SCP-8730

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Objekt-Nr.: SCP-8730

Klassifizierung: Euclid/Nicht eingedämmt

Sicherheitsmaßnahmen: Die Show muss weitergehen.

Beschreibung: SCP-8730 ist Dorothy Burnham, eine ehemalige Schauspielerin und derzeitige Agentin der Foundation. SCP-8730 ist das einzige Individuum, das in der Lage ist, SCP-8730-1 aufzuführen.

SCP-8730-1 ist eine veränderte Kopie von Euripides' "Medea". SCP-8730-1 wurde so umstrukturiert, dass es die Struktur einer Mise en abyme aufweist.

SCP-8730-1 muss ununterbrochen aufgeführt werden, um das fortlaufende XK-Klasse-"Vorhang zu"-Szenario zu stoppen.

Anhang: Transkript des Auftrittes

SZENE 1

Burnham, die Medea spielt, humpelt auf die Bühne und schreit über ein Monster, das sie verfolgt. Sie fleht um Hilfe, bevor sie in eine kurze Schimpftirade über Jasons Verrat verfällt.

Burnham hält inne und wartet auf eine Antwort. Sie wird 15 Sekunden lang still.

Burnham wartet gespannt auf die Ankunft ihres Bühnenpartners, er erscheint nicht.

Burnham schaut sich verwirrt um.

90 Sekunden vergehen.

Burnham entscheidet sich, aus der Rolle zu fallen, und schaut sich um. Sie geht zur Hinterbühne, aber findet niemanden. Sie kehrt zur Hauptbühne zurück und entschuldigt sich bei den Zuschauern. Sie lachen.

Burnham seufzt und schließt den Vorhang.

ENDE DER SZENE

SZENE 2

Burnham kehrt während des ersten Zwischenspiels zur Hinterbühne zurück. Burnham kann keine anderen Schauspieler finden, aber trifft auf den Direktor, J. Campbell.

Sie führen den folgenden Dialog:

Burnham: Was zur Hölle wird hier gespielt?

Campbell: Die Show.

Burnham: Wo ist Joel?

Campbell: Er konnte heute Abend nicht kommen.

Burnham: Es ist ein Zwei-Mann-Akt!

Campbell: Nicht mehr. Es gab eine Neubesetzung. Wir werden es hinbekommen. Vertrauen Sie mir.

Campbell überreicht Burnham einen Zettel. Sie liest ihn.

Charakter Schauspieler
Medea Dorothy Burnham
Jason Dorothy Burnham
J. Campbell Dorothy Burnham
Dorothy Burnham Dorothy Burnham

Burnham schaut hoch und öffnet ihren Mund, um etwas zu sagen, aber entdeckt, dass Campbell verschwunden ist.

Sie verbringt mehrere Minuten lang erfolglos damit, ihn zu suchen.

ENDE DER SZENE

SZENE 3

Burnham taucht auf der Bühne auf. Sie schaut sich benommen um. Die Anzahl der Zuschauer hat sich verdoppelt. Die Ausgangstüren sind nicht länger sichtbar.
Sie atmet tief ein und trägt die folgende Tirade vor:

Burnham: Ich weiß nicht, was hier gespielt wird. Wirklich nicht.

Burnham: Ich weiß nicht, warum die anderen dachten, sie wären besser als ihr, dass ihre Zeit wichtiger wäre, weil sie das nicht sind und sie das nicht ist.

Burnham: Ich weiß nicht, warum sie euch versetzt haben.

Burnham: Ich habe Angst. Ich bin nervös. Das kann ich nun zugeben. Ich habe Angst vor euch allen. Wie ihr nicht murmelt, nicht reagiert. Als wäre das hier nur irgendein verdammtes Theaterstück. Ihr lacht, wenn ihr denkt, dass ihr lachen sollt. Ihr weint, wenn ihr denkt, dass ihr weinen sollt.

Burnham: Ich bin mir nicht einmal sicher, ob ihr wisst, was diese Gefühle sind.

Burnham: Wisst ihr es?

Burnham: Es ist egal. Ihr habt viel Geld bezahlt, um hierherzukommen. Ich schulde euch etwas. Ich schulde euch eine Show.

Burnham seufzt.

Burnham: Ihr werdet eine bekommen. Selbst wenn ich jede Zeile lesen muss, jeden Tanz tanzen muss, jede Träne weinen muss.

Burnham schluckt.

Burnham: Ihr werdet eine Show bekommen.

Burnham atmet tief ein.

Ihr Bein bricht gewaltsam in zwei Hälften.

ENDE DER SZENE

SZENE 4

Burnham ist auf der Hinterbühne. Sie versucht, den Notruf zu wählen, damit ihr Bein versorgt wird.

Der Anruf verbindet sich nicht. Bevor Burnham auf den Knopf für "Anruf beenden" drücken kann, öffnet sich die Kamera-App.

Sie versucht, sie zu schließen, aber schafft es nur, die Frontkamera zu aktivieren.

Sie drückt auf die Ein-/Aus-Taste, um das Handy auszuschalten, was nichts bewirkt.

Die Kamera beginnt, ein Video aufzunehmen.

Burnham wirft das Handy weg.

ENDE DER SZENE

SZENE 5

Burnham taucht nervös auf der Bühne auf. Sie atmet tief ein und beginnt, zu spielen, wobei sie einen Rollenwechsel deutlich macht, indem sie zu einer anderen Stelle läuft.

Im Verlauf der nächsten Stunde wird Burnham immer müder und überforderter. Sie fängt an, zu lallen, was sie frustriert.

Während sich das Theaterstück dem Ende nähert, werden Burnhams Worte unverständlich.

Die Zuschauer reagieren nicht.

Burnham kommt schließlich zum Ende, geht zur Hauptbühne und verbeugt sich.

Die Zuschauer klatschen nicht.

Burnham schließt den Vorhang und geht zur Hinterbühne, jedoch findet sich Burnham beim Überschreiten der Schwelle auf der Hauptbühne wieder.

Burnham führt die folgende Zeile auf:

Burnham: So ist das also.

Burnham rezitiert die erste Zeile von SCP-8730-1, wodurch der Auftritt von vorne beginnt.

ENDE DER SZENE

SZENE 6

Burnham ist in der Fötusstellung auf der Hauptbühne zusammengekauert. Sie hat das Theaterstück ununterbrochen 700 Stunden lang aufgeführt.

Sie weint. Aufgrund der kalten Raumtemperatur verdunsten die Tränen nicht.

Während Burnham weint, beginnt sich eine Pfütze zu bilden und über der Bühne auszubreiten.

Burnhams Kleidung wird durchnässt. Sie scheint dies nicht zu bemerken.

Die Bühne füllt sich und das Wasser wird nur durch eine kleine Einbuchtung am Rand an Ort und Stelle gehalten.

Eine einzige Träne tropft aus der Einbuchtung und fällt vor die Bühne.

Die Zuschauer klatschen.

ENDE DER SZENE

SZENE 7

Burnham erwacht auf der Hinterbühne neben einem Metalltisch.

Eine andere Version von ihr betritt die Hinterbühne, Agentin Burnham.

Sie führen den folgenden Dialog auf:

Agentin Burnham: Ich bin Spezialagentin Burnham, SCP Foundation.

Burnham erkennt nicht, dass Agentin Burnham in Wahrheit sie ist.

Burnham: Was wird hier gespielt? Können Sie mich hier rausholen?

Agentin Burnham: Nein, Frau Burnham, kann ich nicht. Aber ich werde etwas noch viel Besseres tun. Ich werde Ihnen helfen, die Welt zu retten.

Burnham vergräbt ihren Kopf in ihren Händen.

Agentin Burnham: Sind Sie mit der Struktur einer Mise en abyme vertraut?

Burnham: Nicht wirklich.

Agentin Burnham: Gut.

Wiedererkennung taucht in Burnhams Augen auf.

Burnham: Sind Sie …?

Agentin Burnham nickt und sticht Burnhams Arm mit einer Amnesikaspritze.

Agentin Burnham führt die folgende Zeile auf:

Agentin Burnham: Es ist Zeit für eine weitere Runde, Frau Burnham.

Burnham schaut panisch und schmerzerfüllt zu Agentin Burnham hoch. Sie schreit aus voller Lunge.

Agentin Burnham zieht sanft die Spritze aus ihrem Arm.

Burnham beginnt verängstigt zu rennen.

Agentin Burnham holt eine andere Spritze heraus und beginnt, ihr nachzulaufen.

Burnham, die Burnham spielt, humpelt auf die Bühne und schreit über ein Monster, das sie verfolgt.

ENDE DER SZENE

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