Objekt-Nr.: SCP-328-DE
Mixturen aus Wasser und verschiedenen SCP-328-DE-A Versionen.
Klassifizierung: Keter
Sicherheitsmaßnahmen: Jedes betroffene Subjekt ist einzeln in einer Zelle, angemessen den Körpermaßen der Spezies, untergebracht zu werden. Eine mit schwerem Stahl verstärkte Sicherheitstür muss Zutritt zur Zelle bieten. Zwei (2) Mikrokameras müssen in der Decke zur Überwachung installiert werden. Von jeder Spezies wird nur ein infiziertes Exemplar in der Eindämmung geduldet. Weitere Exemplare sind aus Kostengründen zu terminieren.
Jegliche Personen, die in direkter Verbindung zur Verbreitung und Herstellung von SCP-328-DE stehen, müssen umgehend ausfindig gemacht und festgenommen werden. Im Ernstfall ist deren Terminierung genehmigt. Namen und anderweitige Daten der gesuchten Personen sind in Akte 328-DE-NA einzusehen, die nach Anfrage an Projektleiter Dr. Rosenblatt herausgegeben werden kann.
Beschreibung: SCP-328-DE ist ein Virus, der hauptsächlich die Bildung einer zusätzlichen zweiten lederartigen circa zwei Zentimeter dicken Haut über die vollständige äußerste Schicht des Infizierten verursacht. Eine entfernte Verwandtschaft ist durch Ähnlichkeiten mit HSV-1 (Herpes-simplex-Virus Typ 1) anzunehmen. Nach aktuellem Wissensstand scheint es so, dass alle tierischen Spezies infiziert werden können. Zwischen neugebildeter Haut und dem ursprünglichen Körper des Infizierten bildet sich die Flüssigkeit, die auch einziger Träger des Virus zu sein scheint (SCP-328-DE-A genannt), welche dafür sorgt, dass jedes Subjekt, das direkten Körperkontakt zu ihr pflegt, mit einer hundertprozentigen Wahrscheinlichkeit infiziert wird. SCP-328-DE wird demnach ausschließlich durch direkten Kontakt mit der Flüssigkeit unter der zweiten, lederartigen Hautschicht des Infizierten übertragen, die als einziges Medium für das Virus fungiert; jeder Körperkontakt mit dieser Flüssigkeit führt mit absoluter Sicherheit zur Infektion. Tests, den Aggregatzustand von SCP-328-DE-A zu ändern, blieben erfolglos.
Der Virus greift neben dem äußeren Körper des Infizierten, im Normalfall ergo Haut und Muskelmasse, die sich direkt unter der Haut befindet, außer dem Gehirn des Opfers, keine Organe an. Dieses strukturiert es beinahe komplett um, was dafür sorgt, dass der Infizierte scheinbar alle höheren geistigen Fähigkeiten verliert. Infizierte zeigen ein hochaggressives Verhalten. Sie sind merklich gewalttätiger gegenüber anderen Infizierten als zu nicht infizierten Subjekten. Die Veränderung des Gehirns sorgt ebenfalls für ein komplettes Fehlen von Schmerzgefühlen.
Trotz der Überschichtung aller Körperöffnungen sterben Infizierte nicht an fehlender Nahrungsaufnahme und scheiden auch keine Nahrung aus. Sie weisen eine extrem hohe körperliche Stärke auf. Auf unbekannte Weise sind Infizierte dazu in der Lage, durch die Beschichtung hindurchzusehen und sind auch sonst von keinerlei Beschränkung der Sinneswahrnehmungen betroffen.
Beschreibung: SCP-328-DE zeigt sich in der Form einer ungefähr zwei Meter großen humanoiden Kreatur. Bis auf seine Gelenke, welche schwarz erscheinen, ist die Haut des Subjekts komplett weiß gefärbt. Es besitzt weder Haare am gesamten Körper noch ein Gesicht. Ebenso finden sich keine Finger- und Zehennägel vor.
Trotz fehlender Augen ist es bestätigter Weise dazu in der Lage, seine Umgebung optisch wahrzunehmen. Ebenso sind andere menschliche Sinneswahrnehmungen nicht eingeschränkt. Leichte Wunden, welche seine Haut durchqueren, stoßen eine schwarze unbekannte Flüssigkeit aus. Ab einer Tiefe von circa vier Zentimetern hingegen wird normal gefärbtes rotes menschliches Blut ausgestoßen.
Dieses Blut wurde von Foundationwissenschaftlern untersucht, welche feststellen konnten, dass dieses auf den seit 1996 vermissten Deutschen Björn Diaz zurückzuführen ist. Das Subjekt verhält sich, solange es nicht in Kontakt mit Subjekten ähnlicher Größe kommt, ruhig. Sollte es jedoch mit diesen in Kontakt kommen, wird das SCP-328-DE versuchen, das Subjekt zu neutralisieren. Es besitzt eine körperliche Kraft, welche die eines ähnlich gebauten Menschen bei Weitem übersteigt.
Zwischenfall Friedrichens: Als Dr. Friedrichens, welcher der leitende Forscher der Arbeiten an SCP-328-DE war, anfing, orangefarbene Wunden auf seinem Körper zu bekommen, die laut Ärzten der Foundation keiner bekannten Krankheit zuzuordnen waren, wurde er in einer Quarantänezelle für Menschen untergebracht. Laut eigenen Aussagen hatte Dr. Friedrichens zu diesem Zeitpunkt starke Schmerzen, die seinen gesamten Körper betrafen. Nach einigen Tagen in der Quarantäne wiesen Stellen von Dr. Friedrichens Haut eine rote Schicht, welche an die Haut von SCP-328-DE erinnerte, auf. Ab diesem Zeitpunkt brach jegliche Kommunikation zur Foundation seinerseits ab und er fing an, ausschließlich schmerzerfüllte Schreie von sich zu geben. Am ██.██.2016 gelang es Dr. Friedrichens, die Sicherheitstür mithilfe seiner eigenen Körperkraft gewaltsam zu öffnen und er attackierte mehrere Mitarbeiter. Sein Körper war zu diesem Zeitpunkt fast vollständig von der farbigen Schicht überzogen. Er schaffte es, ███ Mitarbeiter zu töten und ██ schwer zu verletzen. Trotz starkem Beschuss verschiedener Schusswaffen wies er zu keiner Zeit Anzeichen von Schmerz auf. Ein Wachmann schaffte es, Dr. Friedrichens nach 124 Minuten durch ██ Schüsse in eine unbeschichtete Stelle seines Kopfes zu terminieren. Nach dem Friedrichens Zwischenfall, wurde Dr. Rosenblatt zum Forschungs- und Projektleiter für SCP-328-DE ernannt.
Nachtrag: Da herausgefunden wurde, dass Björn Diaz und SCP-328-DE dieselbe Person sind und dieser, wie auch Dr. Friedrichens, bloß mit einem Virus infiziert wurde, welche seine Physis und Psyche stark anomal veränderte, wird Björn Diaz von nun an als SCP-328-DE-1 bezeichnet und das Virus selbst als SCP-328-DE. Die Flüssigkeit zwischen ursprünglicher und der infektionsbedingten Haut, welche inzwischen den Namen SCP-328-DE-A trägt, scheint der einzige Überträger des Virions zu sein. Es wird davon ausgegangen, dass jeder, welcher direkten Körperkontakt mit SCP-328-DE-A hatte, eine garantierte Infektion erleiden wird.
Nachtrag SCP-328-DE-2: In einem Wald, nahegelegen an ████████ stellte der ehemalige Soldat, Konrad █████████, der Bundeswehr, eine Kreatur sicher, welche SCP-328-DE-1, mit dem Unterschied der schwarzen, statt weißen, Färbung der Haut und einer weißen, statt schwarzen, Färbung seiner SCP-328-DE-A Version, stark ähnelte. Da mittlerweile bestätigt ist, dass dies ein SCP-328-DE infizierter Mensch ist, wird sie indessen als SCP-328-DE-2 bezeichnet. Es folgt ein Verhör des Soldaten, bei dem die Situation genauer geschildert wird.
Interviewter: Konrad █████████
Interviewer: Dr. Rosenblatt
Vorwort: Konrad █████████ stellte SCP-328-DE-2 sicher und informierte die Polizei. Durch einen als Polizist fungierenden internen Agenten der Foundation konnte Konrad █████████ befragt werden, noch während andere Agenten der Foundation für die Bergung des Infizierten sorgten. Das Verhör findet in einem geschlossenen Raum ohne Fenster statt.
<INTERVIEW START>
Dr. Rosenblatt: Guten Tag. Herr █████████, setzen Sie sich.
Konrad █████████: Von wo sind Sie? CIA? FBI? Wenn Sie von dem Ding, was mich attackiert hat, wussten, dann lasse ich mich nicht ohne eine saftige Entschädigung abwimmeln.
Dr. Rosenblatt: Wenn wir von einer solchen Kreatur, die durch den Wald läuft und Menschen attackiert, gewusst hätten, dann hätten wir Passanten, wie Sie, wohl nicht einfach dort herumlaufen lassen, oder? Aber wir haben nun keine Zeit für ein solches Gespräch. Bitte schildern Sie mir genaustens, was Ihnen widerfahren ist.
Konrad █████████: Okay. Na ja, Na ja, ich ging mit meinem Hund Berno im Wald spazieren. Und plötzlich rannte Berno weg, wissen Sie? Das macht er sonst nie.
Dr. Rosenblatt: Und was geschah dann?
Konrad █████████: Ich folgte ihm. Ich habe erwartet, dass er vor etwas wegrannte, einem Bären oder so. Aber dann habe ich einen Schrei vernommen. Er klang unmenschlich. Ich ging einen kleinen Hügel runter und sah es.
Dr. Rosenblatt: Sie sahen was?
Konrad █████████: Das Monster. Mein feiner Berno hatte sich in seinem Bein verbissen, während es den Kadaver eines Rehs aß, beziehungsweise so tat, als ob er es aß. Es nahm einfach die Gedärme und drückte sie in sein Gesicht. Komplett blutverschmiert war das Vieh. Auf jeden Fall lässt sich der Kleine nicht einmal von so einem Monster verschrecken. Das ist mein Berno.
Dr. Rosenblatt: Was meinen Sie mit "das Monster"?
Konrad █████████: Ich glaube Ihnen zwar nicht wirklich, dass Sie das nicht wissen, aber wahrscheinlich müssen Sie das für Ihr Protokoll oder so fragen. Das Ding war circa eins neunzig groß, komplett schwarz. Keine Augen, kein Mund, es war gar nichts in seinem Gesicht. Eigentlich hatte er gar kein Gesicht. Das einzige nicht-schwarze an ihm war dort, wo Berno gebissen hat. Dort tropfte eine weiße Flüssigkeit raus. Wahrscheinlich sein Blut. Berno hat ihm richtig zu schaffen gemacht. Das werden Sie auch, oder? Sie lassen das Vieh doch nicht am Leben, hab ich recht?
Dr. Rosenblatt: Wir werden uns um die Gestalt kümmern. Erzählen Sie mir, wie Sie es einfingen.
Konrad █████████: Als das Ding Bernos Biss bemerkte, warf es nur seinen Kopf nach hinten, als würde es lachen. Aber kein Ton kam aus ihm, wie der Clown aus dem Film "Terrifier", falls Sie den kennen. Er schlug sich sogar auf seine Schenkel, es sah zwar so aus, als würde es zum "Lachen" dazugehören, aber eigentlich schlug er meinen Hund mit einer Leichtigkeit von sich weg. Das Vieh schien sich nicht wirklich für Berno zu interessieren. Ich rief Berno zurück und während das Ding sich weiter mit Gedärmen beschmierte, versteckten wir uns in den Büschen. Nachdem es komplett mit Blut beschmiert und das arme Tier komplett ausgeweidet war, suchte es uns circa zwanzig Minuten, bis es weit genug weg war. Aber immer noch leicht in Sichtweite. Dann holte ich meinen Spaten raus und buddelte leise ein Loch. Unauffällig. Berno hat auch mitgeholfen.
Dr. Rosenblatt: Ihren Spaten?
Konrad █████████: Ja, Handspaten. So einen sollte man immer dabei haben - wie Sie sehen. Ich habe Ahnung davon. Ich war schließlich beim Militär.
Dr. Rosenblatt: Erzählen Sie weiter.
Konrad █████████: Ich war in Afghanistan. Es war dort sehr-
Dr. Rosenblatt: Ich meinte, erzählen Sie weiter darüber, wie Sie die Kreatur gefangen haben.
Konrad █████████: Ach so. Dort lag eine Decke herum, die wohl irgendein Penner dort liegen lassen hat. Nachdem wir circa 15 Minuten buddelten und das Ding fast außer Sichtweite war, packte ich die Decke und ein paar Blätter über das Loch, sodass man es nicht sah. Dann schrie ich laut.
Dr. Rosenblatt: Sie haben geschrien?
Konrad █████████: Ja. Um es anzulocken und es klappte. Das Ding rannte in einer Geschwindigkeit auf uns zu, die kein Mensch der Welt hinbekommen hätte. Wir warteten direkt hinter dem Loch. Ich muss zugeben, so eine Angst noch nie gehabt zu haben. Nichtmal im Krieg. Berno hatte keine Angst.
Konrad █████████ fängt an zu weinen.
Dr. Rosenblatt: Lassen Sie sich Zeit.
Konrad █████████: Nein, alles gut. Sie müssen wissen, dass ich Todesangst hatte. Na ja, auf jeden Fall klappte es. Es fiel ins Loch. Ich habe ein bisschen Rinde von einem Baum abgerissen und ritzte "Hilfe" rein. Ich band es mit ein paar Stängeln von kleinen Pflanzen an Berno und schickte ihn zu meiner Frau. Sie kam nach circa 25 Minuten mit Berno und meiner Waffe. Ich sagte ihr, sie solle zur Polizei gehen, während ich das Monster bewache. Sie bestand aber darauf, dass ich gehe und Sie aufpasst. Ich tat dies. Den Rest kennen Sie.
<INTERVIEW ENDE>
Konrad █████████ wurde ausgebildet und aufgrund seiner Tapferkeit, Kampferfahrenheit und kreativen Problemlösungskompetenzen als tiefgestelltes Sicherheitspersonal der Foundation aufgenommen. Seine Frau wurde mithilfe von Amnesika der Klasse A amnesiziert. Sein Hund wurde aufgrund von Infektionsgefahr eingedämmt. Siehe Nachtrag SCP-328-DE-3.
Nachtrag SCP-328-DE-3: Da der Hund (Canis lupus familiaris), namentlich Berno, von dem mittlerweile der Foundation angehörigen Arbeiter, Konrad █████████, Schmierkontakt mit SCP-328-DE-A ausgesetzt war, wurde dieser in einer den aktuellen Sicherheitsmaßnahmen entsprechenden Zelle eingedämmt. Nach dem Vorfall wies der Hund zwei Tage lang keine Veränderungen auf. Nach dieser Zeit zeigte der Hund Anzeichen von Schwäche und fing an Wunden zu entwickeln, welche eine Form von SCP-328-DE-A aussonderten, die violett erscheint. Er begann am vierten Tag nach der Infektion kleine Spuren der äußeren Schicht aufzuweisen, welche bei ihm pink ist. Bereits nach zwölf Tagen war er komplett umhüllt und sehr aggressiv. Ohne Effekt rannte er zwei Tage lang gegen die Wände seiner Zelle. Nach dem 14. Tag hörte er allerdings damit auf. Seitdem benimmt der Hund sich, wie für Infizierte typisch. Er zeigte und zeigt zu keinem Zeitpunkt aggressives Verhalten gegenüber seinem ehemaligen Besitzer Konrad █████████. Es ist Herrn Konrad █████████ gestattet, in seiner Freizeit Kontakt zu diesem Hund (von nun an SCP-328-DE-3), bekleidet mit einem Schutzanzug, zu pflegen.
Nachtrag John █████ 1: Durch einen bewiesenermaßen nicht mit SCP-328-DE zusammenhängenden Racheakt eines in der Ladenkette [ZENSIERT] arbeitendem, aufgrund einer nicht erhaltenen Beförderung frustriertem, Mitarbeiters, bekam das Gesundheitsamt den Hinweis, dass sich in einem Laden dieser Ladenkette Viren im Wasser befänden. Ein im Gesundheitsamt integrierter Agent der Foundation fand dort, durch Zufall, wirklich eine kleine Menge von SCP-328-DE-A. Die Waren wurden beschlagnahmt und alle weiteren Lebensmittel im Laden kontrolliert. Es wurden weitere mit SCP-328-DE-A versetzte Waren entdeckt. Daraufhin wurde der Ladenbesitzer John █████ von Dr. Rosenblatt verhört. Dieses Verhör ergab, dass der Mann behauptete von nichts zu wissen. Nach diesem Verhör wurde John █████ Amnesikum verabreicht. Alle Waren aus diesem Laden wurden hiernach strengstens kontrolliert.
Nachtrag John █████ 2: Bei der Kontrolle der Getränke wurde bemerkt, dass diese nicht direkt an John █████s Laden, sondern erst an eine andere Adresse geliefert werden. Da nach dieser Lieferung im Laden weiteres SCP-328-DE-A gefunden wurde, vor der Ankunft allerdings nicht, stand die Vermutung nahe, dass diese an der Adresse, welche sich mittlerweile als von John █████ gemietet herausstellte, mit SCP-328-DE-A versetzt wurden. So stürmte ein bewaffneter Trupp der SCP-Foundation dieses Haus. Dort wurde ein Laboratorium gefunden. Einige Geräte, Akten und Chemikalien waren zerstört worden. Ebenfalls wurde die Leiche des, zu dieser Zeit noch unbekannten, Mitarbeiters, welcher das Gesundheitsamt informierte, mit einem Brief in seinem Mund vorgefunden. John █████ ist seit diesem Zeitpunkt nicht mehr zu lokalisieren. Der Brief folgt nun.
Liebe Foundation-Agenten,
ich habe viel Aufwand auf mich genommen, um herauszufinden, wie Sie auf mich gestoßen sind. Ich weiß von Ihrer "Firma", ich weiß von Dr. Rosenblatt, ich weiß von sehr vielem, was sie treiben. Um meine Mühen, sich für mich nicht ganz wertlos anfühlen zu lassen, werde ich Ihnen das wenigstens erklären. Chronologisch. Mein Mitarbeiter, ████████, wollte eine Beförderung. Ich lehnte diese ab. Als Racheaktion alarmierte er das Gesundheitsamt, einfach um mir Stress einzubringen und meine Zeit zu rauben. Er wusste von meinem echten Virus nichts. Dann nahmen Sie mich mit und verabreichten mir wahrscheinlich eines dieser Stoffe, den Sie "Amnesikum" nennen. Das weiß ich daher, da ich mich nicht daran erinnere, von Ihnen mitgenommen worden zu sein. Eine geheime Kamera in meinem Laden, nicht meine normalen Sicherheitskameras, denn die haben Sie ja manipuliert, nahm dies aber auf. Ich überprüfte die Kameras den ersten Tag nicht und versetzte weitere Getränke mit dem Virus. Ein gravierender Fehler meinerseits. Zur selben Zeit machten Sie allerdings ebenfalls einen Fehler. Sie schenkten dem Anrufer einen ganzen Tag lang keine Aufmerksamkeit. Ich verwischte also alle Spuren zu ihm. Ja, ich war das, nicht er. Sie hätten einen normalen anonymen Anruf sicher zurückverfolgen können. Dann brachte ich ihn um - als Racheakt meinerseits. Nun stehe ich hier und muss mein ganzes Labor hinter mir lassen. Es ist schwer genug, ohne den ganzen Kram aus meinem Haus zu kommen, ohne dass Ihre Agenten mich verfolgen. Sie können die nächsten zwölf Monate beruhigt sein. Sie haben alle, den Weißen und den Schwarzen, und diese Zeit wird es mich mindestens kosten, neues, wie sie es nennen "SCP-328-DE-A", übrigens langweiliger Name, herzustellen. Dann werde ich meine Arbeit aber weiter führen.
Mit freundlichen Grüßen,
John █████
Nachtrag SCP-328-DE-4: Aus Testzwecken wurde einer Maus (mus musculus) von der Foundation ein Nanoliter SCP-328-DE-A, gewonnen aus SCP-328-DE-1, injiziert. Sie wies das gleiche Infektionsmuster wie Dr. Friedrichens und SCP-328-DE-3 auf und wurde den Sicherheitsmaßnahmen entsprechend eingedämmt. Die Schicht entwickelte sich braun gefärbt um die Maus. Ihre Version des SCP-328-DE-As ist orange. Sie wird nun als SCP-328-DE-4 betitelt. Nach einigen Tagen tauchte ein Brief im Postfach des privaten Hauses von Dr. Rosenblatt auf. Dieser Brief folgt.
Noch circa 9 Monate, bis ich meine Arbeit fortführen kann. Mir gefällt Ihre Arbeit an Tieren. Ich werde mich daran orientieren, sobald ich neues SCP-328-DE-A hergestellt habe. Mittlerweile gefällt mir der Name.
Mit freundlichen Grüßen,
John █████
Nachtrag NI:
Vorwort: Sämtliche Informationen wurden aus verschiedenen Quellen zu einer schlüssigen Geschichte zusammengestellt. Darunter fällt die Crew des Containerschiffs [ZENSIERT] inklusive Gespräche, welche diese mitbekommen hat, ein Transporthubschrauberpilot, Mitglieder der deutschen Küstenwache sowie Mitglieder einer Tierschutzorganisation für Wassertiere.
<PROTOKOLL START>
07.2018: John █████, mitsamt einer Gruppe aus fünf weiteren, lokalisiert einen Blauwal und befestigt einen Lokalisator an ihm.
08.2018: Mitglied von Johns Gruppe nimmt Modifizierungen an einem privaten Boot seinerseits vor, um es wie ein Boot der Grupo Servicio Marítimo aussehen zu lassen. Person mittlerweile identifiziert als Josef Heinrichs. Wird gesucht.
09.2018: Mitglied von Johns Gruppe kauft erhebliche Mengen an Waffen auf dem Schwarzmarkt. Person mittlerweile identifiziert als Bernard Typhon. Wird gesucht.
10.2018: Mitglied von Johns Gruppe baut einen starken Funkstörsender, sowie Radarstörsender und weitere, und löst versehentlich Störungen in der Flugkommunikation aus. Störungen halten nur zwei Minuten an und werden von Behörden nicht weiter nachgegangen. Person mittlerweile identifiziert als Bogdan Loukas. Wird gesucht.
11.2018: Mitglied von Johns Gruppe stellt einen Lastkraftwagen an einer ruhigen Stelle der spanischen Küstenregion Rías Altas ab. Person mittlerweile identifiziert als Trevor Cosmo. Wird gesucht.
12.2018: Mitglied von Johns Gruppe beobachtet lange Zeit eine Tierinstitution, welche gefährdete Tiere in deutsche Zoos schickt. Gelangt an Informationen über eine Nashornlieferung über ein Containerschiff am 04.01.2019. Person mittlerweile identifiziert als Albert Adalbern. Wird gesucht.
Folgendes ereignete sich alles am 04.01.2019.
00:02: Als Küstenwachen-Boot getarntes Boot startet von Rías Altas. Besatzung ist Trevor Cosmo, Bogdan Loukas, Albert Adalbern, Bernard Typhon und Josef Heinrichs. Alle tragen Küstenwachen-Uniformen, außer Albert Adalbern, der sich als Veterinär verkleidet. Am Boot befindet sich eine große Menge an Waffen hohen Kalibers und ein großes stabiles Walfangnetz.
02:28: An einem Hafen Spaniens wird der Transporthelikopterpilot [ZENSIERT] von John █████ als er seine Schicht beenden will, entführt. █████ ist mit einer gelben Sturmmaske maskiert, trägt eine Krone und weitere, als unzeitgemäß und königlich beschriebene, Klamotten und bedroht den Piloten mit einer goldenen AK-47. Pilot folgt Johns Anweisungen und fliegt Richtung Westen. John aktiviert einen Lokalisierungsstörsender. Der Helikopter wird zwar von anderen Hafenmitarbeitern als gestohlen gemeldet, kann aber den restlichen Tag nicht aufgefunden werden.
04:13: Küstenwachenimitatboot mit Johns Crew erreicht Containerboot [ZENSIERT] mit Nashorn an Bord. Sie geben sich als spanische Küstenwache aus und sagen, sie hätten die Information bekommen, das Nashorn sei mit einer gefährlichen Krankheit infiziert und sie müssten dies kontrollieren. Sämtlicher anderer Funkkontakt wird von ihnen blockiert. Nach neun Minuten Diskussion lässt die Containerschiffsbesatzung Johns Crew auf das Boot. Diese wird dann von Johns Crew mithilfe von Waffengewalt unter Kontrolle gebracht. Jegliche Möglichkeit, das Boot zu lokalisieren, wird gestört. Das vermeintliche Küstenwachenboot wird von Johns Crew gesprengt, vermeintlich um Beweise zu vernichten.
04:16: John erreicht mithilfe des entführten Piloten auf einem Hubschrauber das Boot, holt den Container mit dem betäubten Nashorn ab und fliegt zurück nach Spanien. Die Crew fährt in Richtung des lokalisierten Blauwals und nähert sich dabei Deutschland.
05:02: John erreicht Spanien, setzt den Container auf dem dort platzierten Lastkraftwagen ab, betäubt den Piloten und fährt unmaskiert nach Deutschland.
23:42 Die Crew erreicht den Blauwal, befestigt das Walfangnetz am Schiff, fängt diesen und wird dabei von deutschen Seeschützern beobachtet. Aufgrund der starken Bewaffnung der Crew ist es ihnen allerdings nicht möglich, sie zu stoppen. Eine Drohne fliegt über das Boot der Seeschützer, lässt einen Zettel fallen und verschwindet wieder auf dem Schiff.
<PROTOKOLL ENDE>
Notiz des Zettels folgt.
Walfänger - SCP - John █████
Genaue Daten danach sind unbekannt. Mit dem Blauwal fuhr die Crew zu unbekannten Koordinaten und setzte den Blauwal dort in einer Bucht ab. Danach fuhren sie zurück auf internationales Gewässer und ließen alle echten Crewmitglieder, bis auf den Navigator, welcher erschossen wurde, unbeschadet zurück. Flohen scheinbar auf einem Kleinboot, mit geklauten Smartphones vom Schiff im Wert von circa 29.000 €. Mehr wurde nicht gestohlen. Die echte Crew erreichte Land nach einem Tag und meldete den Behörden diesen Vorfall. John erreichte Deutschland drei bis fünf Tage nach seinem Start und hinterließ das Nashorn auf einem Rastplatz der Stadt ███████, nachdem er dieses infiziert hatte. Als seine Betäubung nachgelassen hatte und der Virus anfing zu wirken, hat das Nashorn die Stadt erheblich verwüstet und [ZENSIERT] Menschen getötet, bis es von der Foundation eingedämmt werden konnte.
Die Geheimhaltungs- und Eindämmungskosten, welche die Foundation auf sich nehmen musste, betrugen mehrere Millionen Euro. Seit diesem Vorfall kam es häufiger zu Sichtungen und Eindämmungen von SCP-328-DE Infizierten. Diese werden nummerisch-chronologisch katalogisiert. Das Nashorn ist als SCP-328-DE-5 festgehalten. Verstorbene Infizierte verlieren ihre Katalogisierung nicht. Dr. Friedrichens erhielt nachträglich die Bezeichnung SCP-328-DE-6. Da die Foundation mittlerweile überfordert mit der Eindämmung aller Infizierten ist, wurde SCP-328-DE-2 terminiert. Alle Infizierten, welche nicht die erst-Infizierten einer Tierart sind, werden terminiert. Die Farben von SCP-328-DE-5s äußerer Schicht und seiner SCP-328-DE-A Version sind erstmalig Komplementärfarben.
Für folgende Dateien wird Geheimhaltungsstufe 3 benötigt:
…
…
…
…
…
…
…
…
…
…
…
Ich feierte letztens mit meiner Frau. Sie hatte eine Beförderung bekommen. Als wir im Restaurant waren, brachte mir der Kellner eine hölzerne Box und sagte, sie käme von einem anderen Gast, der uns wohl eine Überraschung machen wollte. Weder der Kellner noch ich fanden diesen Gast wieder. Als ich die Holzbox öffnete, befanden sich drei Reagenzgläser drin. Eine gefüllt mit einer goldenen Flüssigkeit, eine gefüllt mit einer transparenten Flüssigkeit und eine gefüllt mit einer Flüssigkeit, die ein so tiefes Schwarz enthielt, dass ich schätzen würde, mindestens 98 % des Lichtes wurden von dieser Flüssigkeit absorbiert. In die Holzbox war ein Schriftzug mit den Worten "SCP-328-DE-B" eingeritzt. Es lag ebenfalls ein kleiner Notizzettel in der Box.
Ich habe ein neues Virion erstellt. Es ist deutlich, deutlich stärker als das andere, aber zeigt ähnliche Züge. Wenn ich Ihnen wirklich ganz ehrlich bin, würde ich Ihnen raten, es nicht einmal auszuprobieren. Ein Infizierter würde vermutlich Ihren ganzen Standort zerlegen. Aber ich wollte wenigstens so freundlich sein und Ihnen die Möglichkeit geben.
Mit freundlichen Grüßen,
John █████
Ich weiß, dass das, was ich nun sage, viele enttäuschen wird. Aber ich habe mich dazu entschieden, Johns Rat zu befolgen. Ich bin mit dieser Sache überfordert. Es ist das erste Subjekt, worüber ich die Leitung habe, es kommen immer mehr Infizierte, ein Nashorn hat uns Millionen gekostet und John ist im Besitz eines Blauwales, der, wenn er infiziert wird, wahrscheinlich ein neuer Godzilla oder Ähnliches wird. Es kann sein, dass es nicht stimmt, aber falls dieser Virion wirklich so gefährlich ist, wie John sagt, ist es besser, ihn niemandem zu verabreichen. Niemandem außer mir ist es genehmigt, überhaupt in die Nähe von "SCP-328-DE-B" zu kommen.
- Dr. Daniel Rosenblatt
Interviewter: Trevor Cosmo
Interviewer: Agent ████
Vorwort: Am ██.██.████ um ██:██ wurden Trevor Cosmo und Bernard Typhon von dem, zu dem Zeitpunkt im Urlaub befindlichem, Foundation-Agenten ████ in ██████, Spanien, lokalisiert und festgenommen. Verhöre wurden zeitgleich in getrennten Räumlichkeiten in Standort-DE██ durchgeführt. Das Verhör von Trevor Cosmo folgt.
<PROTOKOLL START>
Agent ████: Herr Comso.
Comso: Ich werde nichts sagen.
Agent ████: Ich denke, Ihnen bleibt nichts anderes übrig.
Cosmo: Ich denke schon, denn ich bin in spätestens einer Woche hier draußen.
Agent ████: Sie wissen, dass diese Behauptung absurd ist. Es ist vorbei, Trevor, geben Sie es auf. Niemand wird Sie hier rausholen, das ist unsere oberste Priorität. Also, was war Ihr Ziel?
Cosmo: Seien Sie sich nicht so sicher.
Agent ████: Trevor, was wollten Sie mit dem ganzen Dreck erreichen?
Cosmo: Werden.
Agent ████: Was?
Cosmo: Die richtige Frage wäre: "Was werden Sie mit dem ganzen Dreck erreichen?"
Agent ████: Und die Antwort auf diese Frage wäre: "Gar nichts mehr.". Nun kommen Sie zum Punkt, was wollten Sie erreichen?
Cosmo: Ich sagte, ich werde nichts sagen.
Agent ████: Wo ist John?
Cosmo: Sie vergeuden Ihre Zeit.
Agent ████: Haben Sie noch Kontakt zu Ihrem Sohn, Trevor? Ich meine, seit Sie und Johns Truppe gesucht werden.
Cosmo: Lassen Sie meinen Sohn da raus. Sie werden durch solche Taktiken nichts aus mir bekommen.
Agent ████: Sie denken also, Ihr Sohn ist in Sicherheit bloß, weil er nichts weiß?
Cosmo: Erstens wird die Foundation meinem Sohn, genau wie mir, nichts antun. Und zweitens ist er sicher.
Agent ████: John sichert ihn also, interessant.
Cosmo: Das ist nicht korrekt.
Agent ████: Sie wissen von den Wesen, die John kreiert. Wir haben jederzeit das Recht, Sie zu einem Testsubjekt zu machen. Rosenblatt hat bestimmt ein paar tolle Experimente mit Ihnen im Kopf, die ein Testsubjekt benötigen.
Cosmo: Bis dahin bin ich aber schon hier raus.
Agent ████: Und wenn nicht?
Cosmo: So ein Fall wird nicht eintreffen.
Agent ████: Sie denken, Sie wiegen sich in Sicherheit, aber worin Sie sich wiegen, ist Angst. So eine Angst, dass Sie sich nicht mal trauen, darüber nachzudenken, auf Ihre eigenen Wesen zu treffen. Also sagen Sie mir, was macht es für einen Sinn, Wesen zu erschaffen, vor denen man sich so fürchten muss?
Cosmo: Ich fürchte mich nicht vor den Wesen oder den Dingen, die sie tun würden, sondern vor dem Zeitpunkt. Wenn ich wieder frei bin und wir unser Projekt beenden, sind sie stark genug, dass niemand, eingeschlossen mir, sie aufhalten kann. Ich bin gespannt auf diesen Zeitpunkt, aber es ist noch nicht so weit.
Agent ████: Sie werden sterben, ist das wirklich ihr Ziel?
Cosmo: Alle werden "sterben". Das ist der natürliche Weg. Die Natur braucht Hilfe, um die Welt von den Menschen zu befreien. Wir haben uns zu sehr abgehoben von dem, was natürlich ist. Die Krankheit ist nicht anomal, sie bringt die Normalität zurück. Wir werden wilde Tiere, wie es einst alle waren.
Agent ████: Was ist mit Ihrer F…
Tonspur verloren
Interviewter: Bernard Typhon
Interviewer: Dr. Rosenblatt
Vorwort: Am ██.██.████ um ██:██ wurden Trevor Cosmo und Bernard Typhon von dem, zu dem Zeitpunkt Urlaub befindlichem, Foundation-Agenten ████ in Spanien, ██████ lokalisiert und festgenommen. Verhöre wurden zeitgleich in getrennten Räumlichkeiten durchgeführt. Das Verhör von Bernard Typhon folgt.
<PROTOKOLL START>
Dr. Rosenblatt: Guten Tag, Herr Typhon.
Typhon: Hi.
Dr. Rosenblatt: Sind Sie gewillt, kooperativ zu sein?
Typhon: In den Maßen, in denen ich kann. Bitte glauben Sie mir, dass ich… Dass wir nicht böse sind. Allerdings darf ich Ihnen wohl nicht alles beantworten, was Sie fragen werden.
Dr. Rosenblatt: Dann fangen wir doch leicht an. Sind Sie auch Virologe?
Typhon: Nein, nur Joh… Naja, jetzt habe ich mich wohl schon verplappert. Nur John kümmert sich um den wichtigen Virus-Scheiß. Ich bin für den Warentransport zuständig.
Dr. Rosenblatt: Woher kennen Sie John?
Typhon: Wir sind schon lange Freunde.
Dr. Rosenblatt: Das beantwortet nicht meine Frage.
Typhon: Ich sagte Ihnen, dass ich nicht alles beantworten darf. Aber bitte vertrauen Sie mir, wir sind nicht böse.
Dr. Rosenblatt: Sie haben keine andere Wahl, als mir alles zu beantworten. Und ich habe nicht die Wahl, Ihnen einfach zu vertrauen. Sie bedrohen die Sicherheit der Menschen und wir werden mit der vollen Härte dagegen vorgehen. Wir können Sie ja mal Ihren Kreationen entgegenstellen und Sie zeigen mir, was an Ihnen nicht böse ist. Ich denke, das ist eine gute I…
Typhon: Bitte, hören Sie mir zu. Wir sind wirklich nicht böse und das alles wäre nicht passiert, wenn Sie nicht Johns Labor kaputt gemacht hätten. Nun ist er nun mal wütend und ich gebe zu, er hat manchmal zu viel Temperament, aber…
Dr. Rosenblatt: Zu viel Temperament? Es sind Menschen gestorben! Außerdem hat er SCP-328-DE-A schon in seinem Laden verkauft, bevor wir überhaupt von ihm wussten.
Typhon: SCP-32-Was?
Dr. Rosenblatt: Der Virusträger…
Typhon: Das war doch bloß ein Missgeschick! Es war als Geschenk gemeint!
Dr. Rosenblatt: Ein Geschenk? Was ist falsch mit Ihnen? Ich sollte auf der Stelle Tests mit Ihnen und Ihren Wesen anordnen!
Typhon: Bitte glauben Sie mir, das war nie unsere Intention! Wir dachten, der Virus ist schon fertig, aber John hatte wohl einen Fehler gemacht, irgendwas mit TNP-alpha oder so, ich habe doch keine Ahnung von dem Viruszeug. Auf jeden Fall ist der Virus nicht, wie geplant, kontrolliert in den Lappen - keine Ahnung, was John damit meinte, aber ich habe mir nur das gemerkt - geblieben, sondern hat das gesamte Gehirn der "Beschenkten" beschädigt, was dazu führte, dass Sie durchdrehten. Eigentlich sollten Sie intelligenter werden.
Dr. Rosenblatt: Intelligenter?
Typhon; Ja, das sollte bloß ein Test sein, der die Käufer des Ladens zu besseren Wesen macht. Alles mit der Farbe war gewollt, so sollten Sie einfach allgemein bessere Lebewesen werden und gleichzeitig die Möglichkeit haben, dieses Geschenk zu verbreiten. Wir haben es an den Käufern getestet, weil John es NOCH besser machen wollte, damit wir es uns selbst injizieren und perfekt werden, aber dass es so ausartet, hätten wir nicht gedacht. Das heißt aber nicht, dass John das nicht alleine geregelt hätte, aber ihr musstet ja alles kaputt machen und jetzt übt er Rache während den Tests für die Verbesserung des Virus.
Dr. Rosenblatt: Aber warum ein Wa…
Tonspur verloren
ZUGRIFF AUF BILDMATERIAL DER ÜBERWACHUNGSKAMERAS WIRD GENEHMIGT…
16:42: Eine Explosion zerstört die vordere Seitenwand des Standortes. Ein Teil des Kontrollzentrums der Kameras wird beschädigt, was zu einem Verlust weniger Bildmaterialien und vieler Tondateien der Überwachungskameras führt. Es sind keine Angreifer zu sehen.
16:43: Der Alarm ertönt im Standort. Ein neonblau-leuchtender Zwergbärbling (Boraras maculatus) fällt aus unbekannter Höhe vor die zerstörte Seitenwand. Um ihn herum befindet sich eine Blase aus einer neongrün-leuchtenden Flüssigkeit, in der nicht nur der Fisch, sondern ein rotes Motorrad (Harley-Davidson XLCR) untergebracht ist, die auf dem Boden "ausläuft", allerdings nicht kleiner wird. Der Fisch levitiert in dieser Blase circa einen Meter über dem Boden.
16:45: Der Fisch lässt das Motorrad aus der Blase, wobei dieses leicht von der neongrünen Flüssigkeit benässt wird und levitiert durch die zerstörte Wand in den Standort. Die Lautsprecher des Standortes geben einen Hinweis über die Ähnlichkeit des Aggressors zu SCP-328-DE-Infizierten Lebewesen aus und weisen alle Mitarbeiter im Umkreis auf, sich in die Sicherheitsräume zu begeben, wobei sich Sicherheitspersonal dort Schutzkleidung abholen soll und angewiesen ist, den Angreifer zu terminieren.
16:46: Dr. Rosenblatt scheint im Verhörraum ein kurzes Gespräch mit dem Sicherheitspersonal zu haben, bevor er einen Herzinfarkt erleidet und ohnmächtig wird. Den anderen Verhörraum versucht das anwesende Personal - Agent ████ und zwei Sicherheitswachen - sofort zu verlassen, wobei Sie jedoch bemerken, dass Sie dem Fisch direkt gegenüberstehen. Cosmo bleibt, scheinbar auf Anweisung, bei Ihnen.
16:47: Dr. Rosenblatt wird von zwei Mitgliedern des Personals in Richtung Sicherheitsraum getragen, was der entgegengesetzten Seite des Fisches entspricht. Dabei verlieren Sie jedoch Typhon aus den Augen, der in Richtung des Fisches läuft. Auf der anderen Seite lässt Agent ████ und das Sicherheitspersonal nach Widerstand von Cosmo los, der sich weigert, seinen Standort zu verlassen. Diese rennen aufgrund der möglichen Infizierungsgefahr schnell in die Richtung des nächsten Sicherheitsraums.
16:50: Cosmo und Typhon treffen sich bei dem Fisch, wobei anzumerken ist, dass dieser scheinbar auf Sie "wartete". Der Fisch "führt" Typhon und Cosmo in Richtung des Einbruchlochs. Die beiden halten zu jeder Zeit genug Abstand von dem Fisch, um nicht in direkten körperlichen Kontakt mit der Flüssigkeit zu kommen. Sie scheinen kurz zu reden und Cosmo lacht.
16:56: Circa zwei Meter vor dem Erreichen der Drei des Ausgangslochs, erreicht das bewaffnete und mit Schutzanzügen ausgestattete Sicherheitsteam einen Standpunkt, von dem aus der Eindringling, Cosmo und Typhon in Sichtreichweite liegen.
17:04: Der Fisch dreht sich um und manifestiert ein Schild aus der Flüssigkeit, welches direkt mit der Blase verbunden ist, vor ihm. Das Sicherheitsteam eröffnet das Feuer, allerdings sind Typhon und Cosmo bereits außer Reichweite. Cosmo reinigt das Motorrad provisorisch mit einem kleinen, von seinem Anzug abgerissenen Teil, bevor Typhon sich an das Lenkrad setzt. Hinter ihm Cosmo, welcher eine Pistole aus dem Topcase zieht. Sie fahren davon, müssen mit leichtem Beschuss des Foundation-Personals kämpfen, wobei Trevor es allerdings schafft, eine Person zu erschießen und entkommen aus dem Standort. Ab diesem Zeitpunkt konnte niemand von Johns Team je wieder lokalisiert werden.
17:08: Das Sicherheitsteam ist mittlerweile zu siebt in der Nähe angekommen und hält sich in Deckung, während immer wieder auf den Fisch geschossen wird. Dieser erwidert mit abwechselndem Wellen-erzeugen, wobei dies das Sicherheitsteam, aufgrund der Schutzanzüge, unbeschadet lässt, und einem Hochdruckstrahl aus der Flüssigkeit. Beide Parteien scheinen der jeweils anderen nicht sehr bedrohlich, wobei das Sicherheitsteam dies ausnutzt, um auf weitere Unterstützung zu warten.
17:14: Weite fünf Truppen erreichen Sichtreichweite. Diese werfen Granaten mit Betäubungsgas, jedoch zeigt der Fisch keine Reaktion darauf. Währenddessen gibt es weiteren Schusswechsel zwischen den Waffen des Sicherheitsteams und dem Hochdruckstrahl des Fischs, wobei drei Foundation-Mitarbeiter schwer verletzt werden.
17:24: Vier Truppen bewaffnet mit Flammenwerfern erreichen das Ziel und nutzen diese gegen den Angreifer, welcher zwar keine visuell-merkbaren Verletzungen aufweist, allerdings deutlich aggressiver wird. Er levitiert in einer Art schnellen Schub zu einer Truppe mit Flammenwerfer und schießt mit dem Hochdruckstrahl aus nächster Nähe auf ihn, jedoch schafft der Arbeiter es auszuweichen, zieht sein Nahkampfmesser und sticht es durch den Kopf von dem Angreifer, welcher komplett durchbohrt wird und abfällt.
<PROTOKOLL ENDE>
Nach dem Vorfall wurden mehrere Liter der Flüssigkeit des Fischs geborgen, welche sich nach Analysen von Dr. Rosenblatt zu 87 % um SCP-328-DE-B handelt. Die Person, die es geschafft hat, den Angreifer zu terminieren, wurde mit einem Orden geehrt, die Seitenwand wiederaufgebaut und die Standortsicherheit erhöht.
Einordnung: Es ist anzumerken, dass die Aussagen von Cosmo und Typhon sich stark unterscheiden. Dies könnte mehrere mögliche Gründe haben, vor allem in Betracht auf die Tatsache der Unwahrscheinlichkeit, dass ein Foundation-Agent zufälligerweise über diese zwei gesuchten Individuen im Urlaub "stolpert". Somit ist es gut denkbar, dass John dies alles inszeniert hat, um die SCP-Foundation auf eine falsche Fährte zu locken. Es ist sowohl denkbar, dass beide Personen eingeweiht waren, es ist allerdings ebenso denkbar, dass diese Tatsächlich im Glauben seien, Ihre Version des Ziels, wäre die "Richtige", während John es Ihnen bloß weismacht, um weitere Unterstützung Ihrerseits zu erhalten, während dieser sein eigenes Ziel verfolgt. Ebenso denkbar ist es allerdings auch, dass einer von Ihnen die Wahrheit erzählt hat, während die andere Person gelogen hat. Dieses Verhör gibt uns keinen Einblick auf die komplette Wahrheit und es darf die Option, dass beide Personen gelogen haben, nicht außer Betracht gezogen werden. Trotzdem ist es anzumerken, dass der Fisch deutlich intelligenteres Verhalten zeigte, als ein normaler Zwergbärbling es tun könnte, weshalb zumindest die Intelligenzsteigerung von der Typhon berichtete nicht abwegig erscheint.