SCP-328-DE

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Objekt-Nr.: SCP-328-DE

Testtube

Mixturen aus Wasser und verschiedenen SCP-328-DE-A Versionen.

Klassifizierung: Keter

Sicherheitsmaßnahmen: Jedes betroffene Subjekt ist einzeln in einer Zelle, angemessen den Körpermaßen der Spezies, untergebracht zu werden. Eine mit schwerem Stahl verstärkte Sicherheitstür muss Zutritt zur Zelle bieten. Zwei (2) Mikrokameras müssen in der Decke zur Überwachung installiert werden. Von jeder Spezies wird nur ein infiziertes Exemplar in der Eindämmung geduldet. Weitere Exemplare sind aus Kostengründen zu terminieren.

Jegliche Personen, die in direkter Verbindung zur Verbreitung und Herstellung von SCP-328-DE stehen, müssen umgehend ausfindig gemacht und festgenommen werden. Im Ernstfall ist deren Terminierung genehmigt. Namen und anderweitige Daten der gesuchten Personen sind in Akte 328-DE-NA einzusehen, die nach Anfrage an Projektleiter Dr. Rosenblatt herausgegeben werden kann.

Beschreibung: SCP-328-DE ist ein Virus, der hauptsächlich die Bildung einer zusätzlichen zweiten lederartigen circa zwei Zentimeter dicken Haut über die vollständige äußerste Schicht des Infizierten1 verursacht. Eine entfernte Verwandtschaft ist durch Ähnlichkeiten mit HSV-1 (Herpes-simplex-Virus Typ 1) anzunehmen. Nach aktuellem Wissensstand scheint es so, dass alle tierischen Spezies infiziert werden können. Zwischen neugebildeter Haut und dem ursprünglichen Körper des Infizierten bildet sich die Flüssigkeit, die auch einziger Träger des Virus zu sein scheint2 (SCP-328-DE-A genannt), welche dafür sorgt, dass jedes Subjekt, das direkten Körperkontakt zu ihr pflegt, mit einer hundertprozentigen Wahrscheinlichkeit infiziert wird. SCP-328-DE wird demnach ausschließlich durch direkten Kontakt mit der Flüssigkeit unter der zweiten, lederartigen Hautschicht des Infizierten übertragen, die als einziges Medium für das Virus fungiert; jeder Körperkontakt mit dieser Flüssigkeit führt mit absoluter Sicherheit zur Infektion. Tests, den Aggregatzustand von SCP-328-DE-A zu ändern, blieben erfolglos.

Der Virus greift neben dem äußeren Körper des Infizierten, im Normalfall ergo Haut und Muskelmasse, die sich direkt unter der Haut befindet, außer dem Gehirn des Opfers, keine Organe an. Dieses strukturiert es beinahe komplett um, was dafür sorgt, dass der Infizierte scheinbar alle höheren geistigen Fähigkeiten verliert3. Infizierte zeigen ein hochaggressives Verhalten. Sie sind merklich gewalttätiger gegenüber anderen Infizierten als zu nicht infizierten Subjekten. Die Veränderung des Gehirns sorgt ebenfalls für ein komplettes Fehlen von Schmerzgefühlen.

Trotz der Überschichtung aller Körperöffnungen sterben Infizierte nicht an fehlender Nahrungsaufnahme und scheiden auch keine Nahrung aus. Sie weisen eine extrem hohe körperliche Stärke auf4. Auf unbekannte Weise sind Infizierte dazu in der Lage, durch die Beschichtung hindurchzusehen und sind auch sonst von keinerlei Beschränkung der Sinneswahrnehmungen betroffen.

Zwischenfall Friedrichens6: Als Dr. Friedrichens, welcher der leitende Forscher der Arbeiten an SCP-328-DE war, anfing, orangefarbene Wunden auf seinem Körper zu bekommen, die laut Ärzten der Foundation keiner bekannten Krankheit zuzuordnen waren, wurde er in einer Quarantänezelle für Menschen untergebracht. Laut eigenen Aussagen hatte Dr. Friedrichens zu diesem Zeitpunkt starke Schmerzen, die seinen gesamten Körper betrafen. Nach einigen Tagen in der Quarantäne wiesen Stellen von Dr. Friedrichens Haut eine rote Schicht, welche an die Haut von SCP-328-DE erinnerte, auf. Ab diesem Zeitpunkt brach jegliche Kommunikation zur Foundation seinerseits ab und er fing an, ausschließlich schmerzerfüllte Schreie von sich zu geben. Am ██.██.2016 gelang es Dr. Friedrichens, die Sicherheitstür mithilfe seiner eigenen Körperkraft gewaltsam zu öffnen und er attackierte mehrere Mitarbeiter. Sein Körper war zu diesem Zeitpunkt fast vollständig von der farbigen Schicht überzogen. Er schaffte es, ███ Mitarbeiter zu töten und ██ schwer zu verletzen. Trotz starkem Beschuss verschiedener Schusswaffen wies er zu keiner Zeit Anzeichen von Schmerz auf. Ein Wachmann schaffte es, Dr. Friedrichens nach 124 Minuten durch ██ Schüsse in eine unbeschichtete Stelle seines Kopfes zu terminieren. Nach dem Friedrichens Zwischenfall, wurde Dr. Rosenblatt zum Forschungs- und Projektleiter für SCP-328-DE ernannt.

Nachtrag: Da herausgefunden wurde, dass Björn Diaz und SCP-328-DE dieselbe Person sind und dieser, wie auch Dr. Friedrichens, bloß mit einem Virus infiziert wurde, welche seine Physis und Psyche stark anomal veränderte, wird Björn Diaz von nun an als SCP-328-DE-1 bezeichnet und das Virus selbst als SCP-328-DE. Die Flüssigkeit zwischen ursprünglicher und der infektionsbedingten Haut, welche inzwischen den Namen SCP-328-DE-A trägt, scheint der einzige Überträger des Virions zu sein. Es wird davon ausgegangen, dass jeder, welcher direkten Körperkontakt mit SCP-328-DE-A hatte, eine garantierte Infektion erleiden wird.

Nachtrag SCP-328-DE-2: In einem Wald, nahegelegen an ████████ stellte der ehemalige Soldat, Konrad █████████, der Bundeswehr, eine Kreatur sicher, welche SCP-328-DE-1, mit dem Unterschied der schwarzen, statt weißen, Färbung der Haut und einer weißen, statt schwarzen, Färbung seiner SCP-328-DE-A Version, stark ähnelte. Da mittlerweile bestätigt ist, dass dies ein SCP-328-DE infizierter Mensch ist, wird sie indessen als SCP-328-DE-2 bezeichnet. Es folgt ein Verhör des Soldaten, bei dem die Situation genauer geschildert wird.

Nachtrag SCP-328-DE-3: Da der Hund (Canis lupus familiaris), namentlich Berno, von dem mittlerweile der Foundation angehörigen Arbeiter, Konrad █████████, Schmierkontakt mit SCP-328-DE-A ausgesetzt war, wurde dieser in einer den aktuellen Sicherheitsmaßnahmen entsprechenden Zelle eingedämmt. Nach dem Vorfall wies der Hund zwei Tage lang keine Veränderungen auf. Nach dieser Zeit zeigte der Hund Anzeichen von Schwäche und fing an Wunden zu entwickeln, welche eine Form von SCP-328-DE-A aussonderten, die violett erscheint. Er begann am vierten Tag nach der Infektion kleine Spuren der äußeren Schicht aufzuweisen, welche bei ihm pink ist. Bereits nach zwölf Tagen war er komplett umhüllt und sehr aggressiv. Ohne Effekt rannte er zwei Tage lang gegen die Wände seiner Zelle. Nach dem 14. Tag hörte er allerdings damit auf. Seitdem benimmt der Hund sich, wie für Infizierte typisch. Er zeigte und zeigt zu keinem Zeitpunkt aggressives Verhalten gegenüber seinem ehemaligen Besitzer Konrad █████████. Es ist Herrn Konrad █████████ gestattet, in seiner Freizeit Kontakt zu diesem Hund (von nun an SCP-328-DE-3), bekleidet mit einem Schutzanzug, zu pflegen.

Nachtrag John █████ 1: Durch einen bewiesenermaßen nicht mit SCP-328-DE zusammenhängenden Racheakt eines in der Ladenkette [ZENSIERT] arbeitendem, aufgrund einer nicht erhaltenen Beförderung frustriertem, Mitarbeiters, bekam das Gesundheitsamt den Hinweis, dass sich in einem Laden dieser Ladenkette Viren im Wasser befänden. Ein im Gesundheitsamt integrierter Agent der Foundation fand dort, durch Zufall, wirklich eine kleine Menge von SCP-328-DE-A. Die Waren wurden beschlagnahmt und alle weiteren Lebensmittel im Laden kontrolliert. Es wurden weitere mit SCP-328-DE-A versetzte Waren entdeckt. Daraufhin wurde der Ladenbesitzer John █████ von Dr. Rosenblatt verhört. Dieses Verhör ergab, dass der Mann behauptete von nichts zu wissen. Nach diesem Verhör wurde John █████ Amnesikum verabreicht. Alle Waren aus diesem Laden wurden hiernach strengstens kontrolliert.

Nachtrag John █████ 2: Bei der Kontrolle der Getränke wurde bemerkt, dass diese nicht direkt an John █████s Laden, sondern erst an eine andere Adresse geliefert werden. Da nach dieser Lieferung im Laden weiteres SCP-328-DE-A gefunden wurde, vor der Ankunft allerdings nicht, stand die Vermutung nahe, dass diese an der Adresse, welche sich mittlerweile als von John █████ gemietet herausstellte, mit SCP-328-DE-A versetzt wurden. So stürmte ein bewaffneter Trupp der SCP-Foundation dieses Haus. Dort wurde ein Laboratorium gefunden. Einige Geräte, Akten und Chemikalien waren zerstört worden. Ebenfalls wurde die Leiche des, zu dieser Zeit noch unbekannten, Mitarbeiters, welcher das Gesundheitsamt informierte, mit einem Brief in seinem Mund vorgefunden. John █████ ist seit diesem Zeitpunkt nicht mehr zu lokalisieren. Der Brief folgt nun.

Nachtrag SCP-328-DE-4: Aus Testzwecken wurde einer Maus (mus musculus) von der Foundation ein Nanoliter SCP-328-DE-A, gewonnen aus SCP-328-DE-1, injiziert. Sie wies das gleiche Infektionsmuster wie Dr. Friedrichens und SCP-328-DE-3 auf und wurde den Sicherheitsmaßnahmen entsprechend eingedämmt. Die Schicht entwickelte sich braun gefärbt um die Maus. Ihre Version des SCP-328-DE-As ist orange. Sie wird nun als SCP-328-DE-4 betitelt. Nach einigen Tagen tauchte ein Brief im Postfach des privaten Hauses von Dr. Rosenblatt auf. Dieser Brief folgt.

Nachtrag NI7:

Vorwort: Sämtliche Informationen wurden aus verschiedenen Quellen zu einer schlüssigen Geschichte zusammengestellt. Darunter fällt die Crew des Containerschiffs [ZENSIERT] inklusive Gespräche, welche diese mitbekommen hat, ein Transporthubschrauberpilot, Mitglieder der deutschen Küstenwache sowie Mitglieder einer Tierschutzorganisation für Wassertiere.


<PROTOKOLL START>

07.2018: John █████, mitsamt einer Gruppe aus fünf weiteren, lokalisiert einen Blauwal und befestigt einen Lokalisator an ihm.

08.2018: Mitglied von Johns Gruppe nimmt Modifizierungen an einem privaten Boot seinerseits vor, um es wie ein Boot der Grupo Servicio Marítimo8 aussehen zu lassen. Person mittlerweile identifiziert als Josef Heinrichs. Wird gesucht.

09.2018: Mitglied von Johns Gruppe kauft erhebliche Mengen an Waffen auf dem Schwarzmarkt. Person mittlerweile identifiziert als Bernard Typhon. Wird gesucht.

10.2018: Mitglied von Johns Gruppe baut einen starken Funkstörsender, sowie Radarstörsender und weitere, und löst versehentlich Störungen in der Flugkommunikation aus. Störungen halten nur zwei Minuten an und werden von Behörden nicht weiter nachgegangen. Person mittlerweile identifiziert als Bogdan Loukas. Wird gesucht.

11.2018: Mitglied von Johns Gruppe stellt einen Lastkraftwagen an einer ruhigen Stelle der spanischen Küstenregion Rías Altas ab. Person mittlerweile identifiziert als Trevor Cosmo. Wird gesucht.

12.2018: Mitglied von Johns Gruppe beobachtet lange Zeit eine Tierinstitution, welche gefährdete Tiere in deutsche Zoos schickt. Gelangt an Informationen über eine Nashornlieferung über ein Containerschiff am 04.01.2019. Person mittlerweile identifiziert als Albert Adalbern. Wird gesucht.

Folgendes ereignete sich alles am 04.01.2019.

00:02: Als Küstenwachen-Boot getarntes Boot startet von Rías Altas. Besatzung ist Trevor Cosmo, Bogdan Loukas, Albert Adalbern, Bernard Typhon und Josef Heinrichs. Alle tragen Küstenwachen-Uniformen, außer Albert Adalbern, der sich als Veterinär verkleidet. Am Boot befindet sich eine große Menge an Waffen hohen Kalibers und ein großes stabiles Walfangnetz.

02:28: An einem Hafen Spaniens wird der Transporthelikopterpilot [ZENSIERT] von John █████ als er seine Schicht beenden will, entführt. █████ ist mit einer gelben Sturmmaske maskiert, trägt eine Krone und weitere, als unzeitgemäß und königlich beschriebene, Klamotten und bedroht den Piloten mit einer goldenen AK-47. Pilot folgt Johns Anweisungen und fliegt Richtung Westen. John aktiviert einen Lokalisierungsstörsender. Der Helikopter wird zwar von anderen Hafenmitarbeitern als gestohlen gemeldet, kann aber den restlichen Tag nicht aufgefunden werden.

04:13: Küstenwachenimitatboot mit Johns Crew erreicht Containerboot [ZENSIERT] mit Nashorn an Bord. Sie geben sich als spanische Küstenwache aus und sagen, sie hätten die Information bekommen, das Nashorn sei mit einer gefährlichen Krankheit infiziert und sie müssten dies kontrollieren. Sämtlicher anderer Funkkontakt wird von ihnen blockiert. Nach neun Minuten Diskussion lässt die Containerschiffsbesatzung Johns Crew auf das Boot. Diese wird dann von Johns Crew mithilfe von Waffengewalt unter Kontrolle gebracht. Jegliche Möglichkeit, das Boot zu lokalisieren, wird gestört. Das vermeintliche Küstenwachenboot wird von Johns Crew gesprengt, vermeintlich um Beweise zu vernichten.

04:16: John erreicht mithilfe des entführten Piloten auf einem Hubschrauber das Boot, holt den Container mit dem betäubten Nashorn ab und fliegt zurück nach Spanien. Die Crew fährt in Richtung des lokalisierten Blauwals und nähert sich dabei Deutschland.

05:02: John erreicht Spanien, setzt den Container auf dem dort platzierten Lastkraftwagen ab, betäubt den Piloten und fährt unmaskiert nach Deutschland.

23:42 Die Crew erreicht den Blauwal, befestigt das Walfangnetz am Schiff, fängt diesen und wird dabei von deutschen Seeschützern beobachtet. Aufgrund der starken Bewaffnung der Crew ist es ihnen allerdings nicht möglich, sie zu stoppen. Eine Drohne fliegt über das Boot der Seeschützer, lässt einen Zettel fallen und verschwindet wieder auf dem Schiff.

<PROTOKOLL ENDE>


Notiz des Zettels folgt.

Genaue Daten danach sind unbekannt. Mit dem Blauwal fuhr die Crew zu unbekannten Koordinaten und setzte den Blauwal dort in einer Bucht ab. Danach fuhren sie zurück auf internationales Gewässer und ließen alle echten Crewmitglieder, bis auf den Navigator, welcher erschossen wurde, unbeschadet zurück. Flohen scheinbar auf einem Kleinboot, mit geklauten Smartphones vom Schiff im Wert von circa 29.000 €. Mehr wurde nicht gestohlen. Die echte Crew erreichte Land nach einem Tag und meldete den Behörden diesen Vorfall. John erreichte Deutschland drei bis fünf Tage nach seinem Start und hinterließ das Nashorn auf einem Rastplatz der Stadt ███████, nachdem er dieses infiziert hatte. Als seine Betäubung nachgelassen hatte und der Virus anfing zu wirken, hat das Nashorn die Stadt erheblich verwüstet und [ZENSIERT] Menschen getötet, bis es von der Foundation eingedämmt werden konnte.

Die Geheimhaltungs- und Eindämmungskosten, welche die Foundation auf sich nehmen musste, betrugen mehrere Millionen Euro. Seit diesem Vorfall kam es häufiger zu Sichtungen und Eindämmungen von SCP-328-DE Infizierten. Diese werden nummerisch-chronologisch katalogisiert. Das Nashorn ist als SCP-328-DE-5 festgehalten. Verstorbene Infizierte verlieren ihre Katalogisierung nicht. Dr. Friedrichens erhielt nachträglich die Bezeichnung SCP-328-DE-6. Da die Foundation mittlerweile überfordert mit der Eindämmung aller Infizierten ist, wurde SCP-328-DE-2 terminiert. Alle Infizierten, welche nicht die erst-Infizierten einer Tierart sind, werden terminiert. Die Farben von SCP-328-DE-5s äußerer Schicht und seiner SCP-328-DE-A Version sind erstmalig Komplementärfarben9.

Für folgende Dateien wird Geheimhaltungsstufe 3 benötigt:










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