Objekt-Nr.: SCP-622
Klassifizierung: Sicher Euclid
Sicherheitsmaßnahmen: Alle Dosen und Behälter mit SCP-622 sind sofort zu Standort-16 zu bringen. Die Formel für SCP-622 muss mit allen erforderlichen Mitteln von der Öffentlichkeit ferngehalten werden. Jeder kommerzielle Handel mit Produkten, die SCP-622 enthalten, ist zu dokumentieren und vorzugsweise vor der Auslieferung abzufangen. Alle Personen/Organisationen, die im Besitz von SCP-622 sind, sind zur Befragung heranzuziehen.
Für den Umgang mit SCP-622 sind versiegelte Handschuhe, Handlotion und mindestens eine (1) Feldflasche mit Wasser pro anwesendem Personal erforderlich.
Im Falle eines Eindämmungsbruchs ist der unmittelbar von SCP-622 betroffene Bereich für mindestens 24 Stunden unter Quarantäne zu stellen und kurz danach mit gewöhnlichem Wasser zu spülen.
Nachtrag 622-1: in Anbetracht der Tests 622-1 bis 622-2 müssen alle künftigen Tests von SCP-622 außerhalb des Luftzirkulationssystems von Standort-16 stattfinden.
Nachtrag 622-2: SCP-622 darf unter keinen Umständen im Freien verwendet werden. Zusätzliche Eindämmungsverfahren sind nur für Stufe-4-Personal und höher gemäß Protokoll [ZENSIERT] verfügbar.
Beschreibung: SCP-622 ist die chemische Zusammensetzung [DATENGELÖSCHT], auch bekannt als ██████████████ ███████████, entwickelt von der █████ Chemical Company unter dem Handelsnamen "Wüste in der Dose". SCP-622 wurde ursprünglich als Sicherheitsmittel für große Unternehmen vermarktet, um Eindringlinge ähnlich wie Tränengas oder Pfefferspray außer Gefecht zu setzen. Nach Angaben der █████ Chemical Company diente SCP-622 auch als Reinigungsmittel und Insektizid, aber aufgrund seiner Gefährlichkeit wurde die █████ Chemical Company 19██ geschlossen, bevor weitere Produkte dieser Art hergestellt werden konnten. Mit Stand von ██.██.██, gibt es noch mindestens ███ bis ████ dokumentierte Dosen von "Wüste in der Dose", von denen sich die meisten noch in Besitz und in Verwendung der folgenden Unternehmen befinden: [ZENSIERT].
Nach der Gebrauchsanweisung wird eine Schicht SCP-622 bei einem Einbruch oder Überfall auf die Flure aufgetragen. Nach dem Auftragen ist SCP-622 geruchslos und farblos. Nach dem Auftragen wird die gesamte Feuchtigkeit in der unmittelbaren Umgebung von SCP-622 absorbiert und es bildet sich eine leicht zu reinigende salzähnliche Kruste über den aufgetragenen Bereichen, bei der es sich um die Verbindungen Natriumchlorid (NaCl), Magnesiumsulfat (MgSO4) und ███████ ██████████ (██2██) handelt. Wenn SCP-622 organischem Leben ausgesetzt wird, sind die unmittelbaren Auswirkungen Dehydrierung, ausgetrocknete Augen und starkes Schwitzen, das von SCP-622 schnell absorbiert wird. Weitere Auswirkungen sind ein deutlicher Blutdruckabfall, eine Anstieg der Herzfrequenz, Schwindel und Schüttelfrost. Für weitere Informationen siehe Testprotokoll 622-3.
Laut dem Warnhinweis auf der Dose verflüchtigt sich SCP-622 nach zwölf (12) Stunden, jedoch laut Test 622-1 kann SCP-622 bis zu vierundzwanzig bis sechsunddreißig (24–36) Stunden anhalten. Die Tests 622-2 und 622-3 zeigen, dass SCP-622 sich nur in zwölf (12) Stunden auflöst, wenn [ZENSIERT - SICHERHEITSSTUFE-3 UND HÖHER, SIEHE TESTPROTOKOLLE 622-2 UND 622-3].
Testprotokoll 622-1:
Anorganischer Test von SCP-622 zur Bestimmung der Haltbarkeit der chemischen Verbindung [DATEN GELÖSCHT] in einer isolierten Umgebung.
Prozedur: SCP-622 wurde im isolierten Flur K-██ aufgebracht und durch Fernüberwachungsgeräte beobachtet. Die Feuchtigkeit wird mit elektronischen Instrumenten gemessen und überwacht. Zur Kontrolle wurden die Flure K-06 und K-O7 ebenfalls auf ihren Feuchtigkeitsgehalt hin überwacht, wobei der Durchschnittswert bei 20 % relativer Luftfeuchtigkeit lag.
Ergebnisse: Nach zwölf (12) Stunden lag die relative Luftfeuchtigkeit um SCP-622 unverändert bei 0 %. Trotz der Angabe auf dem Etikett, dass sich die Substanz innerhalb von zwölf Stunden auflöst, stieg die Luftfeuchtigkeit in dem Bereich nicht an. Erst nach fast sechsundzwanzig (26) Stunden stieg die relative Luftfeuchtigkeit auf 1 % an. Die relative Luftfeuchtigkeit blieb noch fast eine Stunde lang bei 1 % und stieg nach der siebenundzwanzigsten (27) Stunde langsam auf 2 % an. SCP-622 löste sich erst nach fünfunddreißig (35) Stunden und achtundzwanzig (28) Minuten vollständig auf. Die endgültige relative Luftfeuchtigkeit lag für die nächsten vier (4) Wochen bei 19 % (19,26 % mit genauen Zahlen) und blieb bis zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels auf diesem Niveau. Es ist unklar, ob dies darauf zurückzuführen ist, dass SCP-622 die gesamte überschüssige Feuchtigkeit aus der Bauphase von Standort-16 entfernt hat oder ob es eine chemische Komponente gibt, die sich nicht auflöst.
Testprotokoll 622-2:
Anorganischer Test von SCP-622 zur Bestimmung der Haltbarkeit der chemischen Verbindung [DATEN GELÖSCHT] in einer kontrollierten Umgebung.
Prozedur: Bevor SCP-622 in Flur K-██ aufgebracht wurde, worden vier (4) Eimer Wasser, die dem Wassergehalt eines durchschnittlichen Menschen entsprechen, in den genannten Flur gestellt. Wie bei Test 622-1 wurde der Flur K-██ isoliert, mit SCP-622 versehen und über Fernüberwachungsgeräte beobachtet. Die Luftfeuchtigkeit wurde mit elektronischen Instrumenten gemessen und überwacht. Zur Kontrolle wurden die Flure K-o6 und K-o7 ebenfalls auf ihren Feuchtigkeitsgehalt hin überwacht, wobei der Durchschnittswert bei 20 % relativer Luftfeuchtigkeit lag.
Ergebnisse: In zwölf (12) Stunden waren alle vier (4) Wassereimer vollständig ausgetrocknet. Die relative Luftfeuchtigkeit lag bis zum Ablauf von fünfundzwanzig (25) Stunden bei 12 % und erreicht schließlich nach fünfunddreißig (35) Stunden einen Höchstwert von etwa 19 % (18,87 %, mit genauen Zahlen). Werden genaue Zahlen auf die Kontrollräume angewandt, so ist die durchschnittliche relative Luftfeuchtigkeit von 20.24 % auf 20,17 % gesunken. Es ist nicht bekannt, ob dies direkt auf SCP-622, das Luftsystem von Standort-16 oder eine Kombination aus beidem zurückzuführen ist.
Testprotokoll 622-3:
*Organischer Test von SCP-622 zur Bestimmung der Haltbarkeit der chemischen Verbindung [DATEN GELÖSCHT] in einer kontrollierten Umgebung.**
Prozedur: Zwei D-Klasse-Mitarbeiter wurden von Dr. Z███████ angefordert. Subjekt D-254, männlich, weiß, 24 Jahre, 87 kg, 169 cm, erhielt vor dem Betreten des Flures K-██ eine Feldflasche mit Wasser. Subjekt D-255, männlich, weiß, 46 Jahre, 92 kg, 172 cm, erhielt vor dem Betreten des Flures K-██ kein Wasser. Wie bei den Tests 622-1 und 622-2 wurde Flur-K██ isoliert, mit SCP_622 versehen und durch Fernüberwachungsgeräte beobachtet. Die Feuchtigkeit wurde mit elektronischen Instrumenten gemessen und überwacht. Zur Kontrolle wurden die Flure K-06 und K-O7 ebenfalls auf ihren Feuchtigkeitsgehalt hin überwacht, wobei der Durchschnittswert bei 20 % relativer Luftfeuchtigkeit lag.
Ergebnisse: Fast unmittelbar nach Betreten des betroffenen Bereichs klagten beide Subjekte über Erschöpfung. Subjekt D-254 begann sofort aus seiner Feldflasche zu trinken. Subjekt D-255 versuchte, mit D-254 um die Feldflasche zu ringen, war jedoch zu schwach zum Kämpfen. D-255 beginnt gegen acht (8) Minuten abgelaufener Zeit sichtlich zu hyperventilieren. D-255 bricht nach zehn (10) Minuten zusammen und steht nicht mehr auf. Subjekt D-254 bemerkt einen sichtbaren Nebel aus seiner Feldflasche aufsteigen und meldet, dass sein Wasser verdunstet ist und er mehr braucht. Agent P█████ wird zu ihm geschickt, um ihm mehr Wasser zu geben und berichtet, wie trocken die Luft ist. Das Fleisch von Subjekt D-255 ist sichtlich [ZENSIERT]. Nach fünfzehn (15) Minuten ist Subjekt D-254 das Wasser ausgegangen, er klagt über Hunger. Agent P█████ kehrt mit mehreren Flaschen Sportgetränk der Marke [ZENSIERT], einem Eimer Wasser und mehreren Müsliriegeln zurück. Subjekt D-254 taucht seinen Kopf in den Eimer mit Wasser, bevor er es über sich schüttet und Sportgetränke und Müsliriegel verzehrt. Das Wasser auf den Haaren der Kleidung von D-254 trocknet sofort. Nach sechsundzwanzig (26) Minuten kollabiert Subjekt D-254 aufgrund von Unterernährung. In den nächsten zehn (10) Stunden werden die Körper von D-254 und D-255 weiter [ZENSIERT] und erreichen schließlich die Skelette. Die klare, salzartige Kruste aus verdunsteter Feuchtigkeit hatte sich in eine Mischung aus Dunkelrot und Braun gewandelt. Die durchschnittliche relative Luftfeuchtigkeit blieb bis zum Ablauf von fünfunddreißig (35) Stunden bei 14 % und lag dann im Durchschnitt bei 19 % (18,56 mit genauen Zahlen). Werden genaue Zahlen auf die Kontrollräume angewandt, so ist die durchschnittliche relative Luftfeuchtigkeit von 20,17 % auf 19,96 % gesunken.
Anmerkung: Ich denke, es ist sicher, dass SCP-622 eine Art chemische Komponente enthält, die noch lange nach der Auflösung von SCP-622 vorhanden ist. Für die Zukunft sollten wir alle Tests außerhalb des Luftzirkulationssystems von Standort-16 durchführen. -Dr. Z███████.
Testprotokoll 622-4:
Organischer Test von SCP-622 zur Bestimmung der Haltbarkeit der chemischen Verbindung [DATEN GELÖSCHT] in einer Außenumgebung.
Prozedur: SCP-622 wird auf eine kleine Grasfläche auf dem Gelände der Testbiosphäre-07 aufgebracht und durch Fernüberwachungsgeräte beobachtet. Die Feuchtigkeit wird mit elektronischen Instrumenten gemessen und überwacht. Zur Kontrolle wurde in den Testbiosphären-02 und -01 ebenfalls der Feuchtigkeitsgehalt mit durchschnittlich 68 % bzw. 73 % relativer Luftfeuchtigkeit gemessen.
Ergebnisse: [DATEN GELÖSCHT] Siehe Nachtrag 622-2. Sicherheitsstufe-3 und höher, siehe Dokument 622-A und 622-B.

