SCP-367-DE

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\\\ "SCPFUNK" FERNSCHREIBENETZWERK
\\\ Version 3.21
\\\ Systemsprache: GER (Deutsch)

\\ ZEITSTEMPEL: 15:54/07.06.1966

LOKAL: SUCHE: "SCP-367-DE" SPRACH GER

LOKALER NETZKNOTEN REAGIERT. ZEITSTEMPEL 15:54/07.06.1966

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KONSOLE REAGIERT. ZEITSTEMPEL 15:55/07.06.1966

KONSOLE ANTWORTET: SCP-367-DE-GER/FILE

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ACHTUNG, SICHERHEITSWARNUNG

Dieses Dokument unterliegt Sicherheitsfreigabestufe 4 (Streng Geheim). Verstöße werden verfolgt und disziplinarisch bestraft. Wenn Sie ohne Ihr Zutun fälschlicherweise dieses Dokument erhalten haben, legen Sie Ihre Kopie beiseite bzw. schalten Sie Ihre Konsole ab und setzen Ihren Vorgesetzten in Kenntnis.

Objekt-Nr.: SCP-367-DE

Klassifizierung: Keter

Sicherheitsmaßnahmen: Eine Eindämmung oder Isolierung des Objekts ist derzeit nicht möglich. Sämtliche Maßnahmen der Foundation sind auf Informationsgewinn durch eingebettete Agenten und Beobachtungen der Aktivitäten des U.S. Paranatural Warfare Commands (z.dt.: "Oberkommando für paranatürliche Kriegsführung der Vereinigten Staaten"; umgs. "Pentagram") beschränkt. Im Falle einer Aktivierung der Anomalie haben sich sämtliche Standorte der Abteilung der SCP-Foundation in Deutschland in höchste Alarmbereitschaft zu versetzen und auf weitere Befehle zu warten.

Beschreibung: SCP-367-DE beschreibt ein Netzwerk aus anomaler Technologie, erbaut von und im Besitz des Pentagrams, die auf anomale Waffenentwicklung und -anwendung spezialisierte Abteilung des amerikanischen Verteidigungsministeriums. Das System ist weitestgehend dezentralisiert, mit nur einem zentralen Knotenpunkt (-A), welcher sich nach derzeitigem Kenntnisstand an einem der Foundation nicht bekanntem Standort befindet.

Das Netzwerk besteht aus folgenden Komponenten:

  • 52 Personen, welche unter gefälschten Identitäten innerhalb der Bundesrepublik Deutschland untergetaucht sind. Sie alle verfügen über Kenntnisse in der Staats- und Kriegsführung. Derzeit sind der Foundation die ursprünglichen Identitäten von nur 12 der Personen bekannt, entweder ehemalige Spione des 1945 aufgelösten amerikanischen Office of Strategic Services, die im Zuge des Zweiten Weltkriegs in Deutschland für die USA spionierten, oder ehemalige Offiziere des Dritten Reichs, die laut offiziellen Aussagen entweder derzeit in amerikanischer Haft oder bereits verstorben sein sollten. Es ist allerdings davon auszugehen, dass sich auch rekrutierte deutsche Zivilisten darunter befinden. (SCP-367-DE-B)
  • Ein thaumaturgischer Effekt, welcher sowohl auf SCP-367-DE-B, wie auch sämtlichen Mitgliedern einer amtierenden westdeutschen Bundesregierung, der dazugehörigen Regierungskoalition, den Richtern des Bundesverfassungsgerichts sowie dem Bundespräsidenten liegt (-C1). (SCP-367-DE-C)
  • Eine Reihe an in verdeckten Operationen beschafften Dokumenten, darunter die Originalkopie des westdeutschen Grundgesetzes, amtliche Aufzeichnungen bezüglich der zuvor genannten Ämter sowie eine unbekannte Anzahl an weiteren Schriftstücken. Diese Dokumente wurden von Thaumaturgen des Pentagrams als Ausgangspunkt für SCP-367-DE-C verwendet. (SCP-367-DE-A)

SCP-367-DE wurde unter dem Tarnnamen "Projekt AMBER FLOOD" entwickelt und dient der amerikanischen Regierung als ein Notfallsystem im Falle, dass die Bundesregierung Deutschlands sich von den USA geopolitisch distanziert. In einem solchen Falle würde SCP-367-DE-C aktiviert werden, wodurch SCP-367-DE-C1 rapide Nervenschäden erleiden, was innerhalb von ca. 30 Stunden den gesamten Regierungsapparat der BRD ausschalten. Gleichzeitig würden die Ämter von Bundeskanzler, Bundespräsident, und die der Minister und Verfassungsrichter konzeptuell auf Personen aus SCP-367-DE-B übertragen, welche sich wie vor ihrem Abtauchen instruiert sofort zu geplanten Treffpunkten mit US-Truppen begeben und von dort ihre anomal beschafften Amtstätigkeiten aufnehmen würden. Das Pentagram plant dabei, durch diese Satellitenregierung eine Militärdiktatur einzusetzen und notfalls durch amerikanischen Truppeneinsatz zu stabilisieren.

Da das Pentagram weitestgehend unabhängig von der regulären amerikanischen Befehlskette agiert, ist die Meinung der US-Regierung zu dem Projekt schwer zu ermitteln. In Anbetracht der Interventionspolitik der USA besteht aber zumindest das Risiko, dass der Einsatz von SCP-367-DE erfolgreich seien könnte. Auch wenn das Pentagram höchstwahrscheinlich selbst Desinformationsmaßnahmen und Gedächtnislöschungen vorzunehmen plant, um Geheimhaltung bezüglich der anomalen Todesart zu wahren, ist nicht abschätzbar, welchen Einfluss eine Aktivierung SCP-367-DEs auf die Operationen der Foundation in Deutschland haben würde, insbesondere im Fall eines Fehlschlags der Militärregierung.

Entdeckung: SCP-367-DE wurde zwar bereits 1949 vom Technical-Administrative Advisory Council (TECADAC; z.dt.: Technisch-Administrativer Beratungsrat), dem Forschungsgremium des Pentagrams vorgeschlagen und auf Befehl des damaligen Präsidenten Harry Truman bis 1951 fertiggestellt, die Foundation wurde aber erst 1964 auf das Projekt aufmerksam, nachdem ein eingebetteter Feldagent innerhalb des amerikanischen Verteidigungsministeriums in der Lage war, auf mehrere Projektakten des Pentagrams Zugriff zu erlangen und diese abzufo­to­gra­fie­ren.


ANHANG 1 ("RECOV/GOI-616/367-DE-GER-1") AUS "SCP-367-DE-GER/FILE" WIRD ÜBERTRAGEN

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UNITED STATES PARANATURAL WARFARE COMMAND, UNITED STATES DEPARTMENT OF DEFENSE
Datum: 7-13-1951 Aktennr.: 751/1417
Aktenname: Projekt AMBER FLOOD
Übersicht:

Auch wenn es sich bei der Bundesrepublik Deutschland durch die großzügige Unterstützung und Bemühungen der Vereinigten Staaten mittlerweile um einen Staat der Demokratie, Aufrichtigkeit und Freiheit handelt, müssen wir auch unsere Verbündeten immer im Blick behalten, dass sie nicht doch unsere Feinde werden. Insbesondere Deutschland, welches immer noch entlang des Eisernen Vorhangs getrennt ist, und das bereits in der Vergangenheit unser Feind war, könnte durch die falschen Entscheidungen ihrer Bevölkerung nicht mehr in unserem Interesse handeln, was in Betracht der rapiden Wirtschaftsentwicklung des Landes so kurz nach fast totaler Zerstörung, des bereits investierten Geldes und der strategischen Bedeutung des Landes ein zu großes Risiko darstellt.

Deshalb wurde Projekt AMBER FLOOD ins Leben gerufen, die Absicherung gegenüber Bonn, dass unsere Großzügigkeit der vergangen Jahre erwidert wird.

Das Projekt baut auf zwei grundlegenden Technologien auf: AMBER FLOOD ONE, ein thaumaturgischer Fluch, welcher an alle relevanten Posten der BRD-Regierung geknüpft ist und der auf Aktivierung durch einen Thaumaturgen sämtliche Inhaber dieser Posten durch ein rapides Absterben ihrer Nervenzellen töten wird. AMBER FLOOD TWO hingegen ist ein thaumaturgisches Wirken auf Basis der Forschung zur Projekt GAZE CLOUD und Projekt GREEN PATH [1], welches mit 52 zivilen Agenten des Oberkommandos thaumaturgisch verbunden wurde und die Konzepte der zuvor frei werdenden Regierungsämter auf sie überträgt. Metaphysisch nehmen sie die Rollen vollständig an und können vollkommen rechtens die damit verbundenen Befugnisse ausführen. Dadurch kann eine den Vereinigten Staaten Amerikas loyale Regierung eingeführt werden.

Beide Technologien werden durch AMBER FLOOD THREE betrieben, eine Sammlung an offiziellen deutschen Regierungsdokumenten und anderen Schriftstücken der von AMBER FLOOD ONE zu treffenden Positionen. Unter anderem gelang es Soldaten der 1st Paranatural Reconnaissance Group [2] im September 1950, die Originalkopie der deutschen Verfassung sicherzustellen. Im darauf folgenden Monat brachten Thaumatologen und Metaphysiker des Oberkommandos eine Reihe an thaumatologischen Siegeln auf den Dokumenten an und vervollständigten zwei Wirken, um AMBER FLOOD ONE und AMBER FLOOD TWO zu kreieren. Für letzteres wurde eine frische Blutprobe von allen 52 Agenten benötigt, welche sich nun getrocknet auf den Dokumenten finden lassen. Eine Beschreibung der beiden Wirken können in ihrem Detail im Forschungsbericht 1050/6851 eingesehen werden [3].

Den Agenten wurde anschließend eine falsche Identität zugeteilt (eine entsprechende Kartei liegt dem Stab des Kommandanten unter 151/3401 vor) [4] und sie wurden auf das Staatsgebiet der BRD verteilt, um unterzutauchen. Keiner besitzt Kontakt zueinander oder zum Oberkommando oder Dokumentation, die ihn als Agent kennzeichnen würden. Zudem übersteigt die Zahl der Agenten die der von AMBER FLOOD TWO benötigten Posten, wodurch geringe Zahlen an Verlusten akzeptabel sind. Allen Agenten wurde ein Treffpunkt mitgeteilt, bei dem sie im Falle einer Aktivierung von AMBER FLOOD einzutreffen haben, um so mit Soldaten des USPAWCOM wieder in Kontakt zu treten; die metaphysische Übertragung der Ämter sollte von den Betroffenen dabei selbst bemerkt werden.

AMBER FLOOD THREE wurde in Basis "Summer" eingelagert, mit einem Team aus drei Thaumaturgen vor Ort, um auf Befehl sofort AMBER FLOOD zu aktivieren. Eine Lagerung innerhalb der BRD selbst ist notwendig, um nicht AMBER FLOOD TWOs metaphysischen Effekte zu stören; eine Aktivierung außerhalb deutschen Staatsgebiets könnte die Konzeptübertragung behindern.

Anweisungen:

AMBER FLOOD ist auf Befehl des Präsidenten unter den folgenden Umständen zu aktivieren:

1) Die Bundesrepublik Deutschland wird aufgrund eines Putsches, eines Volksaufstandes, einer Wahl oder einer anderen Möglichkeit von einer Regierung geführt, die den Marxismus-Leninismus oder eine ähnliche, sozialistische Ideologie offen unterstützt, praktiziert, oder anderweitig verbreitet.
2) Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland unternimmt Anstrengungen, eine Planwirtschaft (nach sowjetischem Vorbild oder anderem), eine sozialistische Marktwirtschaft (nach jugoslawischen Vorbild oder anderem) oder eine andere Form von nicht-kapitalistischer Wirtschaftsform einzuführen.
3) Die Bundesrepublik Deutschland unternimmt Anstrengungen, sich politisch und militärisch als neutrale Nation (ähnlich der Schweißer Eidgenossenschaft oder der Republik Österreich) zu verhalten.
4) Die Deutsche Demokratische Republik überholt die Bundesrepublik Deutschland in wirtschaftlicher Leistung und/oder Lebensqualität und es findet eine auf die westdeutsche Wirtschaftsleistung negativ auswirkende Auswanderung in das Gebiet der Deutschen Demokratischen Republik statt.
5) Zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik kommt es zu womöglich erfolgreichen Verhandlungen zur Wiedervereinigung, mit Ausnahme des Falles, dass diese Wiedervereinigung eine reine Aufnahme des ostdeutschen Staatsgebietes in das westdeutsche darstellt.

Sollte einer dieser Fälle eintreten, hat der Kommandanten des USPAWCOM den Code AMBER FLOOD HEATING an den Präsidenten der Vereinigten Staaten sowie den Projektleiter von AMBER FLOOD zu senden. Der Präsident sowie der Kommandant können nun innerhalb der 12 Stunden nach Erhalt des Codes mit dem Code AMBER FLOOD COLD einen Abbruch befehlen. Sollte dies nicht geschehen, hat der Projektleiter den Code AMBER FLOOD HOT an den Kommandanten, den Präsidenten und Basis "Summer" zu senden. Der dort diensthabende, dem Projekt zugewiesene Thaumaturge hat umgehend AMBER FLOOD zu aktivieren. Anschließend hat er sofort den Code AMBER FLOOD BOILING direkt an den Kommandanten zu schicken, welcher ihn an den Präsidenten weiterleitet. Beide haben nun die nicht-paranatürlichen Maßnahmen zu planen und durchzuführen, um einen Erfolg des Projekts sicherzustellen, etwa das Instruieren der, nun die deutsche Regierung stellenden, Agenten oder Einsatz von Soldaten der United States Army zum Schutz ebendieser.

Leiter: Colonel Tyler Smithson Forschungsleiter: Dr. J. Young
Akte klassifiziert als [STRENG GEHEIM]
Fußnoten
1. Projekt GAZE CLOUD war ein 1944 durchgeführtes Projekt des Pentagrams im Zuge des Siebten Okkulten Kriegs, um den Regierungsämtern NS-Deutschlands metaphysisch ihre Amtsgewalt zu entziehen, um damit den gesamten deutschen Staat in sich selbst kollabieren zu lassen. Wurde aus Kostengründen und dem bereits absehbaren alliierten Sieg stillgelegt bzw. 1946 in Projekt GREEN PATH übergeführt, ein Projekt, um die Regierung der USA vor einem solchen Angriff durch die UdSSR zu schützen.
2. z.dt.: "1ste Paranatürliche Aufklärungsgruppe", eine in der U.S. Army eingebettete Infiltrationseinheit des Pentagrams.
3. Das entsprechende Dokument konnte bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht geborgen werden.
4. Der Foundation gelang es bisher nicht, Zugriff auf diese Kartei zu erlangen. Es konnten lediglich in diesem Jahr verschwundene, zuvor bereits observierte, Pentagram-Mitarbeiter zurückverfolgt werden.

ANHANG 2 ("GENERIC-367-DE-GER") AUS "SCP-367-DE-GER/FILE" WIRD ÜBERTRAGEN

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Am 16.01.1966 konnte ein eingebetteter Agent im amerikanischen Verteidigungsministerium eine an das Pentagram gerichtete Nachricht der Interessengruppe GoI-016 "Global Occult Coalition" abfangen.

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An das Paranatural Warfare Command der Vereinigten Staaten Amerikas,

dies ist eine Warnung. Es ist zu unserer Kenntnis gekommen, dass Ihre Organisation ein tangentiales Waffensystem errichtet hat, um die völkerrechtlich legitime und in UN-Organisationen aktive Regierung der Bundesrepublik Deutschland zu stürzen und in Ihrem eigenen nationalen Interesse auszutauschen. Dies verstößt gegen geltendes internationales Recht, insbesondere den Sperrvertrag zu metaphysischer Amtsmanipulation von 1948, den Ihre Regierung unterzeichnet hat.

Uns ist bewusst, dass Ihre Operationen weitestgehend nach eigenem Ermessen erfolgen, weshalb wir uns direkt an Sie wenden: Brechen Sie das Projekt AMBER FLOOD umgehend ab, führen Sie die entwendeten Urkunden und Dokumente an die deutsche Bundesregierung zurück und übergeben Sie uns jegliche vormaligen Wehrmachts- und Schutzstaffeloffiziere, die von Ihnen eingesetzt werden.

Sollte dies nicht in zu erwartender Zeit stattfinden, sehen wir uns gezwungen, nach den durch die Vereinten Nationen auf uns übertragenen Befugnissen Ihre nationalen Interessen zu überschreiben und im Interesse des globalen Friends einzugreifen.

Gezeichnet:
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Untergeneralsekretärin DC al Fine
United Nations Global Occult Coalition

Es konnte keine Antwort des Pentagrams abgefangen werden. Fünf Tage später, am 21.01.1966, kam es dann schließlich zu einem Zwischenfall in der US-Militärbasis [ZENSIERT], gelegen auf westdeutschem Staatsgebiet. Im Nachhinein wurde so offengelegt, dass die Anlage zum Teil dem Pentagram gehörte. Es folgt ein Transkript der sichergestellten Überwachungsaufnahmen sowie an einzelnen Stellen Transkripte von in der Basis angebrachten Tonaufnahmegeräten.

Protokoll/GoI-616/367-DE/1

Datum: 21.01.1966
Uhrzeit: 19:38 bis 20:06 CET
Ort: US-Militärbasis [ZENSIERT], [ZENSIERT], BRD

Beginn des Protokolls

19:38: Ein schwarzer BMW 502 fährt zum Zugang der Basis vor; das Kennzeichen konnte später als gefälscht identifiziert werden. In dem Fahrzeug sind ein Mann und eine Frau auf den Vordersitzen sowie zwei unkenntliche Personen auf den Rücksitzen zu erkennen (Unbekannte U1 bis U4).

Amerik. Wachmann: Papiere bitte.

U1: (Reicht dem Wachmann ein Dokument) Wir gehören zum Internationalen Roten Kreuz. Unangekündigte Kontrolle Ihrer Krankenabteilung.

Amerik. Wachmann: Ich wurde über keine Kontrolle informiert?

U3: Dann wäre es ja keine unangekündigte Kontrolle.

Amerik. Wachmann: Entschuldigen Sie, aber ich muss das checken, mit meinen Vorgesetzten [sic]. (Greift zu einem Telefonhörer.)

U2: Phase 2.

19:39: Der Wagen manövriert mit hoher Geschwindigkeit rückwärts aus der Einfahrt hinaus und steuert scheinbar absichtlich auf den Bürgersteig. Gleichzeitig zündet der Motor eines VW T1 am Ende der vor der Basis gelegenen Straße. Es ist kein Fahrer zu erkennen.

Amerik. Wachmann: Crap! [z.dt.: "Scheiße!"] (Drückt einen Knopf auf seinem Schreibtisch, worauf ein Alarm in der Basis ausgelöst wird.)

19:40: Der VW T1 beschleunigt auf seine Höchstgeschwindigkeit von etwa 100 Kilometer pro Stunde und rammt durch die Schranken des Wachpostens hindurch, kollidiert mit einem auf dem dahintergelegenem Parkplatz stehenden Jeep, stößt mit ihm in den Fuhrpark der Basis und explodiert. Die Größe der Sprengung lässt darauf schließen, dass in dem Kleinlaster eine Sprengladung platziert worden war. Der BMW beschleunigt anschließend selbst und fährt durch die nun freie Zufahrt auf das Gelände.

19:41: Die vier Insassen des BMWs verlassen ihr Fahrzeug mit G3-Sturmgewehren und eröffnen Feuer auf die zum Eingang eilenden Soldaten, während sie sich auf das Hauptgebäude der Basis zubewegen.

19:41: Auf der anderen Seite der Basis kann für wenige Sekunden eine dunkel gekleidete Gestalt erkannt werden, die vom Stacheldrahtzaun der Basis hinabspringt und hinter einer Ecke des Hauptgebäudes verschwindet.

19:43: U1 bis -4 durchdringen die Wachen und Verteidigungsstellungen im Eingangsbereich des Hauptgebäudes und stoßen in den Verwaltungsbereich vor. Auffallend dabei ist, dass, auch wenn alle vier scheinbar beschusshemmende Panzerung unter ihrer Kleidung trugen, sie trotz Beschuss durch mehrere dutzend ausgebildete Soldaten mit wenig bis gar keiner Deckung nicht getroffen wurden.

19:46: Auf der anderen Seite des Gebäudes, im Versorgungslager, treten zwei Soldaten ein und beginnen die Stahltür des Raumes hinter sich zu verriegeln. Eine Wache eilt zu ihnen und ruft ihnen zu. Während die drei sich hektisch unterhalten, tritt ein in einen dunklen Anzug gekleideter Mann (U5) hinter einem der Lagerregale hervor und feuert mit einer Pistole auf die Soldaten. Die beiden, welche zuvor den Raum erst betreten haben, werden beide getötet; die Dritte allerdings bleibt unversehrt und scheint nicht feindlich gegenüber dem Angreifer zu reagieren. Die beiden treten aufeinander zu und sprechen kurz eilig miteinander, bevor sie in einen angrenzenden Lagerraum laufen.

19:50: U1 bis -4 kämpfen sich bis in den zweiten Stock des Verwaltungsbereichs; die Soldaten der Basis sind dazu übergegangen, sie in einem Großraumbüro mit Unterdrückungsfeuer einzukesseln. Es kann ab diesem Zeitpunkt davon ausgegangen werden, dass die vier Eindringlinge eine Form von anomalem Verteidigungsmechanismus an sich tragen, da u.a. eine Handgranate etwa sechs Meter neben Ihnen explodierte und sie lediglich oberflächliche Schnittwunden durch die Splitter der Granate erlitten.

19:50: Im Zentrum des Versorgungslagers treffen U5 und der mit ihm kollaborierende US-Soldat (U6) auf zwei weitere zivile Eindringlinge (U7 und U8), wobei insbesondere U7 durch seine ungewöhnliche Körpergröße (> 2 Meter) auffällt. Die vier scheinen sich im Raum umzusehen.

U6: Und wo zur Hölle ist dieser Eingang jetzt?

U5: (Mit einem hörbaren englischen Akzent) Eine gute Frage, mein Freund. (Beginnt einen in einer Raumecke stehendem Metallschrank zu mustern.)

U8: Wenn diese Spezialisten in der Beobachtung Stuss erzählt haben und wir hier in die falsche Militärbasis sind [sic], ich schwöre …

U7: (Mit einem merklichen slawischen Akzent) Beruhig dich, Schorf. Die Pläne gehen ansonsten auch auf.

U5: Er hat aber durchaus recht. Wir müssen schleunigst diesen Zugang finden, oder wir können uns alle als tot betrachten. (Er kniet sich vor dem Schrank nieder und zieht einen Dietrich aus einer Innentasche seines Jacketts.)

U6: Glaubst du, dass es in dem Kasten drin ist, Breach?

U5: (Beginnt das Schloss des Schrankes mit dem Dietrich zu öffnen.) Zumindest wäre es hilfreich zu wissen, was darin ist.

19:51: Die Schranktür öffnet sich. Dahinter ist ein Tastenfeld zu sehen.

U5: Voilà.

19:51: U7 tritt neben U5 und gibt eine Zahlenkombination in das Tastenfeld ein. Ein hydraulisches Zischen ist zu vernehmen und der Schrank öffnet sich ähnlich einer regulären Tür. U5, U7 und U8 ziehen Pistolen, während U6 sein Sturmgewehr anlegt. Die vier treten in den geöffneten Raum ein und scheinen von dort eine Treppe hinunterzugehen, bevor sich der Zugang sowie die Türen des Schrankes selbst wieder schließen.

19:53: Im ersten Untergeschoß der Basis treten U5 bis -8 in einen längeren Korridor, zwei Soldaten laufen aus einem an dessen Ende gelegenen Raum und legen ihre Gewehre an. U7 gibt zwei Schüsse ab, die die Soldaten beide tödlich treffen.

19:54: U1 bis -4 brechen durch die sie umzingelnden Truppen. Die amerikanischen Truppen verfallen dabei zunehmend in Panik, als Beschuss der Eindringlinge weiterhin ineffektiv bleibt. Die vier Angreifer beginnen in Richtung des zum Dach führenden Treppenhauses vorzudringen.

19:56: U5 bis -8 laufen durch mehrere Korridore der unterirdischen Teile der Basis. Widerstand zu diesem Zeitpunkt ist gering; die Mehrheit der Soldaten hat sich zur Oberfläche begeben, um U1- bis -4 zu bekämpfen. Die Eindringlinge erreichen einen Gang, in welchem sechs massive Stahltore in der Wand zu sehen sind. Auf jedem wurde mit oranger Sprühfarbe "OCCULT STORAGE" gefolgt von einer Zahl zwischen 1 und 6 geschrieben. Die vier Männer treten vor das als Lager 2 gekennzeichnete Tor.

U6: Das ist jetzt dein Job, Schorf. (Klopft U8 auf den Rücken.)

19:57: U8 öffnet eine an seinem Gürtel befestigte Tasche und zieht eine aufgerollte Papierrolle sowie eine an einem Seil festgemachte Metallkugel hervor. Anschließend rollt er das Papier auf dem Boden vor dem Tor aus - darauf ist ein von den beiden Enden des Papiers reichender Halbkreis sowie einige andere geometrische Formen zu erkennen - und lässt die Kugel an dem Seil in der Luft schwingen.

U8: Zurücktreten.

19:57: U8 lässt die Kugel gegen das Tor schwingen, woraufhin die Papierrolle spontan in Flammen aufgeht und verbrennt.

U8: Bann aufgehoben. Wir können rein.

U5: Nun, zumindest nachdem wir das Schloss noch geöffnet haben. (Kniet sich erneut mit einem Dietrich vor dem Schloss des Tores nieder)

19:57: In der Sicherheitszentrale der Basis bereiten zeitgleich zwei US-Soldaten, als Truppen des Pentagrams anzunehmen, einen Ritualaufbau vor; auf einem der Schreibtische zeichnet einer mittels eines Zirkels und einem Stück Kreide einen Kreis (Thaumaturge 1), während der andere ein Skalpell desinfiziert (Thaumaturge 2). Die im Raum befindlichen diensthabenden Wachsoldaten wirken sichtlich unwohl, äußern sich aber auch nicht gegenüber den Thaumaturgen.

Thaumaturge 1: Abfluss einsatzfähig.

Thaumaturge 2: Quelle ebenfalls. (Hält das Skalpell gegen den eigenen Daumen)

Thaumaturge 1: (An einen der Wachsoldaten:) Gehen Sie zur Seite; er braucht freie Sicht auf die Monitore.

19:58: Die Wachsoldaten eilen alle von ihren Sitzen auf die andere Seite des Raumes. Thaumaturge 2 sticht sich mit dem Skalpell in den eigenen Daumen, hält diesen über den Kreis auf dem Tisch und streckt das leicht mit Blut bedeckte Messer auf einen der Überwachungsmonitore, auf dem gerade U1- bis U4 durch einen Korridor laufend zu sehen sind. Gleichzeitig beginnt der Kreidekreis, schwach blau zu leuchten.

Thaumaturge 1: Bericht.

Thaumaturge 2: Auf ihnen liegt ein thaumaturgischer Effekt, der gerade wieder zusammenbricht. Vermutlich von meinem Beobachtereffekt gestört.

Thaumaturge 1: Ist die Verbindung stabil genug für ein offensives Wirken?

Thaumaturge 2: Negativ. Angreifer tragen ähnlichkeitsstörenden Effekt auf sich; derzeitige Energieintensität reicht nicht aus. Wir bräuchten einen komplexeren Former oder eine stärkere Quelle.

Thaumaturge 1: Haben wir nicht; wenn der Bann auf Ihnen aber gebrochen wurde, sollte eine reguläre Eindämmung aber möglich sein. (an einen der Wachsoldaten:) Ordnen Sie Ihre Männer wieder zum Vorstoß gegen die Eindringlinge an; Kugeln sollten sie jetzt töten können.

20:00: U1 bis -4 erreichen das Dach des Hauptgebäudes, worauf U4 eine Leuchtpistole zieht und in den Himmel abfeuert. Gleichzeitig aber nähern sich etwa zwei Dutzend Soldaten durch das Treppenhaus.

20:01: Die vorgerückten US-Soldaten eröffnen erneut Feuer auf die Eindringlinge, wobei U3 tatsächlich am Arm getroffen wird und zu Boden stürzt. Die restlichen Angreifer haben gleichzeitig bereits Deckung, vermutlich noch aus Reflex, hinter auf dem Dach stehenden Lüftungsausgängen u.ä. genommen und erwidern Feuer. Der Ausfall ihres anomalen Schutzmechanismus lässt sie allerdings leicht panisch erscheinen.

U2: Scheiße! U3, bist du in Ordnung?

U3: Ja, aber mein Arm nicht! Fleischwunde nehme ich an!

U1: Mist, irgendeiner von deren Blauen hat uns die Wahrscheinlichkeitsfilter geschrottet! Deckung halten jetzt!

U4: Wie lange zur Hölle braucht Tsar denn noch, bevor er hier aufkreuzt?

U2: Hoffen wir mal nicht zu lange …

20:03: Die Soldaten auf dem Dach kesseln U1 bis -4 hinter deren Deckung nun ein. Ein Offizier tritt über das Treppenhaus hinter seine Truppen und beginnt den Eindringlingen zuzurufen.

Offizier: (mit deutlichst hörbarem amerikanischem Akzent) Ergeben Sie sich! Sie sind umstellt! Wir sind Ihnen zahlenmäßig überlegen; Sie haben hier keinen Weg raus!

20:03: U1- bis -4 scheinen eine Kapitulation abzuwägen; zumindest lässt ihr Austausch von Gestiken darauf rückschließen.

20:04: Zwei Luft-Boden-Raketen schlagen in der Militärbasis ein, spezifisch in das Luftabwehrsystem der Einrichtung. Kurze Zeit später erscheint ein unmarkierter Hubschrauber, Modell Bell UH-1, im Sichtfeld der Basis und gibt Maschinengewehrfeuer auf die Soldaten auf dem Dach ab. Diese beginnen daraufhin, ins Innere der Einrichtung zu fliehen. Der Helikopter nähert sich zeitgleich dem Gebäude an und bleibt kurz in Bodennähe, sodass U1- bis U4 einsteigen können. Durch den Lärm der Rotoren sind keine Tonaufnahmen in diesem Zeitpunkt wiedergebbar, zudem verdeckte der Helikopter selbst die Sicht auf die geöffnete Tür.

20:05: Der UH-1 hebt wieder ab und muss dabei kurz Unterdrückungsfeuer auf die Basis legen, als einige Soldaten mit Maschinengewehren und M72 LAW Raketenwerfern versuchen, den Hubschrauber abzuschießen.

(Aus Gründen der Lesbarkeit und Verständlichkeit wurde der Ausschnitt zwischen 19:58 und 20:05 nur auf U1,-2,-3 und -4 bezogen. Es folgt ein ähnlicher Ausschnitt für U5,-6,-7 und -8:)

19:58: U5 öffnet das Schloss des Tores und schiebt es auf. Die vier Angreifer können in den Lagerraum eindringen. Im Inneren finden sich mehrere Schreibtische und Schränke vor, wobei die linke Wand von einem ca. zwei Meter großem Metallzylinder eingenommen wird, hinter welchem ein begehbares Podest verläuft. Auf dem Zylinder steht in schwarzer Schrift angeschrieben "AMBER FLOOD".

U6: Da haben wir's ja.

U8: Ich schau' mal, was für Banne die auf dem Fass drauf haben; ihr passt auf die Tür auf.

19:58: U6 und -7 nehmen Stellung neben der Tür ein, während U5 die Schreibtische im Raum untersucht und U8 hinter den Metallzylinder steigt und dort etwas aus seiner Tasche zieht. (Das Kamerabild von U8 wurde an dieser Stelle verdeckt.)

20:00: Es sind laute Schritte von außerhalb des Raumes zu vernehmen, U5,-6 und -7 legen ihre Waffen an. Wenige Sekunden später wird das Tor von zwei Seiten aufgezogen und Unterdrückungsfeuer aus automatischen Waffen kommt aus Richtung des Korridors. U5 wirft sich hinter die Deckung eines der Schreibtische, während U6 und U7 sich an die Wände neben der Tür pressen. Als das Unterdrückungsfeuer eingestellt wird, stürmen sofort vier US-Soldaten den Raum. U7 ergreift die beiden ihm am nächsten Stehenden am Kragen und schleudert sie beide gegen die Wand hinter ihm, worauf er dann mehrere Schüsse abgibt, während U6 und ein weiterer Soldat sich gegenseitig von ihren Sturmgewehren entwaffnen und anfangen, miteinander zu ringen, wobei sie rückwärts hinter einen Schreibtisch fallen. U5 unterdessen taucht aus seiner Deckung kurz hervor, um einen Schuss abzugeben, der den letzten der vier in der Brust trifft.

20:01: Noch bevor die zu vorige Auseinandersetzung endet, laufen drei weitere US-Soldaten in den Raum, wovon einer U6 unter vorgehaltener Waffe zum Erheben seiner Hände bringt und die beiden anderen U5s Deckung umzingeln. Der zuvor mit U6 ringende Soldat tritt außerdem mit einem blutbedecktem Kampfmesser hinter den Schreibtischen hervor.

Soldat (U6): Der dahinten ist erledigt; nur noch der Kerl hinter dem Tisch da drüben ist übrig.

Soldat (scheinbar Einheitsleiter): Gute Arbeit, Private!

20:01: Der Soldat (U6) zieht seine M1911 Dienstwaffe aus dem Holster und beginnt langsam rückwärts zu gehen, die Waffe in die Richtung von U5 gehalten.

Anderer Soldat: Gott, Miller, gute Arbeit mit dem Messer. Du hast den armen Kerl ja richtig ausgenommen! (Klopft mit einer Hand auf seine Schulter)

20:01: Der andere Soldat beginnt den Soldat (U6) verwirrt anzusehen.

Anderer Soldat: Wa- wieso steht auf deiner Uniform "Parker"?

20:02: Der Soldat (U6) feuert dem Soldaten ohne zu antworten ins Gesicht, bevor er dem Einsatzleiter in den ihm zugerichteten Rücken feuert. Der dritte Soldat dreht sich daraufhin aus Reflex um, wodurch U7 ihn mit einem einzelnen Schlag zu Boden schickt.

Soldat (U6): Funktioniert jedes Mal!

20:02: U6s Gesichtszüge verzerren sich für einen Moment, als ob seine Haut schmelzen würde, bevor er wieder das zuvor gesehene Aussehen besitzt.

U8: (Hinter dem Metallzylinder hervor:) Gerade so! Es funktioniert jedes Mal gerade so!

U5: Meinen besten Dank, Grease. Schorf, was ist Ihr Stand der Kenntnis?

U8: Doppelbann mit selektiver Kreislaufverbindung; dreifache Signaturkodierung, jeweils; verschränktes Alarmsystem; Reaktivzauber, 2 Kilocasper, b, irgendwo in der unteren Farbskala. Ein Bann überprüft, wer den Behälter physisch beeinflusst, der andere schirmt gegen thaumaturgische Beeinflussung ab. Magische Spitzentechnologie, in anderen Worten.

U7: Also etwas das, für das Pentagram, zu erwarten sei?

U8: Leider. Dass in dem Raum gerade sieben Leute gestorben sind, hilft aber irgendwie; hier ist genügend Doppel-b AStra im Raum, dass ich glaub ich die Dinger einfach voneinander abkoppeln und einzeln brechen kann [sic].

Unbekannt: Das wird wohl kaum nötig sein.

20:03: Ein Mann in amerikanischer Offiziersuniform betritt den Raum von zwei regulären Soldaten begleitet. Beide haben Gewehre im Anschlag, während der Offizier eine Pistole auf die Eindringlinge richtet.

Unbekannt: Wenn ich mich vorstellen dürfte; ich bin Colonel Smithson, Leiter des Projekts, das Sie gerade zu entwenden versuchen.

20:03: Die US-Soldaten bleiben auf Distanz. U6 und -7 lassen ihre Waffen fallen und erheben die Hände, U8 erhebt sich von hinter dem Metallzylinder, und U5 erhebt seine Hände ohne seine Pistole darin.

Colonel Smithson: Auch wenn ihre kleine Operation durchaus bemerkenswert war, muss ich doch sagen, dass ich besseres von der Coalition erwartet hätte. Ihre Kollegen weiter oben werden in diesem Moment wie auch Sie hier umzingelt, also würde ich vorschlagen, dass Sie keinen Widerstand leisten. Hilfe wird keine mehr für Sie kommen.

U5: Ich darf wohl davon ausgehen, dass wir nicht einfach unserer Organisation wieder zurückgeführt werden?

Colonel Smithson: In der Tat, nein. Was genau obliegt nicht meiner Verantwortung, aber der Stab des Kommandanten wird sicherlich einen Ort finden.

U5: Reizend.

Colonel Smithson: Oh, sicherlich. (An seine Soldaten:) Nehmt Sie mit.

20:04: Die beiden Soldaten nähern sich U7 und U6 langsam und befehlen Ihnen vorauszugehen. Als U7 neben einem der Soldaten vorbeigeht, packt er dessen Sturmgewehr und schleudert es mit hoher Geschwindigkeit gegen den anderen Soldaten, bevor er mit einem Handkantenschlag den Mann vor ihm zu Boden schickt. Col. Smithson richtet noch zeitgleich seine Pistole auf U7, wird aber von U5 davon abgehalten, der seine Pistole scheinbar in dem Ärmel seines Anzugs versteckt hatte. Er zieht seine Waffe und feuert einen einzelnen Schuss ab, der Col. Smithsons Waffe an der Mündung trifft und ihm aus der Hand schleudert.

Colonel Smithson: (Seine Arme erhebend) Wie ich sehe, hat sich das Blatt gewendet.

U6: Jup, Pisser.

U5: Bitte, Wortwahl, Grease.

20:04: Colonel Smithson setzt zu einem weiteren Satz an, wird aber von U7 durch einen Würgegriff ruhiggestellt. Späteren Aufzeichnungen sind zu entnehmen, dass der Colonel lediglich bewusstlos war.

U7: Wenn ich dem Kerl noch weiter beim Schwafeln zuhören muss … Schorf, kannst du den Bann jetzt brechen?

U8: (Bereits wieder hinter dem Zylinder kniend) Gib mir 'nen Moment.

20:05: U8 hantiert für etwa eine Minute mit unbekannter Ausrüstung, es ist lediglich kurz zu sehen, wie er mit Kreide von einem Faden geführt einen Kreis sowie eine Ecke einer Sternform darin an die Wand hinter ihm zeichnet.

20:06: U8 erhebt sich, zieht seine Waffe und gibt mehrere Schüsse auf eine Stelle am Zylinder ab, vermutlich um eine Form von Schloss aufzubrechen. Anschließend betätigt er einen Hebel an der Oberseite des Zylinders und kann die dortige Zugangsluke öffnen. Aus dem Inneren zieht er einen von Kordeln zusammengehaltenen Dokumentenstapel hervor.

U6: Okay, wir haben's. Jetzt raus hier!

U8: Moment! (Zieht ein Messer aus seiner Tasche und schneidet die Kordeln durch, bevor er jedem der Anwesenden ein Teil des Stapels in die Hand drückt) Jeder nimmt einen Teil; verringert die Ansteckung des Wirkens und wenn's einen erwischt, bekommen sie nicht mehr alle Dokumente zurück.

20:06: U5,-6 und -7 nicken und verstauen je einen Teil des Stapels in ihrer Kleidung, bevor sie gemeinsam den Lagerraum verlassen. Es sind keine weiteren Tonaufnahmen von ihnen aufgezeichnet worden und Kameraaufnahmen beschränken sich darauf, wie sie durch mehrere Korridore laufen und durch eine Tür mit der Aufschrift "EMERGENCY EXIT" verschwinden.

Ende des Protokolls

Nachwort: Der Helikopter, der U1 bis -4 geborgen hat, flog, soweit die Foundation nachvollziehen kann, Richtung Südosten und wurde nahe München vom Radar verloren. U5 bis -8 hingegen flohen mit einem gestohlenen Zivilwagen über einen zuvor unbekannten Fluchttunnel, der von der Militärbasis mehrere hundert Meter bis in den nächsten Ort verlief, wo er in der Garage eines Transportunternehmens endete, das nach späteren Untersuchungen sich als Subunternehmen eines Pentagram-nahen Rüstungszulieferers entpuppte. U5 bis -8 ließen den Wagen nach ihrer Flucht aus der Basis auf einem öffentlichen Parkplatz im Ort zurück und flohen vermutlich von dort mit einem (u.U. auch mehreren) Wägen.

Das Pentagram ergriff selbst Verschleierungsmaßnahmen und löschte die Erinnerungen von direkten Zeugen. Zudem wurde eine offizielle Tarngeschichte aufgebaut, nach der während einem Waffentests in Vorbereitung einer Nachtübung ein auf die Basis zufahrender Kleinlaster einen Motorfehler erlitt und mit Höchstgeschwindigkeit in die Basis rammte, wodurch ein Gasleck ausgelöst und gesprengt wurde. Anschließend soll ein Helikopter gelandet sein, um einige Schwerverletzte zu bergen.

Es folgte eine verbale Auseinandersetzung zwischen dem Pentagram, der amerikanischen Regierung und der Global Occult Coalition im UN-Hauptsitz in New York.

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PSYCHE-Abteilung
Diplomatisches Corp
Botschafter zum UN-Sicherheitsrat


Mitschrift 1966/07/21-Renegade/Renegade Armbrusteri-1

Datum: 22.01.1966, 02:30 Uhr

Ort: UNO-Hauptquartier, New York City, Vereinigte Staaten Amerikas

Teilnehmer: Botschafter Argyle McBryde (GOC); Major General David Hall (U.S. Paranatural Warfare Command); Richard Coursey (Delegation der USA zur UN)

Mitschrift:

Notiz: McBryde und Coursey hatten sich bereits in einem Besprechungszimmer eingefunden und wollten bereits mit einem Gespräch beginnen, als Hall die Tür unsanft öffnet und laut das Wort ergreift.

Hall: Was fällt Ihnen ein? Einfach eine Einrichtung der Army zu überfallen!

Coursey: Major General, achten Sie auf Ihren Ton und setzen Sie sich!

Hall: Ich werde nicht für den Tod meiner Jungs durch ein paar arrogante Blauhelme stehen!

McBryde: Deshalb bieten wir Ihnen auch einen Stuhl an.

Notiz: Hall starrt McBryde wütend an und stottert leise. Coursey ergreift den Major General daraufhin am Ärmel und zieht ihn auf den Stuhl neben sich.

Coursey: Ich muss dem Major General allerdings durchaus Recht geben; Ihre Operation war ein eindeutiger Verstoß gegen unsere nationale Souveränität, wenn nicht sogar das Völkerrecht selbst.

McBryde: So?

Hall: Natürlich! Sie haben uns angegriffen!

McBryde: Haben wir nicht. Oder, zugegeben, wir haben keinen Angriff im völkerrechtlichen Sinn durchgeführt. Lediglich eine Erfüllung unserer Pflichten als Organ der Vereinten Nationen.

Hall: Schwachsinn! Das Zerstören einer Militärbasis ist keine Ihrer verdammten Pflichten!

McBryde: Geheimes Kapitel 20 der UN-Charta, Artikel 112, Nummer 2: "Der Auftrag dieser Koalition ist, den Frieden zu wahren und freundliche Beziehungen zwischen okkulten Organisationen aufrechtzuerhalten, die Menschheit vor allen paranormalen, parawissenschaftlichen und paratemporalen Bedrohungen zu beschützen und jede erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um das Überleben der Menschheit zu sichern." Von Beachtung hier ist das "den Frieden zu wahren". Zudem noch Nummer 3: "Die Global Occult Coalition ist gestattet ihre eigene Charta aufzustellen, welche von der UN-Generalversammlung angenommen werden muss." Dies ist mit der ersten Generalversammlung geschehen und wenn wir in die GOC-Charta schauen: "[…] und dass die besagte Organisation die Autorität erhalten soll, um jegliche notwendigen Mittel zu nutzen, um den Frieden zu wahren […]". Das alles ist natürlich nach Kapital 20, Artikel 112, Nummer 1 der UN-Charta nur auf das Paranormale bezogen, aber was mit AMBER FLOOD ja durchaus gegeben ist.

Hall: Dieser Idiot Roosevelt hätte euch damals nie diesen Unabhängigkeitsartikel versprechen sollen …

Coursey: Seien Sie endlich leise!

McBryde: Oh, nur weil wir Sie dazu bringen können, die Verträge und Versprechen, die Sie machen, auch einzuhalten, war Herr Roosevelt nicht gleich ein "Idiot" dafür, unseren Vorgängern ihre Unabhängigkeit von nationalen Interessen zu garantieren. Genauso wenig wie die anderen alliierten Regierungen, die dieses Versprechen auch gegeben haben.

Coursey: In jedem Fall, auch wenn auf dem Papier Ihre Operation legitim war, seien Sie sich den Konsequenzen davon bewusst. Ich glaube, Sie verstehen, wenn wir für die nächste Zeit von Kooperationen mit Ihrer Organisation absehen, Herr Botschafter.

McBryde: Tuen Sie sich keinen Zwang an; es ist bei weitem nicht das erste Mal, dass Sie das sagen. Im Übrigen, nur als Vorwarnung, soweit ich informiert bin, werden auch die in Projekt AMBER FLOOD involvierten, nun, "Zivilisten" von uns gefahndet. Da es offiziell natürlich keine Mitarbeiter des Pentagrams, auch in manchen Fällen anscheinend geflohene und untergetauchte Kriegsverbrecher sind, haben Sie sicher keine Probleme damit.

Coursey: Seien Sie vorsichtig, Herr Botschafter. Auch wenn Ihr geheimes Kapitel 20 Sie nur der Charta - und damit der Generalversammlung - Rechenschaft schuldig macht, hat unsere Regierung durchaus Möglichkeiten, auch dort Mehrheiten zu überzeugen. Und Sie wollen sicher nicht, dass Ihre Befugnisse und Freiheiten eingeschränkt werden.

McBryde: Oh, Gott bewahre. Aber ich bin mir sehr sicher, dass es die Generalversammlung sehr interessant finden würde, wenn Sie über Projekt AMBER FLOOD unterrichtet werden würde. Oder all die anderen … Informationen, die meine Abteilung über die Aktivitäten des Pentagrams sammeln konnte. Und vergessen Sie auch nicht, dass GOC-Mitgliedsorganisationen auch in Ihrer Nation alles andere als unterrepräsentiert sind. Wann sind die nächsten Wahlen? In zwei Jahren? Wollen Sie wirklich die Unterstützung der okkulten Welt verlieren, weil Ihnen internationales Recht nicht in den Kram passt?

Coursey: In Ordnung. [Pause] Aber wie gesagt: Betrachten Sie sämtliche Kooperationen mit uns für die nächste Zeit als auf Eis gelegt.

Notiz: Coursey erhebt sich und beginnt zur Tür zu gehen.

Hall: Sie werden auch von uns noch hören. Man verletzt Amerika nicht, ohne Konsequenzen davon zu tragen.

McBryde: Oh, viel Spaß dann damit. Ich bin mir sicher die Damen und Herren im Führungsstab werden sich überaus freuen, dem Pentagram endgültig Bedrohungsstatus zu geben. Wenn Sie mich entschuldigen.

Notiz: McBryde erhebt sich und verlässt auch den Besprechungsraum. Hall verbleibt selbst nur für etwa eine Minute, in der er leise flucht und sich eine Zigarre anzündet, bevor er als letzter den Raum verlässt.

Die USA berief daraufhin den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen ein:

Bericht/USA/367-DE/1

Datum: 23.01.1966
Uhrzeit: 11:40 Uhr
Ort: Sitzungsaal des UN-Sicherheitsrates, New York City

Bericht: Die Delegation der Vereinigten Staaten Amerikas (USA) zu den Vereinten Nationen hatte um 11:28 eine dringliche Sitzung einberufen, um 11:40 Uhr waren alle Delegierten der Mitgliedsländer des Sicherheitsrates eingetroffen.

Das Anliegen der USA belief sich auf eine vorgeschlagene Resolution (Nummer 219; offizielle Listung war nicht vorgesehen) gegen die PHYSICS-Abteilung der Global Occult Coalition, auf Basis der Anschuldigung, ihre Befugnisse im Zuge der UN-Charta für eigene Zwecke auszunützen. Die Resolution würde Sanktionen gegen den militärischen Arm der GOC fordern, speziell ein Rüstungsembargo, ein Kooperationsverbot für alle UN-Mitglieder sowie eine Forderung an alle UN-Staaten, die aus ihren Streitkräften rekrutierten PHYSICS-Agenten offenzulegen.

Der Delegierte der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR) forderte daraufhin Belege für die von den USA gestellten Unterstellungen. Der Delegierte der USA präsentiert daraufhin eine Darstellung des Vorfalls in Westdeutschland, in der die GOC eine Einrichtung des Pentagrams lediglich angriff, um darin gelagerte Dokumente "im Bezug auf ein konzeptuelles Waffendesign"1 zu sichern; ein Verstoß gegen Kapitel 20, Artikel 112, Nummer 1 ("[…] die internationalen Befugnisse dieser Coalition und ihrer Organe dienen zum Schutz gegen faktische, real existierende Bedrohungen paranormaler Natur gegen die menschliche Spezies, die Geheimhaltung des Paranormalen oder die Zivilbevölkerung […]") und Nummer 4 ("Die Sonderbefugnisse der Global Occult Coalition im Zuge dieser Charta sind von dieser in Moderation zu nutzen, diplomatische Mittel sind nach Möglichkeit zu bevorzugen.").

Die Delegierten der nicht-ständigen Mitglieder sowie der Delegierte der Republik China, reagierten empört auf die vorgebrachten 'Beweise', während die Delegierten der restlichen permanenten Mitglieder unbeeindruckt blieben. Der Delegierte des Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland (Großbritannien) hinterfragt dabei, um was für ein Waffendesign es sich gehandelt hatte, was die USA als "nicht relevant zur Diskussion" abtat. Die UdSSR widersprach dieser Antwort, dass die Natur des Waffensystems durchaus relevant sei, da eine offensive Konzeptwaffe völkerrechtswidrig wäre. Der Delegierte der USA reagierte daraufhin erneut abweisend, wirkt aber zunehmend nervös. Es ist anzunehmen, dass die USA davon ausging, dass noch keiner der Delegierten im Sicherheitsrat vollständig über AMBER FLOOD informiert worden waren.

Der Delegierte der Französischen Republik (Frankreich) unterbrach die Diskussion dabei, um ein von Seiten der GOC der französischen Regierung übergebenes Dokument vorzutragen; die Projektakte AMBER FLOODs. Es folgt erneute Empörung vieler Delegierter, nun gegenüber den USA, welche der Ratsvorsitzende (zu diesem Monat der Delegierte Frankreichs) beschwichtigte. Großbritannien enthüllte nun auch, das selbe Dokument durch ihre Regierungsbehörde BOS2 erhalten habe und in der Lage gewesen war, dessen Echtheit zu verifizieren, was die USA umgehend leugnete.

Der Delegierte der Republik Mali kritisierte die USA daraufhin für ihren Versuch, den Sicherheitsrat für persönliche Rache zu instrumentalisieren sowie AMBER FLOODs völkerrechtswidrige Natur, die Volksrepublik Bulgarien und das UdSSR stimmen ihm anschließend zu. Der Delegierte der UdSSR hebt dabei gegenüber dem Rat aber hervor, dass die Coalition ihre Kenntnisse bereits vor einer Intervention den anderen UN-Organen hätte zukommen lassen müssen. Die USA versuchen daran anzuknüpfen und stellt die Behauptung auf, dass die GOC dem Pentagram nicht ausreichend Zeit zum Deaktivieren von AMBER FLOOD gegeben hätte und zu schnell zu einem direkten Angriff übergegangen sei.

Frankreich hinterfragt daraufhin die gegebene Zeit, welches nach einiger Diskussion von den USA korrekterweise als fünf Tage offenbart wird. Die UdSSR kritisieren die USA daraufhin, dass ein selbst gebautes thaumaturgisches Artefakt in der Art von AMBER FLOOD in dieser Zeit leicht zu deaktivieren gewesen sei. Der Delegierte Neuseelands hebt zudem hervor, dass die Coalition bewusst in der UN-Charta damit beauftragt wurde, gegen völkerrechtswidrige Nutzungen des Paranormalen mit allen Mitteln vorzugehen, um Projekte wie AMBER FLOOD zu verhindern, und dass eine "Waffe am Hinterkopf des eigenen Verbündeten" keinerlei Toleranz verdient hätte.

Der Vorsitzende des Sicherheitsrates rief anschließend zur Abstimmung:

Für die Resolution: Vereinigte Staaten Amerikas, Republik China, Republik Argentinien, Bundesrepublik Nigeria, Republik Uganda, Japan (5)

Gegen die Resolution: Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland, Französische Republik, Haschemitisches Königreich Jordanien, Republik Östlich des Uruguay, Republik Mali, Neuseeland, Königreich der Niederlande (7)

Enthaltungen: Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, Volksrepublik Bulgarien (2)

Abwesend: / (0)

Ergebnis: Resolution abgelehnt; Veto durch zwei permanente Mitglieder sowie eine Mehrheit an "Nein"-Stimmen durch alle Mitglieder.

Das Pentagram begann zeitgleich, einige Waffentests und Manöver zeitlich vorzuziehen:

Bericht/GoI-616/██████

Datum Ort Codename Beschreibung
13.02.1966 Washington, District of Columbia, USA "AZURE FOUNTAIN" Zwölf Mitarbeiter des Pentagrams, darunter ein Feldagent der Foundation, verschwanden über Nacht aus ihren Wohnungen.
Folge: Der Aufenthalt der Personen ist weiterhin ungeklärt. Durch Absprache mit der GOC zeigte sich aber, dass es sich bei den anderen 11 Mitarbeitern um Agenten der Coalition gehandelt hatte. Es wird der Einsatz von neuen, womöglich anomalen, Spionageabwehrmaßnahmen theoretisiert. Offiziell wurde das Nichterscheinen der Mitarbeiter ihren Kollegen durch eine Versetzung zum Projekt AZURE FOUNTAIN erklärt.
03.03.1966 Zweiguniversum JCR-[ZENSIERT], betreten von der Basisrealität durch einen Weg in Nevada, USA. "RED MARKET" Ein thaumonuklearer Sprengkopf mit einer geschätzten Wirkkraft von 30 Kilocasper wurde in einem unbewohnten Zweiguniversum 1. Ranges gezündet. Der Sprengkopf wurde speziell darauf entwickelt und mit ontokinetischen Systemen ausgestattet, um die eigene Wirkung auf angrenzende Zweige zu übertragen, wodurch der lokale Abschnitt des Universumsgefüges zusammenbrach.
Folge: Ontologische Erschütterungen konnten in fast allen innerhalb Zweiguniversen gelegenen Nexusen gemessen werden. Während dies in den meisten außerhalb der zuständigen Ämter unbeachtet blieb, kam es in zwei, der GOC zugehörigen, Freihäfen zu Aufruhen:
Das "Eurtec"-Projekt (FP-03) der Servants of the Silicon Nornir3, eine paneuropäische Großstadt in ein Taschenuniversum zu bauen, wurde zu einem ungewissen Grad destabilisiert und Bauarbeiten mussten für eine Schadensanalyse stillgelegt werden, während im Kreis der Verdammten (FP-06) Frühwarnsysteme für ontologische Instabilität ausgelöst wurden. Bei Letzterem kam erschwerend dazu, dass dort an diesen Datum der Gedenktag für die abgewendete Zerstörung der Verdammten Heimatländer im Siebten Okkulten Krieg stattfand und es zu einer Massenpanik kam, die vier Tage anhielt und in der über 340 Personen für stressbedingte Symptome in Krankhäuser eingeliefert werden mussten. Das Innenministerium des Kreises lies einen viertägigen Notstand verhängen.
31.03.1966 Internationaler Luftraum über dem Atlantik "SPADE CRUSH" Eine vom Pentagram gebaute Lenkrakete wurde vom Kreuzer USS █████ aus abgefeuert und flog für etwa 10 Minuten scheinbar ziellos durch die Luft, bevor sie ihren Kurs umdrehte und in gerader Linie 500 Meter flog, bevor sie detonierte.
Folge: Abgliche mit Daten der GOC zeigten, dass sechs experimentelle Kampfflugzeuge mit anomalem Antrieb und Tarnkappensystemen genau zu diesem Zeitpunkt den Atlantik überquerten. Da SPADE CRUSH scheinbar absichtlich nicht die Flugzeuge traf sondern sie lediglich verfolgte, ist der Vorfall als Drohung bzw. Machtdemonstration zu sehen.
28.04.1966 Eventide, Oregon, USA "GEM WAVE" Manöver mit ca. ████ Soldaten des Pentagrams aus allen Teilstreitkräfte unweit des GOC-kontrollierten Nexus Nx-51 "Eventide".
Folge: Das Manöver wurde über zwei Tage hinweg durchgeführt und die Soldaten wurden wie geplant wieder abgezogen. Standort-51 meldete, dass das Manöver nur geringes Aufsehen in der Bevölkerung hervorrief.
15.05.1966 Hanoi, Nordvietnam "CASINO HERRING" Die GOC-Botschafterin zu Vietnam, eine bekannte Gegnerin des Vietnamkriegs, wird beim US-amerikanischen Bombardement der nordvietnamesischen Hauptstadt getötet.
Folge: Zwar stellte die US-amerikanische Luftwaffe den Vorfall als Unfall dar, Recherchen zeigten aber, dass in den verwendeten Kampfflugzeugen Zielsysteme aus Produktion des Pentagrams, speziell für Präzisionsschläge auf einzelne Personenziele entwickelt (eben CASINO HERRING), verbaut waren.

Zudem konnten eingebettete Feldagenten in den britischen und französischen Regierungen melden, dass durch amerikanische Lobbygruppen sowie Diplomaten in den jeweiligen Staaten zunehmend Druck ausgeübt wird; insbesondere in Opposition zum British Occult Service bzw. in Frankreich dem Neuen Synarchistischen Pakt4. Zudem konnte eine zunehmende Involvierung von Pentagram-nahen Firmen in amerikanischen Auslandslobbyarbeit festgestellt werden, nicht nur beschränkt auf das Vereinigte Königreich und Frankreich.

Es wird davon ausgegangen, dass die USA damit versucht, in der nächsten Generalversammlung der Vereinten Nationen eine Änderung der UN-Charta zum Nachteil der GOC durchzuführen. Da für ein derartiges Unterfangen eine 2/3-Mehrheit sowie eine Zustimmung aller Vetomächte nötig wäre, ist das Ergebnis noch nicht ersichtlich.


FERNSCHREIBEPROZESS ABGESCHLOSSEN.

SCHLIESSEN

KONSOLE WIRD HERUNTERGEFAHREN. ZEITSTEMPEL 16:16/07.06.1966.

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