Objekt-Nr.: SCP-964
Klassifizierung: Euclid
Sicherheitsmaßnahmen: SCP-964 wird derzeit in einer Standard-Isolierzelle am Standort-45 gelagert. Der Zugang zum Objekt ist allen Mitarbeitern von Standort-45 unabhängig von der Sicherheitsstufe untersagt. Im Falle eines Eindämmungsbruchs muss die Standortsicherheit alle gefährdeten Sektoren evakuieren, Standort-11 kontaktieren und auf die Ankunft der MTF-Teams warten, die mit der Wiedereindämmung des Objekts beauftragt sind. Mitarbeiter von Standort-45, die mit SCP-964 in Kontakt kamen, müssen gemäß Protokoll 964Δ6h behandelt werden. Wenn die Zahl der betroffenen Mitarbeiter 20 % übersteigt oder Protokoll 964Δ6h nicht umgesetzt werden kann, muss SCP-964 sofort an einen anderen Standort verlegt werden.
Die Erforschung von SCP-964 muss aus der Ferne erfolgen, wobei geeignete Foundation-Einrichtungen genutzt werden, die mindestens 200 km von dem Standort entfernt sind, an dem sich das Objekt derzeit befindet. Alle Interaktionen mit SCP-964-bezogenen Materialien müssen gemäß Protokoll 964Δ6d erfolgen. Die gesamte Dokumentation zu SCP-964 muss wöchentlich in ein digitales Format übertragen und anschließend in gedruckter Form verbrannt werden. Alle digitalen Daten müssen alle zwei Wochen gemäß Protokoll 964Δ6r verarbeitet werden.
Beschreibung: SCP-964 ist ein Prototyp eines aktiven Tarnsystems der nächsten Generation, das von ███████████████ im Rahmen eines Vertrags mit dem US-Verteidigungsministerium entwickelt wurde. Das Objekt wurde 2004 aus einer ███████████████-Anlage in der Nähe von ███████, Nebraska, geborgen.
SCP-964 zeigt die Fähigkeit, sich auf atomarer Ebene selbst zu rekonstruieren. Dieser Rekonstruktionsprozess kann bis zu 16 Stunden dauern und führt zu einer vollständigen Veränderung des Aussehens, der physikalischen Eigenschaften und der chemischen Zusammensetzung des Objekts. Das Ergebnis ist in der Regel ein fester, häufig anzutreffender Gegenstand mit einem Gewicht zwischen 2 und 100 kg, der keine gefährlichen oder anomalen Eigenschaften aufweist. In seltenen Fällen wurden hochenergetische, radioaktive oder explosive Gegenstände, offene Flüssigkeiten, Lebewesen und Gegenstände mit einer Masse von bis zu 65 Tonnen beobachtet. Obwohl die neue Rekonstruktion theoretisch auf unbestimmte Zeit verschoben werden kann, ist SCP-964 seit seiner Eindämmung durch die SCP Foundation nicht länger als zwei Wochen stabil geblieben.
SCP-964 wird den Rekonstruktionsprozess immer dann einleiten, wenn es permanente Daten im Zusammenhang mit seiner aktuellen Manifestation "entdeckt". Hierzu zählen alle bekannten Dateiformate und Speichermedien, darunter Texte, Bildmaterial, verschlüsselte digitale Daten und das menschliche Langzeitgedächtnis. Diese Reaktion kann verzögert werden, indem die Komplexität des Mediums und die Entfernung von SCP-964 erhöht werden. Obwohl bisher keine Methode gefunden wurde, dieses Phänomen vollständig zu stoppen, erwiesen sich die Protokolle 964Δ6a-r als größtenteils erfolgreich bei der Minimierung der Gefahren, die es für das Standortpersonal darstellen kann.
Vorfallbericht 964-11: Am 22.09.2006 wurde die Nachricht "SCP-964 existiert" verwendet, um den Rekonstruktionsprozess als Teil der geplanten Tests der Selbsterhaltungsmechanismen des Objekts auszulösen. Nach Beginn der Rekonstruktion wurde beobachtet, dass das Objekt schnell an Masse verlor, bis es vollständig zerfiel. SCP-964 wurde anschließend als neutralisiert eingestuft. Zwei Monate nach dem Vorfall wurde in ████, Schweden, eine Reihe von Unfällen gemeldet, die auf eine Beteiligung von SCP-964 schließen ließen. Das Objekt wurde erfolgreich geborgen.
Vorfallbericht 964-23: Am 15.01.2008 verwandelte sich SCP-964, das zu diesem Zeitpunkt am Standort-30 eingedämmt wurde, nach einem typischen Rekonstruktionsprozess in etwa 50 Liter einer nicht identifizierten sauren Lösung. SCP-964 ließ den Boden seiner Isolierzelle schmelzen und sickerte durch Wartungsschächte, bis es in einem Korridor vier Ebenen tiefer einen neuen Rekonstruktionsprozess einleitete. Der Sicherheitsdienst von Standort 30 wurde zum Ort des Vorfalls entsandt. Nach seiner Ankunft führte die unmittelbare Nähe zu mehreren Videorecordern dazu, dass SCP-964 eine schnelle Reihe von Transformationen durchlief, die in einer Kugel aus Hochtemperaturplasma mit einem Durchmesser von 20 m gipfelten. SCP-964 wurde anschließend in den Trümmern gefunden, manifestierte sich als 2 m großer Stoffbär und wurde an einen anderen Standort transportiert.
Anhang 964a: Nach Vorfall 964-23 ist dem Personal des Standorts, in dem SCP-964 untergebracht ist, kein Zugriff mehr auf die Dokumentation des Objekts oder des Objekts selbst gestattet. Die in den Transportdokumenten enthaltenen Informationen müssen durch das Dokument 964-R ersetzt werden. Dokument 964-R muss SCP-964 als Objekt der Keter-Stufe klassifizieren und eine erfundene Beschreibung des Objekts enthalten, die sich aus den Eigenschaften zusammensetzt, die am wahrscheinlichsten einen Eindämmungsbruch verursachen, falls sie von SCP-964 gezeigt werden.

