SCP-439
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Fortgeschrittene Stadien der Fibrodysplasia Ossificans Progressiva (FOP)

Objekt-Nr.: SCP-439

Klassifizierung: Euclid

Sicherheitsmaßnahmen: Das Exemplar ist am bewaffneten Forschungsstandort-45, Trakt für gefährliche Lebensformen, in einer versiegelten, verschlossenen Typ-G-Eindämmungseinheit á 38 l (10 gal) aufzubewahren, die an eine Sauerstoffversorgung angeschlossen ist. Das Exemplar ist durch Fütterungsrohr 16a mit der genehmigten Nährstoffsubstanz X-F zu füttern. Die Handhabung ist Personal der Stufe 2 oder höher vorbehalten.

Beschreibung: SCP-439 ist ein Insekt unbekannter Herkunft, das etwas an eine gräuliche, halbtransparente Forficula auricularia (Gemeiner Ohrwurm) erinnert und ungefähr 2,5 cm lang ist. Ursprünglich auf dem chinesischen Festland in der Provinz ████ ████ angesiedelt/geborgen. Kein anderes Exemplar wurde bisher gefunden.

SCP-439 ist relativ harmlos, wenn ihm unter sicheren Bedingungen begegnet wird, abgesehen von der Fähigkeit, mit seiner Bauchzange fest und schmerzhaft zuzukneifen. Die echte Gefahr, die diese Kreatur darstellt, liegt in der Schaffung von Lebensraum und der Reproduktion, welche stattfinden, wenn das Exemplar in den Mund eines schlafenden Menschen gelangt. Dies wird nur bei Menschen auftreten; andere Lebensformen wurden SCP-439 angeboten und durchweg abgelehnt. Nach der Lokalisation eines geeigneten Wirts wird sich das Exemplar in unmittelbarer Nähe verstecken und warten, bis das Opfer eingeschlafen ist. Wie es in der Lage ist, den Schlafzustand zu erkennen, ist unbekannt, es hat sich jedoch in [DATEN GELÖSCHT] von [DATEN GELÖSCHT] Fällen als treffsicher erwiesen. Nachdem es den Mund des neuen Wirts betreten hat, wird SCP-439 die Speiseröhre hinunterwandern und sich in einem der Lungenflügel des Opfers niederlassen.

Nach dem Aufwachen, in etwa 4–8 Stunden, wird der Wirt über Brustschmerzen und Kurzatmigkeit klagen, kurz darauf folgen Unterleibskrämpfe. Die Enge in der Brust wird ebenso wie das Fieber zunehmen, bis der Wirt außer Gefecht gesetzt ist. Etwa zu dieser Zeit tritt der Beginn der Fibrodysplasia Ossificans Progressiva (FOP) auf, eine Krankheit, die normalerweise genetischer Natur ist und das Wachstum von Knochen im Muskelgewebe fördert. Da die Produktion von neuem Knochenwachstum so schnell erfolgt, ist der Ablauf für das Subjekt auch sehr schmerzhaft, da vereinzelt neue Knochensporne durch das Fleisch ragen. Während dies auftritt, wir der Wirt dazu gezwungen, Schutz in einem abgedunkelten, geschlossenen Raum zu suchen, beispielsweise einem Haushalts-, Wandschrank oder Heizungskeller.

Innerhalb der ersten drei Tage ohne Behandlung zieht sich der Wirt aufgrund der extremen Schmerzen durch das neue Knochenwachstum verbunden mit Atembeschwerden vollständig zurück und wird unbeweglich. Zu diesem Zeitpunkt wird das letzte Stadium der Umwandlung in einen "knöchernen Bienenkorb" beginnen: Nachdem sich der Körper des Wirts in seiner neuen Behausung versteckt hat, wird er sich in einer fetalen Position zusammenkauern. Ganze Teile der Skelettstruktur verlagern sich entlang [DATEN GELÖSCHT], bis der Wirtskörper annähernd kugelförmig und auf ¾ seiner ursprünglichen Größe verkleinert ist. Es werden weiterhin neue Knochenvorsprünge wachsen, die den Körper nach Möglichkeit dauerhaft an seinem neuen Standort verankern. Die Skelettstruktur ist fast nicht wiederzuerkennen, da sie zum Schutz der inneren Organe und der Kolonie in einen runden "Käfig" umgewandelt wurde.

Zu diesem Zeitpunkt ist die Umwandlung abgeschlossen. Die ursprüngliche Königin, die in den Wirt eindrang, wird 20.000–30.000 Nachkommen hervorgebracht haben, die in der typischen Hierarchie von Insektenstaaten als Arbeiter, Drohnen und Krieger fungieren. Da nur die Königin zur Fortpflanzung fähig ist, sind die übrigen Bewohner des Bienenkorbs glücklicherweise harmlos, abgesehen von den großen, starken Bauchzangen der Krieger. Das Innere des ursprünglichen Wirts ist als menschlicher Körper kaum wiederzuerkennen: Bestimmte Organe werden entfernt und als Nahrung verwendet, während andere durch die Arbeiterinsekten so verändert werden, dass sie als Brutkammern für die Eier dienen. Eine ausgeklügelte Methode besteht darin, das eigene Verdauungssystem des Wirts zu nutzen, um von den Soldaten gesammelte organische Materialien zu einem Nahrungsbrei zu verarbeiten, der sowohl die Kolonie ernährt als auch die Bienenkorbstruktur des Wirts erhält.

Nach 4–6 Monaten wird eine neue Königin aus den Rängen auftauchen und sich eine Drohne aussuchen, mit der sie sich paart. Zu diesem Zeitpunkt wird sich die Kolonie selbst zerstören, indem sie [DATEN GELÖSCHT] zerreißt, wodurch die Mehrheit der Insekten stirbt. Arbeiter und Drohnen sind nicht dazu geeignet, außerhalb des Wirtsbienenkorbs zu überleben und die Krieger werden den Ort verlassen und davonwandern, da sie ihre Aufgabe erfüllt haben. Von den Kriegern wird nichts gegessen, was kein Nahrungsbrei ist, der vom ursprünglichen Bienenkorb produziert wurde. Die neue Königin wird sich befruchtet auf die Suche nach ihrem eigenen neuen Bienenkorb machen. Unglaublicherweise stellt der Bienenkorb seine biologische Aktivität nicht wegen des Traumas der Evakuierung, sondern aufgrund von Verhungern ein.

Nachtrag: Während einer besonders beunruhigenden Entwicklung hat Dr. ██████ eine Reihe von Experimenten durchgeführt, um das Ausmaß der Schädigung des Wirtskörpers zu bestimmen, nachdem er die Umwandlung in einen Bienenkorb abgeschlossen hat. Während vorab in Autopsien herausgefunden wurde, dass Teile des Hirns ausgehöhlt werden, um als Nahrung zu dienen, bleiben andere intakt, vermutlich um zu regulieren, welche Körperfunktionen bestehen bleiben. Während der letzten Versuchsreihe ergriff ██████ die Gelegenheit, einen Bienenkorb kurz nach der Transformation aus der Nähe zu untersuchen. Die Augen wurden schließlich zu dem Zeitpunkt erreicht, als ██████ die Untersuchung durchführte, waren aber noch intakt. Nach dem Öffnen der Augenlider und der Untersuchung mit einer Taschenlampe entdeckte ██████, dass die Augen des Wirts dem Lichtstrahl folgten. Das Experiment wurde abgebrochen und es sind keine weiteren Tests geplant.

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