SCP-999
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Objekt-Nr.: SCP-999

Klassifizierung: Sicher

Sicherheitsmaßnahmen: SCP-999 darf sich frei in der Einrichtung bewegen, wenn es dies wünscht, muss aber ansonsten zwischen 20 und 21 Uhr zum Schlafen oder während eines Noteinschlusses zur eigenen Sicherheit in seinem Pferch bleiben. Das Subjekt muss nachts in seinem Pferch verbleiben und darf zu keiner Zeit das Gelände der Einrichtung verlassen. Der Pferch ist sauber zu halten und das Futter ist zweimal täglich zu wechseln. Das gesamte personal darf den Eindämmungsbereich von SCP-999 betreten, jedoch nur, wenn es gerade keine anderen Aufgaben zu erledigen oder wenn es gerade Pause hat. Mit dem Subjekt muss gespielt werden, wenn es sich langweilt, und es muss in einem ruhigen, nicht bedrohlichen Ton mit ihm gesprochen werden.

Beschreibung: SCP-999 scheint eine große, amorphe, gallertartige Masse aus durchscheinendem orangefarbenem Schleim zu sein, mit einem Gewicht von etwa 54 kg und einer Konsistenz ähnlich der von Erdnussbutter. Größe und Form des Subjekts sind leicht verformbar und es kann seine Gestalt nach Belieben verändern. Im Ruhezustand ist SCP-999 eine runde, abgeflachte Kuppel von etwa 2 m Breite und 1 m Höhe. Die Oberfläche von SCP-999 besteht aus einer dünnen, transparenten Membran, die der einer tierischen Zelle ähnelt und etwa 0,5 cm dick ist. Sie ist hochelastisch und erlaubt es SCP-999, Teile seines Körpers auf bis zu 2 cm abzuflachen. Diese oberfläche ist zudem hydrophob, obwohl SCP-999 willentlich Flüssigkeit absorbieren kann (siehe Anhang SCP-999-A), der Rest des Körpers von SCP-999 ist mit einer zähflüssigen, orangefarbenen Substanz von unbekannter chemischer Zusammensetzung gefüllt, obgleich es in der Lage ist, organische Materialien mühelos zu verdauen.

Das Temperament des Subjekts lässt sich am besten als spielerisch und hundeähnlich beschreiben: Bei Annäherung reagiert SCP-999 oft mit überwältigendem Hochgefühl, indem es zur nächstgelegenen Person hinübergleitet und sie auf sie stürzt, sie mit einem Paar Scheinarmen "umarmt", während es mit einem dritten Scheinarm das Gesicht der Person streichelt, wobei es gleichzeitig hohe gurgelnde und gurrende Geräusche von sich gibt. Die Oberfläche von SCP-999 verströmt einen angenehmen Geruch, der sich je nach der Person, mit der es interagiert, unterscheidet. Zu den aufgezeichneten Gerüchen gehören Schokolade, frische Wäsche, Speck, Rosen und Play-Doh™.

Die bloße Berührung der Oberfläche von SCP-999 verursacht eine sofortige leichte Euphorie, die sich verstärkt, je länger man SCP-999 ausgesetzt ist, und noch lange nach der Trennung von der Kreatur anhält. Die Lieblingsbeschäftigung des Subjekts ist das "Kitzeln", oft indem es eine Person vom Hals abwärts komplett einhüllt und kitzelt, bis sie es darum bittet aufzuhören (wobei es dieser Bitte nicht immer sofort nachkommt). Obwohl es zu Verletzungen kommen kann, wurde nie festgestellt, dass SCP-999 absichtlich versucht, andere zu verletzen. Es zieht sich sofort zurück und kontrahiert seinen Körper zu einem bebenden Hügel, während es in einer Weise gurgelt, die einem winselnden Hund ähnelt, und sich scheinbar dafür "entschuldigt", dass es jemanden aus Versehen weh getan hat.

Obwohl die Kreatur mit jedem interagieren kann, scheint sie ein besonderes Interesse an denjenigen zu haben, die unglücklich oder in irgend einer Weise verletzt sind. Personen, die unter lähmenden Depressionen oder PTBS leiden, haben zum Beispiel berichtet, dass sie nach mehreren Interaktionen mit SCP-999 viel positivere Lebenseinstellungen haben. Die Möglichkeit, Antidepressiva aus dem Schleim von SCP-999 herzustellen, wird derzeit diskutiert.

Zusätzlich zu seinem verspielten Verhalten scheint SCP-999 sämtliche Tiere (vor allem Menschen) zu lieben, weigert sich Fleisch zu essen und riskiert sogar sein eigenes Leben, um andere zu retten, indem es sich zum Beispiel einmal vor eine Person stellte, um eine Kugel abzufangen (der Intellekt des Subjekts steht noch zur Debatte: Obwohl sein Verhalten infantil ist, scheint es die menschliche Sprache und die meisten modernen Technologien, einschließlich Waffen, zu verstehen). Die Ernährung von SCP-999 besteht ausschließlich aus Süßigkeiten, wobei M&M's™ und Necco™-Waffeln seine Favoriten sind. Seine Essmethoden ähneln denen einer Amöbe.

Anhang SCP-999-A: "Erinnerung an alle Mitarbeiter: SCP-999 darf keine koffeinhaltige Softdrinks jeglicher Art konsumieren. Letzte Woche gab jemand SCP-999 eine Dose Cola zusammen mit seinem üblichen Frühstück - nicht nur, dass es eine halbe Stunde buchstäblich die Wände hochging, die Kohlensäure machte SCP-999 danach sichtlich mulmig, und es weigerte sich den Rest des Tages, sich zu bewegen oder zu essen. SCP-999 hat sich seitdem glücklicherweise erholt, aber der betreffende Mitarbeiter wurde gemaßregelt."

-Dr. ████████

Anhang SCP-999-B: Es folgt ein Bericht über ein Experiment, bei dem SCP-682 SCP-999 ausgesetzt wird, in der Hoffnung, dass dies die omnizidale Wut der Kreatur eindämmt.

SCP-999 wird in den Eindämmungsbereich von SCP-682 gelassen. SCP-999 rutscht sofort auf SCP-682 zu.

999: (Beschwingt glucksend)

682: (Unverständliches Maulen, Knurren) Was ist das?

SCP-999 bewegt sich vor SCP-682, springt dabei ähnlich einem Hund auf und ab und ruft dabei in einem hohen Quietschton.

SCP-682: (Stöhnt) Ekelhaft…

SCP-682 tritt sofort auf SCP-999 ein und plättet SCP-999 vollständig. Die Beobachter waren kurz davor das Experiment abzubrechen, als SCP-682 wieder zu sprechen begann.

682: (Grummelt) Hmmm? (unverständlich) Was ist das… (leises Geräusch, ähnlich einem leichten Kichern) Ich fühle mich… gut…

SCP-999 kann beobachtet werden, wie es zwischen den Zehen von SCP-682 hochkriecht, an seiner Seite entlang und zum Hals, wo es sich festklammert und beginnt, sanft mittels seines Scheinarms zu schmusen. Ein breites Grinsen breitet sich auf dem Gesicht von SCP-682 aus.

682: (Tiefes Kichern) Fühle mich… so… glücklich. Glücklich… (lacht) glücklich… glücklich…

SCP-682 wiederholt das Wort "glücklich" mehrere Minuten lang und lacht dabei gelegentlich, bevor es zu einem ununterbrochenem Lachen eskaliert. Als das Lachen andauert, rollt sich SCP-682 auf dem Rücken herum und schlägt mit seinem Schwanz mit gefährlicher Wucht auf den Boden.

682: (Brüllendes Lachen) Halt! Nicht kitzeln! (lacht weiter)

SCP-682 und SCP-999 setzen ihren "Kitzelkampf" fort, bis SCP-683 schließlich ermüdet und augenscheinlich mit einem scheinbaren Lächeln auf seinem Gesicht einschläft. Nach fünfzehn Minuten betreten zwei D-Klasse-Mitarbeiter den Raum, um SCP-999 zu bergen. Als SCP-999 entfernt wird, wacht SCP-683 schlagartig auf und entfesselt eine nicht identifizierbare Energiewelle aus seinem Körper, während es wahnsinnig lacht.

Alle Personen im Wirkungsbereich der Welle brechen in lähmende Lachanfälle aus, so dass SCP-682 entkommen und alles in seinem Weg niedermetzeln kann. In der Zwischenzeit rettet SCP-999 so viele Personen wie möglich und bringt sie an einen sicheren Ort, wo sie sich von der "Lachwelle" von SCP-682 erholen können, während Agenten SCP-682 eindämmen und wieder unter Kontrolle bringen.

Trotz der Tragödie, die SCP-682 über die Einrichtung gebracht hat, zeigt SCP-999 keine Angst vor der Kreatur und macht sogar Gesten, die darauf hindeuten, dass es wieder mit SCP-682 "spielen" will. SCP-682 hat jedoch verlauten lassen: "Dieser widerliche kleine [unverständlich] kann sich [DATEN GELÖSCHT] und verrecken."

Memo von Dr. ████: "Der Test war zwar erfolglos und endete in einer Tragödie, aber das muss das Lustigste sein, was ich je gesehen habe. Ich hätte nie gedacht, dass ich den Tag erleben würde, an dem ich SCP-682 als "niedlich" bezeichnen würde. Bitte schicken Sie mir so schnell wie möglich eine Kopie der Sicherheitsbänder."

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