SCP-393-DE

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Das erste dokumentierte Opfer von SCP-393-DE1

Objekt-Nr.: SCP-393-DE

Klassifizierung: Keter

Sicherheitsmaßnahmen: Zu dem aktuellen Zeitpunkt ist es aufgrund der anomalen Natur von SCP-393-DE weder möglich eine Prognose für dessen Erscheinung zu erstellen, noch die Entität effektiv einzudämmen. Jegliche Versuche, es mit geeigneten Bedingungen in einen Raum innerhalb eines Eindämmungsstandortes zu locken, sind zwar gelungen, jedoch konnte keines der SCP-Foundation derzeit zur Verfügung stehenden Mittel eine Demanifestation der Anomalie verhindern.

Sämtliche über SCP-393-DE veröffentlichte Meldungen, visuelle Aufzeichnung oder Zeugenaussagen, welche auf eine Begegnung mit SCP-393-DE schließen lassen, sind von Foundation Web-Crawlern aufzusspüren und mittels Foundation Web-Scrubs2 nachhaltig aus den sozialen Medien zu entfernen und mithilfe von gezielten Desinformationskampangen zu diskreditieren. Opfer und Augenzeugen der Entität sind, falls vorhanden, von Agenten nahegelegener Standorte oder Außenposten zu befragen und anschließend mit einem Klasse-A-Amnesika zu behandeln.

Sollten Opfer von SCP-393-DE vor ihrer Amnesizierung keine zahnmedizinische Behandlung erhalten haben, sind diese in die Betreuung eines außendienstlichen Stomatologen der SCP-Foundation zu geben. Aufzeichnungen, Berichte oder Artikel zu SCP-393-DE sind in Beschlag zu nehmen, als Fehlinformation zu deklarieren und in Standort-DE2 unter der Sicherheitsfreigabe der Stufe 3/393 bzw. Stufe 4 physisch als auch digital zu archivieren.

Beschreibung: Bei SCP-393-DE handelt es sich um eine zervikofazielle3 und vermutlich empfindungsfähige Entität, dessen vollständiges Erscheinungsbild bislang nur fragmentarisch von Betroffenen erfasst werden konnte. Aufzeichnung der Instanz durch beispielsweise Sicherheitskameras oder andere Medien schient nicht möglich zu sein, da Aufnahmegeräte bei der Erscheinung SCP-393-DE für die Dauer seines Aufenthaltes aus unbekannten Gründen entweder nicht aufnehmen oder die Datei vollständig korrumpiert wird. Sein genaues Aussehen, sowie Ursprung und Entstehung sind bis dato unbekannt. Eine visuelle Beschreibung der Anomalie, welche sich mit allen Zeugenaussagen von Opfern oder passiven Beobachtern schneidet, findet sich weiter unten im Dokument.

Die einzig bekannten Informationen zu SCP-393-DE sind seine anomalen Fähigkeiten und die vermutlichen Voraussetzungen4, zu welchen die Entität sich erfolgreich bei einem Opfer manifestieren kann. Eine weitere anomale Fähigkeit oder ein anomaler Effekt von SCP-393-DE ist, dass es in der Lage ist seine Opfer - und andere Menschen falls nötig - in einen paralyseähnlichen Zustand zu versetzen, sobald sie die Anomalie beobachten.

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Ein Karte mit den meisten Sichtungen und Meldungen von SCP-393-DE

Aufgrund der Tatsache, dass im internationalen Raum bisher keine Erscheinungen von SCP-393-DE seit seiner Entdeckung im Jahr 1994 dokumentiert wurden und es nur im deutschsprachigen Raum beobachtet wurde, ist anzunehmen, dass sein Jagdrevier sich dementsprechend auf den deutschsprachigen Raum beschränkt. Statistiken ist zu entnehmen, dass es hierbei den Großstadtraum bevorzugt und kleinere Ortschaften und Dörfer entweder meidet oder als unattraktives Jagdgebiet empfindet.

SCP-393-DE scheint sehr wählerisch bei der Auswahl seiner Opfer zu sein, da bisherige Betroffene eines "Zahnfee"-Ereignisses5 beständig und intensiv auf die eigene Zahngesundheit und -hygiene achteten. Zudem scheint es sich nur in geschlossenen Räumen mit toten Winkeln, Schränken, Vorhängen oder anderen Möglichkeiten zu materialisieren, um außer Sichtweite bleiben zu können. Ein weiterer Aspekt, der wichtig für die Manifestierung von SCP-393-DE scheint, ist das Vorhandensein eines Spiegels oder eine ausreichend spiegelnde Oberfläche in dem Raum des Opfers.

SCP-393-DE sucht nur Opfer auf, welche sich isoliert oder allein in einem Raum befinden, da Zeugenberichte mit mehr als einer Person in den meisten Fällen damit endeten, dass sich die Entität in den toten Winkel zurückzieht und dematerialisiert. Dies sind jedoch die einzigen Anhaltspunkte und Überschneidungen, welche sich alle Betroffenen teilen. Zwar konnte bisher kein Versuch unternommen werden, doch es besteht Grund zur Annahme, dass sobald eine Person versuchen sollte den gesamten Körper von SCP-393-DE beobachten zu wollen, es den Ort vorzeitig verlassen wird, indem es sich zurückzieht und dematerialisiert.

Aussagen nach konnte der gesamte Körper von SCP-393-DE nie in seiner Gänze beobachtet werden. Der am häufigsten beschriebene Teil ist ein elongierter, zylindrischer Hals mit einer Länge von zwei bis drei Metern und einem Durchmesser von etwa 55 bis 60 cm. Dieser Hals ist vollständig von langem, fettigem Haar bedeckt, das in seiner Struktur als tranig, verfilzt und teilweise lädiert beschrieben wird. Das Haar fällt über den Hals und verhüllt einen Teil des Gesichts. Die Haut der Instanz wird meist in einer scharlachroten Pigmentierung beschrieben, jedoch gibt es auch Opfer, welche bereits die Instanz mit einer grünen oder auch fast schwarzen Hautverfärbung beobachtet haben.

Der Kopf der Entität ist flach und scheint nahtlos in den Hals überzugehen, wodurch eine klare Abgrenzung nicht eindeutig ist. Zwar konnte das Gesicht der Entität nie genau beschrieben werden, jedoch überschneiden sich die Aussagen von unterschiedlichen Augenzeugen in einigen Punkten. Das Gesicht von SCP-393-DE ist durch eine Reihe von ungewöhnlichen und stark deformierten Merkmalen geprägt. Die Augen der Entität sind handgroß, weit voneinander entfernt und weisen eine exotropische Schielstellung auf. Die Iris und Pupillen sind tiefschwarz und reflektieren kaum Licht. Zwischen den Augen befindet sich eine breite, nach oben gekrümmte Nase, sodass der Nasenrücken nicht ersichtlich wird. Augenzeugen zufolge ähnelt die Nase einer Mischung aus Pferde- und Schweineschnauze. Ein Merkmal, welches allerdings von jedem, der SCP-393-DE beobachten konnte, genannt wurde, waren dessen markante Ohren. Diese sollen spitz zulaufend und an die eines Rehs erinnern, jedoch mit kleinen, geweihartigen Auswüchsen direkt oberhalb der ohrmuschelnähnlichen Struktur.

Der Mund der Entität erstreckt sich über nahezu die gesamte Breite des Gesichts und wird als lippenlos beschrieben, wodurch das Zahnfleisch und die Zähne permanent sichtbar sind. Die Zähne sind auffallend weiß und glänzend, was im starken Kontrast zu der ansonsten ungepflegten und abstoßenden Erscheinung der Entität steht. Stets trägt SCP-393-DE ein breites, spöttisches Grinsen zur Schau, das bei Betrachtern intensive Gefühle von Unbehagen und Angst auslöst.

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Extraktion von Zähnen nach einer Begegnung mit SCP-393-DE

Sobald die Anomalie sich erfolgreich manifestiert hat, wird es seinen Kopf in die Richtung seines potentiellen Opfers ausdehnen und sie - meist von hinten oder in einem anderen Winkel, welcher außerhalb des peripheren Sichtfelds der Person liegt - vorzugsweise entweder an dem Kopf, den Haaren oder dem Kiefer ergreifen und in die Mangel nehmen. Dabei wird die Griffkraft von SCP-393-DE als "übermenschlich" beschrieben. Die Haut der betroffenen Opfer zeigt hierbei meist Beschädigungen von oberflächlichen Rissen bis hin zu Hämatomen auf.

Berichten nach wird es, nachdem es das Opfer erfolgreich ergriffen hat, sämtliche Utensilien - die die Person bei sich führt - aus dessen Händen schlagen und kurzfristig sein Gesicht an das Gesicht seines Opfers pressen. Nachdem sich SCP-393-DE erfolgreich seinem Opfer angenähert hat, wird es mit seiner freien Hand aus seinen Haaren eine Zahnbürste ziehen und den Blick des Opfers gezielt in Richtung eines in der Nähe stehenden Spiegels fixieren.

Diese Zahnbürste ist in einem Zustand fortgeschrittener Verwesung, doch anscheinend ist der Grad der Verwesung von Opfer zu Opfer unterschiedlich. Die Borsten dieser Bürste sind zerfleddert, mit organischen und anorganischen Rückständen durchsetzt, darunter Fäkalien, Schimmelpilzkolonien und unidentifizierbares biologisches Material. Die Oberfläche der Zahnbürste ist von einer klebrigen, grünlich-schwarzen viskosen Substanz überzogen, die einen beißenden Geruch nach Fäulnis aufweist. Die Struktur der Bürste wird meist als uneben beschrieben und "als ob sie über Jahre hinweg unsachgemäß verwendet oder absichtlich deformiert wurde".

Sobald SCP-393-DE diese Zahnbürste in der Hand hält und den Blick seines Opfers an einer spiegelnden Oberfläche fixiert hat, beginnt die Entität damit, seine Bürste gewaltsam in den Mund des Opfers zu schieben. Zu Anfang imitiert es in langsamen Bewegungen einer routinierten Zahnpflege und es wird von den meisten Opfern als "angenehm" und "erschreckend beruhigend" beschrieben.

Innerhalb kurzer Zeit beschleunigt es seinen Rhythmus jedoch und die Intensität nimmt deutlich zu. Die Bewegungen werden zudem als unregelmäßig, wild und "äußerst sadistisch" beschrieben. SCP-393-DE wird zunehmend schneller und aggressiver, wobei die Borsten mit zunehmender Härte in die Zahnzwischenräume eindringen und das Zahnfleisch aufreißen. Blut tritt aus den verletzten Stellen aus und vermischt sich mit den Ablagerungen auf der Bürste, wodurch eine dunkelrote, viskose Substanz entsteht, die über die Zunge in den Rachenraum des Opfers läuft. Die Schmerzen, die das Opfer dabei empfindet, werden als intensiv und unerträglich beschrieben. Die Bürste scheint nicht nur die Oberfläche, sondern auch tiefere Schichten der Zähne zu beschädigen.

Nachdem einige Zeit des "Zähneputzens" vergangen ist, beobachteten die Überlebenden wie ein rapider Verfallsprozess der Zähne beginnt. Der Zahnschmelz verfärbt sich zunächst gelblich, dann grau und schließlich tiefschwarz. Die Zähne beginnen sich zu verformen, zu bröckeln und schließlich auszufallen. Jeder Verfallsschritt wird von intensiven, pulsierenden Schmerzen begleitet.

Anschließend zieht sich das Zahnfleisch zurück, wird nekrotisch und blutet weiter, während die verbleibenden Zähne sich lockern und schließlich aus ihren Zahnwurzeln reißen. Der Geruch, der dabei entsteht, wird als eine Mischung aus faulendem Fleisch, verwesendem organischem Material und einem beißenden, sauren Geruch beschrieben. Das Opfer bleibt während des gesamten Prozesses bei vollem Bewusstsein. Während der gesamten Begegnung sind Betroffene scheinbar dauerhaft paralysiert, da sie einen Zustand "ähnlich einer Schlafparalyse" beschreiben.

Am Ende des Putzvorgangs ist das Gebiss des Opfers entweder teilweise oder vollständig zerstört. Die Schmerzen halten auch nach Beendigung des Vorgangs an, und das Opfer bleibt in einem Zustand traumatischer Lähmung zurück. SCP-393-DE zieht seinen Hals anschließend langsam in ein toten Winkel zurück und dematerialisiert, wobei das spöttische Grinsen der Entität bis zum Schluss sichtbar bleibt.

Entdeckung: Das erste Mal wurde ein lebendiges Opfer von SCP-393-DE am 17.02.1994 in Hamburg entdeckt, als dieses sich bei einem in der Nähe stationierten Stomatologen der SCP-Foundation meldete und über eine "Verwesung" ihres Gebisses berichtete. Da diese Patientin für ihre intensive Zahnpflege in der Praxis bekannt war, wies der Agent sie unter dem Vorwand einer Notfalloperation an, sofort in seine Behandlung zu kommen. Dort angekommen untersuchte er sie und stellte fest, dass mehrere ihrer Zähne einen Grad der Fäulnis erreicht hatten, als wären diese über Jahrzehnte hinweg unbehandelt gewesen. Er informierte daraufhin Standort-DE7 als nächstgelegenen Standort und Agenten wurden entsandt, um das Opfer zu befragen und anschließend zu amnesizieren.

Anhang: Im Folgenden ist ein Interview mit dem Opfer und einem Agenten der Foundation einzulesen.

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