SCP-5060
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SCP-5060 aus der Sicht einer Sonde der SCP Foundation. Die zahlreichen Satelliten von SCP-5060 wurden digital entfernt.

Objekt-Nr.: SCP-5060

Klassifizierung: Euclid

Sicherheitsmaßnahmen: Eine physische Eindämmung von SCP-5060 ist derzeit unmöglich. Die Foundation wird sich daher darauf konzentrieren, das öffentliche Bewusstsein für SCP-5060 zu verringern.

Foundation-Mitarbeiter innerhalb der Internationalen Astronomischen Union haben über alle laufenden wissenschaftlichen Untersuchungen des Sterns HD 4560 zu berichten. Ein von der Foundation betriebener Web-Crawler (I/O-APHRODITE) soll Online-Communitys auf Diskussionen/Medien zu SCP-5060 überwachen. MTF GAMMA-5 ("Rote Heringe") soll diese Diskussionen untersuchen und von Fall zu Fall für die nötige Amnesierung/Vertuschung sorgen.

Das Projekt Heimdall setzt derzeit modifizierte Erkundungssonden ein, um SCP-5060 zu untersuchen. Diese Sonden sind mit fortschrittlichen Sensoren und SAL-Antriebssystemen ausgestattet, die aus der Untersuchung von SCP-2117 abgeleitet wurden. Sekundäre Missionsziele müssen noch genehmigt werden, vorausgesetzt, die Bewohner von SCP-5060 können interstellar reisen.

Beschreibung: SCP-5060 ist ein terrestrischer Exoplanet mit dem etwa 0,95-fachen Radius und der 0,9-fachen Masse der Erde, der den Stern HD 4560 umkreist. Die Atmosphäre des Planeten besteht aus Kohlendioxid, Stickstoff, Argon und Schwefeldioxid, wie von den Sonden der Foundation festgestellt wurde. Aufgrund der Dichte der Atmosphäre kann die Oberfläche des Planeten vom Weltraum aus nicht mit sichtbarem Licht gesehen werden. Zum Zeitpunkt der Abfassung dieser Akte haben Versuche, Sonden auf dem Planeten zu landen, einheitlich zum Verlust der Kommunikation mit der Sonde beim Eintritt in die Atmosphäre von SCP-5060 geführt.

SCP-5060 verfügt über eine für seine Größe ungewöhnlich hohe Anzahl von Satelliten, insgesamt 1260 (Stand: Januar 2020). Jeder Satellit ist ungefähr kugelförmig mit einem durchschnittlichen Radius von 50 km und befindet sich in der synchronen Umlaufbahn von SCP-5060. Alle 15–25 Jahre stößt SCP-5060 über einen unbekannten Mechanismus einen neuen Satelliten aus oder startet ihn, der eine ähnliche Umlaufbahn einnimmt. 1956, als SCP-5060 von der Foundation entdeckt wurde, lag dieser Zeitraum noch bei durchschnittlich 8–14 Jahren. Bis heute betragt der längste Abstand zwischen dem Auftauchen neuer Satelliten 35 Jahre. Die kürzeste Zeitspanne zwischen dem Auftauchen neuer Satelliten betrug 14 Minuten, während eines Zeitraums, in dem sieben neue Satelliten innerhalb von vier Stunden auftauchten. Es wird daher angenommen, dass SCP-5060 eine außerirdische Zivilisation beherbergt.

Bei der Untersuchung dieser Satelliten durch Sonden der Foundation wurde festgestellt, dass sie hauptsächlich aus Marmor, Granit und Quarzit bestehen, die mit einem transparenten Polymer überzogen sind. Jeder Satellit enthält eine zentrale Hohlkammer. Bei der Fernausgrabung dieser Kammern wurden tausende Eisenkugeln in kleinen Hohlräumen entdeckt. Diese Kugeln enthalten ein feines Pulver, das aus Kohlenstoff, Kalzium, Phosphor und anderen Spurenelementen besteht.

Der Einsatz von Foundation-Sonden provoziert gelegentlich eine aggressive Reaktion von SCP-5060 in Form eine 20 kg schweren Eisengeschosses, das mit 0,1 c abgefeuert wird. Diese Angriffe sind am wahrscheinlichsten, wenn Ausgrabungssonden versuchen, Material von den Satelliten zu bergen. Bislang ist noch keine Sonde einem solchen Angriff entkommen oder hat ihn überlebt, und die Energie des Geschosses macht eine spätere Bergung unmöglich.

Versuche, mit den Bewohnern von SCP-5060 per Funk in Kontakt zu treten, sind gescheitert, da auf der Oberfläche von SCP-5060 keine Telekommunikationssignale empfangen werden können. Vorschläge für zusätzliche Strategien zur Ermittlung der technologischen/biologischen Fähigkeiten der Bewohner von SCP-5060 werden derzeit noch geprüft.

Nachtrag: Aktualisierung 03.03.2020

Um 0800 UTC entdeckten die Verteidigungssatelliten des Projekts Heimdall ankommende außerirdische Körper, die innerhalb einer halben Stunde auf der Erde einschlugen. Eine Reihe von 28 Projektilen wurde von verschiedenen Einschlagsorten rund um den Globus geborgen. Zu diesen Orten gehörten:

Mitglieder der MTF Gamma-5 wurden mobilisiert, um den öffentlichen Aufruhr nach diesem Sperrfeuer zu verringern, und zwar unter dem Vorwand eines bisher unbekannten Meteoritenschauers.

Die Untersuchung dieser Geschosse ergab, dass sie denen ähneln, die von SCP-5060 auf die Sonden der Foundation abgeschossen wurden. Jedes Projektil hatte einen hohlen Kern und enthielt einer der 27 Foundation-Sonden, von denen bisher angenommen wurde, dass sie in der Atmosphäre von SCP-5060 verloren gegangen waren. Zusätzlich enthielt das 28. Projektil eine eiserne Kopie der goldenen Schallplatte der Voyager, in der alle Bilder von Menschen ausgekratzt sind. Auf der Platte befindet sich eine zusätzliche Ätzung in einer nicht entzifferbaren Schrift. Es ist unbekannt, wie die Bewohner von SCP-5060 in den Besitz dieses Objekts gekommen sind, da weder Voyager I noch II in die Nähe von SCP-5060 geflogen sind.

Die Analyse der Flugbahn der Geschosse anhand der von den Projekt-Heimdall-Satelliten gesammelten Daten hat ergeben, dass sie vom Planeten Venus stammen. Versuche der Foundation, die Oberfläche der Venus auf mögliche Kolonien der Bewohner von SCP-5060 zu untersuchen, sind ähnlich fehlgeschlagen wie die Untersuchung von SCP-5060, da die Kommunikation mit den Sonden beim Eintritt in die Venusatmosphäre verloren ging.

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