SCP-364
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Surt (eingekreist, oben in der Mitte) befindet sich auf der Seite von Io, die immer zum Jupiter zeigt. Zum Vergleich: Io hat einen Durchmesser von 3642 km und ist somit etwas größer als der Mond der Erde.

Objekt-Nr.: SCP-364

Klassifizierung: Sicher

Sicherheitsmaßnahmen: Da SCP-364 von Menschen nicht erreicht werden kann, bestehen die Eindämmungsmaßnahmen in erster Linie darin, jegliche Informationen über SCP-364 zu finden und zu unterdrücken, bevor sie öffentlich verbreitet werden können. In allen großen Raumfahrtbehörden und den meisten privaten Raumfahrtunternehmen wurden Mitarbeiter der Foundation eingesetzt, die den ständigen Auftrag haben, über alle geplanten oder durchgeführten Aktionen zu berichten, die SCP-364 möglicherweise aufdecken könnten. Es wurde des Weiteren eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die die Aktivitäten von Amateurastronomen überwachen soll, obwohl die Chancen auf eine unabhängige Entdeckung von SCP-364 durch bodengestützte Anlagen recht gering sind.

Beschreibung: SCP-364 ist ein Punkt mehrere hundert Meter über dem Vulkan Surt auf Io, dem innersten der galileischen Jupitersatelliten. In unregelmäßigen Abständen tauchen an dieser Stelle spontan unterschiedliche Mengen an Material auf (bis zu 4000 Kubikmeter auf einmal), die sich in Surt absetzen, wo das Material durch den Lavastrom des Vulkans verbrannt wird. Der Mechanismus, durch den dieses Material entsteht, ist unbekannt, und bisher wurde weder in der Nähe von SCP-364 noch an einem anderen Ort auf Io oder irgendwo sonst im jovianischen System eine dauerhafte physische Struktur entdeckt. Darüber hinaus wurden keine ungewöhnlichen Energieemissionen von SCP-362 oder der Umgebung entdeckt.

Das Material, das zum Vorschein kommt, ist in der Regel ein heterogenes Gemisch von Stoffen, darunter Metalle (insbesondere Eisen- und Titanlegierungen), organische Verbindungen, kieselsäurehaltige Verbindungen und mehrere unbekannte Stoffe (wobei die spektrografische Analyse darauf hindeutet, dass es sich dabei um stabile überschwere Elemente handeln könnte). Bei mindestens vier Gelegenheiten haben Sonden Spuren auf dem Material entdeckt, bei denen es sich offenbar um eine Schriftsprache in einer unbekannten Schrift handelt. Darüber hinaus wurde eine starke Korrelation zwischen der thermischen Leistung von Surt und dem Auftreten von Material auf SCP-364 festgestellt. Obwohl ein möglicher ursächlicher Zusammenhang zwischen den beiden Phänomenen rein spekulativ ist, deuten die bisher gesammelten Beweise eindeutig darauf hin, dass das Material, das bei SCP-364 erscheint, künstlichen Ursprungs ist.

Geschichte: Die Existenz von SCP-364 wurde erstmals 1979 nach dem Vorbeiflug der Sonde Voyager 1 am Jupiter festgestellt. Ungewöhnliche Aktivitäten auf Io wurden von [DATEN GELÖSCHT] aufgezeichnet, einem Teil eines geheimen Instrumentenpakets, das sowohl Voyager 1 als auch Voyager 2 von der Foundation hinzugefügt worden war. Die Existenz von SCP-364 konnte jedoch erst bestätigt werden, als die Sonde Galileo im Dezember 1995 den Jupiter erreichte und dabei Daten und Bilder verwendete, die Galileo bei ihrem ersten Vorbeiflug an Io gesammelt hatte. Keines dieser Bilder oder Daten wurde veröffentlicht, da offiziell behauptet wurde, es seien gar keine Bilder gemacht worden.

Während /7Galileo// ihre ursprüngliche Mission um den Jupiter fortsetzen sollte, arbeiteten Mitarbeiter der Foundation mit hochrangigen NASA-Vertretern zusammen, um zwei weitere Sonden zu Io zu entwickeln und zu starten, die speziell SP-364 untersuchen und überwachen sollten. Um jedoch jeden Verdacht zu vermeiden, wurden diese Missionen zu Io als Erkundungsmissionen zum Mars angekündigt. Ende 1999 scheinen sowohl der Mars Climate Orbiter als auch der Mars Polar Lander aufgrund "menschlichen Versagens" eine Bruchlandung auf dem Mars zu vollziehen, doch in Wirklichkeit setzten beide Raumfahrzeuge ihren Weg nach Io fort und erreichten 2007 den Jupiter. Galileo war zu diesem Zeitpunkt bereits in der Jupiteratmosphäre zerstört worden, aber die beiden "Mars"-Sonden senden weiterhin Daten von Io und SCP-364. Der Ersatz für diese Sonden ist bereits [DATEN GELÖSCHT].

Anmerkung: Da Io ständig starker Strahlung und der gewaltigen Magnetosphäre des Jupiters ausgesetzt ist, wäre jedes Raumschiff, das in eine Umlaufbahn um Io geschickt wird, nur sehr kurzlebig, und die beiden Sonden dort oben befinden sich derzeit in einer Umlaufbahn um Europa und Jupiter. Daher ist eine ständige Beobachtung von SCP-364 nicht möglich, aber das ist kein großes Problem, solange SCP-364 unbeweglich bleibt. Ein dringenderes Problem ist die Technologie: Wie lange wird es dauern, bis irgendjemand auf der Welt ein Teleskop der nächsten Generation auf Io richten kann und in der Lage ist, 10 Meter lange Objekte von der Erdoberfläche aus zu erkennen? Und wer kann schon sagen, dass das, was auch immer das Zeug auf Io schickt, es nicht auch woanders hinschicken könnte? —Dr. Blanchard

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