen. Möchtest du etwas, um -
S-3 Morgan: Los, mach es. Ich werde es überleben.
(P-7 Rainer manifestiert wieder einen Laser und löst erfolgreich S-3 Morgans Arm von der Schulter. Die Schulter wird kauterisiert und S-3 Morgan drückt extreme Schmerzen aus.)
Standortkommando: Rainer, manifestiere Schmerzmittel. Am besten die Art, die in deinen Unterlagen vor der Mission genannt wurden.
(P-7 Rainer gehorcht und verabreicht S-3 Morgan das Schmerzmittel. S-3 Morgan vokalisiert weitere sechzig Sekunden lang extremes Unbehagen und Schmerzen.)
S-3 Morgan: Oh Gott … Okay, jetzt ist es besser.
P-7 Rainer: Hast du noch andere Verletzungen?
S-3 Morgan: Wirklich? Nach dem hier glaube ich nicht, dass sich irgendwas jemals wieder schmerzvoll anfühlt.
P-7 Rainer: Alles klar. Möchtest du gehen und wieder durch das Portal ins Gebäude oder weiter den Tunnel runter?
S-3 Morgan: Kommando, schickt ihr ein Rettungsteam hierher?
Standortkommando: Das Team wurde zusammengestellt und befindet sich gerade auf dem Weg zum Gebäude. Es würde potentielle Komplikationen verringern, wenn ihr -
S-3 Morgan: Super. Sag ihnen, dass Rainer und ich weiter den Tunnel runtergehen werden, zum Rest unseres Teams.
Standortkommando: Hast du eine besondere Rechtfertigung für diesen unerhörten Verstoß gegen das Protokoll?
S-3 Morgan: Äh … Ja. Ich würde sie jedoch gerne für mich behalten.
Standortkommando: Ich werde deine Präferenz notieren, aber ich bezweifle, dass das für denjenigen ausreicht, der dein Verhalten nach der Mission überprüft.
S-3 Morgan: Hör mal, ich bin ehemaliges Hand-Mitglied. Ich kannte mich nicht besonders mit der Wanderer's Library aus, als ich noch aktiv war, aber ich wusste ein paar Sachen. Die Foundation hat derzeit keinen Zutritt zur Library, was eine ziemliche Standardprozedur für unerwünschte Gruppen ist. Dieses Spinnending, das Charlie und den Rest weggetragen hat, ist schlimmer als die Foundation für die Library.
Standortkommando: Kannst du mir einen einfachen Grund für diesen Verstoß gegen das Protokoll nennen?
S-3 Morgan: Klar, sicher. Das Ding versucht, zurück in die Library einzubrechen, und ich muss es aufhalten. Pack es unter, äh … "Schutz von Nichtkombattanten".
Standortkommando: Notiert.
S-3 Morgan: Alles klar, Junge, schon mal mit Magie zu tun gehabt?
R-7 Rainer: Nein. Kannst du gehen?
S-3 Morgan: Gib mir eine Hand und wir werden's sehen.
(P-7 Rainer hilft S-3 Morgan dabei, aufzustehen.)
S-3 Morgan: Kommando, äh … Stimmt, das Adrenalin sinkt wieder.
(P-7 Rainer beginnt, S-3 Morgan zu stützen, während sie den Tunnel entlanglaufen.)
S-3 Morgan: Da vorne ist eine Gabelung. Ich habe gesehen, wie die Spinnen den Rest des Teams nach rechts getragen haben.
P-7 Rainer: Verstanden. Geht es dir irgendwie besser?
S-3 Morgan: Ja.
P-7 Rainer: Wenn du Schmerzen hast, denk einfach an das Gegenteil von Schmerz.
S-3 Morgan: Das Gegenteil?
P-7 Rainer: Es hilft mir mehr als bloß daran zu denken, dass der Schmerz weg ist. Betrachte es eher als den Kehrwert von Schmerz, schätze ich. Das ergibt keinen Sinn. Tut mir leid.
(Beide sind mehrere Sekunden lang still.)
S-3 Morgan: Hast du diese Narbe im Kampf bekommen?
P-7 Rainer: Die auf meinem Arm?
S-3 Morgan: Ja. Ich habe sie gesehen, bevor du das Licht manifestiert hast, um das Ding zu töten, das mich angegriffen hat.
P-7 Rainer: Nein, ich habe sie schon vorher bekommen.
S-3 Morgan: Ich glaube, ich kann sie mit meiner Thaumaturgie heilen. Äh … Ich hätte sie heilen können. Ich schätze, ein Typ Blau mit einem Arm zu sein wird schwierig.
P-7 Rainer: Wie ist es so, ein Magier zu sein?
S-3 Morgan: Am Anfang super. Du fühlst dich so, als wärst du auf dem Gipfel der Welt. Dann findet es jemand heraus. Du bittest die Person, es geheim zu halten, aber natürlich macht sie das nicht. Du gehst zur Library, weil wo sonst kannst du hin?
P-7 Rainer: War es einsam in der Library?
S-3 Morgan: Allein und ohne ein Buch zum Lesen, ja. Es ist schrecklich. Du kannst andere um dich herum sehen, die ein Universum an Wissen aufsaugen, glücklich und frei zwischen den Regalen sind, aber du bist mit deinen eigenen Selbstzweifeln gefangen. Es ist wie sich noch einmal als nichtbinär zu outen … warte mal.
(Beide bleiben still stehen und beobachten die Gabelung im Tunnel. Zwei Entitäten sind im rechten zu sehen. Eine scheint zu schweben und trägt einen zerfledderten Umhang, der die Sicht auf den Träger verdeckt. Die Gestalt der anderen Entität ist aufgrund mehrerer lokalisierter Realitätsverzerrungen um sie herum nicht beobachtbar, aber sie scheint etwas humanoid zu sein. Die beiden Einheiten befinden sich in einem Konflikt miteinander.)
S-3 Morgan: Wir müssen an den beiden vorbei, wenn wir dem Team folgen wollen. Ich erkenne den Schleier aus der Library, bevor er verbannt wurde. Er hat eine starke Abneigung gegen das geschriebene Wort und möchte Literatur in die Vergessenheit unter seinem Umhang absorbieren.
P-7 Rainer: Und der andere?
S-3 Morgan: Ich bin mir unsicher. Ich habe in der Library über ihn gelesen, aber … Nun, ich habe die Library schon lange nicht mehr betreten. Ich glaube, es ist eine Entität, die … die Realität "neu schreibt". Beide stellten eine hohe Gefahr für das in der Library enthaltene Wissen dar und wurden deswegen hierher verbannt.
P-7 Rainer: Irgendwelche Tipps für den Kampf?
S-3 Morgan: Physische Kraft wird nicht besonders effektiv sein. Ich würde empfehlen, mich meine Thaumaturgie verwenden zu lassen, aber ich werde ein wenig langsamer mit meinen Blau-Zaubersprüchen sein als sonst. Wir haben entweder … Was sind diese Dinger auf deinem Anzug?
P-7 Rainer: Klebebandstreifen. Ich habe sie manifestiert, damit die Runen, die wir in den oberen Stockwerken gesehen haben, auf sie inskribiert werden konnten.
S-3 Morgan: …
P-7 Rainer: Ist das schlimm?
S-3 Morgan: Es ist … einfallsreich. Unser Ziel sollte es sein, an ihnen vorbeizukommen, ohne bemerkt zu werden. Leider bedeutet das, zu warten, bis sie beginnen, zu kämpfen. Kommando, wie lange bis das zweite Team das Gebäude erreicht?
Standortkommando: Ungefähr fünf Minuten.
S-3 Morgan: Verstanden. Bereit, Rainer?
P-7 Rainer: Ja.
(Die beiden schauen zu, wie sich die Entitäten umkreisen, bis die verschleierte Gestalt nach ihrem Mantel greift, um ihn zu öffnen. Mehrere isolierte und lokalisierte räumliche Verzerrungen bilden sich um die verschleierte Gestalt, aber sie werden abrupt zunichte gemacht, als sie die Vorderseite des Kleidungsstücks öffnet. Die zweite Entität reagiert aggressiv darauf und scheint vom sichtbaren Lichtspektrum zu verschwinden, bevor mehrere thaumaturgische Symbole auf dem Mantel der verhüllten Gestalt zu sehen sind. Die Symbole leuchten rot und die verschleierte Gestalt verhält sich aufgeregt und legt den Mantel vollständig ab. Der abgelegte Schleier wird von einer Explosion umgeben, was einen Teil der Wand neben S-3 Morgan und P-7 Rainer zerstört.)
S-3 Morgan: Alles klar, lauf so schnell du kannst.
(P-7 Rainer unterstützt S-3 Morgan, während sie durch den Tunnel laufen. Während sie an den Entitäten vorbeilaufen, bemerken beide sie, aber scheinen unwillig, sie zu verfolgen. P-7 Rainer und S-3 Morgan rennen drei weitere Sekunden lang, bevor ein Kreischen zu hören ist, vermutlich von der zuvor verschleierten Gestalt.)
S-3 Morgan: Der Schleier absorbiert uns gleich.
P-7 Rainer: E macht was gleich?
(Ein lautes Geräusch hallt durch den Tunnel, während eine unsichtbare Kraft S-3 Morgan und P-7 Rainer zu den beiden Entitäten zieht, während S-3 Morgan versucht, thaumaturgische Fähigkeiten zu verwenden, um den Effekt aufzuheben. Beide werden rückwärts über den Tunnelboden gezogen und die zuvor verschleierte Entität ist zu sehen. Sie scheint eine Masse aus physischen, schwarzen Tentakeln zu sein.)
P-7 Rainer: Morgan! Was zum Teufel tun wir?
S-3 Morgan: Halt dich an meinem Arm fest, wenn du kannst.
P-7 Rainer: Scheiße! Scheiße!
(S-3 Morgan schafft es aufgrund der zuvor erlittenen Verletzungen nicht, der unsichtbaren Kraft zu entkommen, und wird rapide zur Entität gezogen. P-7 Raine reagiert, indem er sich nicht mehr am Boden festhält und ein Portal manifestiert, während er sich in der Luft befindet. Das manifestierte Objekt hat eine inkonsistente Form, aber scheint eine Reihe weißer Tentakel zu sein, die immer wieder vom sichtbaren Lichtspektrum verschwinden und wieder auftauchen. Das manifestierte Objekt nähert sich der Entität viel schneller als S-3 Morgan und P-7 Rainer und beim Kontakt mit der Entität verschwindet es. Die feindselige Entität ist ebenfalls nicht mehr zu sehen. S-3 Morgan fällt auf den Boden, ohne zusätzliche Verletzungen. Beide sind mehrere Sekunden lang still.)
S-3 Morgan: Junge, was zur Hölle war das?
P-7 Rainer: I-Ich geriet in Panik. Ich sah, dass es kurz davor war, dich zu holen, und … Ich dachte daran, wie sehr ich es nicht da haben möchte, und … Scheiße! Pass auf!
(Mehrere lokalisierte räumliche Verzerrungen erscheinen um P-7 Rainers Körper herum, was zum Verlust der Audio- und Videoverbindung mit dem Standortkommando führt. S-3 Morgans Video ist ebenso betroffen, aber die Audio legt nahe, dass S-3 Morgan die verbliebene Entität nach ein paar Sekunden vertrieben hat.)
Standortkommando: Die Verbindung wurde wiederhergestellt.
S-3 Morgan: Ich empfange dich, Kommando. Junge, geht es dir gut?
(P-7 Rainer drückt starkes Elend aus und hört sich so an, als würde er Tränen zurückhalten.)
P-7 Rainer: Habe ich den Typen getötet, Morgan?
S-3 Morgan: Es war kein Mensch. Es war eine Aberration, deren Existenz der Zerstörung von Wissen gewidmet war.
P-7 Rainer: Ich habe … Oh Gott, ich habe das genaue Gegenteil von ihm manifestiert. Von Raum und Materie. Es muss das echte Ding aufgelöst haben und jetzt existiert es einfach nicht.
S-3 Morgan: Kommando, ich habe meine Meinung geändert und ich breche die Mission ab. Wie ich Charlie kenne, konnte er bereits das Spinnentier töten.
Standortkommando: Abgelehnt, Morgan.
S-3 Morgan: Was?
Standortkommando: Dr. Edwards schaut sich gerade das Video dieser Erkundung an und hat es sehr deutlich gemacht, dass die Mission fortgesetzt werden soll.
(P-7 Rainer zuckt bei der Erwähnung von Dr. Edwards.)
S-3 Morgan: Und ich soll auf einen Forscher hören, der sicher und gemütlich in Standort-17 sitzt?
Standortkommando: Dr. Edwards ist der derzeitige Direktor vom 4051-Projekt und ihm wurde von Standortdirektor Graham die Autorität über diese Mission erteilt.
(S-3 Morgan denkt mehrere Sekunden lang still nach, bevor er sich zu P-7 Rainer wendet.)
S-3 Morgan: Kannst du stehen?
P-7 Rainer: Ja.
S-3 Morgan: Wir führen die Mission fort. Wir sollten nicht zu weit entfernt vom Team sein. Bleib hinter mir.
P-7 Rainer: Verstanden.
(Die beiden laufen still den Tunnel entlang. Nach vier Minuten nehmen beide Audiogeräte die Geräusche einer Auseinandersetzung auf, die aus dem Tunnel hallen.)
S-3 Morgan: Junge, äh, alles okay?
P-7 Rainer: Mir geht es gut. Und dir?
S-3 Morgan: Ja. Wie hast du die Narbe auf deinem Arm bekommen?
P-7 Rainer: Das möchte ich nicht sagen.
S-3 Morgan: Warum nicht?
P-7 Rainer: Ich möchte es einfach nicht.
(Es ist eine Minute lang still.)
P-7 Rainer: Ich habe bei einem Eindämmungsbruch versagt. Sie lassen mich manchmal raus, um im Standort zu helfen, und eine Anomalie ist während einer meiner Schichten entkommen. Großes Ding, viele Klauen. Hat meinen Arm gekratzt, bevor die Wärter es überwältigt haben.
S-3 Morgan: Alles klar. Tut mir leid, dass du das durchmachen musstest.
P-7 Rainer: Mir auch.
(Mehrere Erschütterungen lassen den Abschnitt des Tunnels wackeln.)
S-3 Morgan: Wir sollten uns beeilen.
(S-3 Morgan und P-7 Rainer rennen den Tunnel entlang. Dabei werden die Wände des Tunnels räumlichen Verzerrungen unterzogen und strecken und verkürzen sich wiederholt.)
P-7 Rainer: Wir haben Gesellschaft.
S-3 Morgan: Geh hinter mich.
(Die räumlichen Verzerrungen intensivieren sich in einem bestimmten Bereich auf dem Boden und der Kopf einer großen anomalen Entität taucht aus den Ziegelsteinen auf. Die Entität scheint humanoid zu sein und erhebt sich weiter, bis ihre Gestalt den gesamten Tunnel einnimmt. Ihr Körper ist etwa 20 Meter groß, wodurch sich die Wände und Decke um sie herum verbiegen. Ihre Haut scheint pures Weiß zu sein und mehrere unbekannte Runen und Muster sind mit einer schwarzen Substanz in ihre Vorderarme und Brust gezeichnet.)
Unbekannte Entität: Einhundert Ketten, um mich zu binden, einhundert mehr vor mir.
S-3 Morgan: Dein Pfad so weit entfernt, musst du lang verweilen?
Unbekannte Entität: Ich komme als ein Verhinderer von Unglück. Der hinter dir ist von Zweifeln beschattet, etwas, was mir sehr vertraut ist. Ein Gewährer von Wünschen war ich in einem anderen Leben; ein Sklave von anderen von Natur aus, alles hat sich aufgelöst, als jemand die bösen Worte sprach: "Ich wünsche mir die Zerstörung der Wanderer's Library." In dieser Säuberung spürte ich eine verwandte Seele.
S-3 Morgan: Deine Säuberung ist noch nicht vollkommen, deine Kräfte noch jenseits von dir. Du darfst unser Vorbeigehen nicht verhindern.
P-7 Rainer: Ich sehe keinen Vergleich zwischen dir und mir.5
S-3 Morgan: Rainer, sei still.
Unbekannte Entität: Als freien Mann siehst du dich selbst? Du, der in Ketten verwoben ist, sowohl in physischen als auch psychischen?
*P-7 Rainer:** Ich, der bin -
S-3 Morgan: [Die Worte sind aufgrund von geringer Lautstärke unverständlich.]
(Mehrere thaumaturgische Symbole manifestieren sich um P-7 Rainers Kopf herum und bringen ihn zum Schweigen. Die Augen der Entität leuchten und sie lehnt sich zu P-7 Rainer vor und scheint die Runen mit ihren Fingern zu manipulieren. Die Runen leuchten und verschwinden, bevor sie wieder um S-3 Morgan herum auftauchen, was einen paralysierenden Effekt hat.)
P-7 Rainer: Ich, der bin frei, kenne meine eigene Natur.
Unbekannte Entität: Du bist von Zweifeln gelähmt. Dein Verstand ist ein brodelndes Meer aus Unentschlossenheit.
P-7 Rainer: Und ich bin frei, dies zu tun.
Unbekannte Entität: Du liegst falsch. Eine fremde Bindung kontrolliert dich.
(Die Entität greift nach P-7 Rainer, aber wird zurückgestoßen, als P-7 Rainer "Feuer" manifestiert. Sie zieht ihre Hand zurück und nimmt wieder eine stehende Position ein, während die schwarzen Runen auf ihrer Haut beginnen, rot zu leuchten.)
Unbekannte Entität: In meiner ewigen Verdammnis suche ich nach Wiedergutmachung eines Verbrechens, das nicht mein eigenes ist. Ich kann keinen gütigeren Geist leiden lassen, so wie ich es habe.
(Die Realität beginnt, sich um P-7 Rainers Standort herum zu verzerren und die Videoverbindung bricht ab. S-3 Morgan wird von der magisch induzierten Paralyse befreit und feuert sofort auf die Entität, die begonnen hat, sich zu destabilisieren. Die Entität ist unbeeinträchtigt und verteilt ihre physische Form in der räumlichen Realitätsverzerrung um P-7 Rainer herum. P-7 Rainer drückt akutes Leiden und Schmerzen aus.)
P-7 Rainer: Ich [unverständlich] Sklave. [unverständlich] brauche sie. Ich kann nicht [unverständlich]
(Der verzerrte Raum scheint zu fluktuieren und S-3 Morgan zieht sich auf eine sichere Distanz zurück.)
P-7 Rainer: Ich werde nicht auch dein Sklave sein! [unverständlich]
S-3 Morgan: Kommando, ich brauche Beratung!
Standortkommando: Wir arbeiten daran.
(Mehrere Beben erschüttern den Tunnel und P-7 Raine drückt extreme Schmerzen aus. Die Fluktuationen der Verzerrung erhöhen sich und die Wände des Tunnels beginnen, sich rapide zusammenzuziehen und auszubreiten.)
S-3 Morgan: Ich brauche jetzt eine Antwort!
(Ein Kreis aus nicht identifizierbaren Runen umgibt den Boden um P-7 Rainer herum, die zu leuchten scheinen und Funken aus weißen Blitzen sprühen, die den verzerrten Raum von allen Seiten treffen. Die Abschnitte der Wände in der Nähe von P-7 Rainer lösen sich auf, was unbekannte Schäden an der strukturellen Integrität des Tunnels verursacht.)
Standortkommando: Einleitung von Notaktivierung von P-7 Rainers langsam wirkendem Amnesikum der Klasse-S in 3, 2, 1.
(Zu diesem Zeitpunkt hören alle anomalen Phänomene um P-7 Rainer herum auf und P-7 Rainer fällt ohnmächtig auf den Boden.)
S-3 Morgan: Wie lange wird er so sein?
Standortkommando: Die Akklimatisierung dauert etwa -
(P-7 Rainer erlangt abrupt das Bewusstsein wieder und steht sofort auf, scheinbar nur leicht von den Resteffekten des Amnesikums beeinträchtigt, und beginnt, durch den Tunnel zu sprinten.)
S-3 Morgan: Rainer, warte!
(S-3 Morgan kann nicht mit P-7 Rainer mithalten und fällt schnell zurück.)
P-7 Rainer: Raus aus meinem Kopf, raus aus meinem Kopf!
(P-7 Rainer manifestiert ein Objekt und alle Ziegelsteinwände in einem 30-Meter-Radius um ihn herum lösen sich abrupt auf. Ein Weg wird offengelegt und ein großes Spinnentier ist am Ende zu sehen, bevor es aus dem Sichtfeld verschwindet.)
P-7 Rainer: Jetzt habe ich dich!
(P-7 Rainers Tempo erhöht sich, bis er einen großen Raum am Ende des Weges erreicht. Der Raum besteht vollständig aus Ziegelsteinen und ist mehrere Stockwerke groß. Im Raum sind P-7 Rico, P-7 Trevor und P-7 Charlie zu sehen, wie sie das Spinnentier bekämpfen. Auf dem Boden wurde ein kompliziertes Muster mit roter Flüssigkeit erschaffen, in dessen Mitte der Körper von P-7 Jayla liegt. Buchstaben von verschiedenen bekannten und unbekannten Sprachen manifestieren sich vom Rand des Musters.)
P-7 Trevor: Rainer! Was zum Teufel ist mit dir passiert?
(P-7 Rainer schreit, als sich die massive, humanoide Entität über der Gruppe neu bildet und schwebend im Raum steht. Ihre Augen beginnen zu leuchten, während sie auf sie alle hinabschaut.)
P-7 Rainer: Nimm das!
<Ende des Protokolls>
Transkript von Therapiesitzung-4051-59
Vorwort: SCP-4051 bleibt in seiner Isolierzelle, während Dr. Yesenia mit ihm über das Audio-Überwachungssystem der Zelle kommuniziert.
<Beginn des Protokolls>
Dr. Yesenia: Rainer? Kannst du mich hören?
SCP-4051: Oh! Dr. Yesenia! Wie geht's?
Dr. Yesenia: Mir geht es gut. Und dir?
SCP-4051: Mir geht es super! Ich kam gerade von einer Mission zurück.
Dr. Yesenia: Oh? Erzähl mir davon.
SCP-4051: Ich habe vielen Menschen geholfen. Gegen eine Spinne gekämpft. Jayla und Trevor und Nico gerettet. Und ich habe mehr über meine Anomalie herausgefunden!
Dr. Yesenia: Oh? Wirklich?
SCP-4051: Ja! Ich kann Dinge auflösen, indem ich ihr Gegenteil mache. Wände, Feinde, Monster. Wenn ich Wartungsarbeiten mache, kann ich vielleicht -
Dr. Yesenia: Rainer, deine Wartungsarbeiten wurden auf unbestimmte Zeit gestrichen.
SCP-4051: Sie wurden … Sie wurden was?
Dr. Yesenia: Wir können nicht länger zulassen, dass du deine Isolierzelle verlässt, aufgrund der Gefahr, die du nun für die Foundation und die Welt als Ganzes darstellst.
(SCP-4051 ist mehrere Sekunden lang still, bevor es aufsteht und beginnt, im Raum hin und her zu laufen und wiederholt zu nicken.)
SCP-4051: Das ergibt Sinn. Es ergibt Sinn. Es tut mir leid.
Dr. Yesenia: Du musst dich für nichts entschuldigen.
SCP-4051: Kann ich immer noch helfen?
(Es ist mehrere Sekunden lang still.)
Dr. Yesenia: Du hilfst uns, indem du einfach nur hier bist, Rainer.
SCP-4051: Wirklich?
Dr. Yesenia: Ja, wirklich. Aber noch viel wichtiger ist, dass du … dass du uns brauchst.
SCP-4051: Oh, das weiß ich. Ich brauche euch. Das weiß ich. Ich … Danke, dass ihr euch um mich kümmert.
Dr. Yesenia: Gern geschehen, Rainer. Auf Wiedersehen.
SCP-4051: Auf Wiedersehen, Dr. Yesenia!
(SCP-4051 sitzt in der Ecke seiner Zelle und lächelt und bleibt dort.)
<Ende des Protokolls>
An: Forscher David Edwards
Von: Standortdirektor Thomas Graham
Betreff: Aufräumarbeiten
Edwards,
Was folgt, ist der inoffizielle Bericht zum Vorfall mit SCP-4051, dem anomalen Objekt, das von der Verbindungsperson des Ethikkomitees Jeremiah Cimmerian in deine Obhut gegeben wurde.
Am 18. Juli 2013, 15 Uhr, betrat eine gemischte Mobile Task Force, größtenteils bestehend aus Mitgliedern von MTF Psi-7 ("Home Improvement"), aber auch SCP-4051 und ein einziges Mitglied von MTF Sigma-3 ("Bibliographers"), einen anomalen Ort in Chicago, Illinois. Während der Erkundung betrat das Team unfreiwillig einen extradimensionalen Ort unter der Wanderer's Library. Alle Mitglieder des Teams außer SCP-4051 - welcher freiwillig hineingegangen ist - wurden in das Portal gezwungen.
Während ein zweites Team aufgestellt wurde, wurde SCP-4051s langsam wirkendes Amnesikum vorzeitig in dem Versuch aktiviert, eine feindselige Entität aus seinem Gehirn zu vertreiben. Dies führte zu einem fast vollständigen Zusammenbruch von SCP-4051s psychischer Stabilität und es offenbarte, dass es nun das "Gegenteil" von jedem Objekt, das es sich adäquat "vorstellen" konnte, manifestieren konnte, was ihm die Fähigkeit gewährte, jede Masse zu zerstören, die es erfassen kann. Es nutzte diese Fähigkeit, um einen großen Teil des extradimensionalen Ortes zu zerstören und das feindselige Spinnentier sowie die humanoide Entität, die in seinen Verstand eingedrungen ist, zu neutralisieren. Das zweite Bergungsteam meldete einen massiven Krater, etwa 100 Meter im Durchmesser, und SCP-4051 im Zentrum. SCP-4051 wehrte sich nicht gegen die Festnahme.
Nachfolgend sind die offiziellen Status aller Agenten, die in der ursprünglichen Erkundung involviert waren.
TL P-7 Charlie: Lebendig, derzeit an einem anderen Ort eingesetzt.
P-7 Trevor: Hospitalisiert, erwartete Erholung in zwei Wochen.
P-7 Rico: Hospitalisiert, erwartete Erholung in einer Woche.
P-7 Jayla: Im Kampf gefallen.
S-3 Morgan: Hospitalisiert, erwartete Erholung in drei Wochen.
SCP-4051: Eingedämmt.
Dieser Vorfall hat in der sofortigen Neuklassifizierung von SCP-4051 zu Keter resultiert und seine derzeitige Isolierzelle wird mit präventiven Maßnahmen ausgestattet, sollte es versuchen, der Eindämmung zu entkommen. Die Sicherheitsmaßnahmen müssen aktualisiert und jegliches relevantes Personal muss über die neue Situation unterrichtet werden, der wir gegenüberstehen.
Selbstverständlich wird der offizielle Bericht zu diesem Vorfall anders aussehen. Bei den Folgen hiervon erwarte ich eine vollständige Überprüfung aller Prozeduren und Projekte in Zusammenhang mit SCP-4051 durch das Ethikkomitee, das nicht länger gewillt ist, für das Allgemeinwohl ein Auge zuzudrücken. Es tut mir leid, Edwards. Ich kann Sie nicht länger schützen.
Es tut mir leid, was SCP-4051 Ihrem Bruder angetan hat. Dr. Roswell war einer der besten Forscher an diesem Standort. Ich weiß, dass wir alle um ihn getrauert und verschiedene Methoden dafür gefunden haben, Sie eingeschlossen.
Haben Sie ein gutes Leben, Edwards.
NEUE NACHRICHT!
An: Standortdirektor Thomas Graham
Von: Forscher David Edwards
Betreff: Aw: Aufräumarbeiten
Graham,
Verrotten Sie in der Hölle, Sie Stück Scheiße.

