SCP-996

scp-heritage-v3.png
Bewertung: +2+x
Bewertung: +2+x

Objekt-Nr.: SCP-996

Klassifizierung: Euclid

Sicherheitsmaßnahmen: SCP-996 ist zu einem 1 mal 1 Meter großen Quadrat zu dehnen. Es wird von vier Klammern an den Ecken gehalten und ist an einen Rahmen montiert. Dieser Zusammenbau wird unter Standard-Sicherheitsbedingungen im Lager eingeschlossen.

Beschreibung: SCP-996 ist ein Tuch aus dünnem, grauen Gewebe. Wenn es nicht gedehnt wird, nimmt es die Form eines Kreises mit einem Durchmesser von 0,5 Metern an. Das Gewebe scheint unendlich elastisch zu sein, da es sich bei geringem Kraftaufwand dehnen lässt und bei großem Kraftaufwand nicht reißt. Versuche, SCP-996 zu punktieren, führen dazu, dass es sich um das Punktionswerkzeug herum verformt. Scherkraft verursacht elastische Deformation, aber keinen Riss im Material. Daher scheint SCP-996 topologisch ideal zu sein.

SCP-996 hat eine Dicke, ein Volumen und eine Masse von Null. Der Stoff kann sich selbst überschneiden: Beim Falten gehen die beiden Hälften durcheinander. Mikroskope zeigen Bilder ähnlich des makroskopischen Aussehens, es werden keine zusätzlichen Details offenbart. Trotz seiner unendlich dünnen Dicke ist das Material nicht scharf und gibt bei Berührung harmlos nach.


Experimentierprotokoll 996-Mkf

Datum: ██.██.██

Ablauf: SCP-996 D-Klasse gegeben. D-Klasse angewiesen, wie er möchte mit dem Stoff zu interagieren.

Ergebnisse: D-Klasse experimentierte mit SCP-996 und entdeckte schnell die selbstüberschneidende Eigenschaft. Wiederholtes Falten, Dehnen und Manipulieren führte zu einem Gewirr um die Hände der D-Klasse. D-Klasse versuchte die Hände zu entfernen, hatte aber keinen Erfolg, zog dann an zwei Enden von SCP-996, um es zu glätten.

SCP-996 schien einen verzerrten "Knoten" im Stoff manifestiert zu haben, der trotz der selbstüberschneidenden Eigenschaften nicht gelöst werden konnte. D-Klasse untersuchte den Knoten, konnte jedoch seine Struktur nicht erkennen.

D-Klasse erzeugte durch ein ähnliches Vorgehen drei weitere Knoten. D-Klasse versuchte die Knoten mit der Hand zu lösen, schaffte es aber nur, dass sich der Stoff noch weiter verhedderte. Nach einer kaum verstandenen Interaktion [DATEN GELÖSCHT], wovon angenommen wird, dass es ein Bereich mit negativem Volumen ist. D-Klasse zog die Hände erfolgreich heraus, behauptete aber, dass "es [ihm] Kopfschmerzen bereitete". Subjekt griff in einen Bereich mit negativem Volumen und entfernte SCP-996. Bereich wieder normal. [Das Filmmaterial wird untersucht, um die räumliche Anomalie zu verstehen.]

Zwischenbefragung:

Dr. L███: Wie war dieser … Vorfall?

D-Klasse: Als ob ich das wüsste. Es ist wie … ich denke, das Tuchding war rund. Äh, es hatte keine Form, aber … es, also, öffnete sich, als ich es in eine Richtung faltete. [KRAFTAUSDRUCK ZENSIERT] …

Dr. L███: Verstehen Sie die Knoten?

D-Klasse: Ich glaube, ich hab's kaputt gemacht.

D-Klasse angewiesen, mit der Interaktion fortzufahren. Es wurde schnell ein weiterer Knoten erzeugt, gefolgt von einer komplexen Falte, die zwei Knoten verband. Das Ziehen an den Seiten ergab, dass sich zwischen zwei Punkten am Stoff eine Röhre gebildet hatte, die dem gegenwärtigen Verständnis der Topologie wiedersprach. D-Klasse steckte die Hand in die Röhre und verhedderte sich erneut. D-Klasse bat um Unterstützung.

Dr. L███ kam und befreite den Arm der D-Klasse. Arm endete am Handgelenk; Handfläche und Finger fehlten. SCP-996 nahm die normale Form an, ohne Knoten.

Testprotokoll-Nachtrag:
D-Klasse planmäßig terminiert. Nach mehreren weiteren Tests wurde eine gut erhaltene Hand aus einem Bereich mit negativem Volumen entnommen. DNA-Tests bestätigten, dass sie der terminierten D-Klasse gehörte.


Anmerkung: Wir wissen immer noch nicht, wie wir diese unmöglichen Knoten oder Phänomene nachbilden können. Weitere Tests werden kontrollierter sein – bis dahin darf es niemand berühren. – Dr. L███

Sofern nicht anders angegeben, steht der Inhalt dieser Seite unter Lizenz Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 License