SCP-345
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Objekt-Nr.: SCP-345

Klassifizierung: Sicher

Sicherheitsmaßnahmen: SCP-345 ist in einem sicheren Tresorraum im Standort-██ zu verwahren. Da das Objekt von sich aus inert ist, ist keine weitere Eindämmung notwendig. Personen, die versuchen, SCP-345 zu lösen, benötigen die Erlaubnis eines Stufe-2-Mitarbeiters. SCP-345-1 wird in einem 5 m x 5 m x 5 m großen versiegelten Raum am Standort-██ aufbewahrt.

Nach dem Vorfall 345-1 darf das Personal nur eine der sechs Seiten von SCP-345 lösen; der Versuch alle Seiten zu lösen, führt zu einer Neuzuweisung zu MTF Epsilon-8 ("Die Hebammen").

Beschreibung: SCP-345 ist ein Steinwürfel, dessen Flächen jeweils in neun gleich große Quadrate unterteilt sind und dessen Teile ähnlich wie bei einem gewöhnlichen Puzzlespielzeug gedreht werden können. Jede Fläche des Würfels misst 5,7 cm. Anstelle der üblichen sechs Farben, die bei dieser Art von Puzzle zu finden sind, stellen die Quadrate sechs verschiedene Materialien dar: ein intrusives magmatisches Gestein, das Granit ähnelt, ein intrusives magmatisches Gestein, das Gabbro ähnelt, ein extrusives magmatisches Gestein, das Basalt ähnelt, ein Sedimentgestein, das Sandstein ähnelt, vulkanisches Glas, das Obsidian ähnelt, und ein hochgradig metamorphes Gestein, das Granitgneis ähnelt.

SCP-345 kann durch gewaltsames Auseinanderziehen der Seiten geöffnet werden. Der Würfel ist hohl und besitzt in seiner Mitte einen kreisförmigen Hohlraum mit einem Durchmesser von 4,5 cm.

Wenn er 5 Sekunden lang geöffnet bleibt, schließt sich SCP-345 automatisch und mischt zwei Minuten lang. Danach kann er sicher gehandhabt werden. Es ist nicht möglich, SCP-345 mit Gewalt zu öffnen, nachdem das Mischen stattgefunden hat.

Das Lösen von SCP-345 ist nicht schwieriger als das Lösen der üblichen Varianten des Rätsels. Wenn jedoch eine der Flächen vollständig wird, kann eine der folgenden Situationen eintreten:

  • Wenn die fertiggestellte Fläche eines der magmatischen Gesteine darstellt, erhitzt sich SCP-345 entweder auf ca. 1500 °C (Gabbrofläche), 1200 °C (Basaltfläche) oder 900 °C (Granitfläche). Die Zeit, die SCP-345 zum Abkühlen benötigt, variiert ebenfalls stark, wobei die Basaltfläche die schnellste (bis zu 50 Minuten) und die Gabbrofläche die langsamste (bis zu 250 Tage) ist.
  • Wenn die fertiggestellte Fläche das Sedimentgestein darstellt, beginnt der Würfel bis zu 10 Stunden lang heftig zu beben. Während des gesamten Vorgangs ist aus dem Inneren von SCP-345 entweder das Geräusch von fließendem Wasser oder das Heulen von Wind zu hören.
  • Wenn die fertiggestellte Fläche vulkanisches Glas darstellt, erhitzt sich SCP-345 auf ca. 900 °C und benötigt bis zu 5 Minuten zum Abkühlen.
  • Wenn die fertiggestellte Fläche metamorphes Gestein darstellt, durchläuft SCP-345 den gleichen Prozess wie bei der ausgefüllten Granitfläche. Nach dem Abkühlen fährt der Würfel für bis zu 50 Stunden fort, sich selbst mit hoher Geschwindigkeit zu mischen und dabei laute Schleifgeräusche zu erzeugen.

Nachdem einer der Prozesse beendet ist, kann SCP-345 wieder geöffnet werden, und eine Skulptur aus dem gleichen Material, das durch die fertiggestellte Fläche dargestellt wurde, kann in seinem Inneren gefunden werden. Die kleine Skulptur wird immer einen Planeten oder Planetoiden mit einem Durchmesser von 4,5 cm darstellen. Diese Skulpturen haben keine Ähnlichkeit mit einem derzeit bekannten Planeten.

Wenn mehr als eine Fläche zur gleichen Zeit fertiggestellt wird, finden beide entsprechenden Prozesse statt, einer folgt dem anderen. Die entstandene Skulptur wird aus beiden Materialien bestehen; zum Beispiel wurden bei der Skulptur, die durch die gleichzeitige Fertigstellung der Granit- und Obsidianflächen entstand, die "Kontinente" aus Granit und die "Ozeane" aus Obsidian gefertigt.

SCP-345 wurde von Agent █████ am ██.██.20██, ██ Tage nach dem Ausbruch des ██████████ Vulkans in █████████, Ecuador geborgen. █████ behauptet, es in der Nähe der Basis des Vulkans gefunden zu haben, und nahm es als Kuriosität mit. Er erfuhr von der wahren Natur des SCP, nachdem er versucht hatte, es zu lösen und erlitt dabei Verbrennungen dritten Grades.

Vorfall 345-1 Während Dr. ████ SCP-345 testete, gelang es ihr, alle Flächen zu vervollständigen, indem sie den Würfel nicht öffnete, sobald eine Fläche vervollständigt war. SCP-345 fuhr fort, 3 Minuten lang zu beben, danach öffnete es sich von selbst. Eine kleine Metallkugel mit einem Durchmesser von 4,5 cm stieg aus dem Inneren von SCP-345 heraus und schwebte 3 Meter über dem Boden. Kurz darauf begann die Kugel zu rotieren und beschleunigte auf eine Geschwindigkeit von 5 m/s. In der Nähe der Kugel wurden starke Gravitationskräfte festgestellt, die sich sichtbar auf Objekte in bis zu 15 Metern Entfernung auswirkten. Sekunden Später begann eine dichte orangefarbene Flüssigkeit mit einer durchschnittlichen Oberflächentemperatur von ca. 4000 °C aus SCP-345 zu fließen, die die Metallkugel umschloss. Danach begann eine weitere, dichtere Flüssigkeit aus SCP-345 zu strömen. Auch sie umgab die Kugel. Diese Flüssigkeit floss weiter aus dem Inneren von SCP-345, bis die Kugel einen Durchmesser von 2,3 Metern erreichte, woraufhin der Fluss stoppte und SCP-345 sich automatisch schloss. Die resultierende Kugel drehte sich immer noch langsam und schwebte über dem Boden. Sie war extrem dicht, und ihre Anziehungskraft war stark genug, um die Umgebung schwer zu beschädigen. Die Temperatur an der Oberfläche schwankte zwischen 900 und 1600 °C.

30 Minuten später begannen Teile des äußeren "Magmas" abzukühlen und verfestigten sich zu einer dünnen Felskruste. 20 Stunden Später waren die meisten teile der Kugel fester Fels, zwischen denen kleine "Lavameere" flossen. Auch kleine Vulkane und Berge konnten beobachtet werden. Zu diesem Zeitpunkt wurde ein spezielles Eindämmungsteam mit hitzebeständiger Ausrüstung eingesetzt, um die Kugel in einen sicheren Raum zu verlegen. Die Kugel wurde später als SCP-345-1 bezeichnet. Es laufen Untersuchungen über die Wahrscheinlichkeit, dass sie eventuell eine Atmosphäre entwickelt.

Anmerkung: Abgesehen davon, dass wir zunächst dachten, dass SCP-345 eine Kopie der Erde erschaffen hat, haben Untersuchungen gezeigt, dass es unwahrscheinlich ist, dass SCP-345 eine Atmosphäre entwickelt, und die Zusammensetzung seines "Magmas" unterscheidet sich stark von dem der Erde, da es viel geringere Mengen an Silizium und Aluminium und größere Mengen an Titan enthält. Es ist derzeit nicht bekannt, ob das "Magma" anderer von SCP-345 erschaffener Planetoiden eine ähnliche Zusammensetzung aufweisen würde. Vielleicht sollten wir es von einem D-Klässler vervollständigen lassen… vorzugsweise auf einem offenen Feld. — Dr. ████.

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