Objekt-Nr.: SCP-8719
Klassifizierung: Euclid
Sicherheitsmaßnahmen: Antikörpertests wurden zu den Sicherheitskontrollen für die Verarbeitung von Nutztieren, Bluttransfusionen und Gewebespenden hinzugefügt. Größere Ausbrüche müssen zurückverfolgt werden, um eine Keulung durchzuführen.
Beschreibung: SCP-8719 ist ein Parasit, der menschliche Angstreaktionen inhibiert, indem er die Amygdala und den Hypothalamus angreift. Es reproduziert sich asexuell in den meisten Säugetieren, aber verursacht nur Verhaltensänderungen bei Homo sapiens. Risikofaktoren beinhalten verunreinigtes Blut, Organtransplantate und ungekochtes Fleisch.
Nach einer variablen Inkubationszeit entwickeln sich die Symptome in Phasen:
- Phase 1 - Verringerte Angst, reduzierte Hemmungen und gesteigerte Vergnügungssucht. Gleichaltrige nehmen dies oft als eine positive Entwicklung wahr, was eine Diagnose erschwert.
- Phase 2 - Abgeschwächte Reaktion auf häufige Warnungsstimuli: helles Licht, Hitze, Lärm und soziale Signale, insbesondere Unbehagen und Schmerzen. Abhängig vom Kontext könnte dies als Unhöflichkeit, Selbstüberschätzung, Fanatismus und/oder außergewöhnlicher Mut wahrgenommen werden.
- Phase 3 - Subjekte sind vollkommen gefühllos gegenüber Angst und können keine damit zusammenhängenden Erinnerungen formen oder auf diese zugreifen. Sie versuchen regelmäßig, Kontakt mit Objekten von Interesse herzustellen, einschließlich lebensgefährlichen, was zum Tod führt.
SCP-8719 kommt bei etwa 6 % der Weltbevölkerung vor. Obwohl Infektionen in Phase 1 mit Antibiotika behandelt werden können, sind jegliche neurologische Schäden irreversibel.
Dr. Nelson hat Ähnlichkeiten zwischen SCP-8719 und Toxoplasma gondii festgestellt, welches sich asexuell in Zwischenwirten (Nagetiere mit modifiziertem Verhalten) reproduziert, aber sich vollständig in Endwirten (Raubkatzen) sexuell fortpflanzt.
Bis zum jetzigen Zeitpunkt wurde der Endwirt von SCP-8719 (als SCP-8719-1 bezeichnet) noch nicht identifiziert.

