Truppendossier: Mobile Task Force DE9-𝔄

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AUF BEFEHL DES AUFSICHTSRATS


DIESES DOKUMENT UNTERLIEGT EINER SICHERHEITSFREIGABE DER STUFE 3/MTF-9-A

Das folgende Dokument ist nur fĂŒr FĂŒhrungsorgane und fĂŒr Mitglieder der jeweiligen MTF-Einheit bestimmt. Unautorisierter Zugriff auf diese Datei und ihre Inhalte werden mit Disziplinarmaßnahmen bestraft.

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SCP Foundation MTF-Dossier

MTF DE9-𝔄

Offizielle Bezeichnung: Mobile Task Force DE9-𝔄

Rufname: 9-Alice ("Tief in Reinekes Bau")

MTF-Identifikationscode: MTF-DE9-A


Allgemeine Informationen


MTF-DE9-A-2

Auftrag: Mobile Task Force DE9-𝔄 ist auf Erkundung und Katalogisierung/Kartografie von anomalen und extrarealen Orten spezialisiert. Neben der Standardbewaffnung fĂŒhren sie zu jederzeit auch MessgerĂ€te mit sich, um die StabilitĂ€t und Verzerrungen der RealitĂ€t und der Anomalien zu ermitteln. Wegen der teilweise sehr gefĂ€hrlichen Eigenschaften solcher Orte, wie unerwartet zu implodieren oder instabil zu werden, sind die Mitglieder vorbereitet, sich in vielen Umgebungen selbst zu versorgen und sich gegebenenfalls zu opfern.

GegrĂŒndet: 12. Januar 2001

Stationierung: Hochsicherheitsstandort-DE9

Tarnung: Geophysikalisches Sonderforschungsinstitut (GFSI) / Frontunternehmen der Foundation "NORVELIA Infrastruktur"

Funktion: Erkundung und Katalogisierung von anomalen/extrarealen Orten

GrĂ¶ĂŸe: 15 Personen


Rekrutierung und Ausbildung


Bei dem Rekrutierungsverfahren der Mobile Task Force DE9-𝔄 handelt es sich um ein selektives Verfahren, das vorrangig innerhalb des deutschsprachigen Zweiges der SCP-Foundation ausgeschrieben wird. Das Verfahren wird ausschließlich in jenen FĂ€llen eröffnet, in denen ein Mitglied der Einheit wĂ€hrend eines Einsatzes in einer fremdrealen Umgebung als verloren gilt. Die Besonderheiten der EinsĂ€tze erlaubt keine konventionelle Personalrotation.

Nach Eingang einer Bewerbung erfolgt zunĂ€chst ein theoretischer Eignungstest mit Schwerpunkt auf realitĂ€tsphysikalische Grundlagen, multidimensionale Navigation, topologische Anomalietheorie sowie psychologische Selbstreflexion unter sensorischer Deprivation. Bewerber, die den Test erfolgreich absolvieren, durchlaufen anschließend ein psychologisches Belastungsszenario in einer kontrollierten Isolationsumgebung. Den Abschluss bildet ein persönliches RekrutierungsgesprĂ€ch unter Leitung von Hauptmann Elena Brix oder in Vertretung durch Leutnant Morten Röschel.

Folgende Voraussetzungen zur Rekrutierung in die Einheit wurden von der Mobile Task Force DE9-𝔄 festgelegt:

  • Nachweislich mindestens zweijĂ€hriger aktiver Dienst innerhalb einer Abteilung oder MTF-Einheit der SCP-Foundation, bevorzugt mit Erfahrung im Bereich der Ortserkundung, Bergung oder Anomalienklassifikation.
  • Erfolgreich abgeschlossene Ausbildung bei einer militĂ€rischen Spezialeinheit Deutschlands, Österreichs oder der Schweiz (z. B. KSK, Jagdkommando, Grenadierspezialeinheiten).
  • Grundkenntnisse in den Bereichen Raumzeitphysik, topologische Geometrie oder verwandte Disziplinen – vorzugsweise mit belegtem Zertifikat aus einem Foundation-internen Fortbildungsmodul.
  • Nachweisliche psychische Belastbarkeit unter Isolation, sensorischer InstabilitĂ€t und kognitiver Verzerrung.
  • Bereitschaft zur Teilnahme an einsatzbedingten Langzeitaufenthalten in extrarealen Umgebungen und zur DurchfĂŒhrung potenziell terminaler AuftrĂ€ge im Sinne der Foundation-Zielsetzung.
  • FĂ€higkeiten im LangzeitĂŒberleben unter extremen Bedingungen, einschließlich Versorgungssicherung ohne RĂŒckhalt, Improvisationstechniken und mentale Selbststabilisierung in totaler Abgeschiedenheit.

Belegschaft und interne Struktur


Leiter MTF-DE9-𝔄: Hauptmann Elena Brix

Leiter des Erkundungstrupps: Leutnant Morten Röchel

Leiter des Kartografietrupps: Leutnant Christian Zimmermann

Mitglieder:

    Erkundungstrupp: 11

    Kartografietrupp: 4


EinsĂ€tze, bei welchen Mobile Task Force DE9-𝔄 beteiligt war

ID-Nummer Klassifizierung
SCP-185-DE Euclid Keter
SCP-193-DE Euclid
SCP-255-DE Euclid-exsequi
SCP-337-DE Sicher
SCP-075-INT Sicher
Sonstige EinsÀtze
— [ZENSIERT] —

AusrĂŒstung


StandardausrĂŒstung:

  • 15 Standarduniformen der GFSI
  • 15 Standarduniformen der "NORVELIA Infrastruktur"
  • 15 StandardgefechtsausrĂŒstungskits
  • 20 Standardhandfeuerwaffen
  • 12 auf die Soldaten spezialisierte Handfeuerwaffen (siehe VollstĂ€ndige AusrĂŒstungsliste)
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Der Mercedes Zetros der Einheit DE9-𝔄

SpezialausrĂŒstung:

  • 15 Typ II Erkundungs-SpezialanzĂŒge fĂŒr extrareale Orte
  • 2 mobile SRAs zur RealitĂ€tsstabilisierung
  • 5 Kant-ZĂ€hler zur Messung der lokalen RealitĂ€tsinstabilitĂ€t
  • 3 3D-Scanner
  • 4 LIDAR-Kameras
  • 6 Drohnenkameras
  • 20 Signalbaken & Peilsender
  • allgemeine MarkierungsausrĂŒstung
  • 2 autarke Energiequellen
  • 4 NĂ€hrstoffversorgungskits Klasse III Typ R
  • 2 TrĂ€gheitsnavigationsgerĂ€te & Leitseile („Ariadne-System“)1

Fahrzeuge:

  • 2 Mercedes-Benz Zetros 2733 6x6 (speziell auf die Tarnungen um- und aufgerĂŒstet)

Sonstige Informationen


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Abgelegte SpezialasurĂŒstung der Einheit vor Eintritt in eine instabile Taschendimension

Innerhalb des deutschsprachigen Zweiges der SCP-Foundation bildet die Mobile Task Force DE9-𝔄 eine der einzigen Einheiten, deren Hauptaufgabe nicht in der Sicherung und Bergung von Anomalien liegt. Sie werden stattdessen ausschließlich in der Erstkartografierung, Katalogisierung und Klassifikation von extrarealen RĂ€umen und Strukturanomalien eingesetzt. Obwohl die Einheit selten in direkte Kampfhandlungen verwickelt ist, können solche Begegnungen nicht vollstĂ€ndig ausgeschlossen werden. Besonders dann nicht, wenn feindselige Lebewesen in den Umgebungen vorhanden sind.

Aufgrund der strukturellen Eigenschaften ihrer Einsatzgebiete operiert DE9-𝔄 nicht selten in raumanzugĂ€hnlichen SpezialanzĂŒgen, die fĂŒr LangzeiteinsĂ€tze in realitĂ€tskritischen Umwelten entwickelt wurden. Diese AusrĂŒstung schĂŒtzt nicht nur physisch, sondern enthĂ€lt aktive Module zur psychischen und sensorischen Stabilisierung, Atem- und NĂ€hrstoffversorgung sowie realitĂ€tsverankernde Komponenten.

Die Mitglieder dieser Einheit bilden im operativen Protokoll regelmĂ€ĂŸig die erste Quelle zur Einordnung neuer anomaler Orte. Sie verfĂŒgt ĂŒber eine gesonderte Schulung in der Erstklassifikation extrarealer Anomalien und ist autorisiert nach einen ausreichenden Maße die erkundete Anomalie vorlĂ€ufig mit den Klassifikationen "Sicher", "Euclid" oder "Keter" zu katalogisieren und an die zustĂ€ndigen Forschungseinheiten zu ĂŒbergeben. In den meisten FĂ€llen vertraut die Abteilung zur Klassifikation anomaler Objekte dem Urteil der Mobile Task Force DE9-𝔄 und ihre Erstklassifikation wird meistens ĂŒbernommen.

Die Geschichte der Einheit ist untrennbar verbunden mit einem Tier: einem weiblichen Fuchs namens "Reineke". Der Fuchs tauchte wĂ€hrend der allerersten Mission der ursprĂŒnglichen Einheit - damals noch unter anderer Bezeichnung – schwer verletzt und abgemagert am Rand eines anomalen Areals auf. Die Mitglieder der Einheit kĂŒmmerten sich trotz interner Vorschriften um das Tier, pflegten es gesund und nahmen es schließlich inoffiziell bei sich auf.

Als die Standortleitung anordnete, Reineke wieder auszusetzen, scheiterte der Versuch - der Fuchs kehrte immer wieder zu den Mitgliedern zurĂŒck. Schließlich wurde unter Antrag, das Tier bis zu seinem Ableben als Haustier zu halten, Reineke innerhalb des Standortes zugelassen. Über mehrere Jahre hinweg lebte Reineke bei der Einheit, war bei Einsatzbesprechungen anwesend, verschwand nie aus dem Aufenthaltsraum (außer bei SpaziergĂ€ngen mit Mitgliedern der Einheit) und wurde fĂŒr viele zum stillen Maskottchen der Einheit und Sinnbild fĂŒr den Schutz der Verlorenen. In Standort-DE9 gewann und genoss Reineke aufgrund ihrer sozialen und menschenfreundlichen Natur großes Vertrauen und die Aufmerksamkeit der anderen Mitarbeiter. Zu Lebzeiten von Reineke konnte sogar eine Steigerung der Bewerberzahlen fĂŒr die Mobile Task Force 9-ℜ beobachtet werden.

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Reineke zu ihren Lebzeiten

Nach ihrem Tod - verursacht durch eine chronische Krankheit - wurde ihr SchĂ€del prĂ€pariert und dient seither als zentrales Symbol der Einheit. Die Umbenennung der Truppe in "Tief in Reinekes Bau" erfolgte auf Antrag aller aktiven Mitglieder. Der SchĂ€del und die Asche Reinekes werden in einer kleinen, versiegelten Urne im Aufenthaltsraum der Einheit aufbewahrt. FĂŒr die Einheit steht Reineke nicht nur fĂŒr Zugehörigkeit, sondern auch fĂŒr die FĂ€higkeit, aus jedem unmöglichen Winkel einen Ausweg zu finden – eine Eigenschaft, die im Inneren extrarealer Zonen ĂŒber Leben und Tod entscheiden kann.

Im Gedenken an Reinekes Leben, Beweglichkeit und Unbeugsamkeit wurde ein Ritual in das interne Protokoll der Einheit aufgenommen: Die Einheit besitzt eines kleines HaarbĂŒschel, der Reineke zu Lebzeiten entnommen und in einem runden GlasgefĂ€ĂŸ luftdicht versiegelt wurde. Sollte ein Mitglied wĂ€hrend einer Mission als vermisst oder nicht zurĂŒckgekehrt gelten - unabhĂ€ngig davon, ob es als verloren oder verschollen eingestuft wurde - wird das GefĂ€ĂŸ mit Reinekes HaarbĂŒschel in die persönliche Schublade des betreffenden Mitglieds gelegt, still und ohne Kommentar.

Solange kein endgĂŒltiger Todesnachweis vorliegt, verbleibt das HaarbĂŒschel an diesem Ort. Der Akt gilt als Schutzsymbol, basierend auf dem internen Glauben der Einheit, dass Reinekes Geist "den Verlorenen den Ausweg zeigt". Der Brauch wird ohne Pathos, aber mit tiefer Konsequenz gepflegt.

Die operative Struktur der Einheit ist betont flach, da Entscheidungen hĂ€ufig gemeinsam getroffen werden. Jedem Mitglied wird das gleiche Maß an Vertrauen und Respekt entgegengebracht.

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