Foto von SCP-332 vor dem Erhalt anomaler Eigenschaften.
Objekt-Nr.: SCP-332
Klassifizierung: Sicher
Sicherheitsmaßnahmen: Die Kirk Lonwood High School wurde für abbruchreif erklärt. SCP-332 benötigt daher zwischen Januar und August keine Eindämmung (außer einer Standard-Sicherheitspatrouille). Zwischen September und Dezember ist SCP-332 jederzeit von einer bewaffneten Eskorte zu begleiten, die Umgebungsgeräusche in hoher Lautstärke neben SCP-332 abspielt. Die Umgebungsgeräusche haben der Umgebung zu entsprechen; typische Geräuschkulissen sind Bau-, Wetter- oder Verkehrsgeräusche.
Beschreibung: SCP-332 ist die Blaskapelle der Kirk Lonwood High School der Saison Herbst 1975. Die Kapelle besteht aus dreißig Mitgliedern, die als SCP-332-1 bis SCP-332-30 bezeichnet werden. Alle Mitglieder von SCP-332 waren ehemalige Zwölftklässler an der Kirk Lonwood High School und hätten voraussichtlich im Frühjahr 1976 ihren Abschluss gemacht. Alle Uniformen und Instrumente der SCP-332-Instanzen sind als "Syncope Symphony" gekennzeichnet.
Die meiste Zeit bleiben SCP-332-Instanzen unbewegt im Musikraum der Kirk Lonwood High School. Während dieser Zeit sind sie so positioniert, als würden sie eine lebhafte Diskussion führen. Es ist der Foundation nicht gelungen, eine Reaktion einer stationären Instanz hervorzurufen, und sie scheinen über keine funktionierenden biologischen Systeme zu verfügen. SCP-332 wurde weder verletzt noch abgenutzt oder bewegt.
SCP-332 wird nach dem Spielplan für die Heimspiele der Kirk Lonwood High School aktiviert. Dies beinhaltet eine Aktivierung um etwa 19:00 Uhr Ortszeit an ein oder zwei Tagen pro Woche1 zwischen September und Dezember. Während dieser Zeit nimmt SCP-332 die Konversation wieder auf. Nach 30 Minuten begibt es sich auf das Spielfeld und tritt auf. Anschließend steht es unter der Tribüne, wartet und tritt eine Stunde später erneut auf. Anschließend geht es zurück in den Musikraum und nimmt seine Konversation wieder auf, wobei es mittendrin einfriert.
SCP-332 wurde erstmals am 12. Dezember 1975 kurz nach dem letzten geplanten Auftritt der Blaskapelle der Saison entdeckt. Zeugenaussagen zufolge betrat SCP-332 das Spielfeld während des letzten Spiels der Saison und trat wie ursprünglich geplant auf. Die gespielten Lieder entsprachen zwar nicht den ursprünglich geplanten, waren aber nicht so ungewöhnlich, dass sie besondere Aufmerksamkeit erregt hätten – alle Lieder hatte SCP-332 bereits in den vorangegangenen vier Monaten gespielt.
Nach Spielende stellte sich jedoch heraus, dass die dreißig Mitglieder von SCP-332 fehlten. Anstatt wie erwartet ihre Uniformen auszuziehen und sich beim Spiel wieder mit Freunden und Familie zu treffen, schien SCP-332 verschwunden zu sein. Die Instanzen wurden 45 Minuten nach Spielende regungslos und ohne auf Reize zu reagieren im Kirk-Lonwood-Musikzimmer gefunden. Dies löste weit verbreitete und öffentlichkeitswirksame Panik aus, die wiederum die Foundation auf mögliche anomale Aktivitäten aufmerksam machte.
Bei der Erstellung einer Vertuschungsgeschichte (weiter verkompliziert durch die Entdeckung von zusätzlichen Anomalien in Zusammenhang mit der Kirk Lonwood High School) entdeckten Foundation-Ermittler, dass die meisten Mitglieder von SCP-332 Ängste oder Sorgen hinsichtlich der Zukunft geäußert hatten. Keiner von ihnen äußerte sich optimistisch. Bei den Personen, von denen keine Bedenken bekannt waren, handelte es sich um diejenigen, für die die Foundation kein psychologisches Profil erstellen konnte. Es wird angenommen, dass sie solche Ängste hatten, diese aber nicht gegenüber anderen äußerten.
Um den Geisteszustand von SCP-332 besser darzustellen, sind unten drei Auszüge aus psychologischen Profilen aufgeführt. Diese wurden aufgrund ihrer Klarheit, der direkten Diskussion relevanter Ideen und der Vielfalt ihrer Typen ausgewählt.
- Eine von Agent Blackwire von der Mobile Task Force Zeta-2 durchgeführte Befragung von Diedre McKenzie – Kunstlehrerin an der Kirk Lonwood High School – bezüglich einer ihrer Schülerinnen, Sadie Freeman (SCP-332-4).
Blackwire: Danke, dass Sie sich die Zeit für dieses Gespräch genommen haben – ich weiß, Sie haben momentan bis über beide Ohren mit Bundesagenten zu tun. Aber ich wollte Ihnen nur ein paar Fragen zu einer gewissen Sadie Freeman stellen. Sie war in Ihrem zweiten Malkurs.
McKenzie: Oh ja. Sadie war eine meiner besten Schülerinnen hier. Es ist eine Schande, was ihr passiert ist.
Blackwire: Oh, es tut mir leid, Sie daran erinnern zu müssen, Ma'am. Ich bin eigentlich hier, um mit Ihnen über ihre Klassengeschichte zu sprechen und wie sie war.
McKenzie: Natürlich. Sie mussten aus irgendeinem Grund extra mit mir sprechen.
Blackwire: Sie hat ihre Klasse geliebt, nicht wahr?
McKenzie: Hat sie vergöttert.
Blackwire: Hat sie jemals über die Zukunft gesprochen? Über Kunst und Ihren Unterricht, meine ich.
McKenzie: Die ganze Zeit. Sie hat mir immer gesagt, dass sie sich wünschte, sie könnte ihre Fähigkeiten hier im Leben einsetzen, aber sie würde Betriebswirtschaft studieren. Das war der Wunsch ihrer Eltern, und ich schätze, sie hatte nicht viel zu sagen.
Blackwire: Sie wusste bereits, wo sie hingeht?
McKenzie: McKenzie: Oh nein. Aber alle Hochschulen, bei denen sie sich beworben hatte, waren für Wirtschaftswissenschaften, nicht für Kunst. Wharton, nicht RISD2. Entscheidung ihres Vaters.
Blackwire: Das ist ziemlich schade. Aber sie wollte Kunst als Karriereweg verfolgen?
McKenzie: Ich weiß nicht, ob es die richtige Bezeichnung "als Karriereweg" ist … Sie wollte Kunst … wie hat sie es ausgedrückt … "für immer" machen. Oder manchmal war es vielleicht auch: "Ich wünschte, ich müsste nie etwas anderes machen."
Blackwire: Was ein vernünftiger Mensch vielleicht als Beruf bezeichnen würde …
McKenzie: Aber ich hatte immer das Gefühl, sie träumte einfach nur.
Blackwire: Wobei man nicht unbedingt "vernünftig" sein muss.
McKenzie: Richtig.
Blackwire: Wir haben also ein Mädchen, das unbedingt Kunst und nie etwas anderes machen will. Nicht einmal einen Job, anscheinend – denn sie wollte kein BWL-Studium.
McKenzie: Nun, bedenken Sie, sie war ein Teenager. Erst 17!
Blackwire: Stimmt, stimmt … sagen Sie, hat sie die Art der Kunst genauer genannt?
McKenzie: Nein … ich glaube nicht. Sie hatte in meinem Kurs eindeutig andere Ambitionen als nur zu malen. Sie liebte auch die Blaskapelle sehr – sie sprach immer davon, immer in einem Atemzug mit meinem Kurs.
Blackwire: Also wäre sie genauso glücklich, ewig eine Melodie zu spielen, wie ewig zu malen?
McKenzie: Ja, ich glaube schon!
Blackwire: Interessant.
McKenzie: Moment, ist das nicht …? Ich … das kann doch nicht wahr sein, oder? Aber wo sollte sie sonst sein …
Blackwire: Nehmen Sie weiter Ihre Pillen, Ma'am. Die hier mit dem "G" drauf.
Blackwire: G steht für gut, richtig?
Blackwire: Ich werde Sie jetzt in Ruhe lassen.
- Gruppendiskussion unter der Leitung von Agent Blackwire mit drei überlebenden Schülern der Kirk Lonwood High School über Steven Farago (SCP-332-10), einen Tubaisten. Das Gespräch wurde geführt, während die Überlebenden in Johnny Gillespies Einfahrt Basketball spielten.
Blackwire: Hey! Ich brauche einen Moment eurer Zeit, ihr drei.
Donaldson: Wieso?
Blackwire: Kennst du den Jungen?
Gillespie: Äh, ja. Na und?
Blackwire: Wir ermitteln in seinem Fall. Wir müssen wissen, was er vorhatte. Was er in den Momenten dachte, bevor die Sache losging.
Donaldson: Glauben Sie nicht, dass er etwas damit zu tun hatte?
Blackwire: Willst du helfen, ihn auszuschließen?
Gillespie: Klar. Legen Sie los.
Nafpliotis: Er war sich wirklich unsicher, auf welches College er gehen wollte. Er hatte alle Bewerbungen abgeschickt, aber erwartete, dass alle angenommen würden.
Gillespie: Der Kerl war schlau.
Blackwire: Er war sich sicher, dass er überall angenommen wird?
Nafpliotis: Sicher genug.
Donaldson: Er hatte Optionen.
Blackwire: Aber er hatte keine Favoritenliste?
Nafpliotis: Ihm zufolge hatten sie alle extreme Vor- und Nachteile, und er bewertete diese Vor- und Nachteile jeden Tag anders.
Blackwire: Wie zum Beispiel?
Donaldson: Diese Uni ist zu nah. Diese hier zu teuer. Diese hier bietet nicht die Haupt- und Nebenfächer, die er braucht. Dort drüben gibt es bessere Jobchancen, da ein besseres Sozialleben.
Blackwire: Interessant. Interessant. Und was dachte er über die Gegenwart?
Nafpliotis: Er war glücklich, wo er war. Auf dem besten Weg, Jahrgangsbester zu werden, Klassensprecher der Schülerschaft, hatte eine tolle Freundin. Alles.
Gillespie: Wenn wir ganz ehrlich sind, hatte er sich irgendwie darauf eingestellt, der Typ zu werden, der "seinen Höhepunkt in der Highschool" erreicht hat.
Blackwire: Richtig. Ich kenne diesen Typ.
Nafpliotis: Da bin ich mir sicher, Alter.
Blackwire: Na gut. Hat die Blaskapelle eine Rolle gespielt? War er mit seiner Position dort zufrieden?
Gillespie: Oh ja. Er redete immer davon.
Blackwire: Plant er, über das Saisonende hinaus dabeizubleiben?
Donaldson: Er wollte der Blaskapelle aim College beitreten. Wo immer er war, was immer er tat … das stand schon immer fest. Er wollte in der Blaskapelle bleiben.
Gillespie: Wenn es nach ihm gegangen wäre, bis zu seinem Tod.
Blackwire: Informativ. Tut mir leid, dass ich so lästig war, aber das ist wirklich hilfreich. Schönen Tag euch Jungs. Wir sehen uns bestimmt wieder, falls ich noch Fragen habe.
- Letzter Eintrag eines Tagebuchs, das im Haus von Nathan Blastin (SCP-332-30), einem Mitglied der Schlagzeuggruppe von SCP-332, gefunden wurde. Basierend auf kontextuellen Hinweisen wurde der folgende Tagebucheintrag vermutlich am 10. Dezember 1975 verfasst.
ich kann es nicht tun ich kann nicht zulassen dass ich verwelke und die fäule in meine knochen und in mein herz eindringt es kann mich nicht auf diese weise kennen ich werde es nicht zulassen fäule kommt näher jeden tag näher kriecht und kriecht um jede ecke fast hier
nichts schlimmeres auf der welt
nie1mals2 alt3 wer4den5
oder1 et2was3 schlim4me5res6 wer7den
fuck
NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN. NEIN NEIN NEIN NE1N NEIN NEINNEIN NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN N E I N NEIN NEIN NEIN! NEIN! NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN NEINNEIN NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN NEINNEIN NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN? NEIN NEIN NEIN NEIN NEEIN NEIN NEIN NEINNEIN NEIN NEIN NEIN NEEIN N
Ich ertrinke hier draußen und niemanden interessierts. Ich muss mich ändern. Ich kann mich nicht ändern. Ich werde mich nie ändern. Ich möchte mich nicht ändern. Ich möchte sein wer ich bin. Ich kann nichts anderes als das sein was ich bin und das macht mir angst freude ich kann es kaum erwarten. Für immer und immer und imme
habe letzte nacht geträumt wie wir in der Blaskapelle gespielt haben
der nebel war da und
die welt war still und
Ich kann mich an nichts anderes erinnern.
Synkope – Ein vorübergehender Blutverlust eines Organs. Wird oft in Bezug auf das Gehirn verwendet, was sich als Ohnmacht äußert, und dient als Metonymie für den Zustand der Bewusstlosigkeit.
Ich glaube, ich sterbe lieber, als alt zu werden.

MITTEILUNG VON DER ADMINISTRATION DER FOUNDATION-EIGENEN AUFNAHMEN UND INFORMATIONSSICHERHEIT
Die obige Datei ist eine archivierte Kopie der SCP-332-Dokumentation aus dem Jahr 2012.
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