SCP-397-DE

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Eine SCP-397-DE-Instanz in der Wildnis

Objekt-Nr.: SCP-397-DE

Klassifizierung: Keter

Sicherheitsmaßnahmen: Zwei SCP-397-DE-Instanzen werden getrennt voneinander in 3 m x 3 m x 3 m großen Glasterrarien in Standort-DE6 eingedämmt. Um für die Instanzen eine vertraute Umgebung zu simulieren, sind die Terrarien mit Erde und vereinzelten Steinen gefüllt. Dem Männchen ist alle zwei Wochen eine Ratte als Nahrung zur Verfügung zu stellen, während das Weibchen in demselben Zeitraum mit 10 kg Gräsern zu versorgen ist. In einem Vorraum haben sich zwei Ganzkörperschutzanzüge zu befinden, die von Mitarbeitern beim Füttern der Instanzen und Säubern der Zellen zu tragen sind. Es müssen sich immer zwei Mitarbeiter in dem Terrarium befinden, welche sich nach der Abschluss der Tätigkeiten im Vorraum gegenseitig zu untersuchen haben, um mögliche Bisse zu lokalisieren. Im Falle eines Bisses des Weibchens und Penetration der Wirbelsäule ist die Cerebrospinalflüssigkeit1 durch medizinisches Personal mittels einer sterilen Spritze aus dem Vesikel zu ziehen und im Krankenflügel zu lagern. Der betroffene Mitarbeiter ist anschließend für eine Woche in Quarantäne zu überliefern, um mögliche pathogene Infektionen auszuschließen.

Zivile Aufkommen von Nestern sind mit chemischen Schädlingsbekämpfungsmitteln, die über Sprühspritzen zu verteilen sind, zu neutralisieren sowie die weiblichen SCP-397-DE-Instanzen von den Wirten entfernt werden.

Beschreibung: Bei SCP-397-DE handelt es sich um einen skorpionartigen Organismus unbekannter taxonomischer Zuordnung mit einem sichtbaren Sexualdimorphismus, welcher sich durch insektoide Flügel bei den geschlechtsreifen Weibchen zwischen dem dritten und vierten Segment des Tergites2 zeigt. Unterschiede abseits der Geschlechtsreife können in der Dicke der Scheren festgestellt werden, welche bei den Weibchen deutlich dicker und kräftiger und bei männlichen Instanzen eher schmal und lang sind. Allen Instanzen ist jedoch eine Größe von 10 cm sowie eine schwarze Körperfärbung gemein. Der Anus befindet sich unterhalb der fünften Stenite.3 Die Lebensweise von SCP-397-DE-Instanzen ähnelt derer von Ameisen, da sie ebenfalls unterirdische Bauten mit Gängen und Kammern für verschiedene Zwecke errichten, jedoch fehlt eine hierarchische Struktur mit Arbeiterinnen oder Soldatinnen.

Weibchen ernähren sich ausschließlich herbivorisch oder von Blumennektar, während Männchen Blut aus großen Säugetieren saugen. Um einen passenden Wirt zu finden, sind die Männchen auf die Weibchen angewiesen, welche zuerst auf dem Rücken des Wirts landen. Dort angekommen, bohren sie ihren Giftstachel durch dessen Haut, wobei sich das Metasoma4 fortwährend anomal verlängert, um den Stachel in tiefere Körperschichten zu bewegen. Schließlich erreicht der Stachel die Wirbelsäule und durchbohrt auch diese, woraufhin es einen kleinen Teil der Cerebrospinalflüssigkeit aussaugt und diese im Vesikel5 lagert. Im Anschluss wird das Metasoma wieder eingefahren, woraufhin die Instanz zum Nest fliegt und die Cerebrospinalflüssigkeit absondert. Männchen, die besagte Flüssigkeit konsumieren, erhalten durch einen noch nicht verstandenen Prozess Kenntnis über alle Gewohnheiten des Wirts, wie etwa Essens- und Schlafenszeiten. Das ist dadurch evident, dass alle bisherigen Opfer angegriffen wurden, als sie allein und abseits von möglicher Hilfe waren.

Vor einem Angriff bauen männliche und weibliche Instanzen Gänge unter dem Haus des Wirts und untersuchen es auf Lücken, wobei Flurdielen und dünne Wände auch bereits mit Scheren beschädigt wurden. Beim Angriff krabbeln alle männlichen Instanzen in der Umgebung auf den Wirt, klammern sich mit ihren Scheren fest und bohren ihre Stachel in dessen Haut, woraufhin sie Blut zu saugen beginnen. Die Schmerzen der Einstiche sind mit einem Bienenstich zu vergleichen, jedoch wirkt sich der Speichel lokal betäubend auf die Schmerzen aus. Aufgrund der Menge an Instanzen und dem Überraschungseffekt ist der Wirt meistens nicht in der Lage, den Angriff zu unterbinden und wird stattdessen versuchen, die Instanzen zu entfernen, was meistens zu Hautverlust und Ausblutung führt. Nach 5 - 10 Minuten stirbt der Wirt aufgrund von Anämie. Daraufhin ziehen sich alle Instanzen wieder in ihr Nest zurück. Je nach Größe des angegriffenen Wirts kann eine Mahlzeit die Instanzen für zwei Wochen bis einen Monat sättigen.

Entdeckung: Das erste von der Foundation registrierte, menschliche Opfer von SCP-397-DE war Markus Holth, der seine Erlebnisse in einem Internetblog, welcher nachfolgend im Anhang zu finden ist, festhielt und so die Aufmerksamkeit der Foundation erregte. Als Agenten bei dessen Residenz eintrafen, fanden sie das Subjekt tot und blutleer neben einem Terrarium vor, in welchem sich eine scheinbar gefangene SCP-397-DE-Instanz befand, die anschließend nach Standort-DE6 transportiert wurde. Der Todesfall konnte als Suizid verschleiert werden, da die Nachbarn bereits annahmen, er hätte den Verstand verloren.

Anhang/397-DE-01: Internetblog von Markus Holth

Hallo Leute! Ich habe diesen Blog gestartet, da ich in letzter Zeit einige seltsame Löcher in meiner Tapete fand. Die sind immer direkt am Boden und sehen fast aus wie Mauselöcher aus irgendeinem Cartoon. In den Dielen sind auch manche in derselben Größe: 20 cm. Vielleicht zersetzt sich langsam das Material in den Wänden oder so, ich weiß es nicht. Davon mal abgesehen, habe ich seit zwei Tagen ein starkes Jucken in der Mitte meines Rückens. Wahrscheinlich nur ein Mückenstich.

Danke für die hilfreichen Kommentare! Einige von euch meinten, es könne sich um Holzwürmer handeln, weswegen ich bei den Löchern Borsalz-Lösungen aufgesprüht habe. Die Löcher selbst habe ich anschließend notdürftig mit Spachtelmasse gefüllt und hoffe, dass es das war. Morgen gehe ich nach der Arbeit zum Arzt, denn im Spiegel sah der Stich schon relativ groß und rot aus.

So, der Arzt hat sich die Stelle angeschaut und eine seltsame Flüssigkeit entdeckt, die sich nach einer Untersuchung als Gehirnwasser herausstellte. War ganz überrascht, dass ich das nicht gespürt habe, aber nach einem Blick auf meine Krankenakte erinnerte er sich, dass ich Analgesie6 habe. Er hat mich dann für eine Lumbalpunktion vorbereitet und etwas Gehirnwasser entnommen. Offenbar habe ich ein chronisches Liquorunterdrucksyndrom aufgrund eines kleinen Lecks in meiner Wirbelsäule, wo Gehirnwasser austritt. Erst wollte er mich ins Krankenhaus versetzen, aber das wollte ich nicht. Dann hat er mir Theophyllin und Bettruhe verschrieben. Hoffentlich bleibe ich bei Sinnen.

Als ich Zuhause ankam, traf mich der nächste Schlag. Die Löcher sind wieder auf! Jedes einzelne! Darum kümmere ich mich morgen.

Ich wollte heute nur kurz rausgehen, um die Post zu holen, aber die Sonne sieht irgendwie viel heller aus. Mir kamen die Tränen beim Schmerz in den Augen, weswegen ich mich zurückzog. Wird wohl mit meinem Zustand zusammenhängen, weshalb ich erstmal alle Vorhänge zugezogen und Jalousien runter gelassen habe. Bin ich froh, dass mir die restlichen Schmerzen des Syndroms erspart bleiben. Wenn es ganz still ist, höre ich leichtes Getrippel, kann aber nicht genau sagen, von wo. Wer oder was auch immer mir in den Rücken gestochen hat, ist noch nicht mit mir fertig.

Ich komme nicht mehr aus meinem Haus raus. Wenn ich es versuche, höre ich nur ein Knirschen, aber nichts bewegt sich. Nennt mich gerne verrückt, aber ich glaube, dass da Krabbeltiere in den Wänden sind. Wenn ich mein Ohr gegen die Wand presse, höre ich ganz deutlich Trippeln und Kratzen. Holzwürmer können das ganz sicher nicht sein, die haben keine Beine und können auch nicht stechen. Am besten sollte ich sie aufbrechen und die Viecher umbringen.

Ich konnte ein Stück Wand mit einer Spitzhacke aus meinem Keller aufbrechen und fand einen kleinen schwarzen Skorpion. Hab ihn in meinem Terrarium eingesperrt, wo eigentlich eine Echse rein sollte, aber mir sind diese Viecher dazwischen gekommen. Der hat sofort angefangen, Gänge in die Erde zu bauen wie eine Ameise und wollte auch nichts fressen, was ich ihm anbot. Ich glaube, wir kommen des Rätsels Lösung näher.

Das Trippeln ist um einiges intensiver geworden. Das klingt wie eine riesige Horde von Skorpionen. Ich habe eine Heidenangst und bitte jeden, mir hieraus zu helfen. Ich spinne hier nichts zusammen, nur um zu unterhalten, wie bei einer Creepypasta. Ich braufuck sind das Viiele

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