SCP-337
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Objekt-Nr.: SCP-337

Klassifizierung: Euclid

Sicherheitsmaßnahmen: SCP-337 ist jederzeit in einer stahlverstärkten 0,5 m dicken, polierten Zementeindämmungskammer aufzubewahren. Die Kammerwände müssen wöchentlich auf Risse untersucht und bei Bedarf neu abgedichtet werden. Der Zugang wird nur über ein zweistufiges gewölbtes Stahltürsystem mit einer Dichtungstoleranz von maximal 100 µm möglich sein. Die Vorkammer zwischen den Türen ist mit mehreren ferngesteuerten Flüssigtreibstoff-Flammenwerfern zu bestücken. Beide Kammern sind von außen mit drahtlosen Sicherheitskameras zu überwachen. Beschädigungen oder Verstellungen der Kameras sind sofort zu melden. Ein in sich geschlossenes, wasserrückführendes Duschsystem ist am anderen Ende der Kammer zu positionieren. Die Wasserversorgung und die Filter des Systems sind monatlich zu wechseln.

Das SCP-337 zugewiesene personal muss alle Kopf- und Körperhaare auf maximal 4 cm Länge halten und wird sich regelmäßigen Ganzkörperuntersuchungen unterziehen, um die Einhaltung der Vorschriften sicherzustellen. Jedes Personal, das die Kammer betritt, muss von zwei mit tragbaren Flammenwerfern bewaffneten Wachen eskortiert werden. Nach dem Vorfall 337-A muss das an den Tests beteiligen D-Klasse-Personal vor dem Betreten der Kammer auf eine Liege geschnallt und sediert werden.

Einmal pro Woche werden einem D-Klasse-Personal Haare, die länger als 5 cm sind, mit der Solomon-Technik entnommen. Eine Hilfskraft muss das Haar sofort in die Kammer bringen und das Objekt "fressen" lassen. Während dieser Zeit fegt die Hilfskraft den Boden mit einem Standardbesen und einer Kehrschaufel von den Haaren frei; gemäß Vorfall 337-C ist die Verwendung von Staubsaugern im Umkreis von 15 m um den Eindämmungsbereich von SCP-337 nicht gestattet, es sei denn, dies wird ausdrücklich genehmigt.

Beschreibung: SCP-337 ist ein großes Konglomerat aus menschlichem Haar, das bei der letzten Messung etwa 60 kg wog. Die Form und die Abmessungen des Objekts sind enorm variabel. SCP-337 ist vollständig lebendig, kann sich in einem weiten Bereich fortbewegen und eine Kraft über 18 kN ausüben. Es scheint auch ein gewisses Maß an Empfindungsvermögen zu besitzen, obwohl Kommunikationsversuche bisher nur begrenzt erfolgreich waren (siehe Vorfall 337-B).

Das Objekt ist in der Lage, jedes Haar, das direkt mit seiner zentralen Masse verbunden ist, mit Präzision bis zur einzelnen Strähne zu manipulieren. Die Methode, mit der SCP-337 seine Komponenten mobilisiert, wird noch untersucht. Die Analyse von Filamenten, die am Objekt befestigt sind, hat gezeigt, dass sie mit normalem menschlichem Haar identisch sind, und Strähnen, die periodisch vom Objekt abgeworfen werden, sind ähnlich normal, abgesehen davon, dass ihnen die Pigmentierung entzogen wurde. Die Filamente weisen eine typische Zugfestigkeit auf und können leicht durch Feuer, Klingen oder chemische Verstopfungsentferner in Konsumentenqualität beschädigt werden.

Obwohl es keine offensichtlichen Sinnesorgane besitzt, ist sich SCP-337 seiner Umgebung sehr bewusst und besitzt möglicherweise sogar Wahrnehmungsfähigkeiten, die die von Menschen übertreffen. Zum größten Teil sind diese Sinne darauf ausgerichtet, seine Hauptnahrungsquelle aufzuspüren und zu erlangen: frisches, menschliches Haar.

Wenn sich ein Mensch mit Haaren, die länger als 5 cm sind, SCP-337 auf etwa 30 m nähert, geht es in einen Zustand über, der als "räuberisch" bezeichnet werden könnte, und flechtet rasch mehrere dichte Haarsträhnen in Richtung seiner Beute zusammen. Der Wahrnehmungsbereich des Objekts scheint durch die Wände seiner Eindämmungskammer nicht behindert zu werden.

Das Objekt nähert sich dann mit großer Geschwindigkeit seinem Ziel und versucht, es zu überholen und einzuhüllen. Wenn dies gelingt, fesselt SCP-337 die Gliedmaßen des Objekts und beginnt, alle Haare ausreichender Länge vom Körper zu "ernten". Die Haare werden schmerzlos an der Basis aus der Dermis entfernt (einschließlich der Wurzel) und sofort in die Masse des Objekts eingearbeitet, indem sie verknotet oder verflochten werden. Die Muster von Blutergüssen, Blutungen und Talgausbrüchen bei den Probanden nach der Fütterung deuten darauf hin, dass die Follikel vor der Extraktion teilweise aus der inneren Scheide gelöst werden. Dies scheint manchmal das Nachwachsen von Haaren zu beschleunigen, selbst in Regionen, in denen es typischerweise verkümmert ist; bis heute ist es den Forschern nicht gelungen, diesen Effekt künstlich zu replizieren.

Während SCP-337 zum Zeitpunkt der Bergung in einem schmutzigen Zustand vorgefunden wurde (siehe Anhang), hat es seitdem eine Vorliebe für Sauberkeit gezeigt. Nicht lange nach der anfänglichen Eindämmung gelang es dem Objekt, durch einen schmalen (2 cm Durchmesser) Kabelkanal aus seiner temporären Eindämmung zu entkommen. Vor Ort wurde es einige Stunden später im Frauenwaschraum im vierten Stock entdeckt, wo es aus einem Abfluss austrat und die Haare zweier duschender Forscherinnen verzehrte. Ein Sicherheitsteam traf kurz darauf ein und fand SCP-337 unter einem laufenden Duschhahn, wo es sich mit dem von den Frauen zurückgelassenen Shampoo einseifte. Nachdem die Eindämmung wiederhergestellt war, wurde SCP-337 mit seinen jetzigen Bademöglichkeiten und einem Vorrat an Haarpflegemitteln ausgestattet. Seitdem hat sich die Ausscheidungsrate des Objekts drastisch verringert.

Anmerkung: SCP-337 scheint zwar "lebende Nahrung" zu bevorzugen, aber es wird dennoch bereitwillig Haare verzehren, die bereits von einem menschlichen Wirt entfernt wurden, vorausgesetzt, der Follikel ist intakt und die Wurzel wurde nur für ein paar Minuten abgelöst. Wir haben eine Methode entwickelt, um diese Extraktion genauso effektiv, wenn nicht so schmerzlos, wie die des Objekts durchzuführen. Um das Risiko einer Kreuzkontamination zu begrenzen, sollte das D-Klasse-Personal nur zu genehmigten Testzwecken SCP-337 ausgesetzt werden. Anfragen von Personal, absichtlich zur Fütterung ausgesetzt zu werden, werden präventiv abgelehnt. -Dr. ████

Anhang: SCP-337 hat die Fähigkeit gezeigt, durch die Anhäufung von zusätzlichen Haaren weit über seine derzeitige Masse hinauszuwachsen. Es wurde im Jahre 19██ im Sanitärsystem eines großen Pflegeheims in ████████, Pennsylvania, entdeckt, nachdem Agent █████ einen Artikel mit der Überschrift "Kanalisationsschlangen skalpieren Senioren in einer lokalen Zeitung bemerkt hatte. Ein Team wurde entsandt, um unter dem Deckmantel einer Ausräucherungsfirma Nachforschungen anzustellen. Nachdem die Bewohner in eine andere Einrichtung evakuiert worden waren, kappten die Agenten alle Wasser- und Abwasserleitungen im Gebäude und überwachten Waschbecken und Duschabflüsse auf Anzeichen des Objekts.

Als schließlich ein Teil von SCP-337 auftauchte, versuchte es, sich mit dem Schädel von Agent ██████ zu verbinden, wurde aber vom Bajonett seiner Waffe abgefangen. Die Ranke zog sich sofort in den Abfluss zurück, woraufhin das Objekt für mehr als fünfundvierzig Minuten nicht mehr gesichtet wurde. Durch den koordinierten Einsatz von Chemikalien zur Beseitigung von Verstopfungen wurde das Objekt gezwungen, durch die Rohre im Versorgungsraum des Untergeschosses der Anlage auszutreten, wo mehrere Agenten bereitstanden, um es mit tragbaren Flammenwerfern zu überwältigen. Jedoch waren die Agenten nicht auf die schiere Größe des Objekts vorbereitet, das schnell die untere Ebene des Gebäudes ausfüllte. In der Verwirrung wurde ein beträchtlicher Teil von SCP-337 entzündet.

Der entstandene Brand bereitete sich schnell in der gesamten Anlage aus. Die meisten in den oberen Stockwerken konnten aus dem Gebäude fliehen, bevor es zusammenbrach, aber █ Agenten entkamen nicht rechtzeitig. SCP-337 schaffte es, seine verbleibende Masse durch das Belüftungssystem des Gebäudes zu transportieren, wobei es brennende Komponenten abwarf. Als es sich schließlich auf dem Parkplatz der Anlage sammelte, war es schätzungsweise über ██ m (██ ft) groß. Die überlebenden Mitglieder des Interventionsteams versammelten sich um das Objekt und schlossen es mithilfe von Flammentreibmitteln erfolgreich auf dem Parkplatz ein, bis Unterstützung eintraf. Als SCP-337 eingedämmt war, hatte es bereits mehr als 90 Prozent seiner ursprünglichen Masse verloren.

Das Feuer und die anschließende Zerstörung des Pflegeheims wurden offiziell auf eine fehlerhafte Verkabelung zurückgeführt, und der Schaden wurde außergerichtlich geregelt. Die vertriebenen Bewohner wurden in eine von der Stiftung betriebene Pflegeeinrichtung verlegt, wo die Verabreichung von Amnesika wie vorgeschrieben und [DATEN GELÖSCHT] ohne Zwischenfälle erfolgte.

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