Vorfallbericht I741-A

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Beteiligtes SCP: SCP-741

Datum: ██.██.████

Ort: [ZENSIERT]

Vorwort: Bei zwei früheren Tauchgängen zum Standort von SCP-741 wurden zahlreiche anomale Funde gemacht, darunter das Artefakt (SCP-741-1) im Reaktor. Ein dritter Tauchgang wurde arrangiert, um die Anomalien außerhalb des U-Boots selbst zu untersuchen.

Taucher befinden sich auf dem Eisbrecher Yamal; angeblich untersuchen sie die Möglichkeit verlorener Torpedo- oder Raketensprengköpfe von K-141 Kursk. Selbst ihr Tarnauftrag ist geheim, um Fragen zu vermeiden. Über Securite-Rufe wurde eine 40-km-Sperrzone um den Standort eingerichtet, in der sich keine zivile Schifffahrt befindet.


Audioprotokolle
Protokoll beginnt ██.██.████ um 0937
A27: Yamal-Kontrolle, ich habe das U-Boot jetzt im Visier.
Yamal-Kontrolle: Verstanden, A27.
A26: A27, sieh dir das an.
A29: Was zum Teufel?
A27: Sehr merkwürdig. Ich mache ein paar Fotos.
A30: Das ist nicht das einig Seltsame. Seht euch mal das Loch an - habt ihr gesehen, wie sich da etwas bewegt hat?
A26: Wahrscheinlich nur eine riesige Assel, die sind hier unten überall. Vielleicht auch eine Spinnenkrabbe.
A30: Du hast recht, ich bin nur etwas nervös.
Yamal-Kontrolle: Sie haben Freigabe für aktive Operationen. Ich wiederhole, Sonar und Lichter sind bereit.
A27: Bleib cool. Ausleuchten.
A29: Lichter aktiviert. Bewege mich jetzt auf die Steuerbordseite zu, keine Anzeichen einer Veränderung seit der letzten Überwachung. Moment mal… Da leuchtet etwas in dem Loch. Ich gehe näher ran, um es zu untersuchen.
A30: Sei vorsichtig, acht auf die Strahlung.
A27: Auf normalem Hintergrundniveau hier hinten. Aber das sieht nach Cherenkov-Strahlung aus.
A26: Beta-Emitter? Ein Thoriumbrocken oder so?
Yamal-Kontrolle: A29, Ihr Neutronenzähler beginnt, etwas zu registrieren. Vierzig, fünfzig Zählungen die Sekunde, nicht viel, aber es sind Neutronen.
Unbekannte Stimme: Vasily, Yevgeny, könnt ihr mich hören?
A29: Was zur verkackten Hölle ist das? A30, kannst du das sehen?
A30: Oh mein Gott…
A26: Ist das ein Mensch? Nicht möglich, einfach nicht verflucht möglich!
A27: An alle, überprüft die Stickstoffwerte, das muss eine Stickstoffnarkose sein.
A29: Wir alle?
Unbekannte Stimme: Helft mir, ich kann kaum noch atmen.
A29: Es ist weg? Das ergibt doch keinen Sinn…
Yamal-Kontrolle: Was war das? Wer spricht hier noch?
A27: Ich kann es nicht erklären, wir haben hier gerade, na ja, etwas gesehen.
A26: Ich schätze, deshalb nennen sie es Euclid. An manche Dinge kann man sich einfach nicht gewöhnen.

Anhang: Bei früheren Tauchgängen wurden unverständliches Gemurmel und seltsame Lichter aufgezeichnet, aber dies war das erste Mal, dass eine verständliche Sprache registriert wurde.

Protokoll wird fortgesetzt, ██.██.████ um 0959
A30: Leute, wir haben Besuch…
A29: Tintenfisch!
A26: Huch. Seltsam. Bleibt auf Abstand.
A27: Das ist ein verdammt großes Exemplar. Wie groß muss er sein, fünf, fast sechs Meter?
A26: In etwa, ja. Aber ich habe noch nie gehört, dass einer jemanden angreift.
A27: Zur Kenntnis genommen. Setze Untersuchung fort. A29, sieh dir die seltsame Muschel da unten an, A30, sieh dir die Muschel an, vielleicht kannst du mir ein paar Nahaufnahmen besorgen. Irgendwie kommt mir das bekannt vor.
A26: Ich schwimme nach vorne, und kontrolliere die Torpedorohre.
A27: Verstanden.
Yamal-Kontrolle: Wie groß ist die Muschel? Nach den Fotos, die Sie uns geschickt haben, glaubt unser Meeresbiologe, dass es sich um eine [ZENSIERT] handelt. Wenn Sie die Muschel heraufholen könnten, würden wir sie uns gerne ansehen. Seien Sie einfach vorsichtig [DATEN GELÖSCHT]
A27: 30, 29, könnt ihr ein Schleppkabel an der Muschel befestigen?
A30: Können wir.
(Die Taucher arbeiten etwa fünf Minuten lang schweigend)
A26: Du bist ein neugieriger Bastard, was?
A27: Hm?
A26: Der Tintenfisch ist hier drüben… AAARGH!
A27: 26, was ist passiert?
A30: Ich sehe Blut.
A27: Yamal, holt ihn ein! Holt ihn ein!
Yamal-Kontrolle: Wir haben ihn, was ist da los?
A27: 26 wurde angegriffen!
Yamal-Kontrolle: Wir werden ihm Dekompressionszeit geben müssen.
A27: Nicht nötig, der Tintenfisch jagt ihn. Mein Gott, er greift wieder an, er reißt ihn in Stücke, holt ihn sofort an Bord, sonst stirbt er!
Yamal-Kontrolle: Maximale Windengeschwindigkeit, bereitet die Überdruckkammer vor. Seht zu, dass ihr auch da verschwindet, schnell.
A30: Ich sehe da noch eine Bewegung.
A27: Noch ein Tintenfisch?
A29: Ich glaube nicht, keine Ahnung, was das war, ich konnte es nicht genau sehen.
A27: Lichter aus, voller Abbruch, vorbereiten zum Auftauchen.
A29: Roger.
A30: Verstanden
Yamal-Kontrolle: Beginnen Sie mit dem Aufstieg, wir nehmen die Leine auf.
A27: Habt ihr ihn?
Yamal-Kontrolle: Wir haben ihn. Er lebt, ist aber bewusstlos. Sie bereiten gerade eine Notoperation vor. Die Bisswunden sind ziemlich schlimm.

Anhang: Yamal hat alle vier Taucher zusammen mit der Muschel erfolgreich geborgen. Die Analyse der Muschel zeigt eine bemerkenswerte Ähnlichkeit mit ausgestorbenen orthokonischen Nautiloiden. Die Muschel war frei von Gewebe, aber nicht versteinert. Die Bedeutung dieses Fundes wird noch untersucht.

Taucher A26 befindet sich nach dem Verlust einer Gliedmaße und dem Kontakt mit einem Gift unbekannter Zusammensetzung weiterhin in kritischem Zustand. Die Kamera von A26 wurde zerstört, aber die meisten Fotos wurden über die Glasfaser-Ethernet-Verbindung an Yamal übermittelt. Die Fotos des "geisterhaften" Phänomens bleiben geheim und wurden zusammen mit Geiger- und Neutronenzählerwerten aus dem gleichen Zeitraum zur weiteren Untersuchung an [ZENSIERT] geschickt.

Künftige Taucheinsätze sind nicht ausgeschlossen. Da Tintenfische normalerweise nicht dafür bekannt sind, Menschen anzugreifen, geschweige denn ohne Provokation, wird es als wahrscheinlich angesehen, dass hier ein anderes Phänomen am Werk ist. Künftige Taucher werden gewarnt, alle potenziell gefährlichen Meeresbewohner als unmittelbare Bedrohung zu betrachten und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.


Ende Vorfallbericht I741-A

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