SCP-8558

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Objekt-Nr.: 8558
Level 3
Eindämmungsklasse:
euclid
Sekundärklasse:
none
Störungsklasse:
ekhi
Risikoklasse:
kritisch

Sicherheitsmaßnahmen: Direkte Interaktionen mit SCP-8558-1-Instanzen dürfen ausschließlich mit der Genehmigung vom Standortdirektor und dem derzeitigen Leiter der Abteilung für zoologische Forschung eingegangen werden. Individuen dürfen SCP-8558-1s Isolierzelle nicht ohne vollständigen Schutz vor Gefahrgut betreten. Alle Individuen, die SCP-8558-1s Isolierzelle verlassen, müssen sich erweiterten Säuberungsmaßnahmen gegen biologische Gefahren unterziehen und werden nicht weniger als zwei Wochen lang unter obligatorische Quarantäne gestellt. Personal, das SCP-8558-2-Symptome meldet, muss auf unbestimmte Zeit in Quarantäne bleiben. Die Forschung nach einem Heilmittel gegen SCP-8558-2 wird als höchste Priorität angesehen.

Alle Anträge auf Euthanasie sind abzulehnen.

Beschreibung: SCP-8558 beschreibt zwei zusammenhängende Anomalien:

SCP-8558-1: Eine Spezies humanoider, nicht intelligenter, amphibischer Kreaturen, die äußerlich Salmo salar (Atlantischer Lachs) ähneln und 2-3 Meter groß sind. Röntgenuntersuchungen haben ergeben, dass SCP-8558-1s Fortpflanzungsorgane mit einer dicken Schicht aus schützendem Fleisch und Schuppen bedeckt sind, die es den Eiern ermöglicht, sich im Inneren zu entwickeln.

SCP-8558-1s primäre anomale Eigenschaften haben ihren Ursprung in der mutualistischen Symbiose der Spezies mit SCP-8558-2. SCP-8558-1-Instanzen sind alle auf natürliche Weise mit SCP-8558-2 infiziert und es wird angenommen, dass es eine wichtige Rolle bei ihren Fortpflanzungsvorgängen spielt. Individuen, die in einer kontrollierten Umgebung von SCP-8558-2 "geheilt" wurden, sind vollkommen steril und können nicht an den SCP-8558-1-Laichvorgängen teilnehmen.

SCP-8558-2: Eine virale Infektion, die aus SCP-8558-1 stammt. SCP-8558-2 bleibt inert in SCP-8558-1-Instanzen und wird während der SCP-8558-1-Laichzeit aktiv. Nach der Aktivierung kommt es bei den SCP-8558-1-Instanzen zur plötzlichen Freisetzung von Sexhormonen und Endorphinen. SCP-8558-1s äußeres Fleisch wird beginnen, sich abzulösen, was den Zugang zu ihren Fortpflanzungsorganen für zukünftige Partner freilegt.1 Sobald die Paarung beendet ist, beginnt SCP-8558-2, innerhalb kurzer Zeit das bei der Paarung verlorene Fleisch zu regenerieren.2

SCP-8558-2s Effekte auf SCP-8558-1 dauern an, bis sich das Individuum erfolgreich paart. SCP-8558-1-Instanzen, die sich nicht erfolgreich paaren, verlieren weiterhin Fleisch, welches nicht regeneriert wird. Diese Instanzen wurden dabei beobachtet, wie sie auch nach dem Verlust lebenswichtiger Organe und einer großen Menge an Blut nach einem Partner suchen und erst nach dem Verlust des Großteils ihres Hirngewebes sterben.

Kürzliche Entdeckungen haben gezeigt, dass SCP-8558-2 eine Zoonose ist.

Anhang 8558.1: Erste zoonotische Infektion

Vorwort: Die folgende Aufzeichnung wurde aus Standort-58s Eindämmungsflügel für zoologische Anomalien geborgen. Die Aufzeichnung enthält ein Forschungsprojekt zum Paarungsverhalten von SCP-8558-1, geleitet vom Vorsitzenden der Abteilung für zoologische Forschung, Dr. Zacharias Hanneman.


<BEGINN DES PROTOKOLLS>

Dr. Hanneman, Forscher Benedict Harrison und Forscher Aaron Pollus stehen im Dekontaminationsraum, der in SCP-8558-1s Isolierzelle führt.

Hanneman: Hat jeder seinen Anzug an?

Es ist verteiltes zustimmendes Gemurmel vom versammelten Personal zu hören, während jeder die ABC-Schutzanzüge zu Ende anzieht.

Hanneman: Perfekt. Denkt daran, haltet euch von SCP-8558-1 fern. Die Kerle werden gemein, wenn sie läufig sind, und das Letzte, was ich tun möchte, ist, einen Vorfallsbericht auszufüllen. Buddy-Prinzip und so weiter.

Hanneman öffnet die Tür zu SCP-8558-1s Isolierzelle. Harrison und Pollus weichen zurück.

Harrison: Oh Gott, es stinkt hier.

Pollus: Sogar durch die Anzüge hindurch …

Hanneman: Oh! Gut, das heißt, sie haben angefangen! Schnell, duckt euch hinter das Gebüsch da vorne und seid leise!

Hanneman schubst beide Forscher in die Büsche in der Nähe eines künstlichen Flusses. Es können zwei Instanzen gesehen werden, die sich einander nähern.

Harrison: Alles klar, der Audiorekorder läuft.

Pollus: Der Videorekorder auch. Sind wir bereit?

Hanneman: … Ah, ich habe mein Tablet vergessen. Ohne das wird es schwierig, Notizen zu machen, wisst ihr? Entschuldigt mich einen Moment, meine Herren, ich werde gleich zurück sein.

Hanneman steht auf und rennt zum Eingang der Isolierzelle zurück.

Pollus: Dieser Mann würde seinen Kopf verlieren, wenn er nicht fest auf ihm sitzen würde.

Harrison: Schatz, erinnerst du dich, als er vergessen hat, die Tür zur Squonk-Zelle zu schließen?

Pollus unterdrückt ein Lachen.

Pollus: Wir haben fast eine Woche gebraucht, um den Schreihals zu finden! Die .aic-Typen haben es die ganze Zeit in den Lüftungsschächten weinen gehört und dachten, sie würden heimgesucht werden!

Beide beginnen zu lachen. Eine der SCP-8558-1-Instanzen wendet ihre Aufmerksamkeit auf das Gebüsch.

Harrison: Oh! Pst, schau mal!

Die Instanz beginnt schnatternd auf das Gebüsch zuzutrampeln.

Pollus: Ähh … Benny, wir sollten lieber verschwinden.

Harrison: Nein, nein, das ist perfekt! Wir können es ganz von Nahem sehen.

Pollus: Benny, wir sollen direkte Interaktionen vermeiden. Das ist ein Verstoß gegen das Protokoll.

Harrison: Nein, siehst du?

Die Instanz schaut die Forscher an und neigt seinen Kopf etwas. Harrison nähert sich mit ausgestreckter Hand. Die Instanz senkt ihren Kopf und erlaubt Harrison, sie zu streicheln.

Harrison: Wenn ich raten müsste, würde ich sagen, dass das ein Weibchen ist. Siehst du diese Beule an ihrer Seite hier?

Pollus seufzt, bevor er sich zu ihm stellt.

Pollus: Das würde erklären, warum sie so fügsam ist, schätze ich.

Harrison: Die Männchen von so einigen Arten tendieren schließlich dazu, am sexuell aggressivsten und animalischsten zu sein.

Pollus: Oh, ha, ha. Du musst mich nicht so anstarren, während du das sagst.

Harrison streichelt sanft die Instanz. Ein kleines Stück ihrer Epidermis fällt bei seiner Berührung ab. Er nimmt Pollus' Hand und führt sie zur Instanz. Pollus weicht erst zurück, aber erlaubt Harrison, seine Hand gegen die Instanz zu drücken. Ihr Fleisch fällt weiter ab, während die beiden ihre Seite streicheln.

Harrison: Oh, du bist ja so gut wie bereit, was, Mädchen?

Die Instanz schnattert, bevor sie sich aufrichtet. Die Forscher drehen sich um und sehen, wie sich eine andere SCP-8558-1-Instanz nähert.

Pollus: … Benny, wir sollten wahrscheinlich -

Die Instanz brüllt und läuft auf das Gebüsch zu.

Pollus: Benny, RENN!

Pollus nimmt Harrisons Hand. Beide beginnen, zum Ausgang zu rennen.

Harrison: Aua! Scheiße!

Harrison stolpert über eine freigelegte Wurzel und fällt zu Boden. Pollus rennt zu ihm zurück.

Harrison: Alles gut, ich -

Die SCP-8558-1-Instanz erreicht den Baum und wirft sich auf Harrison. Bevor sie ihn jedoch erreichen kann, greift Pollus ein und stößt sie mit seiner Schulter weg. Die Anomalie stolpert rückwärts und ein großes Stück Fleisch löst sich ab, als sie den Boden trifft. Sie steht wieder auf und faucht, während das Stück Fleisch herunterfällt. Sie stürzt sich auf Pollus, der sie noch einmal tritt und auf den Boden wirft. Er wendet sich wieder Harrison zu und streckt ihm seine Hand aus.

Pollus: Kannst du stehen?

Harrison: J-ja. Danke, Schatz.

Pollus hilft Harrison auf die Füße. Hanneman kehrt mit gezogenem Elektroschocker zurück.

Hanneman: Geht es euch beiden gut?!

Die SCP-8558-1-Instanz steht wieder auf und brüllt. Hanneman schießt mit dem Elektroschocker auf sie und sie kollabiert zuckend auf dem Boden.

Pollus: Ja, ich -

Pollus weicht vor Schmerz zurück und greift sein Bein. Hanneman nimmt seine Hand weg und legt einen großen Schnitt durch seinen Schutzanzug und einer offenen Wunde in seinem Bein darunter frei.

Hanneman: Scheiße. Scheiße, scheiße, scheiße.

Harrison: Was ist los?

Pollus: Es ist nichts, mir geht es gut. Nur eine schnelle Reinigung -

Hanneman holt sein tragbares Funkgerät heraus und stellt sich zwischen Pollus und Harrison.

Hanneman: Hey, Sanitäter? Bereitet so schnell wie möglich eine Quarantänestation vor.

<ENDE DES PROTOKOLLS>


Nachwort: Forscher Pollus wurde unter obligatorische Quarantäne gestellt, um nach Zeichen einer möglichen SCP-8558-2-Infektion zu suchen. Dr. Hanneman und Forscher Harrison wurden in separaten Räumen unter Quarantäne gestellt. Dr. Hanneman und Forscher Harrison wurden nach einer Dekontaminationsdusche und einem Bluttest, der negativ für eine SCP-8558-2-Infektion war, entlassen.

Forscher Pollus' Quarantänestatus wurde zu "unbegrenzt" aktualisiert, nachdem die erste menschliche SCP-8558-2-Inektion bestätigt wurde.

Anhang 8558.2: Videoprotokoll Nr. 1

Datum: 07.08.25


<BEGINN DES PROTOKOLLS>

Pollus sitzt an seinem Schreibtisch in der Quarantänestation. Der Raum hinter ihm ist steril und aufgeräumt. Er spricht in eine Kamera.

Pollus: Ich glaube, ich habe alles korrekt eingestellt?

Er beugt sich nach vorne und justiert die Kamera.

Pollus: Gut genug. Äh, hey? Ich bin Forscher Aaron Pollus, das heutige Datum ist der … 07. August 2025. Ich bin nun seit zwei Tagen in Quarantäne.

Pollus bewegt sich auf seinem Stuhl.

Pollus: Ich wurde von der medizinischen Abteilung gebeten, ein tägliches Videoprotokoll zu erstellen, damit sie meinen Zustand verfolgen können. Es ist ehrlich gesagt seltsam, ausnahmsweise das Testsubjekt zu sein. Sich mutig ins Unbekannte zu stürzen! Ich wette, ich werde eine Medaille oder so hierfür bekommen, wenn das alles vorbei ist. Ich hoffe, ich bekomme eine. Medaillen sind cool.

Er kichert.

Pollus: Egal, so weit, so gut. Ich fühle mich nicht irgendwie anders. Ein wenig warm und … oh!

Er steht auf und versucht, sein Bein in die Kamera zu halten, aber stolpert anfangs. Nach ein paar Versuchen kann er der Kamera seine Verletzung von SCP-8558-1 zeigen.

Pollus: Das wirklich Bemerkenswerte ist, dass die Verletzung nicht heilt, aber schaut euch das an!

Er steckt seine Finger in die Wunde, drückt das Fleisch auseinander und weitet sie. Muskeln und Sehen sind darunter zu sehen.

Pollus: Es tut überhaupt nicht weh! Wir könnten ungelogen herausfinden, wie man ein starkes Anästhetikum daraus macht.

Er stellt sein Bein wieder hin und kichert zu sich selbst.

Pollus: Ich kann nicht behaupten, dass ich über die Quarantäne erfreut bin, aber hey. Wir hätten sowieso vorsichtiger bei einem Haufen lüsterner Fischmänner sein müssen. Vorsicht ist besser als Nachsicht und so, Lektion gelernt.

Er wirft der Kamera einen Kuss zu, bevor er zweimal auf seine Brust klopft und einen Daumen hoch gibt.

Pollus: Jeder Tag endet irgendwann, nicht wahr?

<ENDE DES PROTOKOLLS>

Anhang 8558.3: Videoprotokoll Nr. 2

Datum: 10.08.25


<BEGINN DES PROTOKOLLS>

Pollus schaltet die Kamera ein. Er scheint größtenteils unverändert seit der letzten Aufnahme.

Pollus: Hey, Leute! Das heutige Datum ist der … 10. August 2025. Immer noch so weit, so gut.

Er dreht sich zum Raum zurück und zeigt ihn der Kamera. Dort stehen eine Reihe von Gewichten und ein Bücherregal.

Pollus: Dank Benny konnte ich etwas Training-Equipment und ein paar Bücher bekommen. Versteht mich nicht falsch, den ganzen Tag mit einer Kamera zu reden lässt mich definitiv geistig gesund und normal fühlen, aber ich schätze es wirklich wert, andere Sachen zu haben, mit denen ich mir die Zeit vertreiben kann.

Er dreht sich wieder zur Kamera und lächelt.

Pollus: Die einzige physische Veränderung, die ich derzeit anmerken kann, ist eine starke Steigerung meiner Energie. Ich habe gestern fast den ganzen Tag damit verbracht, zu trainieren, und selbst jetzt fühle ich mich nicht müde. Oh, oh! Benny, schau dir das an!

Er steht auf und hebt sein T-Shirt hoch. Es sind die Anfänge von Bauchmuskeln zu sehen.

Pollus: Das ist schon nach zwei Tagen des Trainings da!

Er setzt sich lächelnd wieder hin.

Pollus: Na ja, lasst euch mit dem Heilmittel Zeit, Leute. Mir wird es gutgehen.

Er klopft zweimal auf seine Brust und gibt einen Daumen hoch.

Pollus: Ich vermiss dich, Bens.

<ENDE DES PROTOKOLLS>

Anhang 8558.4: Videoprotokoll Nr. 3

Datum: 15.08.25


<BEGINN DES PROTOKOLLS>

Pollus schaltet die Kamera ein. Er hat an Muskelmasse zugenommen und wirkt leicht errötet. Hinter ihm ist ein großer Plüschbär auf dem Bett.

Pollus: Heute ist der 15. August, glaube ich? Es ist knapp über eine Woche her, seit ich unter Quarantäne gestellt wurde.

Er hebt sein Bein hoch und platziert es relativ mühelos auf der Schreibtischoberfläche, wodurch seine Verletzung zu sehen ist. Sie ist unverändert.

Pollus: Das Training war super für meine Beweglichkeit!

Er kichert.

Pollus: Aber im Ernst, ich wollte anmerken, dass das Ding noch nicht geheilt ist. Ich glaube nicht, dass es sich überhaupt verändert hat? Ich bin da kein Experte, aber ich dachte mir, dass es wichtig ist, zu erwähnen.

Er senkt sein Bein.

Pollus: Immer noch kein bemerkenswerter Schmerz, aber es juckt ein wenig. Ich konnte mich bisher vom Kratzen zurückhalten. Größtenteils.

Pollus bewegt sich mehrere Sekunden lang sichtbar unwohl auf seinem Stuhl. Er macht eine Bewegung, als wolle er sich am Kinn kratzen, hält sich aber zurück.

Pollus: Zusätzlich zu dem, was ich bereits erwähnt habe, fühle ich mich ein wenig … äh …

Er errötet noch stärker.

Pollus: Verdammt, wie sage ich das professionell? Ich fühle mich … sagen wir, aufgewühlt.

Pollus bewegt sich wieder auf seinem Stuhl.

Pollus: A-aber Benny war bisher perfekt. Sie haben mir bisher noch nicht erlaubt, ihn zu sehen, aber er hat mir das hier bringen lassen!

Er zeigt auf den Bären.

Pollus: Er hat es von seinem Zuhause, es war ein Hochzeitsgeschenk seiner Eltern. Es ist nicht das gleiche wie ihn hier zu haben, aber es ist schön, etwas zu haben, mit dem ich nachts kuscheln kann. Es riecht nach ihm - Zuhause. Es riecht nach Zuhause und ich weiß nicht, es fühlt sich gerade einfach schön an, etwas zu berühren.

Er stößt ein unbeholfenes Kichern aus und kratzt sich am Nacken. Er öffnet seinen Mund, als wolle er etwas sagen, aber kratzt sich stattdessen weiterhin eine Minute lang am Nacken.

Pollus: Wisst ihr, es ist schon lustig. Mit dem Bären und all den Kameras kann ich mich nicht wirklich allein fühlen, oder? Ich meine, ich weiß, dass ich die ganze Zeit beobachtet werde, also schätze ich, ist es so, als wären alle mit mir hier drinnen.

Er kichert schwach.

Pollus: … Nun ja. Das war's also, schätze ich. Gute Nacht.

Pollus klopft zweimal auf seine Brust und gibt einen Daumen hoch, bevor er aufsteht und zum Bett geht. Er nimmt den Plüschbären und schlingt sich um ihn. Er bleibt mehrere Stunden lang zitternd in dieser Position, bevor er einzuschlafen scheint.

<ENDE DES PROTOKOLLS>

Anhang 8558.5: Befragung Nr. 1

Datum: 21.08.25

Vorwort: Forscher Benedict Harrison erhielt die Genehmigung von Dr. Zacharias Hanneman, eine Befragung von Forscher Aaron Pollus zu führen, mit dem Ziel, seinen mentalen Zustand nach zwei Wochen Quarantäne akkurat festzustellen. Die Befragungsgenehmigung wird derzeit vom Ethikkomitee geprüft.


<BEGINN DES PROTOKOLLS>

Forscher Harrison nähert sich dem Fenster, das Pollus' Quarantänestation vom Flur trennt. Sobald er Harrison sieht, springt Pollus vom Bett und rennt zum Fenster, wobei er fast dagegen stößt. Er legt eine Hand auf das Fenster und Harrison macht dasselbe auf seiner Seite. Die beiden stehen einen Moment lang still.

Pollus: Hey.

Harrison: Hey zurück.

Pollus schnieft.

Harrison: Seit wann bist du emotional?

Pollus: Sei ruhig, es sind die Fischhormone. Ich hab' dich vermisst.

Harrison: Ich hab' dich auch vermisst. Und … Es tut mir leid. Wegen dem hier. Ich habe nur -

Pollus hebt eine Hand.

Pollus: Hey, ich werde nicht dulden, dass du dir selbst die Schuld gibst. Wir waren beide achtlos und Unfälle passieren.

Harrison: Ja, aber -

Pollus: Pst. Ich vergebe dir.

Harrison lächelt schwach.

Harrison: Du siehst zumindest gut aus.

Pollus lächelt und protzt mit einem Arm.

Pollus: Alles für dich, Schatz!

Harrison: Ich gebe zu, ich habe nie gedacht, dass ich dich einmal so sehe.

Pollus: Stell dir mal vor, was ich damit alles machen kann. Oh Mann, wenn ich meine Hände auf dich legen könnte …

Harrison: A-Aaron, komm schon, hier sind Kameras!

Pollus protzt beim Reden weiter. Er lehnt sich zum Fenster.

Pollus: Verdammt, ich würde so ziemlich alles tun, was du von mir willst -

Harrison: Aaron … Aaron! Konzentriere dich! Ich liebe dich, aber das hier ist keine private Unterhaltung!

Pollus schüttelt seinen Kopf und wendet sich von Harrison ab. Er errötet und kratzt sich am Nacken. Er kratzt weiter, während er redet.

Pollus: … Ich habe mich zu sehr reingesteigert. Tut mir wirklich leid, Benny.

Harrisons Augen verengen sich.

Harrison: Was ist das auf deinem Arm?

Pollus: Ein Bizeps.

Harrison: Nein, Dummkopf, ich meinte das.

Er zeigt auf etwas, was ein kleiner Hautabschnitt knapp über Pollus' Trizeps zu sein scheint. Er scheint stark entzündet und einige Stellen haben begonnen, sich abzulösen. Pollus versteckt seinen Arm hinter seinem Rücken.

Pollus: Es hat nur gejuckt. Es ist nicht so schlimm.

Harrison: Du kannst doch bei so etwas nicht gleichgültig sein, Aaron. Ich weiß, dass du die Dokumente zu SCP-8558 gelesen hast. Versuch wenigstens, nicht daran zu kratzen. Ich …

Pollus: Wir wissen nicht, ob es das wirklich mit Menschen macht.

Harrison: Hat dich kürzlich jemand von der medizinischen Abteilung gesehen?

Pollus denkt einen Moment lang nach.

Pollus: … Nein, nicht, dass ich wüsste. Ehrlich gesagt bist du die erste Person, die ich wirklich gesehen habe, seit das alles hier angefangen hat.

Harrison: Was?! Bitte sag mir, dass du wenigstens Bluttests oder so gemacht hast?

Pollus: Seit ich in Quarantäne bin? Nein, nichts in der Art. Sie haben sowieso diesen Test gemacht, um meine SCP-8558-2-Infektion zu bestätigen, sie brauchen keine weiteren.

Harrison: Dann müssen wir mit ihnen reden. Das muss ein Versehen sein -

Pollus klopft gegen die Scheibe.

Pollus: Schatz, es ist okay. Mach nicht so eine große Sache daraus, du musst dir nicht so viele Sorgen machen. Sieh mich an, mir geht es gut! Sogar super! Ich vertraue darauf, dass sie das haben, was auch immer sie für das Heilmittel brauchen, das sie herstellen wollen, und es ist nicht so, als könnte ich irgendwas dabei machen. Können wir einfach aufhören, darüber zu reden?

Harrison seufzt.

Pollus: Bitte entspann dich etwas. Sei hier, bei mir. Ich kann sehen, wie angespannt deine Schultern sind.

Harrison: Einfach entspannen, warum habe ich daran nicht gedacht?

Pollus: Hey.

Pollus klopft zweimal auf seine Brust und gibt einen Daumen hoch. Harrison macht dasselbe und lächelt leicht.

Harrison: Ich weiß. Ich weiß …

Pollus: Mach bitte etwas Nettes für dich. Es wird alles gut. Das verspreche ich.

Harrison: Ich werde dich beim Wort nehmen.

Harrison geht. Pollus seufzt, bevor er zurück zum Bett geht und wieder den Bären umschlingt.

Pollus: Ich vermisse dich …

<ENDE DES PROTOKOLLS>

Anhang 8558.6: Videoprotokoll Nr. 4

Datum: 23.08.25


<BEGINN DES PROTOKOLLS>

Pollus schaltet die Kamera ein. Er öffnet seinen Mund, um etwas zu sagen, aber beginnt, zu husten. Er hustet eine Minute lang, bevor er schließlich ein kleines Objekt aushustet. Er hält es zur Kamera hoch, während etwas Blut aus seinem Mund läuft. Es scheint ein Backenzahn zu sein.

Pollus: Das ist heute tatsächlich der zweite.

Er nimmt ein Taschentuch und wickelt den Zahn darin ein. Er wischt sich daraufhin den Mund ab, bevor er ihn öffnet und der Kamera einen Blick hinein gibt. Ihm fehlt auch der zweite vordere Backenzahn von links.

Pollus: Ich habe den anderen heute Morgen verloren. Ich bin mit einer Riesenmenge Blut in meinem Mund aufgewacht und halb zu Tode erstickt.

Er nimmt ein zweites Taschentuch und spuckt hinein.

Pollus: Tut nicht weh, falls sich irgendjemand wundert. So wie bei der Wunde an meinem Bein fühle ich nichts. Es fühlt sich aber gut an, daran zu kratzen.

Er nimmt seine Hand unter den Schreibtisch und scheint an etwas zu kratzen.

Pollus: Ich weiß, ich weiß, ich sollte das nicht tun.

Sein Gesicht verzieht sich zu einer Grimasse, während er weiter kratzt.

Pollus: Ich weiß nicht, es fühlt sich wirklich gut an und sobald ich angefangen habe, ist es schwer, aufzuhören.

Er kratzt weiter, während sein Atmen schwer wird. Er stößt einen kurzes Stöhnen dabei aus. Nach mehreren Minuten schaut er nach unten und zieht schnell seine Hände von seinem Schoß weg. Er legt sie auf den Schreibtisch und ballt sie zu Fäusten. Er vermeidet direkten Augenkontakt mit der Kamera.

Pollus zittert und rutscht im Stuhl umher. Er schließt seine Augen und nimmt mehrere tiefe, schnelle Atemzüge.

Pollus: Nichts stört mich so sehr wie dieses Brennen. Ich kratze weiter und weiter, weil da irgendwie dieses Feuer unter meiner Haut ist. Mir ist so heiß, ich möchte sie einfach …

Er schlingt seine Arme um sich selbst und gräbt seine Fingernägel in seine Seiten.

Pollus: … abeißen.

Pollus nimmt einen weiteren tiefen Atemzug, bevor er seine Arme hängen lässt. Er rutscht wieder stöhnend in seinem Stuhl umher und berührt seinen Schritt.

Pollus: Und es ist auch ein Brennen in jedem Sinne des Wortes. Ich vermisse Benny, ich vermisse ihn sehr. Gott, ich … brauche ihn jetzt sofort.

Er dreht sich zum Bären auf dem Bett, der etwas verformt und feucht aufgrund von starkem Gebrauch zu sein scheint.

Pollus: Der Bär hilft. Gott, hilft der Bär, er gibt mir ein wenig Halt. Er gibt mir die Illusion, er wäre … hier, auch wenn er es nicht ist und nie sein wird.

Er legt den Kopf in seine Hände und wackelt mit den Beinen. Nach einem kurzen Moment schlägt er seine Hände mit einem schwachen Lächeln zusammen. Es läuft weiterhin Blut aus seinem Mund.

Pollus: Nein, es ist okay. Es ist okay. Es ist okay!

Er nickt und spuckt dabei Blut und noch einen Zahn auf den Boden. Er schüttelt seinen Kopf und schlägt zweimal auf seine Brust. Er gibt zögernd und mit zitternder Hand einen Daumen hoch.

Pollus: Weil es das sein muss.

<ENDE DES PROTOKOLLS>

Anhang 8558.7: Befragung Nr. 2

Datum: 26.08.25

Vorwort: Forscher Benedict Harrison erhielt die Genehmigung, eine Befragung von Forscher Aaron Pollus zu führen, um noch einmal Pollus' mentalen Zustand festzustellen. Die Befragungsgenehmigung wird derzeit vom Ethikkomitee geprüft.


<BEGINN DES PROTOKOLLS>

Harrison geht zum Fenster von Pollus' Quarantänestation. Pollus rennt zum Fenster und drückt sein Gesicht dagegen. Sein Zustand hat sich deutlich verschlechtert - Er hat viele Haare verloren und sein Hautton ist sichtbar blasser. Er errötet stark, bevor er Augenkontakt mit Harrison herstellt.

Pollus: Hey, Hübscher.

Harrison: Ganz ruhig, was regt dich denn so auf?

Pollus: Du. Ich vermisse dich.

Harrison: Ich vermisse dich auch.

Pollus hält eine Hand gegen die Scheibe, wodurch zu sehen ist, dass ihm sein linker Ringfinger fehlt. Harrison weicht schockiert zurück.

Harrison: Was zum Teufel?!

Pollus: Gott, siehst du gut aus. Hast du auch trainiert? Das T-Shirt passt dir wie angegossen. Es sitzt an all den richtigen Stellen.

Harrison: Aaron, du -

Pollus beginnt, sich an seinem Schritt zu berühren.

Pollus: Verdammt, Benny, du weißt nicht, wie sehr ich dich vermisse. Wenn ich hier rauskomme und dich in die Finger bekomme, schwöre ich …

Harrison: Aaron, bitte -

Pollus: Ich werde meine Zunge über jeden Quadratzentimeter von dir lecken. Und dann werde ich deine engen kleinen Hose herunterziehen und alles heraussaugen aus deinem Pe-

Harrsion: AARON! Bitte, um Gottes Willen, hör auf.

Pollus weicht überrascht zurück. Er schaut auf seine Hand hinunter, zieht sie von seinem Schritt weg und legt sie wieder auf die Scheibe. Er öffnet seinen Mund, als würde er etwas sagen wollen, bevor er sich von Harrison abwendet.

Harrison: Schau … einfach mal hin.

Pollus schaut auf seine Hand.

Pollus: Oh. Ja.

Harrison: Was ist passiert? Geht es dir gut?!

Pollus zuckt mit den Schultern.

Harrison: Zuck nicht einfach mit den Schultern, dir fehlt ein verdammter Finger!

Pollus: Ich meine, es tut nicht weh, falls du dir deswegen Sorgen machst.

Harrison: Deswegen mache ich mir keine Sorgen, ich mache mir Sorgen über die Tatsache, dass er überhaupt abgefallen ist!

Pollus atmet schwer und starrt Harrison an. Die beiden halten mehrere Momente lang Augenkontakt. Schließlich seufzt Harrison.

Harrison: … Sie sagen, dass sie an ihm arbeiten. Am Heilmittel, meine ich. Ich darf nicht die genauen Details wissen, aber sie versprechen mir, dass sie daran arbeiten.

Pollus: Hast du eine neue Frisur? Sie sieht gut aus. Du siehst gut aus.

Harrison: Aaron, bitte. Sei ehrlich - Wie geht es dir?

Pollus seufzt.

Pollus: Es fühlt sich so an, als würde jeder Nerv in meinem Körper brennen. Es ist kein Schmerz, ich fühle einfach mehr, jede kleine Berührung und Sensation setzt alles in Brand. Alles ist so empfindlich, sodass ich mich fast krank fühle. Ich möchte einfach sitzen und kratzen und berühren, aber … Verdammt, mit jeder Sekunde, in der ich allein bin, vermisse ich dich mehr und mehr und das Kratzen lenkt mich davon ab, wenn auch nur für eine Sekunde.

Er hält sein Bein hoch. Die Wunde ist sichtbar größer. Das Fleisch um die Wunde herum wurde teilweise abgestreift. Harrison würgt.

Pollus: Aber das passiert, wenn ich nachgebe. Ich möchte so, so sehr schürfen. Es fühlt sich gut an, aber je mehr ich nachgebe, desto weniger gibt es von mir.

Harrison: Aaron -

Pollus macht eine Bewegung, als würde er gleich anfangen, an der offenen Wunde an seinem linken Trizeps zu kratzen.

Harrison: Aaron, bitte. Du wirst es nur schlimmer machen.

Pollus atmet zitternd ein und hält inne.

Pollus: Alles klar.

Pollus nimmt einen tiefen Atemzug und schließt seine Augen. Er hält einen Moment lang die Luft an und atmet dann aus.

Pollus: Ich werde mich zusammenreißen. Das muss ich, für dich. Dieser Bär, den du mir gegeben hast? Er ist etwas, er ist du. Er riecht nach dir, er riecht nach Zuhause. Mit ihm hier fühlt es sich an, als wärst du bei mir. Mit ihm hier fühlt es sich an, als würde ich wieder neben dir aufwachen, wenn auch nur für einen Moment. Also danke. Ich wünschte nur, du wärst es wirklich.

Harrison: … Es wird alles in Ordnung, Aaron. Das verspreche ich dir. Ich werde … Ich werde sie zwingen, das Heilmittel fertigzustellen. Wir werden dich in Ordnung bringen und dann nach Hause gehen. Ich schwöre auf Gott, wir werden nach Hause gehen.

Pollus lächelt und legt seine Hand noch einmal gegen das Glas. Harrison erwidert die Geste. Die beiden stehen mehrere Sekunden lang still.

Pollus: Ich liebe dich.

Harrison: Ich liebe dich auch.

Harrison klopft zweimal auf seine Brust und gibt einen Daumen hoch. Pollus zögert kurz, bevor er die Geste erwidert.

<ENDE DES PROTOKOLLS>

Anhang 8558.8: Videoprotokoll Nr. 5

Datum: 28.08.25


<BEGINN DES PROTOKOLLS>

Pollus schaltet die Kamera ein. Er zittert und hält eine Hand über sein linkes Auge. Blut bedeckt die Hälfte seines Gesichts, während er schwer atmet. Nach mehreren Momenten schaut er in die Kamera und nimmt seine Hand weg, wodurch sein linkes Auge aus der Augenhöhle fällt. Es hängt kurz am Augennerv, bevor der Nerv reißt und das Auge auf den Tisch fällt.

Pollus: Ich … Ich kann das nicht mehr. Bitte.

Pollus versucht, einen tiefen Atemzug zu nehmen und ihn anzuhalten, aber hustet dabei. Er hustet fast eine ganze Minute lang und beugt sich über seinen Schreibtisch. Dabei hustet er Blut aus.

Pollus setzt sich wieder aufrecht. Er hebt seinen rechten Arm und beginnt, unter seinem Trizeps zu kratzen, aber zieht dann seine Hand weg. Er hält die Hand mehrere Sekunden lang in der Luft, bevor er wieder an seinem Arm kratzt. Er kratzt weiterhin mit derselben Intensität, bis die äußere Hautschicht entfernt wurde und sich ein Loch geöffnet hat. Er stochert weiter in der Wunde herum und keucht währenddessen.

Pollus: Gott … Bitte.

Er stöhnt leicht, während er weiterhin im Loch im Arm herumstochert. Sein Körper hebt und senkt sich, während er beginnt, ihn in die Luft zu stoßen.

Pollus: Benny … Verdammt.

<ENDE DES PROTOKOLLS>

Anhang 8558.9: Videoprotokoll Nr. 6

Datum: 29.08.25

Vorwort: Das folgende Protokoll wurde mit einer Sicherheitskamera in Forscher Pollus' Raum aufgezeichnet.


<BEGINN DES PROTOKOLLS>

Pollus schläft in seinem Bett, den Plüschbären umschlingend. Er beginnt, seine Hüften gegen den Bären zu reiben. Das Reiben wird intensiver und er stöhnt.

Nach mehreren Minuten wacht er auf. Er starrt kurz die Hinterwand an und beginnt dann, an seinem Kiefer zu kratzen. Dabei stöhnt er leicht. Das Kratzen wird intensiver und er beginnt, Haut von seinem Gesicht abzuziehen. Seine rechte Hand verschwindet unter der Bettdecke und er beginnt, zu stoßen.

Nach mehreren Minuten ist eine große Menge Haut- und Muskelgewebe von seinem Kiefer verschwunden. Er liegt flach auf dem Rücken und beginnt, Laute von sich zu geben, während sein Körper zuckt.

Als er sich wieder aufsetzt, fällt sein Kiefer ab, wodurch seine Zunge lose aus dem hängt, was sein Mund war. Er hebt seine Hände und greift dahin, wo sein Kiefer war. Er stößt ein ersticktes Würgegeräusch aus, während er weiter an sein Gesicht fasst. Dies macht er mehrere Minuten lang, bis er sein Gesicht ins Kissen drückt und sein Körper sich dabei hebt.

<ENDE DES PROTOKOLLS>

Anhang 8558.10: Vorfallsbericht

Datum: 30.08.25

Vorwort: Das Folgende wurde im Pathologie-Labor der medizinischen Abteilung der Foundation aufgezeichnet. Forscher Benedict Harrison wurde vorher keine Genehmigung erteilt, das Labor zu betreten.


<BEGINN DES PROTOKOLLS>

Harrison betritt das Labor und geht zu Dr. Zacharias Hanneman.3

Harrison: Dr. Hanneman, Gottseidank ein bekanntes Gesicht. Ich habe versucht, herauszufinden, mit wem ich über all das reden kann und niemand scheint mir helfen zu wollen. Bitte, ich möchte nur …

Hanneman: Harrison? Was soll das? Sie wissen, Sie können nicht -

Harrison: Ich möchte ihn retten, bevor es nichts mehr zu retten gibt. Jedes Mal, wenn ich Aaron sehe, gibt es weniger von ihm.

Hanneman: Nun, ähm, ja? Unserem Verständnis nach verläuft die Krankheit so in Menschen.

Harrison: Nein, Sie verstehen es nicht. Es gibt weniger von ihm. Sein Lächeln hat aufgehört, seine Augen zu erreichen, sein Sinn für Humor ist verschwunden. All die kleinen Dinge, die ich über ihn liebe, die ihn zu dem machen, der er ist. Bitte, Dr. Hanneman, helfen Sie mir. Helfen Sie mir, Aaron zu retten, bevor es keinen Aaron mehr zu retten gibt.

Hanneman: Ich habe dafür Verständnis, das tue ich wirklich, aber es gibt Verfahren -

Harrison: Hören Sie, es tut mir wirklich leid, die Arbeit von jedem hier zu unterbrechen und hierher zu kommen. Ich akzeptiere später jede Strafe, die Sie oder wer auch immer für angemessen hält, das ist egal. Sie sind der Forschungsleiter für SCP-8558-2, korrekt?

Hanneman: Warten Sie, wie haben Sie das herausgefunden? Ich meine, ja, das bin ich, aber das sollte eine proprietäre Information sein.

Harrison: Ich habe in die erweiterten Dokumente von der SCP-8558-Datei geschaut. Natürlich konnte ich mit meiner Freigabestufe das meiste nicht sehen, aber -

Hanneman: Ihr Zugriff auf diese Akte hätte zurückgezogen werden sollen.

Harrison runzelt die Stirn.

Harrison: Entschuldigung? Warum?

Hanneman: Ich muss ein Gespräch mit RAISA führen -

Harrison: Warum wollen Sie meinen Zugriff zurückziehen?

Hanneman: Sie wurden vom Projekt abgezogen.

Harrison: Ich verstehe das nicht. Darüber wurde ich nie informiert.

Hanneman: Sie hätten abgezogen werden sollen, als Sie als potentieller Vektor für eine Infektion identifiziert wurden.

Harrison: Aber ich habe Befragungen für dieses Projekt durchgeführt? Ich hatte sogar Zugriff auf die Videos,! Und darüber hinaus, haben Sie nicht -

Hanneman: Ich schätze es wert, dass Sie uns mit den Befragungen geholfen haben. Wir dachten, es wäre am empfänglichsten, wenn Sie mit ihm reden. Unabhängig davon, warum sind Sie hier?

Harrison hält inne und schüttelt seinen Kopf, bevor er wieder redet.

Harrison: T-tut mir leid, einfach … Ich wollte den Status vom Heilmittel für SCP-8558-2 erfahren.

Hanneman hält kurz inne, bevor er seinen Kopf schüttelt. Er tippt ein paar Momente lang auf seinem Tablet herum.

Hanneman: Die derzeitigen Ergebnisse sind vielversprechend. Wir sollten in einer Woche eine Version für jeden haben, der mit SCP-8558-1 in Kontakt gekommen, aber sonst asymptomatisch ist.

Harrison: Und was ist mit Leuten, die symptomatisch sind?

Hanneman: Keine Forschungspriorität, es ist außerhalb unserer Kapazitäten.

Harrison öffnet seinen Mund, als wolle er etwas sagen, aber scheint es nicht zu können.

Hanneman: Bitte, Harrison, verstehen Sie, dass die, die angefangen haben, zu verrotten -

Harrison: Ich - Nein … Nein. Nein, das werde ich mir nicht anhören. Das ist … Sie sind ernsthaft gewillt, die Leute einfach sterben zu lassen?

Hanneman: Das habe ich nicht gesagt. Legen Sie mir keine Worte in den Mund.

Harrison: Das mussten Sie nicht.

Hanneman: Hören Sie, ich weiß, dass Sie aufgebracht sind, aber -

Harrison beginnt im Labor hin und her zu laufen.

Harrison: Aaron verrottet allein da drinnen. Wissen Sie, was er mir erzählt hat, als ich zuerst mit ihm gesprochen habe? Dass selbst nach einer Woche niemand von der medizinischen Abteilung gekommen ist, um irgendetwas mit ihm zu machen - Keine Tests, nichts.

Harrison kneift sich in die Nase.

Harrison: Erklären Sie es mir, helfen Sie mir, das zu verstehen.

Hanneman: Sie sind unvernünftig -

Harrison: Geben Sie mir einen gottverdammten Grund.

Hanneman richtet sich auf.

Hanneman: Es war schon immer eine Priorität, alle Stufen der Infektion außerhalb einer kontrollierten Umgebung zu beobachten. Wir können unmöglich ein Heilmittel herstellen, ohne zuerst zu verstehen, was eine Infektion im menschlichen Körper anrichtet.

Harrison ist still.

Hanneman: Sie müssen verstehen, dass es zum Wohle der Foundation und der Menschheit als Ganzes ist. Nach allem, was wir wissen, könnte es doch wie Tollwut sein, unmöglich zu behandeln, sobald das Subjekt symptomatisch ist. Indem wir verstehen, wie diese Krankheit den menschlichen Körper beeinflusst, von der Infektion bis zum Ende aller biologischen Funktionen, können wir -

Harrison: Weiß er das?

Hanneman: Wie bitte?

Harrison: Aaron. Haben Sie je vorgehabt, ihn wissen zu lassen, dass Sie ihn einfach verrotten lassen. Zum Wohle der Foundation?

Hanneman: Und der Menschheit.

Harrison: Genau. 'Menschheit'. Wo ist Ihre Menschlichkeit? Ich sehe keine in diesem verdammten Raum, nicht, wenn Sie denken, es rechtfertigt, einen Mann in einer Zelle verrotten zu lassen.

Hanneman: SCP-8558-3 wurde als hinnehmbarer Verlust gesehen, zum Wohle dieses Pro-

Harrison hebt eine Faust, während er auf Hanneman zugeht, aber hält inne.

Hanneman: Wenn Sie jemanden suchen, auf den Sie wütend sein wollen, nehmen Sie einen Spiegel. Tun Sie nicht so, als hätten wir nicht die Aufzeichnungen geprüft.

Harrison wendet sich zum Gehen. Er dreht sich wieder zu Hanneman, als er die Tür erreicht.

Harrison: Sie gottverdammter Feigling.

Harrison schlägt die Tür zu.

<ENDE DES PROTOKOLLS>

Anhang 8558.11: Videoprotokoll Nr. 7

Datum: 31.08.25


<BEGINN DES PROTOKOLLS>

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Momentaufnahme von Forscher Pollus' Quarantänestation. Zensiert auf Befehl des Ethikkomitees.

Pollus schaltet die Kamera ein und richtet sie auf das Bett. Er nickt, bevor er sich zweimal auf die Brust klopft und einen Daumen hoch gibt.

Pollus legt sich auf das Bett und hält den Plüschbären fest. Er reibt sich an ihm und sein Gesicht am Gesicht und Hals des Bären. Er leckt mehrmals den Hals und die Schultern des Bären ab und seine Hüftbewegungen werden dabei schneller. Schließlich geht er auf die Knie, beugt sich über den Bären und stützt sich über ihm mit seinen Händen auf dem Bett ab.

Mit seiner rechten Hand beginnt er, unten am Schwanz des Bären zu reißen. Er scheint dabei Schwierigkeiten zu haben und setzt sich schließlich aufrecht hin und bearbeitet die Naht mit seiner linken Hand. Er formt ein kleines Loch und reißt weiterhin unten. Die Reibung zieht die Haut seines rechten Zeige- und seines linken kleinen Fingers ab und schließlich fallen beide vom Gelenk herunter. Sobald ein ausreichend großes Loch gebildet wurde, nimmt er seine Hose ab und legt sich eng an den Bären geschmiegt hin. Er beginnt, wiederholt gegen den Bären zu stoßen, wobei er stark schwitzt und schluchzt. Schließlich setzt er den Bären auf seinen Schoß und umschlingt ihn mit seinem Oberkörper, während er weiter gegen ihn stößt und seinen Rücken der Kamera zuwendet.

Nach einer halben Stunde zittert sein Körper. Er kollabiert auf den Bären und keucht stark, während sich eine kleine Blutpfütze unter ihm bildet. Er nimmt den Bären von seinem Schoß. Er scheint eine Hand auf seine Leiste zu legen. Er zieht sie wieder weg und wirft mehrere Fleischstücke auf den Boden, bevor er zum Waschbecken rennt und sich übergibt.

Er verbringt den restlichen Tag zusammengekauert auf dem Bett, hält den Plüschbären an seinen Körper und streicht sanft seinen Kopf. Er reibt gelegentlich und aus Versehen seine verletzte Leiste gegen ihn.

<ENDE DES PROTOKOLLS>


Zusätzliche Anmerkungen: Am 02.08.2025 erhielt das Ethikkomitee einen Antrag, Forscher Aaron Pollus eine Euthanasie zu gewähren, und es wurde eine starke Verschlechterung sowohl seiner physischen als auch mentalen Gesundheit als Begründung angegeben. SCP-8558-Forschungsleiter Dr. Zacharias Hanneman wurde bei der Angelegenheit als Berater hinzugezogen. Nach der Beratung mit Dr. Hanneman und einer Prüfung der relevanten Dokumente wurde der Antrag abgelehnt.

Anhang 8558.12: Videoprotokoll Nr. 8

Datum: 05.09.25


<BEGINN DES PROTOKOLLS>

Es ist zu sehen, wie Harrison zu Pollus' Zelle geht. Er hält einen Ausweis4 an die Tür, betritt den Raum und schließt und verriegelt die Tür hinter sich. Er hält eine Spritze in seiner Hand.

Harrison: Hey, Hübscher.

Pollus ist auf dem Bett und hat inzwischen 40 % seiner ursprünglichen Biomasse verloren. Als Pollus Harrison bemerkt, weicht er zurück und versucht, zu fliehen.

Harrison: Hey, hey. Es ist okay. Ich weiß, was ich tue.

Pollus versucht weiterhin, zu fliehen, bis Harrison eine Hand auf seine Schulter legt und mit seinem Daumen sanft Kreise darauf malt. Pollus scheint sich zu entspannen. Harrison setzt Pollus auf seinen Schoß und wiegt ihn gegen seine Brust. Pollus beginnt, sich an ihm zu reiben.

Harrison: Es ist okay. Du kannst nicht anders.

Pollus vergräbt sein Gesicht in Harrisons Brust. Harrison streichelt seinen Kopf.

Harrison: Es tut mir leid. Ich kann mein Versprechen nicht halten.

Pollus stellt Augenkontakt mit Harrison her und schüttelt seinen Kopf. Die beiden sitzen eine Zeit lang still. Schließlich lehnt sich Harrison runter und küsst die Überreste von Pollus' Nase.

Harrison: Ich liebe dich, weißt du das?

Pollus nickt schwach, schlägt zweimal schwach auf seine Brust und versucht, einen Daumen hoch zu geben. Harrison greift nach unten und hilft dabei, seinen Daumen aufzurichten, und erwidert dann die Geste.

Pollus vergräbt noch einmal sein Gesicht in Harrisons Brust. Harrison nimmt die Spritze und sticht sie in Pollus' Schulter. Die beiden sitzen etwa eine Stunde lang still, bis Pollus einen zitternden Atemzug ausstößt und erstarrt. Harrison legt ihn auf das Bett und legt vorsichtig die Decke über ihn. Er legt sich neben Pollus' Leiche und sticht sich die Spritze in seine eigene Schulter.

<ENDE DES PROTOKOLLS>


Zusätzliche Anmerkungen: Beide Leichen wurden aus dem Raum entfernt und einer Autopsie unterzogen. Nach der Autopsie wurden sie jeweils im Kühllager 003 und Kühllager 005 aufbewahrt.


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