Westmoreland Grundschule, Iowa
Objekt-Nr.: SCP-518
Klassifizierung: Neutralisiert
Sicherheitsmaßnahmen:
SCP-518 ist in einem Kühlraum in der Leichenhalle von Standort-19 eingedämmt.
Da während des auslösenden Vorfalls von SCP_518 das übliche Vertuschungsprozedere eingehalten wurde, haben die Foundation-Webcrawler auf Kombinationen relevanter Schlüsselworte zu achten, die in Verbindung miteinander verwendet werden. Dazu gehören:
- "Westmoreland Elementary"
- "Sportfest"
- "80er"
- "Polizei
- "Monster"
- "Kreatur"
- "Muppet"
Und andere tangential verwandte Lexeme.
Beschreibung: SCP-518 ist der Leichnam einer Entität, die in ihrer Erscheinung einer "Muppet"-Figur ähnelt.
SCP-518 ist 2,1 Meter groß, hat dunkelgrünes Fell, gelbe Hörner und eine orangefarbene, birnenförmige Nase. Stilistisch besitzt SCP-518 die visuelle Sprache und Ästhetik einer Muppet-Kreation, entspricht aber keiner bestehenden Figur aus dem Franchise oder anderen puppenähnlichen Medien.
Chemische Analysen haben ergeben, dass der Körper von SCP-518 aus verschiedenen Materialien besteht, darunter vernetzter Polyschaum, Antronvlies und Wolle. Bei der Autopsie wurden Ansammlungen dieser Materialien im Körper gefunden, die der Entität Masse in Bereichen verleihen, in denen andere Anzugpuppen hohl wären, um menschliche Darsteller aufzunehmen.
Nach Vorfall-518 zeigte SCP-518 keinerlei Anzeichen von Funktion mehr. SCP-518 zersetzt sich nicht, dennoch wird in seinem Behälter die Standardkühltemperatur (2,5 °C) aufrechterhalten. Eine gründliche Analyse des Inneren von SCP-518 wirft Fragen zu seiner Biologie auf, da es kaum Unterschiede zu einem unbelebten Objekt gibt. Obwohl die Foundation SCP-518 nicht in aktivem Zustand beobachtet hat, bestätigen Berichte von Vorfall-518, dass die Entität mobil war und vor ihrem "Tod" offensichtlich Bewusstsein zeigte.
SCP-518 hat erhebliche Schäden ante mortem erlitten. Dazu gehören:
- Stichwunden an der linken Hand mit einem Durchmesser von bis zu 7,7 cm
- 22 Ein- und Austrittswunden im Rumpf- und Oberkörperbereich
- Stumpfes Trauma mit Polyschaumfrakturen im Rücken-, Bein- und Kopfbereich
- Schnittwunde im rechten Schulterbereich, die zugefügte Wunde geht über den rechten Oberkörper
- Hinweise auf einen Strangulationsversuch mit einem Tuch am Hals, möglicherweise erfolglos aufgrund fehlender erkennbarer Atmungssysteme
Die Leiche von SCP-518 wurde am 25.09.1986 in Newton, Iowa, in der Schulbibliothek der Westmoreland Elementary entdeckt, nachdem die Schule von der örtlichen Polizei zwei Stunden lang belagert worden war.
SCP-518.1: Aussagen
Das Folgende sind gekürzte Aussagen aus Befragungen von Zivilisten, die die Foundation im Rahmen ihrer Auswertung von Vorfall-518 vom 25.09.1986 durchgeführt hat.
Subjekt: Charles Poyke, 4 Jahre, Vorschulkind an der Westmoreland Elementary
Nachdem er beruhigt und entspannt ist, wird Poyke gebeten, die Ereignisse rund um Vorfall-518 zu schildern.
Poyke: Äh, wir waren bei Miss Teller. Und wir haben einen Film geschaut. […] Es waren Muppets. Sie haben zu einem Lied getanzt. Einer von den Muppets ist vor die anderen gegangen und hat auch getanzt […] Er hat vor ihnen getanzt. […] Die anderen haben getanzt und dann aufgehört. Der Grüne hat nicht aufgehört. Sie haben ihn böse angeschaut. Dann hat der Grüne aufgehört zu tanzen.
Der Grüne hat sie nur angeguckt, und dann hat er uns angeguckt, und dann ist seine Hand aus dem Fernseher gekommen. Er ist aus dem Fernseher gekommen. (Poyke wird sichtlich wütend) Also sind wir rumgerannt und er ist auch gerannt. Alle schrien so (Poyke schreit). Und es war unheimlich, er war ein böses Monster.
Subjekt: Sophia Teller, 28 Jahre, Vorschullehrerin an der Westmoreland Elementary
Teller: Es sollte ein Sportfest werden. Einige Klassen hatten frei, aber wir warteten darauf, aufgerufen zu werden. Also holte ich den Fernseher rein und legte etwas für sie rein. Äh, einer der Hausmeister hatte ein paar Sachen auf Band aufgenommen, also suchte ich mir eins davon aus. Muppets, sie mögen die Muppets. Ich mag die Muppets. Ich mache meine Planungen und plötzlich höre ich sie schreien und ich schaue auf und da ist – da ist ein verdammter Typ in einem Muppet-Kostüm in meinem Klassenzimmer. Ich konnte nicht mal – ich weiß nicht, wie er da hingekommen ist. Er hat nicht – es ergibt keinen Sinn. Ich springe auf und ich … Ich schnappte mir den Locher und werfe ihn nach ihm. Wahrscheinlich hat es das nur noch schlimmer gemacht, aber ich hatte keine Ahnung, was passierte. Ich fing einfach an, die Kinder anzuschreien, sie sollten wegrennen. Wir rannten aus dem Klassenzimmer.
Subjekt: Isabelle Nunez, 9 Jahre, Drittklässlerin an der Westmoreland Elementary
Nunez: Ich hab' drauf gewartet, auf die Toilette zu gehen, als alle aus der Klasse gerannt kamen. Und dieser Kerl … so ein grüner Typ mit Kostüm hat sie verfolgt. Ich wusste gar nicht, was ich denken soll, ich hab' gedacht, dass sie ein Spiel spielen. Ich glaub nicht, dass er sie verfolgt hat, dann sind alle in eine Richtung gelaufen, und dann ist der Typ vor ihnen weggerannt und dann durch den Flur, wo ich war. […] Es hat Geräusche wie eine Zeichentrickfigur gemacht. So (Nunez knurrt). Die Lehrer haben aus den Klassen geschaut und fingen an zu schreien und es war einfach … Es ist so viel passiert. Ich hatte das Gefühl, ich müsste etwas tun, aber ich hatte solche Angst.
Subjekt: Marcus Slausen, 45 Jahre, Sportlehrer an der Westmoreland Elementary
Slausen: Ich hab' den Wichser getackelt. Ich wusste, dass was nicht stimmt, sofort. Kinder rannten und Lehrer riefen um Hilfe und – ich war auf dem Flur, also habe ich das verdammte Ding getackelt. Ich versuchte, die – Sie wissen schon, die Maske vom Anzug zu ziehen, aber er schaffte es, mich herunterzustoßen und rannte den Flur lang. Ich habe keine Ahnung, was der Typ gemacht hat oder wie er überhaupt reingekommen ist, aber ich wollte sichergehen, dass er es nicht nochmal schafft. Also rennt der Typ in die Bibliothek, und ich schnappe mir eine dieser riesigen Enzyklopädien neben dem Eingang und werfe sie ihm an den Kopf. Er geht sofort zu Boden. Die Kinder schreien, die Lehrer dort schreien, also schreie ich: "Hey, helft mir!" Ich brauchte Hilfe, um den Kerl festzuhalten.
Subjekt: Christine Locusky, 58 Jahre, Lehrerin der 8. Klasse an der Westmoreland Elementary
Locusky: Wir haben … äh, wir alle haben die Scheiße aus diesem Typen getreten – mir fällt kein besserer Ausdruck ein. Mark war auf ihm drauf, hat ihn nur geschlagen und ich war in der Bibliothek, also habe ich mitgemacht. Ich wusste sofort, dass der Typ etwas getan hat, was er besser gelassen hätte. Ich musste meine Kinder beschützen, das war meine oberste Priorität. Also hab' ich mir einen Stuhl geschnappt und ihn damit geschlagen. Julia und Leonard kamen rüber und machten mit. Wir haben alle einfach auf diesen Typen eingeprügelt – ich weiß nicht, ob er so was wie ein Pädophiler war, aber er hätte nicht in einer Schule sein sollen. Ich hatte einen Bleistift in der Tasche und habe ihn einfach damit erstochen – das war das Einzige, was mir einfiel. Es ging direkt durch die Hand. Wie (deutet eine Stichwunde an)
Subjekt: Julia House, 37 Jahre, Lehrerin der 5. Klasse an der Westmoreland Elementary
House: Ich schritt sofort zur Tat. Ich riss ein Bücherregal auf ihn runter. Zerquetschte ihn. Er zappelte immer noch rum und versuchte rauszukommen, aber er wurde drunter zerquetscht. Er streckte seinen Kopf raus und ich schnappte mir den Schal, den ich anhatte. (gestikuliert) Diesen hier. Und ich wickelte ihn um den Hals des Kostüms und versuchte einfach, den Kerl zu erwürgen. Ihn ohnmächtig werden zu lassen oder so. Die Kinder – ich glaube, es war eine erste Klasse da drin – waren in Tränen aufgelöst und total aufgeregt. Aber ich musste ihn irgendwie aufhalten. Das war ein sehr, sehr großer Mann, und ich weiß nicht, wozu er fähig war. […] Er wurde nicht ohnmächtig. Er stand wieder auf und dann, äh, erwischte Leonard ihn mit einer Schere an der Schulter.
Subjekt: Harry Van Horton, 27 Jahre, Polizeibeamter aus Newton, Iowa
Horton: Wir dachten zuerst, es wäre ein Witz. Ein Typ in einem Kostüm, der in einer Schule herumläuft. Wir wollten gar nicht hingehen, aber der Chef sagte: "Nein, schickt lieber jemanden da raus", also taten wir es. Gott sei Dank. Äh, wir gingen rein und sahen, wie dieser Typ in der Bibliothek in die Enge getrieben wurde. Er hatte sich in einem kleinen Bad dort eingeschlossen, und sie kamen nicht rein. Ähm, also riefen wir Verstärkung und brachten alle Kinder raus. Es war nicht so schlimm, da die meisten Kinder sowieso draußen waren, um Sport zu machen, aber wir sorgten dafür, dass alle Kinder und Lehrer rauskamen. Es dauerte ungefähr eine Stunde, während der Rest von uns vor dem Bad postiert war. Er kam nicht raus. Kein Glück, er knurrte nur oder so. Irgendwas stimmte eindeutig nicht mit ihm. Und ich dachte, es ist eindeutig irgendein verdammter Obdachloser oder – oder jemand, der einfach nicht ganz bei Trost ist. Also traten wir die Tür ein und als ich ihn sah, dachte ich einfach … Ich weiß nicht, irgendetwas in meinem Kopf sagte mir, dass dieser Typ nichts Gutes bedeutet. Wir alle feuerten verdammt nochmal auf dieses Monster. So um die dreißig oder vierzig Schüsse.
Subject: Sarah Bowens, 5 Jahre, Kindergartenschülerin an der Westmoreland Elementary
Bowens: Ich hab' gesehen, wie sie das Monster verprügelt haben
Interviewer: Wie hast du dich dabei gefühlt?
Bowens: Gut.
Interviewer: Warum?
Bowens: Er war böse.
Interviewer: Warum?
Bowens: Er hat böse ausgesehen. Und er hätte nicht da sein sollen.
Bei der Untersuchung des Bandes, das den Schülern gezeigt wurde, wurde eine gewöhnliche Fernsehaufnahme einer Folge der "Muppet Show" gefunden. Es gibt keine Ähnlichkeiten mit SCP-518 auf dem Bildschirm.
Wegen häufiger Zusammenarbeit mit der SCP Foundation wurde GoI-402, die Jim Henson Company, mit einer Anfrage zu SCP-518 kontaktiert. Ein Verbindungsmann der beiden Organisationen bestritt vehement, vorher Kenntnis von SCP-518 gehabt zu haben, und äußerte seine Verachtung für mehrere ästhetische Elemente der Entität selbst, wobei er von mangelhafter Verarbeitung und einem Mangel an "Persönlichkeit" sprach.
Eine Studie, die versuchte, zwangsläufige Effekte im Zusammenhang mit SCP-518 zu ermitteln, insbesondere seine ontologische oder moralische Wahrnehmung bei Betrachtung, lieferte keine erkennbaren Ergebnisse. Mehrere Gerichtsmediziner und Pathologen der Foundation zeigten dennoch einen ungewöhnlich gefühllosen Umgang mit dem Körper von SCP-518 während der Obduktion.

