SCP-666½-J
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Objekt-Nr.: SCP-666½-J

Klassifizierung: Es ist definitiv Keter, so wahr mir Gott helfe.

Sicherheitsmaßnahmnen: Mindestens sieben (7) vor Ort angestellte Mitarbeiter mit abrahamistischen Glauben müssen sich zu jeder Zeit in SCP-666½-J's Isolierzelle befinden. SCP-666½-J darf ohne die schriftliche Erlaubnis eines Personalmitglieds der Stufe 4 nicht mit einem lebenden Organismus in Kontakt kommen. SCP-666½-J's Umwandlung zur Waffe und Nutzung zu Eindämmung/Neutralisierung von Keter-Klasse-SCPs wird im Moment vom O5-Rat diskutiert.

Beschreibung SCP-666½-J ist ein mit Krabben gefülltes Pilzgericht, das als Hauptgang vom internen Catering-Service der Foundation, der Containmaent Cuisine, anlässlich des 45. jährlichen Foundation-Tanzfestes in Standort-19 zubereitet wurde. Rund 42% der 1.500 Besucher haben SCP-666½-J konsumiert und waren danach von seinen anomalen Eigenschaften betroffen. SCP-666½-J's Effekte machten sich schätzungsweise eine Stunde nach dem Abräumen des Hauptgangs bemerkbar. Zu diesem Zeitpunkt begannen sich einige Besucher über leichte Unterleibsschmerzen zu beklagen. Zwei Stunden nach dem Abräumen beklagten sich viele Gäste über erhebliche Darmbeschwerden und alle Toiletten in der näheren Umgebung wurden vollständig besetzt und erhielten ausgedehnte Warteschlangen. Nach Ablauf der dritten Stunde wurde medizinisches und Untersuchungspersonal sowie Klempner von umliegenden Standorten eingeflogen um die Hilfsmaßnahmen zu unterstützen.

Jene die SCP-666½-J konsumiert haben sagten aus, dass es einen merkwürdig salzigen Hauch an sich habe, höchstwahrscheinlich verursacht durch einen experimentellen Salzersatz der bei seiner Zubereitung eingesetzt wurde. Es wurde zwar die Theorie aufgestellt, dass diese Substanz die Grundursache für SCP-666½-J's anomale Eigenschaften ist, doch eine Lebensmittelvergiftung durch mangelnde Hygiene des Küchenpersonals wurde ebenfalls in Betracht gezogen. Alle Mitarbeiter die mit Containment Cuisine verbunden sind wurden für Verhörzwecke und zu ihrer eigenen Sicherheit in Gewahrsam genommen.

Bei der Konsumierung durch einen menschlichen Probanden löst SCP-666½-J in dessen Darmtrakt fünf Stadien lokalisierter K-Klasse-Szenarien aus.

Zu Beginn bewirkt SCP-666½-J über einen kurze Zeitraum milde Übelkeit, gefolgt von einem plötzlichen und drängenden Verlangen sich zu erleichtern. Allerdings löst SCP-666½-J kurz vor dem kritischen Moment des seligen Ablassens einen DK-Dominanzwechsel aus, übernimmt die Kontrolle über die untere Körperregion des Probanden und sorgt für eine umfassende Schließung aller Körperausgänge. Das tiefe, sinnliche Verlangen nach Erlösung steigert sich bis zu einem Punkt an dem es schlichtweg lähmend wird. Probanden erleiden Kurzatmigkeit, extreme Kieferschmerzen vom Zusammenbeißen der Zähne und leichte Prellungen an den Handgelenken durch den Todesgriff in dem der Toilettenrand gehalten wird.

Nachdem die Gedärme des Probanden für 15-20 Minuten eine Eindämmung ertragen mussten die sich mit der von SCP-106 messen kann (und wesentlich mehr Schreien beinhaltet), erfährt der Proband ein kurzes RK-Klasse-Entrückungsszenario. Er fühlt eine Entspannung der Schließmuskeln, eine Welle des Hochgefühls und bekommt die leise Hoffnung, dass das Schlimmste überstanden ist.

Nachfolgend öffnen sich in den Gedärmen des Probanden die Tore der Hölle während Satan persönlich den Mastdarm der Person mit einer Spitzhacke vergewaltigt. Ein plötzliches SK-Klasse-verbrannte-Erde-Szenario zerstört die Darminnenwände komplett während unheiliges Fegefeuer in einem dämonischen Wirbel mit einer Temperatur von HEILIGE-SCHEIßE-AUF-'NEM-CUPCAKE Grad Kelvin durch die Innereien des Probanden wütet. Jede glückliche Erinnerung, jede Rückbesinnung auf Frieden, Freude und alles andere als schiere, zahnbrechende Agonie wird in einer gastrointestinalen Supernova biblischer Proportionen vulkanisch vernichtet. Probanden können während dieser Phase Blackouts oder verlorene Zeiträume erleiden während sie auf einem tränenverwaschenen Dunst sintflutartigen Schweißes reduziert werden, der sich wimmernd quält und verzweifelt nach Luft schnappt.

Dies setzt sich für zwei bis drei Stunden fort. Es ist für Probanden üblich kurz zu halluzinieren um beruhigende Szenarien zu erzeugen in denen sie von verschiedenen Keter-Klasse-SCPs brutal ermordet werden.

Die letzten Reste der Hoffnung werden zu winzigen Trümmern zerschlagen wenn der Proband ein CK-Klasse-umfassendes-Eindämmungsversagen durchlebt, in dem der Inhalt des Mastdarms endlich in einer prächtigen, reißenden Flut ausgestoßen wird, die am ehesten mit einem einzigen großen Leck in der Hoover-Talsperre vergleichbar ist. Es ist eine unfassbar große Menge an Flüssigkeit die mit einer Fließgeschwindigkeit aus dem Darm strömt die groß genug für Unbehagen ist aber nicht ausreicht um gnädig zu sein. Probanden beschrieben diese Erfahrung als das digestive Äquivalent des Vorbeiziehen des Lebens vor ihren Augen, mit dem schmerzhaften Austreten jeder im Leben gegessenen Mahlzeit in chronologisch umgekehrter Reihenfolge.

Die einfach nur verblüffende Menge an organischem Abfall die von Betroffenen produziert wird brachte Forscher zu dem Schluss, dass der Darmtrakt von Probanden während des Vorgangs mit extradimensionalen oder ectroentropischen Eigenschaften versehen wird. Das ausgeschiedene Material ähnelt weniger guten, gesunden Fäkalien, sondern eher einem mörderschrecklichem Terrormatsch der möglicherweise korrosiv und mit ziemlicher Sicherheit radioaktiv ist. Das Ausscheidungsstadium ist normalerweise sehr kurz, aber ein von SCP-666½-J kreiertes anomales, temporales Feld sorgt dafür, dass die Probanden die Dauer der Erfahrung als rund sechs Lebenszeiten wahrnehmen.

Wenn der Proband unausweichlich die Fähigkeit verliert das physische und emotionale Trauma des in ihrem Innersten wütenden Ende-aller-Tage-Infernos zu verkraften, geht SCP-666½-J in sein letztes Stadium über: ein UK-Klasse-kompletter-Zusammenbruch-Szenario. Der Betroffene erfährt in diesem Stadium ein letztes Crescendo gastrischen Ragnaröks, gefolgt von einem seligen Stadium barmherziger Ohnmacht. Probanden erwachen ein bis zwei Stunden später mit allen Erinnerungen an ihre Erfahrung, jedoch haben einige Betroffene ausgesagt, dass sie sich nach ihrem Erwachen nicht mehr an dem Ort befunden haben an dem sie in Ohnmacht gefallen sind. Ein Forscher gab an, sauber und angezogen auf einem Feld in der Nähe auf einem Haufen Time-Magazinen von 1986 aufgewacht zu sein und wusste nicht zu sagen wie er dorthin gelangt war.

Personen die von SCP-666½-J's Effekten betroffen waren behalten von dem Ereignis ein psychologisches Trauma zurück und haben für die nächsten zwei Wochen Darmbeschwerden.

Die Untersuchungen laufen. Die Involvierung von Interessengruppen wird in Betracht gezogen.

"Da ich bereits Kindesgeburt und die Effekte von SCP-666½-J hinter mir habe kann ich mit Sicherheit sagen, dass ich Ersteres jederzeit vorziehen würde. SCP-666½-J ist wie mit drei Babys gleichzeitig schwanger zu sein, nur dass die Babys in Flammen stehen. Außerdem sind sie mit Reiszwecken überzogen und versuchen dich von innen zu essen während die Hebamme dich mit einem Brecheisen bewusstlos prügelt und dir ins Ohr brüllt du sollst pressen." – Dr. Rights

"Ich hatte als Hauptgang das Rindfleisch bestellt und kann daher zu SCP-666½-J's Effekten keinen Bericht aus erster Hand geben. Allerdings kann ich mit Sicherheit sagen, dass ich Eindämmungsbrüche der Keter-Klasse gesehen habe die weniger Pandämonium und verbreitete Demoralisierung ausgelöst haben. Das war ohne Zweifel die zweitdunkelste Nacht die Standort-19 je erlebt hat1– Dr. Gears

"Das ist mein dritter Körper seit diesem Vorfall und ich habe immer noch nicht das Gefühl, dass es komplett draußen ist. Wenn sie mich entschuldigen, ich gehe einen Vierten probieren." - Dr. Bright

"Es ist drei Wochen her und ich kann immer noch nicht aufrecht stehen. Ich habe dem Tod ins Gesicht gesehen und er ist mit Petersilie garniert." – Dr. Kondraki

Zwischenfall-Log: Am 04.26.2007 haben Forscher eine kleine Menge an SCP-666½-J an ein zu diesem Zeitpunkt harmloses SCP der Euclid-Klasse verfüttert. Das Objekt ist seitdem extrem feindselig gegenüber allem was menschlichem Leben ähnelt. Zusätzlich ist durch die Manifestation einer mysteriösen Substanz unbekannter Herkunft auf dem Boden der Isolierzelle des SCPs nun eine Routinereinigung nötig. Kreuztests mit SCP-666½-J sind seitdem unabhängig von der Situation verboten, es sei denn es handelt sich um eine Neutralisierung.

Nachtrag: Entgegen der Bedenken des Ethik-Komitees wurde eine Mahlzeit aus SCP-666½-J SCP-682 zu fressen gegeben. Auf dem Höhepunkt von SCP-666½-J's Zorn warf SCP-682 seine Arme in die Luft, schrie "Yog-Sothoth, nimm mich jetzt!" und verließ seine sterbliche Hülle freiwillig. Die Neutralisierung wird als erfolgreich angesehen.

"Jesus hat geweint." – Dr. Clef

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