SCP-8000

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Bewertung: +4+x
Bewertung: +4+x
Objekt-Nr.: 8000
Level 5
Eindämmungsklasse:
sicher
Sekundärklasse:
none
Störungsklasse:
none
Risikoklasse:
none

greatseal.png

SCP-8000.


Sicherheitsmaßnahmen: SCP-8000 ist derzeit nicht eingedämmt.

Beschreibung: SCP-8000 ist eine riesige, schlangenartige Entität, die einem Seehund (Phoca vitulina) ähnelt und sich in Standort-322 aufhält. Die genaue Länge von SCP-8000 ist unbekannt, da seine Schwanzflosse nie lokalisiert wurde; jedoch wird sie auf bis zu 150 Meter geschätzt. SCP-8000 hüpft, rutscht oder schwimmt nicht, sondern kann selbstständig fliegen, sich durch Objekte hindurchbewegen und es besitzt Präkognition.

SCP-8000 ist intelligent und in der Lage zu reden. Zusätzlich kann SCP-8000 beliebig temporäre Tore zu anderen Dimensionen öffnen. Es wird vermutet, dass SCP-8000 von einem unbekannten extradimensionalen Ort mit der Basisrealität verbunden ist. Die Methode oder der Grund für SCP-8000s Existenz in der gegenwärtigen Realität ist noch nicht entdeckt worden.

Zum derzeitigen Zeitpunkt der Dokumentation ist SCP-8000 eines von zwei Lebewesen auf der Erde.

Direktor Paul Lague stürmt in einen Tagungsraum von Standort-322. Er schaut intensiv auf einen Bericht, während er zu einem Stuhl geht.

Lague: Jer, ich werde ehrlich mit dir sein, es gibt nichts – Wer zur Hölle bist du?

SCP-8000 sitzt auf der anderen Seite des Tisches.

SCP-8000: Hi, Herr Paul!

Lague: Ich– Wo ist … äh?

SCP-8000: Heute sind es nur wir beide. Setz dich. Komm schon. Ich beiße nicht.

Lague: Ich bin sehr verwirrt. Bist du ein Seehund?

SCP-8000: Was machst du hier?

Lague: Ich– Ich kann mich nicht erinnern. Ich glaube, ich hatte eine Sitzung. Was machst du hier?

SCP-8000: Ich weiß genug über dich, um zu wissen, wie du tickst. Ich verspreche, ehrlich mit dir zu sein, solange du ehrlich mit mir bist.

Lague: Alles klar. Äh. Du bist ein Seehund, der spricht? Hast du dich hier freiwillig reingelassen?

SCP-8000: Ja.

Lague: Mein Job ist es, Dinge wie dich für immer in Käfige zu sperren.

SCP-8000: Das wird nicht nötig sein. Ich habe für dich die Forschung und Dokumentation über mich bereits beendet.

SCP-8000 schiebt das SCP-8000-Dokument zu Lague.

Lague: Warum der Platz 8000?

SCP-8000: Den habe nicht ich gewählt.

Lague: Du hast es geschrieben.

SCP-8000: Ja, aber das lag nicht in meiner Hand.

Lague: Hast du eine Schwanzflosse?

SCP-8000: Das ist deine größte Sorge?

Lague: Es ist seltsam, dieses Detail zu erwähnen. Kannst du es nicht herausfinden?

SCP-8000: Ich habe meine Schwanzflosse nie gesehen. Ich würde nichts bestätigen, wovon ich keinen Beweis habe.

Lague: Du kannst dich hier durchschlängeln und ich kann bestätigen, ob du eine Schwanzflosse hast.

SCP-8000: Entschuldige mal, ich schwebe. Anmutig und wunderlich.

Lague: Wie auch immer. Wer hat das Foto geschossen?

SCP-8000: Du, in etwa sechs oder sieben Minuten.

Lague: Wovon sprichst du?

SCP-8000: Herr Paul, würdest du gerne einen Tag mit mir verbringen? Ich kenne die Antwort, aber ich muss trotzdem dieses Lied singen und diesen Tanz tanzen.

SCP-8000 macht eine beißende Bewegung. Es hängt sich an die Luft und greift den Raum mit seinem Kiefer. Die Entität zieht ihren Kopf nach links und öffnet einen Riss in der Realität.

SCP-8000 fliegt durch das Tor und streckt seinen Kopf zu Lague aus.

SCP-8000: Es ist direkt hier durch.

Lague: Warte mal.

SCP-8000: Ja, ja. 'Wie könntest du mir je vertrauen?' Frag mich alles, was du willst, und ich werde ehrlich sein.

SCP-8000 hebt seine rechte Vorderflosse.

SCP-8000: Ich schwöre auf diese Magazine, die du in deinen Schreibtischschubladen versteckt hältst.

Lague: Leck mich!

SCP-8000: Wie unhöflich.

Lague: Du wirst mich nicht töten?

SCP-8000: Verschwenderisch.

Lague: Essen?

SCP-8000: Mein Appetit auf menschliches Fleisch ist schon vor langer Zeit vergangen.

Lague: Ist das ein Witz?

SCP-8000: Ja. So empfindlich. Dich zu essen wäre überflüssig.

Lague: Was ist damit, mich Millionen Jahre lang zu foltern? Meine Familie vor meinen Augen zu verbrennen? Mich wieder und wieder zum Wahnsinn zu treiben? Ist irgendwas davon auf dem Tisch?

SCP-8000: Wie seltsam spezifisch.

Lague: Antworte mir.

SCP-8000: Unnötig und rücksichtslos.

Lague: Ich weiß nicht, was ich hier tun soll.

SCP-8000: Herr Paul, ich würde nur gerne einen Tag mit dir verbringen.

Lague: Das hast du schon gesagt.

SCP-8000: Ich werde sehr langsam in diesen Riss gehen. Diese Dinger bleiben nicht lange offen und es ist mühsam, sie wieder zu öffnen. Also erspare uns bitte beiden die Mühe. Du würdest doch nicht ein Paradoxon erzeugen wollen, indem du nicht das Foto schießt, das du eben gesehen hast, oder, Herr Paul?

SCP-8000 bewegt sich wieder durch das Tor. Direktor Lague starrt es an, während sich die Kanten des Risses langsam selbst reparieren.

GEBORGENES DOKUMENT 8000.1
13.02.2024

Kontext: Direktor Paul Lague wurde zu einem Treffen mit Ethikkomitee-Liaison Jeremiah Cimmerian wegen seines Verhaltens als Direktor von Standort-322 bestellt.

TRANSKRIPT


«BEGINN DES PROTOKOLLS»

Cimmerian: Wie, denkst du, hast du dich bisher geschlagen?

Lague: Die Tatsache, dass du hier bist, steigert nicht gerade mein Selbstbewusstsein.

Cimmerian: Wir sehen uns als Freunde, oder?

(Stille.)

Lague: Okay.

Cimmerian: Um zum Punkt zu kommen, du hast zwölf der letzten vierzehn O4-Sitzungen verpasst, die generelle Produktivität deines Standortes – Eindämmung von Anomalien, Forschungsbemühungen, et cetera – ist über die letzten drei Monate hinweg drastisch gesunken, ich habe sechzehn verschiedene Beschwerden über einen Geruch von "Müll und Scham", der aus deinem Büro kommt, und die Leute haben mir erzählt, dass du während deiner Arbeitszeit schläfst.

Lague: Hm.

Cimmerian: Bestreitest du diese Behauptungen?

Lague: Ich weiß nicht. Ich – Ich bin nur – Vergiss es.

Cimmerian: Burnout?

Lague: Vielleicht? Ich denke, ich bin einfach nur in einer Flaute.

(Cimmerian schaut Lague schweigend an.)

Lague: Ich weiß nicht, ob ich depressiv bin oder was es noch sein kann. Ich setze mich in meinen Stuhl, erledige jeglichen Scheiß-Papierkram, den ich an dem Tag machen muss, vergebe alle Projekte, die noch übrig sind, und starre auf den Bildschirm, bis ich wieder nach Hause gehen kann. Ich bin gelangweilt. Alles ist langweilig.

Cimmerian: Das hat wahrscheinlich eine tiefere Ursache.

Lague: Die Sonne ist heiß.

Cimmerian: Wann hat das alles angefangen?

Lague: Ich habe diese Anomalie erforscht. Ich kann mich daran nicht erinnern. Und – ich weiß nicht – ich saß da, sah mir diese beschissene Akte einer beschissenen Anomalie an und hatte das Gefühl, dass alles umsonst war. Ich denke, das hat die Flamme ausgelöscht.

Cimmerian: So etwas passiert. Schau mal, Paul, ich hatte viel mit Menschen zu tun, die die gleichen Probleme wie du hatten. Wie lange bist du Direktor?

Lague: Acht Jahre.

Cimmerian: Oh. Nun, das ist früher als sonst.

Lague: Wozu das Gejammer? Ich mache die Arbeit, die ich machen muss. Ich werde mich mehr anstrengen.

Cimmerian: Erzähl mir, was los ist. Warum fühlst du dich so? Bitte, ich bin hier, um dir zu helfen.

Lague: Warum? Das hat keinen Sinn. Keinen einzigen! Mir reicht es. Gib – gib mir einfach eine Sekunde, um mich aufzurappeln, und ich werde weiterarbeiten. Ich danke dir, Jer.

Cimmerian: Dieses Treffen war nicht dazu gedacht, dir in den Arsch zu treten und dich auf magische Weise deinen Job wieder lieben zu lassen. Du kennst die Menge an Arbeit, die du bewältigen kannst. Wir brauchen das wieder. Wir brauchen mehr als das, was du uns gerade lieferst.

Lague: Glaub mir, ich will mehr, aber ich kann es verdammt noch mal nicht in mir finden. Es ist buchstäblich unmöglich. Also warum es versuchen?

«ENDE DES PROTOKOLLS»

Direktor Lague und SCP-8000 treten aus dem Tor in das Arbeitszimmer einer großen Bibliothek. Die riesigen Türen sind geöffnet und ermöglichen somit die Sicht auf Tausende von Büchern auf Regalen aus Mahagoni, die sich weit außerhalb der Sichtweite nach hinten und zur Decke hin erstrecken. Die Luft ist still mit einem Hauch vom Geruch von Asche und altem Papier. Kleine Lichtkugeln tanzen zwischen den Regalen und beleuchten die Wälzer und Gänge.

Lague: Ich war schon einmal in der Wanderer's Library.

SCP-8000: Diese Bibliothek ist meine. Diese Schausteller haben die Idee einer unendlichen Bibliothek von mir. Ich habe sie mir von Alexandria geborgt.

Das Paar verlässt das Arbeitszimmer. Steinbögen, die von Efeu und Reben umwickelt sind, bewachen den Eingang zu jedem der langen Gänge.

Lague: Ich denke, ich hätte bereits von einer dritten Bibliothek dieser Art gehört.

SCP-8000: Ich mag keine Publicity, also behalte ich sie für mich. Davon abgesehen ist es nicht per se meine Bibliothek. Es ist deine.

Sie nähern sich einem Torbogen. In dessen Schlussstein ist "WEG DER ERINNERUNG" eingraviert.

SCP-8000: Lust auf einen Spaziergang?

Lague und SCP-8000 gehen weiter. Sie betreten einen Unterabschnitt des Ganges.

SCP-8000: Das hier enthält jede Erfahrung, jeden Moment, jedes bisschen Wissen und jede Emotion. Es ist eine Karte von dir, Herr Paul.

Lague: Wie detailliert ist es?

SCP-8000: Das Muskelgedächtnis für das Klavier ist dort oben. Sehr verstaubt. Vier Bände über deine Kindesexpertise in allem, was mit Haien zu tun hat, sind da drüben. Ich habe jeden Moment von jeder Grundschulklasse, in der du warst, ein bisschen weiter vorne.

Lague: Wie detailliert?

SCP-8000: Ich habe alles gelesen. […] Ich urteile nicht.

Lague: Selbst –

SCP-8000 schwebt nach oben außer Sichtweite, nimmt ein verstaubtes Buch vom Regal und wirft es Lague zu. Er öffnet es.

Lague ist acht Jahre alt und schwimmt in einem öffentlichen Schwimmbecken.

Er hält sich an der Stange einer Leiter im tiefsten Teil des Beckens fest, drückt sich nach unten und zieht sich dann wieder hoch. Er tut dies viermal.

Plötzlich versucht Lague die Oberfläche zu durchbrechen, aber schafft es nicht. Die Innenseite seiner Badehose hängen am gerissenen Stöpsel unter der Stange fest.

Lague gerät in Panik und versucht, sich aus dem Wasser zu ziehen, aber es gelingt ihm nicht. Er bindet seine Badehose auf und schwimmt aus ihr heraus. Er ist nackt, aber lebt noch.

Zwei Mädchen, für eines der beiden hegte Lague romantische Gefühle, haben den gesamten Vorfall beobachtet und starrten ihn an.

Lague schnappt nach Luft und berührt seine Brust und Arme.

SCP-8000: Selbst das, ja.

Lague: Um Gottes Willen! Das hat sich so real angefühlt!

SCP-8000: Es war real. Du warst schon einmal da und ich habe dich dorthin zurückgebracht, damit du es wieder erleben kannst.

Lague: Ist das dein ganzer Job?

SCP-8000: Dich peinliche Momente wieder erleben zu lassen? Nein. Das war ein Testdurchlauf. Ich kann dich etwas wieder erleben lassen, aber wir können auch nur Zuschauer sein.

Lague: Kannst du mir bitte – um alles in der Welt – sagen, was wir hier machen?

SCP-8000: Wir sind hier für deine Erinnerungen an Versagen. Davon gibt es viele. Mehr als die meisten Menschen, irgendwie.

Lage: Ich würde es bevorzugen, wenn du mich wieder ertränkst.

GEBORGENES DOKUMENT 8000.2

14.02.2024

Kontext: Dr. Jeremiah Cimmerian hat mehrere von Direktor Lagues Kollegen versammelt, da er glaubte, dies würde sein Gemüt verbessern.

TRANSKRIPT


Anwesende Mitglieder
Dir. Daniel Asheworth
Dr. Harold Blank
Dr. Jeremiah Cimmerian
Dr. Anthony Coix
Dir. Randall House
Dr. Cole Thereven
SCP-5595

«BEGINN DES PROTOKOLLS»

(Lague betritt in Begleitung von Cimmerian einen Besprechungsraum von Standort-322. Vor ihm sitzen seine Kollegen in einem Kreis. Ein leerer Stuhl befindet sich vor ihm.)

Lague: Eine Intervention? Macht ihr Witze?

Cimmerian: Es ist keine Intervention.

SCP-5595: ES IST EINDEUTIG EINE INTERVENTION. ER IST EIN IDIOT, NICHT DUMM.

(Lague lässt sich auf den leeren Stuhl plumpsen und grummelt vor sich hin.)

Cimmerian: Wir wollen deine Karriere und emotionale Verfassung besprechen. Ein paar von uns haben Statements vorbereitet. Möchte irgendwer anfangen?

(Therevens Arm schießt nach oben.)

Cimmerian: Cole?

(Thereven holt ein zerknülltes Stück Papier unter seinem Bein hervor und beginnt, es vorzulesen.)

Thereven: Herr Lague, mir tut der Verlust sehr leid, den du in den letzten Monaten erlebt hast. Ich kann mir nur vorstellen, wie schwer es ist, ein Haustier zu verlieren. Es macht mich traurig, darüber nachzudenken, wie es wäre, wenn mein Gecko Clyde wie dein Hund in einem schrecklichen Autounfall sterben würde. Mein Beileid an dich und all die anderen toten Hunde und Haustiere da draußen.

Cimmerian: Cole, hier geht es u–

(Lague hebt seine Hand in Cimmerians Richtung.)

Lague: Ich weiß das zu schätzen, Cole. Danke.1

Cimmerian: Anthony?

Coix: Ein paar Dokumente hätten letzte Woche von dir überprüft und unterschrieben werden müssen. Du hast gesagt, du würdest sie dir anschauen, aber als ich ein paar Stunden später in dein Büro ging, fand ich sie unter einem Buch von einem Pick-Up Artist. Ich musste fünf Tage Überstunden machen, um die notwendigen Änderungen zu machen. Darüber hinaus musste ich in sechs verschiedenen Sitzungen für dich einstehen, bei denen du nicht erschienen wärst. Die Überstunden wurden mir nicht bezahlt.

Lague: Was? Sie wurden nicht bezahlt?

Coix: Du hast diese Privilegien aufgehoben.

Lague: Nein. Nein, habe ich nicht.

SCP-5595: OH JA. DAS WAR ICH.

Lague: Was zur Hölle?

SCP-5595: ER HAT MICH ALS ARSCHLOCH BEZEICHNET, WEIL ICH KARTEN FÜR DIE ERAS-TOUR AUF DEM SCHWARZMARKT VERKAUFT HABE.

Asheworth: Was macht dieser Kaugummiautomat?

Coix: Das ist die erste integrierte Anomalie. Lague hat ihn in unsere Finanzabteilung gesteckt.

Asheworth: Wahrscheinlich nicht die beste Idee.

Lague: Danke, Großer. Ich habe gerade definitiv nach deiner Meinung gefragt.

Asheworth: Ich sag ja nur. Es ist eine Anomalie, die Ressourcen der Foundation kontrolliert. Vielleicht war das nicht die beste –

Lague: Komm mir nicht damit, Dan. Jeder erinnert sich an deinen Versuch, eine Feen-Freundin zu bekommen, und denkt jedes Mal daran, wenn sie dich sehen.

Asheworth: Du kannst mich mal!

(Asheworth geht in Richtung des Ausgangs.)

Asheworth: Das ist eine normale Sache, die jeder Mann versuchen würde!

(Asheworth verlässt den Raum und knallt die Tür hinter sich zu.)

House: Jedes Mal.

Blank: Ich mach weiter. In den letzten acht Jahren warst du sehr unabhängig – unabhängiger als die meisten. Ich habe ab und zu einen Anruf oder eine E-Mail bekommen, wo du mich gebeten hast, über einen Bericht zu schauen, den du verfasst hast. In letzter Zeit bist du jedoch viel weniger selbstbewusst geworden und hast ständig alles hinterfragt, anstatt es einfach zu machen. Du bist ein schlauer Kerl. Fang an, dich wie einer zu verhalten.

Lague: Ich darf jetzt also nicht mehr um Rat bitten?

Cimmerian: Das ist nicht das, was er damit ausdrücken möchte.

Lague: Na und? Soll ich hier einfach sitzen und alles hinnehmen?

Cimmerian: Niemand greift dich an.

Blank: Paul, du musst das hier hören. Die Realität des Lebens ist, dass es Hoch- und Tiefpunkte geben wird. Du denkst, dass du einen sehr, sehr hohen Höhepunkt erreicht hast und jetzt wieder an einem regulären Tiefpunkt bist und du bist nicht daran gewöhnt, weil er im Vergleich tief ist. Es ist nicht das Ende der Welt, außer du lässt es das sein.

Cimmerian: Randall?

House: Ich werde mich kurzfassen. Du bist zu einem Jammerlappen geworden. Weißt du, mit wie viel Unsinn ich täglich zu tun habe? Ich arbeite in der buchstäblich verdammten Hölle. Ich würde eine Atempause genießen, um ab und zu etwas Einfaches zu erforschen und mich auszuruhen.

SCP-5595: ICH STIMME DEM VOLLIDIOTEN ZU.

House: Es ist nervig. Du bist nervig. Ich habe diese Abwärtsspirale Tausende Male mitbekommen. Gibt es Leute, die Zweifel haben? Natürlich. Diese Leute sind mir egal, weil es zu 99 % jemand ist, der meckert, weil sie denken, dass sie nicht gut genug sind. Mir reicht diese Opfer-Mentalität. Bau dein Selbstbewusstsein wieder auf und hör auf zu jammern.

Lague: Ha! Ein Esel schimpft den anderen Langohr!

Cimmerian: Leute! Ich habe vielleicht dreißig Mal "nicht verurteilend" gesagt.

SCP-5595: VIELLEICHT HÄTTEST DU ES SECHSHUNDERTFÜNFZIG MAL SAGEN MÜSSEN.

House: Er musste es hören.

Lague: Du willst darüber reden, ein Jammerlappen zu sein?

House: Pass auf, was du sagst.

Lague: Hier haben wir den wirklich ehrwürdigen Standortdirektor. Hast du nicht Dämonen angeheuert, um diesen Gamers against Weed-Typen zu finden? Derjenige, der ihn immer als Weißen gezeichnet hat, oder? Eine ganze Menge Selbstbewusstsein, Randy.

House: Ja, ja, wie du willst, Kumpel. Wie wäre es damit: sobald du diesen Raum verlässt, nimmst du deine Hand und greifst das Leben an seinen Eiern.

Lague: Wisst ihr was, Scheiß drauf.

(Lague steht auf.)

Lague: Mein Leben an seinen Eiern greifen? Das werde ich ganz allein machen.

House: Das glaube ich erst, wenn ich es sehe.

Lague: Warte ab.

(Lague verlässt den Raum.)

Cimmerian: Gute Arbeit, Leute. Unglaublich. Wirklich effektiv.

SCP-5595: DANKE.

«ENDE DES PROTOKOLLS»

Lague: Ich habe übrigens deine Schwanzflosse gesehen.

SCP-8000: Nein, hast du nicht.

Lague: Ich habe eine Sekunde lang einen Blick auf sie erhascht, als du ins Portal gingst.

SCP-8000: Das wäre unmöglich.

Lague: Ist alles von dir in dieser Bibliothek?

SCP-8000: Ja. Hm. Ich verstehe. Wie sah sie aus?

Lague: Wie eine normale Schwanzflosse.

SCP-8000: Unglaublich. Ich werde das Dokument aktualisieren. Wo wir schon dabei sind.

SCP-8000 fliegt rapide von einem Regal zum nächsten und nimmt einen Haufen von Büchern.

SCP-8000: Deine Dokumente. Diese Wälzer repräsentieren deine Kindheit.

Direktor Lague und SCP-8000 erscheinen in einem Kinderzimmer. Die Wände sind dunkelblau. Mehrere Trophäen von Siegen in der Little League stehen auf einem Regal gegenüber vom Bett.

Lague: Oh, unmöglich!

Lague läuft herum, nimmt ein Batman-Comicbuch von einem Nachttisch und durchblättert es. Er hält bei der Innenseite der Umschlagrückseite inne.

SCP-8000: Was ist das?

Lague: Ich habe früher meine eigenen Batman-Comics hinten im Comicbuch gezeichnet. Ich glaube, ich habe hier drüben noch weitere.

Lague geht zur anderen Seite des Bettes.

SCP-8000: Wie viele hast du gezeichnet?

Lague: Dutzende, vielleicht Hunderte. Ich kann mich nicht erinnern. Ich habe es aber geliebt. Bevor ich Meeresbiologe und Präsident werden wollte, wollte ich Lineart für Comics machen. Ich habe mir einen Haufen dieser "Wie man Comics zeichnet"-Bücher geholt. Sie haben einem nie geholfen, außer einem etwas zum Nachzeichnen zu geben, aber es war trotzdem cool. Ich habe eines Tages einfach aufgehört. Ich kann mich nicht erinnern, warum – vielleicht wegen der Schule oder – Oh, Scheiße!

Ein Kind, um die fünf oder sechs Jahre alt, ist gegen das Bett gelehnt und weint leise. Mehrere zerknüllte Zeichnungen sind um ihn herum zerstreut.

SCP-8000: Keine Sorge, er kann dich nicht sehen. Das würde ein Paradoxon erzeugen.

Lague: Das ist so verrückt.

SCP-8000: Du hast gesagt, du hättest aufgehört.

Lague: Ich wünschte, ich hätte das nicht getan. Es war ein Wunschtraum, aber, du weißt schon, wie das Leben so spielt.

Eine Frau platzt in den Raum hinein. Sie sieht sich um.

Frau: Geht es dir gut?

Sie geht zu dem Kind und setzt sich, um seinem Blick zu begegnen.

Frau: Was ist los?

Kind: Es ist nicht gut.

Frau: Nun, ich denke, das ist falsch.

Kind: Es ist nicht gut!

Sie wischt ihm mit ihrem Ärmel eine Träne vom Gesicht.

Frau: Schätzchen, wenn du dich so aufregst, wirst du nie mit etwas zufrieden sein.

Kind: Ich hör auf! Ich werde einfach ein Fischarzt sein und nie wieder zeichnen.

Frau: Ich werde dich immer unterstützen, egal was du sein möchtest. Willst du mir dabei helfen, die Hühnerkoteletts zu panieren?

Kind: […] Ja.

Die beiden stehen auf und verlassen das Zimmer. Die Frau nimmt die Hand des Kindes.

Frau: Ich weiß nicht, wo ich das Geld herbekomme, um das Meeresbiologie-Studium zu bezahlen, aber wenn es das ist, was du machen möchtest, unterstütze ich das.

Lague: Ich glaube, an diesem Tag habe ich aufgehört. Weißt du, jetzt wo ich es wieder sehe, ist das gar nicht so schlecht für einen Sechsjährigen. Ich schätze, ich war bloß ein Rotzbengel.

SCP-8000: War?

Lague: Sehr nett.

SCP-8000: Warum bist du nicht dabeigeblieben?

Lague: Die Chancen, in diesem Job irgendwas von Bedeutung zu machen, waren nahezu null. Ich wollte der nächste Jack Kirby oder Stan Lee sein, aber das würde nie passieren. Mein Vater hat im Scouting für den College-Fußball gearbeitet. Er hat immer über die Athleten geredet, die er beobachtet hat; sie waren die besten in ihrer Oberschule mit dreihundert Kindern, aber er wusste, dass, sobald sie das College-Spielfeld betreten haben, im niedrigsten Perzentil von echtem Talent verloren waren. Er lag nicht ein einziges Mal falsch.

SCP-8000: Denkst du, er hatte damit Recht? Es ist eine düstere Sicht auf das Leben, immer die Fähigkeiten von sich selbst und anderen runterzumachen.

Lague: Er hat diesen Scheiß immer gesagt, wenn ich irgendein neues Hobby angefangen habe. Immer, immer, immer konnte er es am nächsten Tag in die Unterhaltung mit einbauen.

SCP-8000: Also sprach er von dir.

Lague: Scharfsinnige Beobachtung.

SCP-8000: Herr Paul, du verstehst doch, dass deine Standards das sind, was du aus ihnen machst, oder?

Lague: Das stimmt nicht. Das hat nie in der gesamten Geschichte der Menschheit zugetroffen.

Lague sitzt an einem Schreibtisch in einem stillen, kalten Raum. Er ist sechzehn Jahre alt und von anderen Jugendlichen an Schreibtischen umgeben. Alle starren die standardisierten Tests an, die sie lösen müssen.


Lague sitzt gegenüber seiner Mutter. Er öffnet einen Manila-Umschlag.

Lague: 1520.

Frau: Oh mein Gott! Glückwunsch!

Lague: Ich versuche, in eine gute Schule zu kommen. 1520 reicht dafür nicht aus.

Frau: Wovon redest du? Das ist das 99ste Perzentil.

Lague: Henry, Nate und Isabella haben über 1540.

Frau: Nate? Hat er geschummelt?

Lague: Darum geht es nicht. 1520 reicht verda– verflucht nochmal nicht aus.

Frau: 1520 und 1540 sind beide im 99sten Perzentil aller Punkte. Du machst dich gerade lächerlich; hör auf damit.

Lague: Es ist nicht gut ge–

Frau: Ich hatte mein ganzes Leben lang mit dieser Einstellung zu tun. Freue dich einmal in deinem Leben für dich selbst. Ich bin stolz auf dich, Paul. Genügt das nicht?

Lague: Ich hatte letztendlich Recht. Ich bin nicht in die Ivy League gekommen.

SCP-8000: Du hast im College fünfmal dein Hauptfach gewechselt, von Computertechnik zu Grafikdesign zu Kochkünsten zu Maschinenwesen, in anderthalb Jahren.

Lague sitzt auf dem Boden seines Wohnheimzimmers. Ein Physikbuch ist im Kapitel über Elastizität aufgeschlagen. Er weint.

Lague: Verpiss dich damit. Ich habe es später mit Biologie geschafft und rechtzeitig das Studium abgeschlossen.

SCP-8000: Warum bist du nicht bei deinen anderen Hauptfächern geblieben?

Lague: Weil es unmöglich war, deren Konzepte zu verstehen –

SCP-8000: Das stimmt nicht. Du arbeitest für die Foundation. Du bist klug.

Lague: Meinst du das?

[…]

Lague: E– Es war nichts Weltbewegendes. Ich habe die Arbeit von viel erfolgreicheren Leuten studiert, um meinen Abschluss zu machen und ein Rädchen in einer Maschine zu werden, die auf den Entdeckungen dieser erfolgreichen Leute basiert. Keine Bewegung nach oben oder unten, einfach nur in einem Unternehmen gefangen. Ich konnte es nicht tun. Vielleicht habe ich mich selbst sabotiert - ich weiß, dass mein Berater mich beim dritten Wechsel gehasst hat, aber ich konnte mich nicht in dieses Leben zwingen.

SCP-8000: Du wolltest einen Eindruck hinterlassen.

Lague: Ja, ist das etwa ein Verbrechen?

GEBORGENES DOKUMENT 8000.3-4

18.02.2024 - 19.02.2024

Kontext: Dir. Lague hat den folgenden Projektvorschlag autorisiert, der dem Aufsichtsrat vorgestellt werden soll.

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PROJEKT SUCHER

Wer's findet, dem gehört's. Wer's verliert, ist angeschmiert.

Projektbeschreibung: Die Sucher-Maschine ist ein paratechnologisches Gerät. Indem sie ein lokalisiertes Wurmloch und Quanteninformatik nutzen, können die Anwender von Sucher spezifische Parameter eingeben, um nach unentdeckten Anomalien zu suchen. Zusammen mit seinem Wurmloch kann das künstliche Intelligenzsystem von Sucher den Standpunkt einer unentdeckten Anomalie, ihre Klassifizierung und Fähigkeiten basierend auf den Zeitlinien und Erfahrungen von 35.000.000 Parallelerden voraussagen.

Mit einer grafischen Benutzeroberfläche können Benutzer mehrere Parameter eingeben und festlegen, nach welchen Anomalien Sucher scannen soll, sowie die Anzahl an Parallelrealitäten, die er durchsuchen soll. Sucher wird das beste Ergebnis liefern und die Faktoren zur Verfügung stellen, die die Manifestation der Anomalie in Paralleluniversen verursacht haben, sowie ihren Standpunkt auf der Erde.

Kontext: Ein Ausschnitt aus Direktor Lagues Präsentation vor dem Aufsichtsrat.

TRANSKRIPT

«BEGINN DES PROTOKOLLS»

O5-2: Sehen Sie Ihren Job als einen großen Schwanzvergleichswettbewerb, Direktor?

Lague: Nein, Madam.

O5-2: Ich sehe nicht den Nutzen, Millionen –

Lague: Die Schätzungen, die ich gemacht habe –

O5-2: Oh, noch besser. Milliarden vom Budget der Foundation für ein theoretisches Werkzeug, das etwas macht, was wir bereits machen. Ich sehe den Sinn dahinter nicht, außer dein Ego zu befriedigen.

(Ein Kopierer sitzt im Stuhl von O5-13. Er redet.)

O5-13: GROẞE MASCHINEN SIND HEUTZUTAGE DER HIT.

O5-1: Ist ja schockierend, dass du daran interessiert bist, Dreiz.

O5-13: HÖR AUF, MICH SO ZU NENNEN.

O5-2: Wer hat die Große-Maschine-der-Hit-Mitteilung verschickt?

O5-13: STANDORT-17S DEEPWELL.

O5-1: Ist jemals etwas Positives von denen gekommen? Sie ruinieren ständig die Realität oder töten Götter –

O5-2: Weil jemand ihnen ständig Geld gibt.

O5-13: VIELLEICHT WILL ICH NICHT IN EINEM KOPIERER FESTSTECKEN. HAST DU JE DARÜBER NACHGEDACHT?

Lague: Ich habe Standort-17s Deepwell dafür konsultiert.

(O5-7 tippt auf ihrer Tastatur.)

O5-7: hör auf, dir selbst ins bein zu schießen.

O5-5: Herr Lague, kann ich erst einmal sagen, wie schön es ist, Sie wiederzusehen? Erstens glaube ich, dass es eine großartige Idee ist! Wie sind Sie darauf gekommen? So cool! Okay, also ich bin überzeugt, dass es uns hier in der Foundation nützen könnte. Jedoch wundere ich mich über die Intention. Ich habe einen Bericht von Herrn Cimmerian im Ethikkomitee gelesen und er hat gesagt, Sie hätten leichte Depressionen.

Lague: Sollten diese Unterhaltungen nicht vertraulich sein?

(O5-7 tippt auf ihrer Tastatur.)

O5-7: wir sind nicht an die drakonischen regeln von hipaa gebunden.

O5-13: WIR SIND WEIT GENUG VON AFRIKA ENTFERNT, SODASS DIESE GROẞEN FREAKS KEIN PROBLEM SIND, SIEBEN. KOMM AUF DENSELBEN STAND WIE ALLE ANDEREN.

O5-1: Paul, bitte beantworte Fünfs Frage.

Lague: Ja, mir ging es nicht gut, aber das waren persönliche Gründe. Nachdem ich in mich gegangen bin und mich gefragt habe, Warum?, habe ich alles gegeben, um dieses Projekt zu entwickeln, damit mein Standort und ich immer an der Frontlinie von interessanter neuer Forschung stehen.

O5-2: Wir haben Anomalie-Erkennungssysteme in jeder Ecke dieses Planeten. Sie wollen, dass wir sie aufgeben?

Lague: Nein, das hier ist eine andere Initiative. Dies ist für Zukunftsvorhersagen. Ja, das Anomalie-Erkennungssystem, das wir haben, ist das Beste vom Besten, das kann ich nicht leugnen oder sogar versuchen, dieses Projekt besser darzustellen. Aber das ist in Echtzeit; meines würde uns zeigen, wann, wo und warum Anomalien auftauchen, bevor sie das überhaupt tun. Es gibt nichts Vergleichbares.

«ENDE DES PROTOKOLLS»

Kontext: Direktor Lagues Präsentation vor dem Aufsichtsrat.

TRANSKRIPT


«BEGINN DES PROTOKOLLS»

Coix: Gut gelaufen?

Lague: Sie haben es abgekauft.

Coix: Sie haben den Verunsicherungsmaschine-Großhandel abgekauft?

Lague: Ich bevorzuge die Greif-Dein-Leben-An-Seinen-Eiern-Zurück-Maschine als umgangssprachlichen Namen. Und ja, sie wurde genehmigt.

Coix: Vielleicht kenne ich dich zu gut, aber wenn ich hinter diese dünne Fassade blicken kann, denke ich, dass sie das auch konnten.

Lague: Oh, ja. Sie haben es durchschaut.

Coix: […] Was hast du getan?

Lague: Ich habe Deepwell nicht kontaktiert und ich habe das ganz sicher nicht als Anomalie-Erkennungssystem gebaut.

[…]

Lague: Ich habe gelogen.

«ENDE DES PROTOKOLLS»

Lague: Würdest du es mögen, wenn ich dich analysiere? Ich bin keine Fallstudie, weißt du?

SCP-8000: Es gab nie eine Regel, dass du mir keine Fragen stellen darfst.

Lague: Hast du einen Namen?

SCP-8000: Hm Ich habe keinen. Ich kann mich nicht erinnern, warum. Es ist eine Weile her, seitdem jemand dieses Thema angesprochen hat.

Lague: Alles klar. Du wirkst wie ein William. Kein 'Will' William. Eher ein Bill.

SCP-8000: Warum die Abgrenzung?

Lague: Ich denke an den Namen Bill, wenn ich kahle Dinge sehe.

SCP-8000: Ich habe Haare. Ich bin von Haaren bedeckt. Deine Augen funktionieren; dessen bin ich mir sicher.

Lague: Ja, aber du siehst kahl aus. Wie wäre Greg?

SCP-8000: Es fühlt sich weniger besonders an ohne die Begründung für einen potentiellen bestimmten Spitznamen.

Lague: Francis; abgekürzt Frankie.

SCP-8000: Ich kann mich jetzt erinnern, warum ich nie einen gewählt habe. Ich wäre nicht ernst genommen worden, wenn ich aufgetaucht wäre und gesagt hätte: "Hey, Herr Paul. Ich bin Frankie".

Lague: Du bist ein unglaublich langer Seehund. Spiele mit der Lächerlichkeit von diesem Szenario.

SCP-8000: Ich denke, der Unterschied zwischen dem, was ich tue, und meiner zufälligen Erscheinung eines eher dummen Säugetiers ist genug unbelohnter kosmischer Humor.

Lague: Ich bin der Experte bei solchen Sachen. Du musst etwas wählen. Vor ein paar Jahren hatte ich etwas zu tun mit –

SCP-8000: Ja, dem Gott von Scrimshaw und Schnitzereien aus Walknochen. Scordoh spielt sehr gut mit seiner Aufgabe. Ich habe einen anderen Ansatz.

Lague: Bitte wähle einen Namen.

SCP-8000: Das ist interessant.

Lague: Und es geht schon wieder los.

SCP-8000: Wenn ich in dich schaue, sehe ich, dass du eine ziemlich obsessive Persönlichkeit hast, die scheinbar nie befriedigt werden kann. Deine künstlerischen Fähigkeiten waren nicht schlecht für einen Jugendlichen; einige würden sie sogar als ziemlich gut bezeichnen. Sie waren nicht gut genug. Deine Obsession nach Perfektion brachte dich dazu, aufzuhören.

Lague: Ich glaube nicht, dass es so schlecht ist, aufzuhören, wenn man keine Zukunft darin hat.

SCP-8000: Du machst das für die meisten Aktivitäten, akademisch, hobbymäßig oder sonstiges, sobald du auf den kleinsten Rückschlag stößt.

SCP-8000 nimmt ein schwarzes Taschenbuch in seiner Nähe.

Lague spielt für seine universitäre Basketball-Liga.

Es ist Gleichstand im vierten Quartal. Lagues Team hat den Ball mit fünfzehn verbleibenden Sekunden. Keines der beiden Teams hat Auszeiten.

Der Ball wird zu einem Teammitglied gepasst, das schnell von zwei Verteidigern unter Druck gesetzt wird. Er macht einen schnellen Pass zur gegenüberliegenden Ecke zu einem anderen Teammitglied. Sieben Sekunden verbleiben.

Das Teammitglied täuscht einen Wurf vor, dann dribbelt es in den Strafraum, täuscht einen Korbleger vor und wirft Lague den Ball zu. Drei Sekunden verbleiben.

Lague versäumt den Pass. Der Ball hüpft in die Hände eines Verteidigers, der schnell zum anderen Korb rennt. 1 Sekunde verbleibt.

Der Spieler wirft den Ball von hinter der Drei-Punkte-Linie, versenkt ihn im Korb und gewinnt das Spiel.

Lague geht und versäumt das Treffen nach dem Spiel. Er ist nicht zur nächsten Trainingsstunde aufgetaucht.

Lague: Ach, komm schon! Ich denke, das ist fair. Ja, ich war ein Baby bei meiner Kunst und ich war wütend, dass ich nicht ins College kam, in das ich wollte. Das hier ist einfach nur peinlich.

SCP-8000: Du kannst diese Ereignisse so viel herunterspielen wie du willst, aber sie hatten sehr viel Einfluss darauf, wer du jetzt bist.

Lague: Du kannst das über alles sagen. So funktioniert Sozialisierung.

SCP-8000: Du hast ein einziges Spiel verloren und aufgegeben. War die Blamage so schlimm?

Lague: In das Gesicht meiner Teammitglieder zu blicken, nachdem ich flutschige Hände bei einem einfachen entscheidenden Pass gehabt habe? Ja. Das ist verdammt peinlich.

SCP-8000: Warum bist du dem so abgeneigt? Blamage ist ein normaler Teil des Lebens.

Lague: Weißt du was, du bist ein Heuchler. Du willst nicht einmal darüber nachdenken, einen Namen zu haben, weil du Angst hast, was Leute von dir halten, sobald sie ihn hören. Die Niederlage war meine Schuld, ganz allein meine. Ich konnte diese Kunst nicht in die Welt setzen, weil sie nicht gut genug war, um von irgendjemandem betrachtet zu werden. Ich war angepisst, dass ich nicht in eine Ivy gekommen bin, weil wie soll irgendjemand wissen, dass ich klug genug bin, um dort zu sein. Du bist so wie ich und ich werde diese Arschlöcher nicht glauben lassen, dass sie mir überlegen sind, solange ich etwas dagegen unternehmen kann.

SCP-8000: Da haben wir's.

Lague: Ooooh. Ooooh. Du hast mich erwischt. Gute verdammte Arbeit. Du bist immer noch ein Heuchler.

SCP-8000: Mein Name ist Wallace, Herr Paul. Abgekürzt Wally. Ich bin Wallace und bin es immer gewesen, aber du bist immer noch da eingesperrt, wo du dich selbst eingesperrt hast. Ich hoffe, dass du erkennen wirst, dass ich versuche, dir zu helfen.

GEBORGENE DOKUMENTE 8000.5-8

13.03.2024 - 20.03.2024

Kontext: Ein gekürzter Katalog der von Sucher gefundenen Anomalien.

SUCHER.01

Eingegebene Universen: 104.257
Parameter: 'NAH' 'LEBENDIG' 'GROẞ' 'GEFÄHRLICH' 'IN-PHILADELPHIA'


Entdeckung von Sucher: Die Anomalie wird im Citizens Bank Park geortet, der Heimspielstätte des Philadelphia Phillies-Baseballteams.


ppheader.png

SCP-01-SUCHE.

Gekürzte Beschreibung: SCP-01-SUCHE ist eine chimär-humanoide Anomalie, die einem grünen, rundlichen Vogel ähnelt und eine Philadelphia Phillies-Mannschaftsuniform trägt. SCP-01-SUCHE ist intelligent, empfindungsfähig und in der Lage zu sprechen.

TRANSKRIPT


Lague: Das ist kein Kostüm?

SCP-01-SUCHE: Nein.

Lague: Du warst schon immer ein Lebewesen?

SCP-01-SUCHE: Ja. Hast du mein Buch gelesen? Da wird alles erklärt.

Lague: Ja, ich weiß, dass darinsteht, du wärst von den Galapagos-Inseln, aber es gibt historische Dokumente darüber, dass der Henson Monstershop den Phanatic gemacht hat.

SCP-01-SUCHE: Ich habe Charles Darwin getroffen.

Lague: Ach, wirklich?

SCP-01-SUCHE: Ich habe Anti-Evolutions-Rhetorik seit siebzig Jahren verbreitet. Ich bin der Typ, der School Choice erfunden hat.

Lague: Warum hat er nichts über dich geschrieben?

SCP-01-SUCHE: Ich habe ihn dazu gezwungen.

Lague: Wie?

SCP-01-SUCHE: Ich habe gesagt, ich würde ihn fressen.

Lague: Warum würde er dir das glauben?

SCP-01-SUCHE: Ich habe seinen Assistenten gefressen.

Lague: Wirklich?

SCP-01-SUCHE: Mit einem Mal verschlungen.

Lague: Entzückend.

SCP-01-SUCHE: Mein Nasenloch hebt sich wie eine Schlange.

Lague: Magst du es, Menschen zu fressen?

SCP-01-SUCHE: Wahrscheinlich meine Lieblingsaktivität.

Lague: Ist das für dich okay?

SCP-01-SUCHE: Bist du Haien böse, wenn sie dasselbe machen?

Lague: Haie jagen nicht aktiv Menschen.

SCP-01-SUCHE: Ich habe nie gesagt, dass ich Menschen jage.

Lague: Jagst du Menschen?

SCP-01-SUCHE: Ja, vor allem Kinder. Ich mag es, im Türrahmen zu stehen, bis sie bemerken, dass ich da bin.

Lague: Versuchst du, eine Reaktion aus mir herauszulocken?

SCP-01-SUCHE: Kennst du meine Hot-Dog-Kanone? Die Würste, die ich da reinstecke, sind aus Menschenfleisch. Von den Menschen, die ich jage.

Lague: Bezaubernd.

SCP-01-SUCHE: Hast du je einen Meiner Hot Dogs auf dich geworfen bekommen?

Lague: Nein.

SCP-01-SUCHE: Sie sind aus Menschenfleisch.

Lague: Ich finde es weit ausgeholt, dass du eine lebende Kreatur bist, die so aussieht, fast 200 Jahre alt ist und Menschen frisst.

SCP-01-SUCHE: Ich finde es weit hergeholt, dass du nicht glaubst, dass ich dich fressen werde.

SUCHER.04

Eingegebene Universen: 30.124.610
Parameter: 'GROẞ' 'GRUSELIG' 'GEFÄHRLICH' 'MONSTER'


Entdeckung von Sucher: Die Anomalie wird in den Everglades in Florida, USA geortet.


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SCP-04-SUCHE bei seiner Entdeckung.

Gekürzte Beschreibung: SCP-04-SUCHE ist eine humanoide Anomalie, die zur Translokation durch das Raum-Zeit-Kontinuum befähigt ist.

TRANSKRIPT

Lague: Hallo?

SCP-04-SUCHE: Hey, was läuft, Mann?

Lague: Lebst du hier?

SCP-04-SUCHE: Nein. Ich entspanne mich nur.

Lague: Wie bist du hierhergekommen?

SCP-04-SUCHE: Ich mag es, mich zu teleportieren.

Lague: Ist das alles?

SCP-04-SUCHE: Ich kann durch die Zeit reisen.

Lague: Hast du irgendetwas Besonderes mit der Fähigkeit gemacht?

SCP-04-SUCHE: Hast du dich je gefragt, warum die Kindersterblichkeit so schlimm war, als es Ritter und Könige und so gab?

Lague: Nicht wirklich.

SCP-04-SUCHE: Ich reise in die Zeit zurück, um Kinder zu essen.

Kontext: Direktor Lague hält eine Sitzung mit denjenigen, die bei den ersten Sucher-Tests dabei waren.

TRANSKRIPT


«BEGINN DES PROTOKOLLS»

Lague: Was zum Teufel habt ihr gemacht?

Leitender Ingenieur Hartwell: […] Die Maschine gebaut, die du wolltest?

Lague: Warum zur Hölle pumpt sie Kannibalen aus?

Ingenieur Wackerman: Vielleicht assoziiert die KI Kannibalen stark mit dem gefährlichen Parameter.

Leitender Ingenieur Hartwell: Vielleicht musst du spezifischer sein.

Lague: Vielleicht hätte ich euch gegenüber spezifischer sein sollen. Diese Maschine soll nicht irgendein Ding finden, dass man einfach in ein Schließfach packen kann und fertig.

Leitender Ingenieur Hartwell: Das war nicht in den Spezifizierungen.

Lague: Lies zwischen den verdammten Zeilen!

Coix: Paul, du verhältst dich lächerlich.

Lague: Nein, nein, tue ich nicht. Dieses Projekt repräsentiert Milliarden von Dollar. Dieses Projekt repräsentiert mich. Ich muss zeigen, dass es eine apokalyptische Bedrohung finden kann, bevor diese irgendeinen Schaden anrichtet.

Coix: Wer hat das gesagt?

Lague: Wer hat was gesagt?

Coix: Dass du eine apokalyptische Bedrohung finden musst. Die Aufseher?

Lague: Ich muss sie finden. Ich! Ich werde hier nicht mit einem Milliarden-Dollar-Stück Paratech sitzen, das nur Baby-fressende Tickle-Me-Elmos ausspuckt. Versteht ihr, wie dumm ich aussehen würde?

Coix: Du musst dich beruhigen.

Lague: Ant, ich bin so kurz davor, dich zu 120 zu schicken. Jim, was ist das Limit bei der Anzahl von Universen, die dieses Ding scannen kann?

Leitender Ingenieur Hartwell: Du bist schon fast da mit 35 Millionen.

Lague: Ich möchte, dass diese Zahl erhöht wird.

Leitender Ingenieur Hartwell: Bist du verrückt? Ich kann das nicht einfach machen. Das ganze Ding muss neu zusammengebaut werden.

Lague: Warum?

Leitender Ingenieur Hartwell: Technisch gesehen, und vielleicht, kann ich die Zahl auf 40 hochschrauben. Aber an diesem –

Lague: Also kannst du die Zahlen ändern.

Leitender Ingenieur Hartwell: Ja.

Lague: Was ist das Limit?

Leitender Ingenieur Hartwell: Es gibt keins. Hör mal, die Stabilität dieser Maschine –

Lague: Du hast sie verdammt nochmal gebaut, Jim. Du wirst sie reparieren, wenn sie kaputt geht. Herrgott nochmal.

Leitender Ingenieur Hartwell: Ich werde nicht das universelle Limit ändern.

Lague: Wie du willst. Damit habe ich kein Problem.

Coix: Warte mal, bevor du etwas Dummes machst. Bist du nicht im Ingenieurswesen durchgefallen?

Lague: Fang an, Polnisch zu lernen.

«ENDE DES PROTOKOLLS»

SCP-8000 schwebt weg und holt 18 ledergebundene Bücher. Alle haben das Emblem vom Logo der SCP Foundation.

SCP-8000: Du bist seit inzwischen acht Jahren Standortdirektor. Darüber hinaus bist du außergewöhnlich jung für diese Position, nicht wahr? Trotz deiner Erscheinung.

Lague: Ja. Danke.

SCP-8000 nimmt ein Buch und blättert seine Seiten durch.

SCP-8000: Du bist ziemlich schnell die Ränge hochgeklettert, hauptsächlich durch deine Freundschaften mit wichtigen Leuten.

Lague: Richtiger Selbstvertrauensbooster.

SCP-8000: Das ist keine Kritik, Herr Paul. Es sind Fakten. Du warst nicht unqualifiziert, aber du hast diese Qualifikationen nur wegen den Chancen bekommen, die dir Personen wie Frau Moose oder Herr McInnis gegeben haben.

Lague: Jeder hätte an meiner Stelle stehen können. Niemand hat mich gezwungen, die Arbeit zu machen, die ich erledigen musste, und niemand war in einer Position, um Direktor zu werden, als ich genommen wurde.

SCP-8000: Warum bist du ein Standortdirektor?

Lague: Was soll ich jetzt machen? Angeben? Ich war der qualifizierteste Typ für die Position. Ich weiß nicht. Ich war zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

SCP-8000: Denke an unseren Ehrlichkeitspakt, Herr Paul. Hier ist eine Konversation zwischen dir und Herrn Anthony von 1993.

Lague: Sie haben diesem schleimigen Idioten seinen eigenen Standort gegeben.

Coix: Die Häuser haben seit den 40ern mit den Tartaren2 zu tun gehabt. Es musste so kommen.

Lague: Nein, das ist Unsinn, Ant. Wie ist das fair?

Coix: Ich habe nie behauptet, dass es das wäre.

Lague: Er ist zwei gottverdammte Jahre jünger als ich! Was zum Teufel?!

Coix: Ich weiß nicht, warum du dich so aufregst. Du bist mit 25 ein leitender Forscher. Ich hatte erst mit 34 allein die Aussicht auf ein eigenes Projekt, ganz zu schweigen vom Titel des leitenden Forschers.

Lague: Ich war in einem einseitigen Krieg mit Randall, seit ich dieser Organisation beigetreten bin. Er hat jetzt die Oberhand über mich.

Coix: Herrgott nochmal. Du bist manchmal unmöglich. Reiß dich zusammen und erledigen den Berg an Papierkram in deinem Büro. Hier zu sitzen und dich bei mir zu beschweren wird dich nicht zum Aufseher machen.

Lague: Ich war jung und eifersüchtig.

SCP-8000: Warum warst du eifersüchtig? War Herr Randall nicht ein Freund von dir?

Lague: Ja.

SCP-8000: Hasst du Herrn Randall?

Lague: Ich hasse ihn nicht. Ich habe ihn nie gehasst. Er war von Anfang an ein Mentor für mich.

SCP-8000: Aber du warst so hasserfüllt in diesem Moment.

Lague: Mein Gott, was ist falsch mit mir?

(SCP-8000 starrt Lague intensiv an.)

Lague: Ich dachte, ich hätte zuerst ein Direktor werden sollen.

SCP-8000: Warum?

Lague: Weil ich dachte, es würde jede verdammte Unsicherheit auslöschen, die ich habe. Wenn ich ihn übertrumpft hätte, könnte niemand mich anschauen, als würde ich nicht hierhergehören.

SCP-8000: Du hast letztendlich trotzdem einen eigenen Standort bekommen.

Lague: Das habe ich, aber dann hat es sich wie ein Trostpreis angefühlt. Scheiße, Mann. Was tue ich mir selbst an?

SCP-8000: Es war nicht gut genug?

Lague: Das war es – Das hätte es sein müssen. Ich – Ich wollte etwas Wichtiges schaffen – etwas machen, bei dem ich meinen Namen oben drauf packen kann. Mein ganzes Leben lang war ich immer einen verdammten Schritt hinterher. Alles, was ich jemals, jemals wollte, war, dass ich auch nur das kleinste Stück Anerkennung bekomme. Du hast das gesehen!

SCP-8000: Denkst du nicht, dass es ein bisschen lächerlich ist zu glauben, dass eine Organisation, die die Verantwortung der größtmöglichen Sicherheit des Universums trägt, jemandem einen Standort als "Trostpreis" geben würde?

SCP-8000 blättert zu einer anderen Seite.

Lague: Ich brauche hierfür deine Meinung, da du ja eine Anomalie bist. Eindämmungszeugs.

SCP-5595: DIE ART, WIE DU DAS WORT GESAGT HAST, LÄSST ES WIE EIN SCHIMPFWORT WIRKEN.

Lague: Ich habe hier gerade einen Nervenzusammenbruch. Mach mal halblang. Schau mal, einer der Nachwuchsforscher hat sich dazu entschieden, heute eine Grippe zu bekommen, und niemand sonst kann bei diesem langweiligen Projekt für ihn einspringen.

SCP-5595: WAS IST DAS PROJEKT?

Lague: Ein Toaster, der das Brot, das man hineinsteckt, mit anderen Brotsorten ersetzt. Eintrag im Log an anomalen Objekten.

SCP-5595: ICH HOFFE, DU SIEHST DAS DING ALS MIR UNTERLEGEN.

Lague: Seit wann bist du so unsicher?

SCP-5595: ICH AHME DICH NACH.

Lague: Ich kann nicht glauben, dass ich hier sitze und diesen Unsinn abtippe. Ich bin ein Direktor. Das sollte nicht meine tägliche Arbeit sein.

SCP-5595: HAST DU JE IN DEINEM LEBEN JEMANDEN ANGEFÜHRT? DEIN JOB IST ES, DIE KRÜMEL AUFZUSAMMELN, WENN DIE RESTLICHEN MÄUSE SIE NICHT ALLE ESSEN KÖNNEN. SIE – ICH – BEZAHLEN DICH NICHT, UM HERUMZUSITZEN UND NUR ZU ARBEITEN, WENN DIE WELT KURZ DAVOR IST, ZU EXPLODIEREN. ICH WAR IN DIESEM JOB BESSER ALS DU UND ICH WURDE SCHON NACH EINEM TAG GESTÜRZT.

SCP-8000: Du hast bekommen, wonach du gejagt hast, und es ist immer noch nicht gut genug.

Lague: Ich kann das nicht mehr. Können wir bitte aufhören? Ich verstehe es. Ich verstehe, was du versuchst, mir zu sagen, ich schwöre.

SCP-8000: Bist du dir sicher? Du sagtest, du wolltest Anerkennung, aber du wirst anerkannt. Du warst bereits erfolgreich, bevor du Standortdirektor geworden bist. Herr Anthony hat es selbst gesagt: du hast einen sehr hohen Rang in einem sehr jungen Alter erreicht, aber das war nicht gut genug, also bist du weiter gegangen. Als du Standortdirektor geworden bist, war die Verantwortung, die damit einhergeht, nicht das, was du erwartet hast. Es war eine Zeit lang in Ordnung, weil die Neuheit noch nicht abgeklungen ist.

Lague: Die Anerkennung ist egal, wenn die Jagd mich in das größte Arschloch der Welt verwandelt. Ich bin an der Decke. Ich habe alles, was ich wollte, seit ich ein Kind war – Geld, Macht, Respekt, Freunde, die sich um mich kümmern – und es ist immer noch nicht genug. Was gibt es von hier aus überhaupt noch zu erreichen? Darüber gibt es nichts.

SCP-8000: Du hast Recht. Es gibt nicht viel mehr zu erreichen. Trotzdem wirst du versuchen, danach zu greifen.

GEBORGENE DOKUMENTE 8000.9-10

22.03.2024

Kontext: Ein gekürzter Katalog der von Sucher gefundenen Anomalien. Forts.

SUCHER.13

Eingegebene Universen: 629.814.230
Parameter: 'LEBENDIG' 'INTELLIGENT' 'WAFFE' 'ALT'


Entdeckung von Sucher: Die Anomalie wird in einer Wüste in Nevada geortet.


spaghettijones.png

SCP-13-SUCHE.

Gekürzte Beschreibung: SCP-13-SUCHE ist ein intelligenter Humanoid, der weit verbreiteten Darstellungen von Cowboys in den Medien ähnelt. SCP-13-SUCHE besteht vollständig aus Spaghetti.

TRANSKRIPT

SCP-13-SUCHE: Howdy, Partner.

Lague: Was ist dein Deal?

SCP-13-SUCHE: Hast du einen Namen?

Lague: Komm schon, bitte. Was ist dein Deal?

SCP-13-SUCHE: Du beeilst dich, um nirgendwo hinzukommen, mein Freund. Mein Name ist Spaghetti Jones und das ist mein Pferd, Ricky-Tony.

(SCP-13-SUCHE und sein Pferd neigen ihren Kopf im Einklang.)

Lague: Was machst du?

SCP-13-SUCHE: Ich gehe dorthin, wo der Wind mich hinträgt.

Lague: Also machst du nichts.

SCP-13-SUCHE: Ich schätze, das kann man so sagen. Es ist ein friedvolles Leben.

Lague: Was isst du?

SCP-13-SUCHE: Essen.

Lague: Was zum Beispiel? Was ist dein Lieblingsgericht?

SCP-13-SUCHE: Ich mag ein gutes, saftiges, blutiges Steak.

Lague: Von Kühen?

SCP-13-SUCHE: Ich glaube nicht, dass sie Steak von irgendeiner anderen Kreatur machen.

Lague: Okay. Du bist ein Typ aus Spaghetti, der glaubt, es wäre 1870.

SCP-13-SUCHE: Es ist nicht 1870?

Lague: Wenn du ich wärst und nach etwas Außergewöhnlichem suchen würdest, wärst du froh, wenn du dich findest?

SCP-13-SUCHE: Ich bin mit mir selbst zufrieden. Ich denke, ich bin ein netter Kerl. Ricky-Tony ist auch ein netter Gefährte. Ich bin zufrieden. Ist das so schlimm?

Lague: Das habe ich nicht gefragt.

SCP-13-SUCHE: Bist du dir da sicher, Partner? Bist du glücklich mit dir selbst?

Lague: Ich bin nicht glücklich, dass ein Milliarden-Dollar-Stück Technologie dich gefunden hat.

SCP-13-SUCHE: Nun, ich habe nicht darum gebeten, gefunden zu werden. Das war auch keine Antwort auf meine Frage.

Lague: Du bist nicht gut genug, tut mir leid.

SCP-13-SUCHE: Mein Freund, so unhöflich du auch warst, ich hoffe, du hast einen schönen Abend.

(SCP-13-SUCHE und sein Pferd neigen ihren Kopf im Einklang und entfernen sich von Lague.)

SUCHER.22

Eingegebene Universen: 932.143.994
Parameter: 'LEBENDIG' 'KETER' 'FEINDSELIG' 'ROBOTISCH'


Entdeckung von Sucher: Die Anomalie wird in einem Wohnhaus in New York City, New York, USA geortet.


elmo3.png

SCP-22-SUCHE.

Gekürzte Beschreibung: SCP-22-SUCHE ist ein intelligentes Tickle-Me-Elmo-Spielzeug.

SCP-22-SUCHEs Intelligenz kann nur nach einem direkten Gesprächsversuch in Kombination mit einer kitzelnden Bewegung auf seinem Bauch beobachtet werden. Obwohl es wie der fiktive Charakter Elmo spricht, weist SCP-22-SUCHE keine Ähnlichkeiten zur Persönlichkeit des Charakters auf.

Lague: Frisst du Kinder?

(Lague kitzelt SCP-22-SUCHE.)

SCP-22-SUCHE: Hah-hah-hah. Hah-hah-hah. Nein. Bist du krank im Kopf?

Lague: Es waren ein paar lange Tage.

(Lague kitzelt SCP-22-SUCHE.)

SCP-22-SUCHE: Hah-hah-hah. Hah-hah-hah. Elmo weiß nicht, welches Monster Kinder fressen würde. Elmo bleibt bei den Erwachsenen. Viel mehr Fleisch.

Kontext: Dr. Cimmerian hat Direktor Lague zu einem Notfalltreffen gerufen.

«BEGINN DES PROTOKOLLS»

Lague: Jer, ich werde ehrlich mit dir sein, es gibt nichts, was du sagen kannst, das mich nicht wütend macht.

Cimmerian: Ich weiß nicht, wie sanft ich sein muss. Ich mache mir Sorgen um dich –

Lague: Ich habe das alles den ganzen letzten gottverdammten Monat vollkommen selbstständig gemacht. Du wolltest, dass ich die Arbeit mache, die ich machen muss. Ich suche nach den gefährlichsten Anomalien, die wir noch nicht eingesperrt haben, und ich sperre sie ein.

Cimmerian: Du hast 25 Anomalien gefunden, von denen die meisten ein Verlangen nach Menschenfleisch haben.

Lague: Oh mein Gott. Ich hätte gedacht, dass gerade du verstehen könntest, wie grundlegende Wissenschaft funktioniert! Ich arbeite daran. Bevor du mich zu diesem Treffen gezwungen hast, war ich fast mit den letzten Anpassungen fertig.

Cimmerian: Was genau willst du finden? Einen Gott?

Lague: Das wäre nicht das Schlimmste.

Cimmerian: Und dann was? Ihn auch ganz allein einsperren? Du musst diese ganze Situation neu evaluieren.

Lague: Ich stehe kurz davor, jedes Problem in meinem Leben zu lösen.

Cimmerian: Ich habe mich mit den Ingenieuren getroffen. Sie sind überzeugt, dass, wenn du über die 1-Milliarde-Universen-Grenze gehst, es sehr, sehr schlecht enden wird. Du hast eine tickende Zeitbombe in deinem Standort. Verstehst du die Gefahr, in die du dich und andere bringst?

Lague: Ich bin nach heute fertig. Ich habe ein paar Parameter geändert und es wird mir genau das geben, wonach ich gesucht habe. Letztes Mal, Pfadfinderehrenwort. Man sieht sich!

(Direktor Lague verlässt den Raum.)

«ENDE DES PROTOKOLLS»

Kontext: Direktor Lague beruft eine Besprechung mit dem gesamten Personal von Standort-322 ein, um die nächste von Sucher gefundene Anomalie zu präsentieren.

«BEGINN DES PROTOKOLLS»


Vorwort: Lague hat das gesamte Personal von Standort-322 zum Sucher-Labor gerufen.


Lague: Ihr fragt euch sicherlich, warum ich alle hierher beordert habe. Heute finde ich meine krönende Errungenschaft. Die Anomalie, die diese wundervolle Maschine heute findet, wird kein Kannibale sein, sondern stattdessen mein, und damit euer, Magnus Opus sein.

(Vereinzelter Applaus.)

Lague: Dies war eine Menge Arbeit. Viel zu viel, könnten manche sogar sagen. Ich habe Sucher perfekt kalibriert –

Coix: Das Ding wird explodieren.

Lague: Musst du so düster sein? Alles ist vorbereitet; die Parameter sind drinnen und ich habe sogar die Stabilität rekonfiguriert, um das Wurmloch mit einzuberechnen.

Leitender Ingenieur Hartwell: WAS?

Lague: Alles, was ich tun muss, ist, diesen Knopf zu drü–

(Die Videoübertragung endet.)

«ENDE DES PROTOKOLLS»

Das Paar wandert in den dunkelsten Teil des Ganges. Die Kugeln aus goldenem Licht fehlen und wurden von kleinen, schwachen Lichtern ersetzt, die schwebenden Glasscherben ähneln.

SCP-8000: Dir ist das noch nicht passiert. Ich habe dich schon vorher herausgepflückt, aber du hast die Entscheidungen getroffen, die uns hierhergeführt haben.

Die Regale werden immer leerer.

SCP-8000: All das wird passieren, wenn ich dich jetzt entlasse und allein gehen lasse. Erinnerst du dich an deine Besprechung, bevor ich mich eingemischt habe?

Lague: Nein. Ich meine, ich erinnere mich an die Besprechung, aber nicht an die Details.

SCP-8000: Ich wundere mich immer, warum das meinen erschöpften Reisenden passiert. Die Vergesslichkeit.

SCP-8000 und Lague nähern sich dem letzten Regal. Unermessliche Leere füllt das Nichts dahinter. Ein einziges Buch steht auf diesem Regal. Es ist weiß und hat keine Umschlagrückseite, da diese weggebrannt zu sein scheint.

SCP-8000: Lies es.

Eine Diskussion mit einem besorgten Freund.

Eine halbherzige Intervention.

Ein Projektvorschlag.

Unehrlichkeit vor dem Aufsichtsrat.

Die unverfrorene Hartnäckigkeit eines Mannes und der Glaube, er wäre der Einzige, der sich selbst helfen kann.

Vier Kreaturen, die nicht den unerreichbaren Standard erreichen.

Der sture Charakter eines Mannes entlädt sich im Angesicht der letzten Person, die ihm die Hand reicht.

Ein vermeidbarer Fehler.


Direktor Lague und SCP-8000 tauchen in einem Krater entlang der Bank eines Schleusenflusses auf. Kristalline Scherben sowie ein Haufen von Beton, Bewehrungsstahl und Glas liegen um sie herum. Die Luft ist heiß und riecht nach Schwefel. Lague schaut auf seine Umgebung und greifbare Angst ist in seinem Gesicht zu sehen.

SCP-8000: Weißt du, wo wir sind?

Lague: Ich –

SCP-8000: Du weißt es und ich weiß, dass du es weißt.

[…]

Lague: Was ist passiert?

SCP-8000: Die Sucher-Maschine hatte einen Zusammenbruch, Herr Paul. Sie ist in sich selbst kollabiert. Wurmlöcher sind eine launische Sache, das weiß ich. Höchst instabil, aber du hast es so aufgebaut, dass es einer Menge standhalten konnte. Du konntest an dieser Grenze vorbei mit deiner obsessiven Suche nach Ruhm. Du hast eine Kombination von Parametern eingegeben, die in keinem bekannten Universum existierte – etwas so Spezifisches, so Unmögliches – dass es zerbrochen ist.

Lague läuft umher und findet zerrissene Kleidung und Laborgeräte.

SCP-8000: Dein Standort ist weg.

Lague stößt auf Holzsplitter, die zu seinem Schreibtisch gehört haben.

SCP-8000: Deine Leute sind weg.

Er gräbt im Schlamm und findet sein Umhängeband für seine Standort-322-Schlüsselkarte.

SCP-8000: Du bist weg.

(Stille.)

SCP-8000: Herr Paul?

Lague: Du sagtest, das wird passieren. Also, ist es das?

SCP-8000: In der Zeitlinie, in der du mich nicht getroffen hast, ist es das.

Lague: Du hast es aufgehalten?

SCP-8000: Ich habe nichts aufgehalten, Herr Paul. Du hast nur wegen dieser Tragödie meine Aufmerksamkeit auf dich gezogen. Ich sehe jeden Tag Tod und Zerstörung; das hat fast immer mit Gruppen von Leuten zu tun, die Entscheidungen mit irgendeiner Vorgeschichte trafen, die ich mir anschauen und vielleicht ihre Beweggründe verstehen konnte, aber ich habe dir gesagt, dass du ein besonderer Fall bist. Ich habe mir deine Vorgeschichte angeschaut und gehofft, irgendein Auslöseereignis zu finden, das erklären könnte, was passiert ist, aber es gab keines. Bei jedem Schritt hast du wider besseren Wissens und gegen die Ratschläge von anderen gehandelt. Du hast deine schlimmsten Tendenzen zu einem unkontrollierbaren Wirbelsturm wachsen lassen und er hat das hier verursacht.

Lague: Warum? Lass mich es wiedergutmachen, bitte! Ich kann das in Ordnung bringen. Ich kann es. Ich weiß, dass ich das kann. Du kannst mir diese Chance geben, nur – bring mich einfach zurück!

SCP-8000: Ich dachte, dass ich es vielleicht, vielleicht aufhalten könnte. Ich könnte eingreifen, gerade als du dich ins kalte Wasser stürzt, und versuchen, dich wieder ans Ufer zu ziehen. Cimmerian war deine letzte Rettung. Dort anzufangen hat sich nur natürlich angefühlt.

Lague: Oh mein Gott, ich kann das nicht glauben. Das passiert gerade nicht wirklich.

SCP-8000: Ich habe es versucht, Herr Paul. Glaub mir, aber du bist stur. Du warst für alles unempfänglich, was ich dir versucht habe zu zeigen.

Lague: Ich habe es verstanden. Ich habe alles verstanden; ich bin bloß ein Arschloch, das nicht in den verdammten Spiegel schauen kann. Ich bin ein Versager. Was heißt es am Ende, das zu wissen? Ich bin, wer ich bin. Ich werde nie zufrieden sein und das ist eine festgeschriebene Tatsache.

SCP-8000: Diese Art des Denkens hat dich nur hierhergeführt.

Lague: Ich kann das verdammt nochmal nicht allein in Ordnung bringen.

SCP-8000: Du kannst es auf eigene Faust in Ordnung bringen. Du musst dich selbst reflektieren; sehen, was ich sehe. Du hast Erfolg, aber du musst ihn wertschätzen.

Lague: Wie? Wie zum Teufel kann ich es in Ordnung bringen mit allem, was du gesehen hast?

SCP-8000: Ich sah ein Kind, das nicht an sich selbst glaubte, zu einem Mann werden, der nicht mit dem Gedanken klarkam, dass niemand sonst an ihn glauben würde. Trotz all dem, sieh dich mal jetzt selbst an.

SCP-8000 zeichnet mit einer Flosse ein Batman-Logo in den Sand. Lagues Augen füllen sich mit Tränen.

SCP-8000: Mir geht es nicht um Grausamkeit, Herr Paul. Lass uns diesen Ort verlassen.

SCP-8000 schließt das Buch. Das Paar kehrt zur Bibliothek zurück. Die Luft fühlt sich stiller an und die Lichtscherben sind verschwunden, wodurch sie sich in fast völliger Dunkelheit befanden.

Lague: Ich bin nicht zufrieden mit mir selbst. Das war ich nie.

Die Regale wackeln.

SCP-8000: Ich weiß.

Lague: Ich kann das nicht so geschehen lassen. Ich kann es nicht. Das – Ich bin verdammt nochmal nicht für so etwas geschaffen.

SCP-8000: Die meisten von uns sind das nicht, aber wir alle finden unseren Weg. Du hast das.

Lague: Ich kann all die Arbeit und Zeit nicht umsonst sein lassen. Ich kann nicht zulassen, dass all das, worauf ich hingearbeitet habe, zu einem Krater im Nirgendwo wird. Ich kann nicht diese hohle verdammte Schale sein, die die Probleme mit einem Lächeln überspielt, welche ich für mich selbst erschaffen habe.

SCP-8000: Vertraust du dir selbst?

Lague: Mein Gott, was ist falsch mit mir?

Die Regale wackeln stark. Das Geräusch von Büchern, die von den Regalen auf den Boden fallen, hallt durch die Gänge wider.

SCP-8000: Du magst deine Probleme haben, aber du hast die Möglichkeit, all das hier in Ordnung zu bringen.

Lague: Mein Gott. Ich hatte dort ein Leben und Freunde. Alles, wofür ich gearbeitet habe, war in diesem Gebäude. Das war mein Erfolg. Das hier ist mein Erfolg. Ich habe mehr Zeit damit verbracht, darüber zu jammern, dass ich mir selbst nicht in den Spiegel schauen konnte, als darüber, was ich gemacht habe.

Der Boden unter dem Paar rumpelt. Der Bodenbelag unter Lague bekommt Risse, als würde er von einer großen Kraft getroffen werden. Mehr Bücher fallen hinter ihnen herunter und klingen wie ein Hagelsturm. Die Reben und Blätter auf den Regalen schaukeln, als würden sie von orkanartigen Winden verweht werden.

SCP-8000: Vertraust du dir selbst?

Lague: Ich kann so nicht mehr leben. Ich bin es leid, mich so zu fühlen, als wäre ich nicht gut genug. Ich kann nicht jemanden ansehen, der glücklich ist, und mich schrecklich fühlen, anstatt dass ich mich auch glücklich fühle. Ich bin gut genug. Ich war schon immer gut genug.

Plötzlich werden die leeren Regale hinter Lague von Licht erfüllt. Das Rumpeln hört auf. Die Bücher schweben auf ihre ursprünglichen Plätze auf den Regalen zurück. Die Blätter kehren zu ihrem ursprünglichen Zustand zurück. Die Risse bleiben unter Lague.

SCP-8000: Herr Paul. Vertraust du dir selbst?

Lague: Ich vertraue mir selbst. Ich kann das in Ordnung bringen.

SCP-8000: Da haben wir's.

Die zuvor leeren Regale sind nun mit Hunderten weißer Bücher in verschiedenen Größen und Formen gefüllt. Lague schaut sie bewundernd an.

Lague: Was ist das?

SCP-8000: Das sind ungeschriebene Erinnerungen. Dein Leben endet nicht mehr vorzeitig. Also, du kannst jetzt zu deinem Zuhause zurückkehren, zu deinen Freunden und deiner Arbeit. Du kannst auf deine eigene Art und Weise erfolgreich sein und diese Bücher füllen.

Lague: Alles ist festgeschrieben?

SCP-8000: Nein, Herr Paul. Dies sind leere Bücher, die noch geschrieben und mit Entscheidungen gefüllt werden müssen, die du triffst. Du darfst zurückkehren und jeden Ratschlag und jede Information, die ich dir gegeben habe, ignorieren, und diese Bücher werden wieder verschwinden. Oder du kannst zurückkehren und mir etwas mehr Lesestoff geben, mit dem ich mithalten muss. Das ist ganz dir überlassen.

GEBORGENE DOKUMENTE 8000.9-10

22.03.2024

Kontext: Dr. Cimmerian hat Direktor Lague zu einem Notfalltreffen gerufen.

«BEGINN DES PROTOKOLLS»

Lague: Jer, ich werde ehrlich mit dir sein, es gibt nichts – Oh, Scheiße. Oh mein Gott!

(Direktor Lague sitzt gegenüber von Dr. Cimmerian.)

Cimmerian: Du bist manisch.

Lague: Wahrscheinlich. Oh, Gott sei Dank.

Cimmerian: Schau mal, Paul, ich weiß nicht, wie sanft ich sein muss. Ich mache mir Sorgen um dich. Was ich letzten Monat gesehen und gelesen habe, lässt dich ungeeignet für diese Position wirken. Dieses Projekt ist eine tickende Zeitbombe. Ich mache mir Sorgen um die Sicherheit von allen an diesem Standort und vor allem um deine Sicherheit.

Lague: Ich weiß, du hast Recht.

Cimmerian: Meinst du das ernst?

Lague: […] Ja.

Cimmerian: Oh. Alles klar. Ich habe das Gefühl, ich würde dich in selbst auferlegter Stille leiden sehen. Bitte, und zum letzten Mal, sag mir, was los ist.

Lague: Ich –

[…]

Lague: Ich hätte auf dich hören sollen. Ich weiß, dass du versucht hast zu helfen.

Cimmerian: Das tue ich immer noch.

Lague: Es tut mir leid, dass ich das alles weggestoßen habe, nicht nur dich, sondern von allen. Mein ganzes Leben lang war ich in diesem Kreislauf der Eifersucht und Unsicherheit gefangen. Ich bin nur wegen Leuten entkommen, die sich ehrlich Sorgen um mich gemacht haben.

Cimmerian: Nun, ich werde hier nicht sitzen und so tun, als hätte ich das hier erwartet.

Lague: Du hast keine verdammte Ahnung, womit ich gerade zu tun hatte. Da war dieser Seehund und – und –

(Cimmerian hebt eine Augenbraue.)

Lague: Ich bin nicht verrückt. Da war ein Seehund und ich bin in diese Bibliothek gegangen –

Cimmerian: Soll ich jemanden rufen?

Lague: Scheiß drauf. Ist egal.

Cimmerian: Ich bin sehr verwirrt.

Lague: Vor ein paar Wochen hast du mir gesagt, du seist hier, um mir zu helfen.

Cimmerian: Und das bin ich immer noch.

Lague: Die ganzen Probleme begannen, als ich meinen 001-Vorschlag beendet habe.

Cimmerian: Das sind große Errungenschaften. Soweit ich weiß, warst du damit glücklich.

Lague: Ja, ich war glücklich. Es war meine krönende Errungenschaft. Ich habe ihn fertiggestellt und veröffentlicht, aber – also – das war's. Er wurde gut von meinen Kollegen angenommen, ich habe den Genehmigungsstempel vom Rat bekommen und ich bin durch die verdammte Hölle gegangen, um ihn fertigzustellen. Die harte Arbeit hat sich ausgezahlt. Sobald ich den Veröffentlichungsknopf gedrückt habe, war ich ganz oben. Dann … war es das einfach. Es war vorbei. Dann war ich wieder in der realen Welt zurück, wo ich einfach nur zurück war – Ich steckte einfach fest in der regulären monotonen Arbeit.

Cimmerian: Du verstehst doch, dass nicht alles, woran du arbeiten wirst, diese großen Projekte sein werden, oder?

Lague: Nein – Ich meine, ich tue das jetzt. Ich hatte das Gefühl, als wäre es von dort nur noch bergab gewesen.

Cimmerian: Das ist verständlich. Du bist zu deiner normalen Arbeitslast zurückgekehrt, das könnte einen kalt erwischen.

Lague: Ich hatte das Gefühl, als hätte ich den Höhepunkt meiner Forschung nach acht Jahren als Direktor erreicht. Acht Jahre! Ich konnte dieses Gefühl des allumfassenden Entsetzens nicht abschütteln. Wir haben Leute in der Foundation, die unsterblich sind. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass der Rest meines Lebens, oder eines verlängerten Lebens, damit verbracht werden könnte, einen Höhepunkt zu jagen, der nie wieder kommen könnte. Unabhängig davon, was du als 'größeres Projekt' siehst, etwas wie die Veröffentlichung eines Vorschlags setzt neue Standards und Erwartungen und ich konnte sie nicht erfüllen. Ich werde sie nie erfüllen können.

Cimmerian: Und das ist –

Lague: Es war, als würden die tagtäglichen Aufgaben – die Dinge, die Trittsteine in diesen größeren Errungenschaften waren, zu einem nie endenden Kreislauf werden – eine nie endende Erinnerung daran, dass ich nicht mehr da war. Die Verantwortlichkeiten kamen zurück und erinnerten mich nur daran, dass diese große Errungenschaft nur eine kurze Pause war. Ich kam damit nicht klar.

Cimmerian: Das verstehe ich. Ich wäre ein Lügner, wenn ich dir sagen würde, du wärst die einzige Person, die so fühlt.

Lague: Ich weiß, aber so fühlt es sich nie so an.

Cimmerian: Das stimmt.

Lague: Weißt du, was ich realisiert habe?

Cimmerian: Hm.

Lague: Das war nie mein Vorschlag. Ich habe nichts gelöst. Der einzige Grund, warum ich etwas Erfolgreiches aus diesem Riesendurcheinander bekommen konnte, war, weil jeder hier hinter mir stand und glaubte, dass ich etwas Vernünftiges hatte. Sie waren diejenigen, die mit mir an den Sicherheitsmaßnahmen gearbeitet haben; sie waren diejenigen, die meine Nerven beruhigt haben, als ich dachte, ich würde diesen Job verlieren und sie waren diejenigen, die ich während dieser ganzen Scheiße, die ich im letzten Monat geschaffen habe, ignoriert habe. Ich wünschte, ich hätte das verdammt nochmal früher gesehen.

Cimmerian: Du hast die Chance, das jetzt in Ordnung zu bringen.

Lague: Ich weiß. Ich weiß, dass ich dieses Gefühl nie loswerde; ich habe es mein ganzes Leben lang gehabt und es hat mich auf Höhen gebracht, die ich mir nie hätte vorstellen können. Ich konnte nicht die Selbstzerstörung sehen, die damit einherkam; die verlorenen Beziehungen, die verlorene Zeit, das allumfassende Gefühl, dass es nie besser werden wird. Ich kann damit klarkommen. Ich konnte das seit Tag eins, aber ich bin beim ersten Mal daran zerbrochen. Es kann nicht nochmal passieren. Das werde ich nicht zulassen.

Cimmerian: Paul, am Ende des Tages, abgesehen von all der Politik und dem Unsinn, den wir uns selbst und anderen auferlegen, sind deine Standards, was du aus ihnen machst.

Lague: Gott, das weiß ich. Das musst du mir nie wieder sagen.

«ENDE DES PROTOKOLLS>

Kontext: Direktor Lague beruft eine Besprechung mit dem gesamten Personal von Standort-322 ein.

«BEGINN DES PROTOKOLLS»


Vorwort: Lague hat das gesamte Personal von Standort-322 zum Sucher-Labor gerufen.


Lague: Ich weiß, dass ich ein Arschloch war.

SCP-5595: HUSTGERÄUSCH. IMMER NOCH BIST. HUSTGERÄUSCH.

Lague: Danke. Ich habe versagt. Ich habe auf ganzer Linie versagt. Es tut mir leid; ich weiß, dass ihr alle nur mein Bestes im Sinn hattet. Ich war in meinem eigenen Kopf und habe das zum Problem von allen gemacht, aus dem einzigen Grund, dass ich es konnte. So verhält sich kein Anführer.

Coix: Paul, so sehr wir das auch wertschätzen, die Maschine ist immer noch instabil.

Lague: Ich weiß. Ihr habt keine verdammte Ahnung, wie instabil sie ist.

(Gemurmel unter dem Personal.)

Lague: Es wird alles in Ordnung sein. Bitte macht euch keine Sorgen. Da war dieser Seehund – ach, egal. Ich werde verrückter klingen, als ich es sowieso schon war. Wir werden das gemeinsam in Ordnung bringen.

Leitender Ingenieur Hartwell: Wir müssen ihren universellen Schwellwert auf nichts senken und sie dann reaktivieren. Das wird alles wieder stabilisieren.

Lague: Verstanden.

(Lague aktiviert Suchers Benutzeroberfläche. Er senkt die Anzahl der Universen, die gescannt werden sollen, auf 1.)

Lague: Ist das so richtig?

Leitender Ingenieur Hartwell: Ja. Reaktiviere sie jetzt.

SUCHER.25

Eingegebene Universen: 1
Parameter: N/A


Entdeckung von Sucher: Die Anomalie wird im Himmel über Standort-322 geortet.

Coix: Das ist schon etwas.

Lague: Das ist sie.

«ENDE DES PROTOKOLLS»

Objekt-Nr.: 8000
Level 1
Eindämmungsklasse:
sicher
Sekundärklasse:
none
Störungsklasse:
none
Risikoklasse:
none

sealsky.png

SCP-8000.


Sicherheitsmaßnahmen: SCP-8000 ist derzeit nicht eingedämmt.

Beschreibung: SCP-8000 ist eine nicht identifizierte Entität, die einem verlängerten Seehund (Phoca vitulina) ähnelt und dessen Länge auf 75 bis 150 m geschätzt wird. SCP-8000s genaue anomalen Eigenschaften sind unbekannt; basierend auf Augenzeugenberichten ist SCP-8000 zu selbst angetriebenem Flug durch unbekannte Mittel fähig.

Der Ursprung von SCP-8000 ist unbekannt, da die Entität kurz nach ihrer Entdeckung verschwand. Ein Flugzeug der Foundation wurde zu SCP-8000s letzten bekannten Position ausgesandt, es fand jedoch nur einen kleinen, sich selbst reparierenden, womöglich extradimensionalen Riss in der Realität.








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