SCP-366
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Objekt-Nr.: SCP-366

Klassifizierung: Euclid

Sicherheitsmaßnahmen: Sämtliche Exemplare von SCP-366, unabhängig vom Stadium, sind in einer Stufe-4-Gefriereinheit für biologische Gefahren im Biologischen-Forschungsstandort-66 zu lagern. Die Kryokonservierung hat durch das Einfrieren in flüssigem Stickstoff bei einer konstanten Temperatur von -196 °C zu erfolgen, um eine Aktivierung zu verhindern. Aufgrund der Winzigkeit der SCP-366-Eizellen sind diese Exemplare zusätzlich zur oben beschriebenen Kryokonservierung in einem Vakuumklasse-III-Biosicherheitsschließfach zu lagern, um eine versehentliche Dispersion zu vermeiden.

Sämtliche Exemplare und befallene Wirte dürfen nur von autorisiertem Personal gehandhabt werden, welches Stufe-A-Schutzanzüge zu tragen hat. Jegliches Personal, welches mit SCP-366 arbeitet, muss vor dem Betreten und nach dem Verlassen der Eindämmungseinrichtungen mit einem MRT auf möglichen Befall untersucht werden.

Wird ein Befall festgestellt, seid je nach Geschlecht des Wirts spezifische Maßnahmen zu ergreifen. Männliche Wirte sind in Gewahrsam zu nehmen und einer doppelten inguinalen Orchiektomie durch ortsansässiges medizinisches Stufe-3-Personal oder höher zu unterziehen. Sämtliche medizinischen Abfälle sind gemäß HazB-Inf/142b-Protokoll zu entsorgen. Nach der Genesung in Quarantäne ist eine zweite Untersuchung auf Befall durchzuführen, um den Erfolg des Eingriffs zu überprüfen und einen Restbefall auszuschließen. Weibliches Personal, bei dem ein Befall festgestellt wird, ist ebenfalls zu verhaften und unter medizinischer Beobachtung 24 Stunden am Tag in Quarantäne zu halten, bis ein ABE-366-Ereignis eintritt.

Sollten Anzeichen für ein bevorstehendes ABE-336-Ereignis festgestellt werden, ist der Wirt mit Benzodiazepinen zu sedieren, wobei die Dosierung vom Leiter des medizinischen Personals festzulegen ist. Die Quarantänezelle des Wirtes ist anschließend von Mitarbeitern zu räumen. Aufgrund der Gefahr des Hörverlusts müssen Exemplare von SCP-366 die den Körper des Wirts verlassen, sofort unter Verschluss gehalten werden. Nach dem Ereignis sind sowohl der Wirt als auch das betroffene Personal auf (anhaltenden) Befall zu untersuchen und entsprechend zu behandeln. Wird kein Befall festgestellt und hat der Wirt überlebt, können Klasse-A-Amesika verabreicht werden, und der Wirt braucht nicht länger festgehalten zu werden. Es gelten keine besonderen Verfahren zur sozialen Wiedereingliederung.

Da sich die Orte, an denen Eier von SCP-366 deponiert werden, verschieben, wenn sie dauerhaft abgeriegelt werden, konzentriert sich die Eindämmung dieser Bereiche auf die Erfassung, die Quarantäne der Wirte und die Eindämmung der Exemplare. Wenn himmlische Ereignisse, von denen bekannt ist, dass sie das Auftauchen von SCP-366-Eiern auslösen können, vorhersehbar sind, sind die betreffenden Orte vorübergehend abzuriegeln. Gegebenenfalls können Eizellen für Forschungszwecke entnommen werden. In allen anderen Situationen müssen die Eizellen verderben, bevor die Areale wieder für freigegeben erklärt werden können.

Wird ein Befall außerhalb der Kontrolle der Foundation festgestellt, sind die Wirte zu verhaften und den oben genannten Bestimmungen zu unterwerfen. Die oben beschriebenen Verfahren sind dann auf Standorte anzuwenden, die mit diesen Fällen in Verbindung stehen.

Bei kritischem Befall, der außerhalb der Kontrolle der Foundation auftritt, ist eine vollständige Quarantäne aller Personen, die mit den Verstorbenen in Kontakt gekommen sind, erforderlich. Erforderlichenfalls sind um große Krisenherde herum vorübergehende Forschungs- und Auffanglager einzurichten.

Beschreibung: SCP-366 ist ein menschlicher Endoparasit unbekannten, möglicherweise außerirdischen Ursprungs, der seinen Lebenszyklus im Eizellenstadium beginnt. In männlichen Wirten können sich die Eizellen zu einem Larvenstadium entwickeln. Bei weiblichen Wirten können Exemplare im Larvenstadium in das Erwachsenenstadium übergehen. Larven, die in männliche Wirte eingebracht werden, und Eizellen, die in weibliche Wirte eingebracht werden, leben höchstens drei Stunden, bevor sie sterben, da ihnen die für ihre weitere Entwicklung erforderlichen Hormone fehlen. Versuche, den Befall in anderen Organismen zu kultivieren, haben zu keinen Ergebnissen geführt, da Exemplare von SCP-366 aller Stadien außerhalb eines menschlichen Wirts erwartungsgemäß verenden.

Die Eizellen haben einen Durchmesser von etwa 1 Mikrometer und sind noch nie unbefruchtet gefunden worden. Wenn sie außerhalb eines Wirts angetroffen werden, sind die Eizellen ruhend mit dem Embryo im Entwicklungsstadium. Die Larven messen zwischen 0,1 und 0,2 mm und weisen physische Merkmale der Larven von Ochlerotatus cantato auf. Trotz dieser Ähnlichkeit haben die Untersuchungen keine DNA-Übereinstimmung mit dieser Art oder einer ihrer Familienmitglieder ergeben. Ausgewachsene Exemplare von SCP-366 ähneln den Larven von Tenebrio molitor, obwohl sie deutlich größer sind (9,3 cm - 14,8 cm). Auch diese Ähnlichkeit ist nur oberflächlich.

Wenn Eizellen von SCP-366 durch Einatmen oder Verschlucken in einen männlichen Wirt eingebracht werden, wandern die Exemplare durch den Körper und siedeln sich in den Hoden an. Ein Exemplar im Eizellenstadium überwacht den Testosteronspiegel seines Wirts für 27 - 32 Tage. Nach diesem Zeitraum löst jeder signifikante Anstieg des Testosteronspiegels über die üblichen Werte hinaus den Übergang zum Larvenstadium aus. Die Larven von SCP-366 schlummern in den Hoden und warten darauf, auf einen weiblichen Wirt übertragen zu werden. Zu den Symptomen, die männliche Wirte zu diesem Zeitpunkt zeigen können, gehören Muskelschmerzen, Fieber und eine geringe Menge Blut im Urin des Wirts. Die in männlichen Wirten entwickelten Larven werden durch Ejakulation auf weibliche Wirte übertragen. Erfolgt keine Ejakulation, verbleiben die Larven auf unbestimmte Zeit im Körper des Wirts und warten darauf, auf einen weiblichen Wirt übertragen zu werden. Die Lebenserwartung dieser Larven wurde bisher noch nicht ermittelt.

Der Befall mit SCP-366 erfolgt bei weiblichen Wirten nach ungeschützter Kopulation mit befallenen, männlichen Wirten. Die auf diese Weise übertragenen Larven heften sich an die Gebärmutterschleimhaut und ernähren sich von der 17ß-Östradiol-Ausscheidung des Wirts, um zu ihrer adulten Form heranzuwachsen. Ein Befall mit ausgewachsenen Exemplaren führt zu schwangerschaftsähnlichen Symptomen, die Folgendes umfassen können:

- Übelkeit
- Anschwellen der Bauchgegend
- Leichter Blutverlust in Stuhl oder Scheidenflüssigkeit
- Unterleibskrämpfe

Während dieser Trächtigkeit zeigen die Exemplare von SCP-366 in der Gebärmutter ovophagisches Verhalten, wobei die größeren und stärkeren Exemplare die schwächeren töten und assimilieren. Dieser Prozess setzt sich fort, bis nur noch ein Exemplar überlebt. Nach drei bis sechs Wochen verlässt das verbliebene ausgewachsene Exemplar den Wirt in einem ABE-366-Ereignis. Auf diese Weise geborene Exemplare ergreifen auf unbekannte Weise die Flucht und versuchen, in den offenen Himmel zu gelangen. Wenn sie erfolgreich sind, steigen sie mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 114 km/h in Richtung des [ZENSIERT]-Systems auf. Forschungen mithilfe von Ortungsgeräten, die an den geborenen Exemplaren angebracht wurden, haben nur wenige Ergebnisse erbracht, da die Signale in der Nähe von [ZENSIERT] verloren gingen. Exemplare, die daran gehindert werden, den offenen Himmel zu erreichen, erzeugen einen anhaltenden hohen Ton von etwa 101 dB.

Ein Befall wird als kritisch bezeichnet, wenn abnorm hohe 17ß-Östradiolwerte bei männlichen Wirten dazu führen, dass sich die Larvenstadien vorzeitig zum Erwachsenenstadium entwickeln. Diese Fälle sind für den Wirt ausnahmslos tödlich, da eine große Anzahl unreifer Exemplare im Erwachsenenstadium den Körper des Wirts in einem abrupten Massenexodus verlassen. Es wurde nur ein kritischer Befall bei befallenen männlichen Wirten in der Obhut der Foundation festgestellt.

Exemplare von SCP-366 im Eizellenstadium können ausschließlich im Bundesstaat Massachusetts gefunden werden, und zwar immer an exponierten Stellen, die für sexuelle Aktivitäten von Jugendlichen bekannt sind. Bestimmte Himmelsereignisse, wie z. B. Meteoritenschauer, können den Abstieg von SCP-366-Eizellen auslösen. Die Menge der bei diesen Ereignissen deponierten Eizellen liegt zwischen 1.000 und 10.000, je nach dem Grad der Aktivität an dem betreffenden Ort. Der genaue Ursprung der Eizellen kann derzeit nicht ermittelt werden.

Nachtrag 366-A-01:

Es war so schön, Alter. Nur ich, Lorraine, der Nachthimmel und all diese Sternschnuppen…
-Wirt 366-28289F (verstorben)

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