Objekt-Nr.: SCP-611
Klassifizierung: Euclid
Sicherheitsmaßnahmen: SCP-611 muss jederzeit in seinem spezifizierten Gehäuse versiegelt sein. SCP-611 sollte gemäß den Ernährungsstandards mit einem Stück verwesendem Fleisch pro Woche versorgt werden. Aktuelle Informationen deuten darauf hin, dass eine Rinderzunge, die etwa zwei Wochen lang bei Raumtemperatur gereift ist, die besten Ernährungsergebnisse liefert und gleichzeitig die Vermehrung einschränkt.
Ein auf Insekten spezialisierter Techniker muss das Gehäuse warten. Techniker, die Wartungsarbeiten am Gehäuse ausführen, müssen vollständige Biogefahrenanzüge tragen, um einen möglichen Befall zu verhindern. Während der Ausführung von Wartungsarbeiten sollte die Temperatur auf 10 °C gesenkt werden, was das Aktivitätsniveau von SCP-611 erheblich senken wird. Nach Abschluss der Wartung müssen die Biogefahrenanzüge vollständig sterilisiert und gereinigt werden.
Nach Vorfall 611-1 wurde SCP-611 auf eine niedrigere Ebene verlegt. Es sind eine Nahrungsprodukte auf derselben Eindämmungsebene wie der, auf der sich SCP-611 befindet, erlaubt.
Beschreibung: SCP-611 wurde zuerst 20██ in ██████, New Mexico, entdeckt. Eine Touristengruppe, die kürzlich aus ███████ zurückgekehrt war, kontaktierte einen örtlichen Zahnarzt wegen schweren Zahn- und Kieferschmerzen. Der Arzt kontaktierte nach der Entdeckung des Befalls die Seuchenschutzbehörde, woraufhin die Foundation einschritt und den Fall übernahm. Nach Extraktion der Larven aus der Touristengruppe verfolgten Foundation-Agenten SCP-611 zum Restaurant ██████████ zurück, das unwissentlich einen Monat lang als Wirt fungiert hatte. Klasse-A-Amnesika wurden allen Restaurantangestellten und infizierten Gästen verabreicht, die lokalisiert werden konnten. Die meisten Larven wurden rechtzeitig entfernt, obwohl einige bereits große Schäden angerichtet hatten. Über ██ Todesfälle sind vermutlich durch eine Folgeinfektion aufgetreten.
SCP-611 ist eine vorher unentdeckte Spezies von Dermatobia hominis, die Dasselfliege. SCP-611 tarnt sich selbst als gewöhnlicher Zahnstocher und versucht, in der Nähe oder direkt in einer Ansammlung solcher Objekte zu landen, woraufhin es seine Flügel abstreift und in einen passiven Zustand übergeht. Es kann bis zu vierzig Tage in diesem Ruhezustand bleiben, bevor die Lebenszeichen eingestellt werden. SCP-611 legt bei seiner Nutzung Eier in das Zahnfleisch eines Subjekts. Die Wirte Bemerken erst vier bis sieben Tage später Anzeichen des Eindringens, wenn die Larven schlüpfen und sich im Kiefer vergraben, was zu starken Beschwerden führt.
Die Larven verursachen scharfe, kontinuierliche Schmerzen, was, sofern dies unbehandelt bleibt, beim Öffnen der infizierten Wunde zum Tod führen kann. Die Larven werden schließlich genug fressen, um in ein Puppenstadium überzugehen, das bei anderen Dasselfliegen nicht vorkommt. Sein Körper wird sich verhärten und verlängern und schließlich durch die Haut des Wirtes stoßen. An diesem Punkt wird SCP-611 losfliegen und nach anderen seiner Art suchen, um sich zu paaren. Das primäre Erwachsenenstadium im Leben von SCP-611 dauert nur maximal 72 Stunden, was darauf hindeutet, dass es in ███████ ein größeres Vorkommen von SCP-611 geben könnte als bisher angenommen.
SCP-611 scheint hermaphroditisch zu sein, ohne erkennbaren Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Exemplaren der Spezies. Dies ist für Insekten weitgehend unbekannt, was den Verdacht verstärkt, dass SCP-611 kein natürlich vorkommendes Phänomen ist.
Die hochspezifische Art der Anpassung von SCP-611 an eine Erfindung, die erst seit ein paar hundert Jahren genutzt wird, ist ebenfalls höchst verdächtig. Weitere Tests werden empfohlen, um festzustellen, ob dies ein natürlicher Fall beschleunigter Evolution oder ein Fall einer gentechnisch veränderten Spezies ist.
Vorfallbericht 611-1: Am ██.██.20██ wurden die ordnungsgemäßen Sterilisationsverfahren des Biogefahrenanzugs nicht vollständig eingehalten und drei Mitglieder im Gehäuse von SCP-611 entkamen der Eindämmung. Zwei wurden dabei entdeckt, wie sie gegen den gläsernen Beobachtungsraum des Gehäuses klopften und anscheinend versuchten, sich wieder den anderen Exemplaren anzuschließen, aber das dritte wurde erst entdeckt, als es bereits seinen Weg zu Pausenraum 13 gefunden hatte.
Die durch den ersten Befall erzeugte Folgepopulation verursachte █ Todesfälle und über ██ Fälle von schwerem Unterkiefertrauma. SCP-611 wurde anschließend auf eine niedrigere Ebene ohne Pausenräume oder Kantinen verlegt, um mögliche versehentliche Expositionen zu begrenzen. Personen, die einen möglichen Bruch vermuten, sollten sich sofort bei Dr. █████ zur Mundraumuntersuchung und antiparasitären Behandlung melden.

