SCP-738
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Objekt Nr.: SCP-738

Klassifizierung: Keter

Sicherheitsmaßnahmen: SCP-738 muss in drei miteinander verbundenen, versiegelten Kammern mit bewaffneten Wachen und einem fernzündbaren Detonationssystem gehalten werden, sowie unter ständiger Audio- und Videoüberwachung stehen. Aufgrund der Vielfalt und Stärke von beobachteten Interaktionen mit SCP-738 und den unbekannten Grenzen von SCP-738 müssen die folgenden Prozeduren strikt befolgt werden.

Wenn SCP-738 nicht benutzt wird, muss jede einzelne seiner Komponenten in einer eigenen Kammer aufbewahrt werden. Zur Montage und Demontage von SCP-738 müssen die mechanischen Mittel verwendet werden, die in dem Eindämmungsbereich verbaut sind.

Sollten mechanische Montagewerkzeuge versagen, müssen Tests abgebrochen werden, bis ein mit einem Explosionshalsband versehener Ingenieur zur Reparatur der Systeme hinein geschickt werden kann. Besagter Ingenieur muss bei jeglichem Versuch der Interaktion mit einer der Komponenten von SCP-738 detoniert werden.

Sollte die mechanische Demontage fehlschlagen, müssen vorgeformte Sprengladungen zum Demontieren von SCP-738 verwendet werden. Das System sollte dann von einem einzelnen mit einem Explosionshalsband versehenen Ingenieur repariert und zurückgesetzt werden.

Jegliches Klasse D Personal, das für Tests an dem Gerät verwendet wird, muss etwas geistig zurückgeblieben sein, oder über vergleichsweise eingeschränkte kognitive Funktion verfügen und mit einem Explosionshalsband ausgestattet werden. Dies dient dem Zweck zu verhindern, dass sie zu viel über SCP-738 lernen und womöglich SCP-738 auf eine für die Foundation schädliche Weise benutzen.

Klasse D Personal mit einem IQ über 60 und jegliches andere Personal dürfen nicht in dem Raum sein, in dem sich SCP-738 befindet. Klasse D Personal ist ausschließlich zu Testzwecken in dem Raum gestattet, in dem sich SCP-738 befindet, und muss kontinuierlich Anweisungen vom Forschungspersonal erhalten.

Beschreibung: SCP-738 besteht aus drei Komponenten. Ein zusammenpassender Satz von Mahagoni Möbeln, einschließlich eines (1) Tischs, derzeit bezeichnet als SCP-738-1, eines (1) Stuhls mit gerader Rückenlehne, derzeit bezeichnet als SCP-738-2, und eines (1) prunkvollen Bürostuhls im Stile eines “Throns”, derzeit bezeichnet als SCP-738-3, die alle mit Messing-Verzierungen und einer Polsterung aus Samt in königlichem Purpur versehen sind.

Der Effekt setzt ein, wenn eine empfindungsfähige Entität in SCP-738-2 “vor” SCP-738-1 sitzt und sich SCP-738-3 hinter SCP-738-2 befindet. Kameras zeigen, dass sich SCP-738-3 während des Effekts bewegt und sich regelmäßig in eine “entspannte Haltung” zurücklehnt, sowie sich näher zu SCP-738-2 hin oder weiter davon weg bewegt. Darüber hinaus zeigen Kameras Papiere und Ordner mit Papieren, die SCP-738-3s Schubladen verlassen. Die Papiere sind aus Pergament. Ein Federkiel und ein Fläschchen Tinte kommen aus der langen Schublade zum Vorschein. Der Federkiel wird auf dem Pergament schreiben.

Audio Rekorder zeichnen eine verzerrt sprechende Stimme auf. Diese Stimme wird Angebote und Versprechen machen, in dem Versuch den Besitzer von SCP-738-2 zu verlocken. Bedeutung ist der gesprochenen Stimme entnommen worden. Wenn während dieser Zeit, die Entität, die auf SCP-738-2 sitzt, eine Bitte äußert, werden die Verlockungen und Angebote enden. Es wird eine Pause geben und ein Preis genannt. Dieser kann verhandelt werden; jedoch wird die Stimme andere Entgelte von “gleichem Wert” fordern. Gelegentlich, wenn eine Bitte geäußert wurde, wird die Stimme dem Bittenden antworten, dass er “das Objekt nicht genug will” oder dass er “offensichtlich das Objekt für jemand anderen haben will, um den vollen Preis zu umgehen”, in welchem Fall die Bitte nicht erfüllt wird. Dies passiert am häufigsten bei Anfragen, die andere Menschen beeinflussen, oder um Besitz zu transferieren.

Die Vereinbarung anzunehmen führt zur wortgetreuen Erfüllung des Wunsches, auf den sich geeinigt wurde, jedoch nicht darüber hinaus. Des Weiteren werden somit die Ereignisse verursacht, welche als Bezahlung festgelegt wurden. Die Entität gab aktiv an, dass die besagten Vorkommnisse der Bezahlung dazu angedacht seien, ein Maß an emotionalen und/oder physischen Qualen zu verursachen, die dem Ausmaß der Begier des Antragsteller nach dem Erbetenen entspricht. Wie sich die Gleichheit berechnet ist derzeit unbekannt. Es wurde zudem angegeben, dass der Preis von jeglichem durch das Erfüllen der Anfrage hervorgerufenen Schmerz unabhängig ist. Siehe das Testprotokoll für Beispiele von bezahlten Preisen und Anfragen.

Als abschließende Notiz gab Personal auf dem Stuhl an, eine Entität auf SCP-738-3 sitzen zu sehen. Allerdings sind alle Versuche fehlgeschlagen, diese Entität zu beobachten, wenn man nicht auf SCP-738-2 saß. Zudem sind weitere Beschreibungen der Entität zwischen den einzelnen Sitzungen widersprüchlich, selbst bei mehreren Sitzungen mit derselben Person. Als sie danach gefragt wurde, behauptete die Entität, dass sie jedes Mal dieselbe Entität sei. Einige regelmäßige Beschreibungen der Entität beinhalten “verführerisch” und “charmant”. Zeitlich nah beieinander liegende Sitzungen mit derselben Person berichteten ähnliche oder identische Erscheinungen der Entität. Zeitlich nah beieinander liegende Sitzungen mit unterschiedlichen Personen berichteten unterschiedliche Erscheinungen der Entität. Beschreibungen der Stimme stimmen nicht mit der Stimme überein, die von der Ausrüstung aufgezeichnet wurde.

Anhang 738-1: Geschichte

SCP-738 wurde im Büro von ██████ ██████████, einem katholischen Kardinal, nach seinem Tod am ██.██.██ sichergestellt. Er hatte es als Geschenk vom Papst für herausragende Dienste aus den Archiven des Vatikan erhalten. Die Foundation wurde nach [DATEN GELÖSCHT] auf SCP-738 aufmerksam. Nach ██████ ██████████s Tod und dem Anfechten seines Testaments infolge des Ereignisses, erwarb die Foundation den Schreibtisch. Agenten der Foundation im Vatikan berichteten die Sicherstellung einiger Dokumente über SCP-738.

Anhang 738-2: Testergebnisse

Test 1: Forscher sitzt auf SCP-738-2 und wartet
Ergebnisse: Wissenschaftler berichtet von einigen Versuchen, ihn zu einem Handel zu zwingen. Diese beinhalteten Liebe von der Frau, die er begehrte, ein Objekt, das ihn zu einem hoch angesehenen Wissenschaftler machen würde und die Bewilligung des O5 Status. Der schockierte Wissenschaftler erhob sich von SCP-738-2 und verliess den Raum. Aufnahmen entsprechen den abgegebenen Beschreibungen. Der Wissenschaftler berichtet von dem Verschwinden der Entität, gefolgt von der Rückkehr des Stiftes, dem Papier und der Aktenordner in die Schubladen. Durch die Verwendung von Kameras konnte das Tempo der Objekte auf über 120 m/s gemessen werden. Der Wissenschaftler berichtete einen Mann in einem roten und goldenen Anzug gesehen zu haben.

Test 2: Mitarbeiter D-██ setzte sich auf SCP-738-2. Die Auswertung wurde in Akten und Dokumenten vorgenommen.
Ergebnisse//: Spektralanalyse ergab, dass es sich bei dem Pergament um menschliche Haut handelte. Die Feder im Federkiel stammt von einem nicht identifizierten Vogel. Dem Subjekt wurde Freiheit angeboten und mitgeteilt, dass der Preis der Tod seines besten Freundes ist. D-██ lachte, stimmte zu und verschwand. An dem Test beteiligter D-██ berichtete, eine wunderschöne und verführerische Frau zu sehen.

Test 3: Mitarbeiter D-███, dessen Muttersprache nicht Englisch ist, setzte sich in SCP-738-2
Ergebnisse//: Dokumente wurden in D-███s Muttersprache verfasst, ebenso wie die gesprochene Kommunikation.
D-███ wurde die Fähigkeit angeboten, niemals wieder in einer Zelle festgehalten zu werden. Als Preis wurden Erinnerungen von D-███s Mutter festgelegt. D-███ akzeptiert das Angebot. Nach der Einwilligung [DATEN GELÖSCHT] hatte den Tod von 12 Wachen, sowie D-███ zur Folge.

Test 4: Mitarbeiter D-████, ein Legastheniker und ernstlich in der geistigen Entwicklung zurückgeblieben, sitzt auf SCP-738-2
Ergebnisse: Bei der auf dem Pergament befindlichen Sprache schien es sich um primitive Piktogramme zu handeln, welche das Abkommen darstellten, jedoch befanden sich auch einige englische Worte auf dem Pergament. Im Allgemeinen gab es keinen Zusammenhang zwischen den englischen Begriffen und den Bildern, unter welchen sie standen und allzu oft beleidigten sie D-████s Intelligenz und gaben an, dass sich die Entität im Unklaren darüber sei, wie viel von all dem D-████ begreife. D-████ wurde ein Sloppy Joe (ein Hamburger mit losem, gegartem Hack) angeboten. Der vereinbarte Preis sollte Mopsy sein, ein Spielzeug, welches man D-████ gestattet hatte in die Foundation zu schmuggeln. D-████ akzeptierte und Essen materialisierte sich auf dem Tisch und mit ihm antikes Besteck, ein feiner chinesischer Teller und eine kristallene Schnabeltasse, angefüllt mit Traubensaft in der Farbe von Wein. D-████ zeigt starke Anzeichen von Bestürzung als er im Anschluß an die Mahlzeit das Fehlen von Mopsy bemerkt. D-████ berichtete ein riesiges, pinkes Kaninchen zu erblicken. Nachdem das Geschäft abgeschlossen war und D-████ den Stuhl verlassen hatte, wurde ein Seufzen aufgezeichnet. Das Spektogramm des Seufzens entsprach nicht der Stimme von D-████.

Test 4 Nachtrag: D-████ wurde ein Spielzeug ausgehändigt, welches exakt identisch mit “Mopsy” ist
Ergebnis: Sobald D-████ das Spielzeug Mopsy nannte, verschwand es. D-████ zeigte großes emotionales Leiden.

Test 5: Zerstörungs-Tests
Ergebnis: [DATEN GELÖSCHT], Sprengstoff, Feuer, Beschuss, mechanischer Hexler scheiterten. Direkter Angriff auf den Tisch mit einer Axt hinterließ eine einzelne Kerbe mit einer Tiefe von 3 mm und führte zu [DATEN GELÖSCHT], ebenso wie zum Tod des attakierenden Personals. Die Kerbe verbleibt im Tisch. Videoaufnahmen zeigen, dass sich der Riss mit einer Frequenz von 1 µm pro Tag heilt.

Test 6: Wissenschaftler nimmt auf SCP-738-2 platz und fragt “Was bist du?”
Ergebnis: Die Entität nimmt die Gestalt einer großen Schlange an und erklärt ”Es tut mir leid. Es ist entgegen der Richtlinien persönliche Einzelheiten preiszugeben. Dürfte ich jedoch ihr Interesse für [DATEN GELÖSCHT] wecken?” Wissenschaftler erhob sich zitternd von dem Stuhl und beendete die Sitzung. Anschließend wurde der Wissenschaftler in der Psychiatrischen Klinik 5 untergebracht in Erwartung der Überprüfung infolge der durch das Angebot offenbarten Informationen.

Test 7: Sheldon Katz, Esq., leitender Berater der Rechtsabteilung der Foundation.
Ergebnis: Zu Beginn des Testes überreichte Herr Katz der Entität eine notariell beglaubigte und mit Apostille versehene eidesstattliche Erklärung, dass er an dem Test in eigenem Namen und nicht als Agent der Foundation teilnehmen würde. Zirka 41 Stunden nach Testbeginn wurde Herr Katz aufgrund von Erschöpfung bewusstlos. Herr Katz beschrieb das Erscheinen der Entität als identisch mit dem seines Professoren für Verträge im ersten Jahr an der juristischen Fakultät, jedoch weigerte er sich die Art der Übereinkunft zu beschreiben, welche getroffen worden war. Er gab an, dass er unmittelbar vor seiner Ohnmacht mitten in den Verhandlungen einer präzisen technischen Definition des Wortes “soll” gewesen war.
Katz sagte aus, dass die gegenwärtige Arbeitsfassung der Vereinbarung, welche er und die Entität aufsetzten, derzeit mindestens 900 Seiten umfasste, die Exponate und Verzeichnisse nicht mitgezählt, und dass er es bedauerte keine Kopie für seine Ablage behalten zu haben. Ein roter, nach schwefel riechender Lederumschlag, welcher eine handgeschriebene Notiz enthielt wurde bei Mr. Katz gefunden. “Bitte kommen sie gern jederzeit wieder. Ich hatte schon seit Jahren nicht mehr so viel Spaß.” Mr. Katz beantragte eine Versetzung.

Das Lesen der verbleibenden Tests erfordert eine Freigabe der Stufe 4 oder höher, bis die Freigabe abgeschlossen wurde.

Anhang 738-3: Notizen

In kürzlichen Tests wurden Angebote direkt den Forschern unterbreitet, die den Subjekten gesagt haben, was sie tun sollen. Empfehle Beendigung jeglichen Testens. ~O5-██

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