SCP-623
Bewertung (rating): 0+x

Objekt-Nr.: SCP-623

Klassifizierung: Sicher

Sicherheitsmaßnahmen: SCP-623 befindet sich im ████████-Anbau der ███████ Universität. Der Eingang von SCP-623 ist zu jeder Zeit durch zwei Sicherheitskräfte der Stufe 3 zu bewachen. Die Überwachung des Innenraums muss zu jeder Stunde erfolgen und darf nicht länger als fünf (5) Minuten dauern. Länger andauernde Beobachtung von SCP-623 ist mit Fernüberwachungssystemen von einem externen Observationsraum aus durchzuführen. Personal, das in diesem Observationsraum arbeitet, muss alle fünf (5) Minuten wechseln. Eine weitere Sicherheitskraft der Stufe 3 hat sämtliche Beobachter aus dem Observationsraum zu begleiten und darf diesen nicht betreten, bis sie gebraucht wird.

Sämtliches Personal das SCP-623 länger als fünf (5) Minuten ausgesetzt ist muss, unabhängig davon ob sie direkt oder indirekt ausgesetzt waren, zur psychologischen Neubewertung abgeführt werden

Fotos, Tonaufnahmen und Videos sind in der Nähe von SCP-623 nicht erlaubt. Zeichnungen und Modelle müssen vor der Freigabe von Mitarbeitern der Leitebene zugelassen werden. Alle Fotos, Attrappen oder Nachbildungen von SCP-623 müssen sofort zerstört werden.

SCP-623 kann bedenkenlos mit raumverändernden SCPs in Kontakt kommen, da alle größeren Veränderungen des Raums SCP-623's Effekt neutralisieren. Allerdings behalten raumverändernde SCPs die ihnen innewohnende Gefährlichkeit.

Nachtrag 623-1: Sämtliche Tests mit individuellen Probanden dürfen nicht länger als sechs (6) Stunden dauern. Sicherheitskräfte die observierendes Personal überwachen sind nun angewiesen, besagtes Personal vor dem Verstreichen der fünften Minute zu entfernen, falls nötig auch eher.

Beschreibung: SCP-623 ist ein Raum mit den Abmessungen 7 x 7 x 7 Metern, der 196█ von Dr. H███ D████, einem Professor für Biochemie an der ███████ Universität, erbaut wurde um als Teil von [Daten gelöscht]. Dr. D████ wurde nachfolgend für seine Taten eingesperrt, allerdings hatten seine Schüler und Anhänger bereits damit begonnen Kopien von dem Raum anzufertigen. Bis 201█ wurden mindestens ██ Nachbildungen von SCP-623 auf ██ Universitätsgeländen gefunden.

Der Raum ist ziemlich groß und beinhaltet die folgenden Objekte:

  • Eine (1) blaue Couch
  • Eine (1) rote Couch
  • Eine (1) grüne Couch
  • Einen (1) weißen Sitzsack
  • Einen (1) runden Tisch der einen Farbkreis darstellt
  • Sieben (7) Stühle die um besagten Tisch herum stehen
  • Sieben (7) mehrfarbige Beleuchtungskörper

Sämtliche Einrichtung ist in einem einzigartigen, auf mathematischen Grundlagen basierenden Muster angeordnet, welches mit dem Muster auf Wänden und Fußboden übereinstimmt. Alle Einrichtungsgegenstände wurden höchstwahrscheinlich noch vor dem Malern am Boden festgenagelt. Aufgrund der hohen Decke wird das Auge auf natürliche Weise von den psychedelischen Mustern an den Wänden angezogen. Die Anordnung der Einrichtung, die Muster an den Wänden und ihre kombinierte Akustik haben einen tiefgreifenden Effekt auf das mentale Verhalten, unabhängig davon, ob der betroffene Betrachter taub oder blind ist. Diese Effekte wirken auch durch Fernüberwachungssysteme, Standbildfotos und Tonaufnahmegeräte.

Personal gab an, nach dem Betreten von SCP-623 ein Gefühl der Entspannung zu empfinden. Personal wird nach drei (3) Minuten in SCP-623 unfähig Gewalt auszuüben, gefügig und harmlos. Für Effekte nach fünf (5) Minuten ziehen sie Dokument #623-1 zurate. Aufgrund der besänftigenden Wirkung des Raumes sind alle Versuche die Einrichtung zu entfernen erfolglos.

Das Verlassen von SCP-623 hat umgekehrte Entzugserscheinungen zur Folge. Sofort nach dem Ende der Betrachtung fühlen die Probanden einen starkes Verlange nach der Außenwelt, welches merklich stärker wird je länger sie in dem Raum bleiben. Andere Nebenwirkungen variieren im Laufe der Zeit. Wenn SCP-623 eine (1) Minute nach dem Betreten verlassen wurde, gab das Personal an sich unbehaglich, nervös und leicht paranoid zu fühlen. Wenn Personal den Raum drei (3) Minuten nach dem Betreten verließ, zeigte es Beklemmung, Furcht und in schlimmeren Fällen Depression. Für Effekte nach fünf (5) Minuten ziehen sie Dokument #623-1 zurate.

Dokument #623-1

Effekte des Verweilens in SCP-623 für fünf (5) Minuten oder länger.

Test #1: Fünf (5) bis zehn (10) Minuten

Testsubjekt: Subjekt D-251, männlicher Hispanier, 31 Jahre alt, 101 kg, 180 cm

Beobachtetes Verhalten in SCP-623: Nach fünf (5) vergangenen Minuten wurde D-251 gesehen wie er kicherte und undeutliche Sätze murmelte. Nach sechs (6) vergangenen Minuten beginnt D-251 den weißen Sitzsack zu umarmen und gestand ihm wiederholt seine Liebe. Nach sieben (7) vergangenen Minuten erbat D-251 über das Fernüberwachungssystem mehrere Schnellgerichte. Die Bitte wurde abgelehnt. Nach acht (8) vergangenen Minuten fing D-251 an zu tanzen und sang etwas das eventuell ein Volkslied aus den sechziger Jahren gewesen sein könnte. Von der neunten (9) bis zur zehnten (10) Minute fuhr das Subjekt damit fort lachend herumzutorkeln.

Beobachtetes Verhalten beim Verlassen von SCP-623: Subjekt D-251 wurde gesehen, wie er aktiv das Personal anbrüllte und ihm beim Verlassen von SCP-623 Gewalt androhte. D-251 schlug Agent S█████ und wurde zügig gefesselt. Während der Gefangenschaft wurde D-251 beobachtet wie er auf dem Boden weinte, schrie und mit Selbstmord drohte. Die Anfälle extremen Zorns und extremer Verzweiflung hielten die nächsten drei (3) Tage an. D-251 wurde an einen anderen Ort transferiert.

Test #2: dreißig (30) Minuten bis zu einer (1) Stunde

Testsubjekt: Subjekt D-252, männlicher Kaukasier, 28 Jahre alt, 77 kg, 174 cm

Beobachtetes Verhalten in SCP-623: Subjekt D-252 zeigte in den ersten zehn Minuten ein ähnliches Verhalten wie Subjekt D-252 mit nur wenigen Abweichungen. Nach zwanzig Minuten begann das Subjekt zu erröten und zeigte Symptome ähnlich sexueller Aktivität. Subjekt beklagte sich über Hunger und Durst. Aus Sicherheitsgründen und um keinen neuen Test starten zu müssen wurden D-252 zwei Liter Sodawasser der Marke █████, eine große Salamipizza und Snacks mit Zwiebelringgeschmack der Marke ████████ gegeben. Das Subjekt verzehrte das Essen relativ zügig, vergaß mittendrin was es eigentlich tat, torkelte für die nächsten fünf Minuten lachend herum und setzte dann die Mahlzeit fort. Nach vierzig (40) vergangenen Minuten wiederholte das Subjekt das Wort “zweifelsohne” mit verschiedenen Betonungen und Akzenten. Dies setzte sich für die nächsten sieben Minuten fort. Agent P██████, welcher zu dieser Zeit mit der Observierung betraut war, begann zusammen mit D-252 zu lachen, bevor er gewaltsam durch Agent G█████ ersetzt wurde. Bei der Entfernung aus dem Raum drohte Agen P██████t damit, zu kündigen und die Existenz der Foundation aus Zorn an die Öffentlichkeit zu bringen. Er wurde allerdings ohne Zwischenfall festgenommen und erholte sich in den nächsten drei Tagen. Nahe dem Ende der ersten Stunde fing D-252 damit an, sein Shirt, Hosen und sämtliche Unterwäsche auszuziehen und fuhr dann damit fort, zu [gelöscht].

Beobachtetes Verhalten beim Verlassen von SCP-623: Sofort nach dem Verlassen von SCP-623 begann Subjekt D-252 laut zu schreien und griff das Begleitpersonal mit spastischen Bewegungen an. D-252 wurde gefesselt und festgenommen. Nachdem es in seine Zelle gebracht worden war, fing das Subjekt vor Angst an sich mit seinen eigenen Händen das Gesicht zu zerkratzen und schrie dabei, dass er es auch ohne seine Augen noch immer sehen konnte. Das Subjekt wurde dann für die restliche Observationszeit gefesselt um sicherzustellen, dass er sich und anderen keinen Schaden mehr zufügen konnte. Das Subjekt erholte sich in zwei (2) Wochen nicht und wurde später abtransportiert.

Test #3: Ein (1) Tag

Testsubjekt: Subjekt D-253, männlicher Kaukasier, 35 Jahre alt, 77 kg, 174 cm. Weiterhin sollte darauf hingewiesen werden, dass D-253's Richtspruch wegen Serienmord, Tierquälerei, [Daten gelöscht] erfolgte. Seine psychologische Evaluierung ergab, dass es zur Soziopathie und regelmäßigen Wutausbrüchen neigt.

Beobachtetes Verhalten in SCP-623: D-253 wurde vollständig gefesselt in den Raum transportiert. Beim Betreten begann das Subjekt, welches vorher Agent S█████ mit dem Tod gedroht hatte, sich ausgiebig zu entschuldigen. Noch vor dem Vergehen der ersten fünf Minuten verwickelte D-253 Agent S█████ auf unreife Art in ein Gespräch. Agent S█████ wurde zügig aus dem Raum gebracht und zeigte beim Verlassen Symptome von Kopfschmerzen und emotionalem Aufruhr. D-253 zeigte das Verhalten der vorangegangenen Testsubjekte und wurde mit Nahrung und Wasser versorgt, um den Test durchzustehen. Nach der zweiten Stunde bat das Subjekt darum, auf die Toilette gehen zu dürfen. Die Bitte wurde abgelehnt, aber Agent G█████ konnte die nötige Ausrüstung in den Raum bringen, ohne seinen Effekt zu beeinflussen. Nach der fünften Stunde beschränkte sich das Verhalten des Subjekts auf sich wiederholendes Gezappel und zusammenhangloses Gemurmel. Das Subjekt wurde verdächtigt zu halluzinieren. Subjekt schlief nach rund sechs vergangenen Stunden ein. Das Subjekt wachte zwölf Stunden später wieder auf und hatte große Probleme damit wieder aufzustehen. D-253 verbrachte die nächsten sechs Stunden damit, auf dem Boden liegend zu lachen und herum zu plappern, bevor es aus dem Raum eskortiert wurde.

Beobachtetes Verhalten beim Verlassen von SCP-623: Beim Verlassen begann D-253 damit, sich zu schütteln [gelöscht]. Die Autopsie von D-253 erwies sich als sinnlos, da [Daten gelöscht].

Nachtrag 623-2: Es ist unbekannt was nach sechs Stunden in SCP-623 [gelöscht] auslöst aber es könnte ein Teil des Effekts des Raumes auf den Körper selbst sein.

Sofern nicht anders angegeben, steht der Inhalt dieser Seite unter Lizenz Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 License