3/359-DE Stufe 3/359-DEGeheimhaltung |
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Objekt-Nr.: SCP-359-DEKlassifizierung: Keter |
Warnung
Der nachfolgende Bericht stellt ein selektives memetisches Wirkmittel dar, da es sich auf das in ihm beschriebene bezieht. Personal, welches zwischen dem 29. November und 17. Dezember geboren worden ist, ist das Einsehen dieser Akte zur eigenen Sicherheit strengstens untersagt. Zuwiderhandlung von Betreffenden wird mit dem sofortigen Ausschluss aus sämtlichen internen Versicherungsleistungen, darunter Arbeitsschutz- und Unfallversicherungen, geahndet, des Weiteren wird mit Entsprechendem nach den objektspezifischen Sicherheitsmaßnahmen verfahren.
Sie wurden gewarnt
Bearbeitete Fotographie des Sternenbildes Schlangenträger
Objekt-Nr.: SCP-359-DE
Klassifizierung: Keter
Bedrohungsstufe: ● Rot
Sicherheitsmaßnahmen: Aufgrund dessen, dass das Wissen über SCP-359-DE im Allgemeinen weit verbreitet, jedoch der anomale Vektor wegen mangelnder Kenntnis nur selten gegeben ist, sind vorerst keine etablierten aktiven Sicherheitsmaßnahmen nötig. Reaktive Maßnahmen erstrecken sich auf die punktuelle Überwachung von Betroffenen und die Verhinderung der Wissensverbreitung über die Folgen der memetischen Kontamination. Die Erfassung sowie ggf. die Überwachung der für SCP-359-DE anfälligen Personen findet nahezu völlig autonom via Datenbankenmanagmentsystemen, Datenbanken, Servern und reaktiven Exekutionseinheiten statt. Personen, die von dem System als "potenziell kontaminiert" eingestuft wurden, sind unter Vollzeitüberwachung1 zu stellen. Bei durch diese Überwachung nachgewiesenen Kontaminationen ist entsprechend Paragraph 3 und 4 zu verfahren. Menschgestützte Desinformation gegenüber der Öffentlichkeit sowie anderen Gruppen von besonderem Interesse sollten zu jeder Zeit ausführbar sein. Weiterhin ist dafür zu sorgen, dass die Aktualität des Modells der zwölf Tierkreiszeichen aufrechterhalten bleibt; jegliche öffentliche und großangelegte Bemühungen der Bevölkerung, das Tierkreiszeichen "Schlangenträger" zu kanonisieren, sind mit entgegengerichteter, aufsehensarmer Arbeit zu unterbinden. Jeglichen Personen, die in der Zeitspanne von SCP-359-DE geboren sind, ist zu erklären, dass diese das Sternenbild "Skorpion" bzw. "Schütze" zugeordnet bekommen haben. Webcrawler, die zum bereits erwähnten System gehören, sind auf Informationen bezüglich SCP-359-DE angesetzt und darauf programmiert, diese zu entfernen, was sich jedoch aufgrund der schieren Menge als schwierig und langwierig herausstellt.
Die isolierten SCP-359-DE-1-Instanzen in Verwahrung der Foundation werden in einem von acht der 5 m x 5 m x 2,5 m Panzerglasterrarien in Standort-DE14 mit für Kriechtiere adäquaten Umweltbedingungen gehalten. Diese Terrarien befinden sich in einer 24 m x 14 m x 3 m Eindämmungskammer mit einem danebenliegenden, via Fenster verbundenen Kontrollraum. Die Luftfeuchtigkeit sollte idealerweise 40 % und die Raumtemperatur 25 °C betragen. Die Überwachung der Instanzen erfolgt mittels ultraschallgestützter, computergenerierter 3D-Aufnahmen der Terrarien und bei Bedarf der umgebenden Räumlichkeiten. Im Falle eines Eindämmungsbruchs ist die Einheit abzuschotten und die Raumtemperatur schlagartig auf 0 °C oder weniger herunterzukühlen. Die Entitäten sind anschließend von den, von der Forschungs- und Entwicklungsgruppe für künstliches Personal (FEKP) zur Verfügung gestellten, Sae-Einheiten2 wieder einzudämmen.
Sollte es zu einer memetischen Kontamination unter Foundation-Mitarbeitern kommen, sind Betreffende sofort in einer Standardzelle für Humanoide temporär einzudämmen und der Bereich um den Mitarbeiter für die nächsten vier Wochen mittels der, für dieses Projekt optimierten, Ultraschallscanner zu überwachen. Jegliche Instanzen von SCP-359-DE-1, die aufgrund eines solchen Vorfalls auftreten können, sind, sofern möglich, sofort mittels Kälteschock zu paralysieren und einzudämmen. Im Falle einer, trotz memetischerer Kontamination, nicht eintretenden Manifestation der Instanzen darf besagter Mitarbeiter seine ursprüngliche Tätigkeit wieder aufnehmen, ggf. nach Amnesizierung mit einem Klasse-D-Amnesikum und dem Einpflanzen der Erinnerung, sie seien an einem anderen Tag geboren3. Zu jeder Zeit ist eine standortinterne Wissensausbreitung über SCP-359-DE unterbunden zu werden. Jegliche Anzeichen für SCP-359-DE-1 oder dafür, dass ein Mitarbeiter memetischen kontaminiert ist, sind der Standortsicherheit zu melden. Informationen über SCP-359-DE, die innerhalb von Standorten existieren, sind mit der memetischen-Gefahrgut-Kennzeichnung zu versehen und mit dem erforderlichen Warnhinweis zu beschriften.
Auftreten von SCP-359-DE-1 in zivilen Kreisen sind durch Eingreiftruppen zu beenden und die Zeugen zu amnesizieren ggf. zusätzlich mit der im obigen Paragraphen beschriebenen Methodik. Die dabei geborgenen SCP-Subjekte sind schnellstmöglich nach Standort-DE14 zu transportieren und dort den objektspezifischen Standard-Sicherheitsmaßnahmen entsprechend einzudämmen. Der Antrag des Aufstellens einer spezialisierten MTF-Einheit, zur leichteren Erfüllung dieser Aufgabe, steht weiterhin aus.
Im Falle erneuter Versammlungen des "Schlangenträgerkollektivs" oder ähnlicher Gruppierungen, sind diese zu unterbrechen und alle Teilnehmer zu amnesizieren bzw. einzudämmen.
Kommentar des leitenden Forschers: Die steigende Toleranz gegenüber der Kanonisation des dreizehnten Tierkreiszeichens "Schlangenträger" ist besorgniserregend. Die breite Bevölkerung zeigt sich einer Eingliederung dieser Zuordnung im Kalender nicht abgeneigt gegenüber — nein, gar hingezogen. Unser System meldet eine Verdopplung der memetischen Kontaminationen im Zusammenhang mit SCP-359-DE. Wir waren der Lage noch nie Herr, aber es wird ja immer schlimmer. Ich schlage das [DATEN GELÖSCHT] vor, um doch noch eine Kehrtwende hinzubekommen und die Menschen da draußen vor einer Plage unsichtbarer Quälgeister zu schützen. - Dr. Lehmann
Beschreibung: Bei SCP-359-DE handelt es sich um ein selektives Meme, dass das 13. Tierkreiszeichens "Schlangenträger" des vor 2000 Jahren entwickelten Tierkreiszeichenkalenders betrifft. Kalendarisch betrachtet würde eben jene Zuordnung auf sämtliche Personen fallen, die zwischen dem 29. November und 17. Dezember geboren sind und dementsprechend dem Tierzeichen "Schlangenträger" zugeordnet werden würden. Diesem Zeichen werden in der Astrologie die Attribute Begeisterungsfähigkeit, Idealismus, Temperament, Weltoffenheit, Disziplin, Besonnenheit und Leidenschaftlichkeit zugeordnet, jedoch ist die Kanonisation dieser Zuordnung nicht vollends und Betreffende sind der offiziellen Zuordnung nach "Skorpione" oder "Schützen". Der anomale Indikator, Auslöser oder Katalysator für SCP-359-DE wird in der Ekliptik der Sonne vermutet und dem Kreisen der Erde um ihren Heimatstern, da sie im erwähnten Zeitraum, wie für die zeitliche Orientierung im Tierkreiskalender üblich, "zwischen" dem Sternenbild und der Erde steht.
SCP-359-DEs anomale Eigenschaft besteht darin, bei beschriebenen Subjekten, die dem Fakt über ihr eigentliches Tierkreiszeichen gewahr werden, einen Effekt hervorzurufen, der sich in der Manifestation von SCP-359-DE-1-Exemplaren äußert.
Mittels der Ultraschallscanner erstellte, computergenerierte 2D-Aufnahme dreier SCP-359-DE-1. Beschriftung ist ein Versuch der Arteinteilung. (1:50)
Bei SCP-359-DE-1 handelt es sich um anomale, schlangenartige Entitäten bislang unbekannter Existenzebene. Sie erreichen Körpermaße von einer Länge von bis zu 6 m und einer Breite von ca. 15 cm, wobei auch eine große Variation auftreten kann. Sie erscheinen stets in Gruppen aus drei bis fünf Exemplaren, sollte es zu einer Manifestation durch den memetischenen Effekt kommen. SCP-359-DE-1 zeichnen sich durch ihre ausgeprägten Tarnfähigkeiten gegenüber der menschlichen Wahrnehmung aus, die sie für Humanoide nahezu unwahrnehmbar macht. Ihre schuppige, trockene Haut leitet neusten Vermutungen nach die Photonen der Wellenlängen des sichtbaren, ultravioletten und infraroten Lichts um den Körper der Subjekte herum, dies lässt sich selbst mit einem Versuch des Einfärbens der Entitäten nicht umgehen. Ihre Präsenz kann jedoch durch das Hören von Schlängel- und Zischlauten ohne erkennbare Quelle erahnt werden, zusätzlich sind auch "unnatürliche" Bewegungen von Gegenständen in der näheren Umgebung als Indikator für eine Kontamination zu betrachten. Die Instanzen können Geschwindigkeiten von 12 km/h und eine schlagartige Beschleunigung von 2,25 m/s² erreichen. Der Habitus der SCP-359-DE-1-Instanzen ist ein gemeinsames und regelmäßiges Heimsuchen und Peinigen der von SCP-359-DEs memetischerer Beeinflussung betroffenen Personen. SCP-359-DE-1 wird damit beginnen, die betreffenden Subjekte mittels der Zischlaute auf psychischer Ebene zu verunsichern oder zu verängstigen; ähnliche Versuche finden ebenfalls durch Verlegen und Verstecken von persönlichen Besitztümern, Sabotage von Arbeiten oder der Offenbarung durch Berührungen sowie Stolpern der Opfer über ihre Torso statt. Hingegen verhalten sich die Subjekte zurückhaltend gegenüber der Anwesenheit Dritter. Weshalb SCP-359-DE ein solches Verhalten an den Tag legt, ist Gegenstand neuerer Forschungen. Mithilfe von Tests der Versuchsreihe vom 20.02.2007 bis 27.02.2007 an den eingedämmten SCP-359-DE-1 konnte bestätigt werden, dass SCP-359-DE-1 keine Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme benötigt, um zu überleben, jedoch ähnlich wie andere, nicht-anomale Vertreter von Schlangen und Kriechtieren eine wechselwarme Körpertemperatur besitzt und dementsprechend bei Temperaturabfall in Kältestarre fällt. Weitere Ergebnisse legen nahe, dass die Entitäten äußerst robust und nicht mittels mechanischer Einwirkungen verletzbar sind. Auch wenn sich SCP-359-DE-1 mehr wie "Poltergeister" — dem Volksmund nach — verhalten, kann Provokation die Instanzen zu schweren Biss- und Hiebattacken animieren, wie die Versuchsreihe SCP-359-DE-1-V2-1 vom 14.07.2007 zeigt.
Entdeckung: Die deutschsprachige SCP-Foundation wurde erstmals auf SCP-359-DE aufmerksam, als am 01.10.1991 der Bruder des eingebetteten Feldagenten E. Schrauber auf den Fall Frau A. █████████ in der █████ Nervenheilanstalt aufmerksam wurde. Die Frau klagte über ständige Zischlaute und von sich selbst bewegenden Objekten, was ihre Ärzte nach mehreren Jahren der vermeidlichen Verschlechterung ihres geistigen Zustandes veranlasste, sie in die Klinik zu verlegen. Frau █████████ befand sich wegen der vermeintlichen Einbildungen bereits seit zwei Jahren in psychiatrischer Behandlung/in Untersuchung, wurde aber jedoch nicht ernst genommen, bis der dort angestellte Bruder des Foundationagenten selbst Zeuge der Aktivitäten von SCP-359-DE-1-Instanzen wurde. Er beobachtete, wie mehrere SCP-359-DE-1 Gegenstände durch die Gegend warfen und stetig Laute von sich gaben. Daraufhin brachte er Frau █████████ in Sicherheit. Aus Angst seinen Beruf zu verlieren, redete er nicht über den Vorfall, bis er schlussendlich mit seinem Bruder darüber sprach.
Nachdem Agent Schrauber ordnungsgemäß Bericht erstattete, wurde Frau █████████ zur Foundation geladen und interviewt.
Am 21.09.1996 wurde ein Polizeifunkspruch von der Foundation abgefangen und ausgewertet. Der Inhalt des Funkspruches beschrieb einen "Angriff Unsichtbarer". Nachdem MTF DE6-𝔇 "Das Aufgebot" entsannt wurde, um die potenzielle Anomalie einzudämmen, fielen weitere Berichte über ähnliche Vorkommnisse an. Die mobile Eingreiftruppe wurde jedoch trotz akribischer Suche nicht fündig, worauf nach Kurzbefragungen alle Zeugen amnesiziert wurden.
Vorfallsbericht SCP-359-DE-1: Am 12.01.2007 wurde der Eindämmungsbruchalarm im Küstenstandort-DE16 ausgelöst, nachdem ein Klasse-C-Mitarbeiter über die Präsenz von "etwas Unsichtbarem" berichtete. Die RTF DE16-𝔖 "Ruinengänger" wurde anschließend im Büro des Mitarbeiters fündig und konnte, trotz schwerem Wiederstand, die Entität eindämmen. Das Subjekt ist einem schweren Käfig für animalische Anomalien untergebracht worden.
Also, um es kurz zu machen: Wir haben hier ein unsichtbares Tierwesen einfach so im Standort rumrennen, ohne erkennbaren Grund. Ich habe nicht die leiseste Ahnung, was das hier ist, aber es sieht nicht gut aus. Wir machen es uns leicht und schicken das Teil gleich via Magnetbahn nach DE14, ich glaube, da ist das Teil erstmal besser aufgehoben. Ich frage mich aber dennoch, woher plötzlich all diese Begegnungen mit unsichtbaren Tieren kommen? Das ist der zehnte Vorfall diese Woche und jetzt auch noch in den eigenen Reihen. Ich hoffe wir finden heraus, was hier los ist.
12. Januar. 2007
- Eugen Tief, Leiter der Standortsicherheit von Standort-DE16
Die Forschungsergebnisse der Studien an dem eingedämmten Exemplar von SCP-359-DE-1 zeigen, dass es sich von der groben Anatomie her um einen schlangenähnlichen Organismus mit einer Länge von 4 m handelt. Kopf und Schwanz konnten fixiert werden, was exakte Messungen ermöglichte. Die genaue Beschaffenheit der Entität konnte bislang nicht genauer erforscht werden. Versuche, Teile des Schuppenkleides mechanisch zu entfernen, scheiterten. Am 20.02.2007 wurden verschiedene Test durchgeführt, um SCP-359-DE-1 optisch erkennbar zu machen. Dazu wurde es mit mit Strahlung verschiedener Wellenlängen bestrahlt und mit auf diese Spektren spezialisierten Kameras beobachtet. Das Resultat war, dass SCP-359-DE weder im ultravioletten noch im infraroten oder magnetischen Spektrum sichtbar gemacht werden konnte. Das Besprühen von SCP-359-DE mit handelsüblicher Sprühfarbe blieb ebenso erfolglos, da diese einfach abperlte.
Im Rahmen eines Feldeinsatzes am 30.07.2007 von MTF DE6-𝔇 "Das Aufgebot", wurden erneut zwei Exemplare von SCP-359-DE-1 sichergestellt und nach Standort-DE14 gebracht. Bei dem Opfer, welches SCP-359-DE-1 heimsuchte, handelte es sich um einen Astronomie-Studenten zweiten Semesters. Im privaten Umkreis soll dieser bereits über die für SCP-359-DE-1 typischen Erscheinungen geklagt haben. Am Tag des Geschehens soll SCP-359-DE-1 den Studenten mit dem Wurf einer Bratpfanne bewusstlos geschlagen haben, nachdem dieser in die Schusslinie geriet. Die in Panik ausgebrochene Freundin des Mannes rief den Notarzt und die Polizei. Nachdem der Verletzte versorgt worden ist, konnte die MTF-Einheit die SCP-359-DE-1-Exemplare bergen.
Eindämmungsbruchsberichte Zusammenfassung SCP-359-DE
Zivile Fälle: 378
Zivile Fälle mit öffentlicher Aufmerksamkeit: 37
Amnesizierungsprotokolle wurden durch MTF DE8-𝔄 „Tatortreiniger“ durchgeführt.Vermutete Dunkelziffer: 2800
Fälle bei Foundationpersonal: 27
Eindämmungsbrüche von SCP-359-DE-1: 6
Schwerer Eindämmungsbruch: SCP-359-DE-1-SE1, 28.02.2016
Masseneindämmungsbruch von SCP-359-DE-1 durch ungeklärte Umstände; Verletzung von vier Mitarbeitern; konnte durch die neu in die Eindämmungsmaßnahmen integrierten Sae-Einheiten erfolgreich bekämpft werden.



