SCP-302
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Objekt-Nr.: SCP-302

Klassifizierung: Sicher

Sicherheitsmaßnahmen: SCP-302 ist am Standort [ZENSIERT] unter Anwendung von Stufe-3-Sicherheitsprotollen zu verwahren. Das Artefakt sollte zu jeder Zeit nur mit Handschuhen berührt werden und es ist sicherzustellen, dass Hautkontakt durch nicht autorisiertes Personal unter allen Umständen vermieden wird. Sämtliches Personal, das nicht für Experimente mit dem Objekt vorgesehen ist und dennoch Symptome von SCP-302s Effekten aufweist, darf die Terminierung beantragen. Alle Subjekte die von den Effekten von SCP-302 heimgesucht werden, sollten nach nicht mehr als acht (8) Tagen aufgrund von [DATEN GELÖSCHT] terminiert werden.

Beschreibung: SCP-302 ist eine kleine Zinnstatue mit einer Bronze/Patina-Oberfläche, welche zwei Ameisen zeigt, die ein Blatt halten. Nachdem ein Subjekt direkten Hautkontakt mit dem Artefakt erfahren hat, wird dieses innerhalb von zwei (2) Stunden unweigerlich eine relativ harmlose Ameise auf seinem Körper finden. Die Gattung der gefundenen Ameisen variiert und ihr Auffinden ist in den seltensten Fällen gefährlich. Es ist anzumerken, dass in sämtlichen aufgezeichneten Fällen das Subjekt diese Ameise bewusst wahrgenommen hat und sich danach weiterhin daran erinnert.

Diesem Ereignis folgend steigt die Anzahl der Ameisen, die das Subjekt befallen, täglich exponentiell an. Während des gesamten Tages scheint die Anzahl der Ameisen, die erscheinen, im Bereich zwischen 3X bis 5X zu liegen, wobei X die Anzahl der Tage ist, die seit dem ursprünglichen Kontakt mit SCP-302 vergangen sind. Mit fortschreitender Dauer nimmt nicht nur die Anzahl der Ameisen zu, die Spezies variieren auch. Zunächst sammeln sich nur kleine, geringfügig gefährliche Ameisen an, die sich später zu größeren Spezies oder jenen mit schmerzhafteren Stichen und Bissen wandeln.

Die Ameisen scheinen aus naheliegenden unbeobachteten Orten zu materialisieren; dies schließt den Raum von innerhalb der Kleidung, Objekte in der Nähe und, sollten keine Alternativen übrig bleiben, Körperöffnungen ein. Die Insekten sind nur darauf fokussiert, das betroffene Subjekt zu erkunden oder anzugreifen und werden damit nicht aufhören, es sei denn, sie selbst oder das Subjekt sind verstorben.

Anhang 302-01: Bei dem Subjekt im Testprotokoll 2 handelt es sich um D-Klasse-Personal. Diesem wurde erzählt, er wäre Teilnehmer an einer "Studie über die Auswirkung von einer einwöchigen Erholung auf die Arbeitsleistung von D-Klasse-Personal". Während dieser Zeit bezog das Subjekt einen "Entspannungssaal", ausgestattet mit Trainingsgeräten, verschiedenen Büchern und Magazinen sowie einem Farbfernseher. Das Subjekt wurde ohne sein Wissen der Wirkung von SCP-302 ausgesetzt.
 
«Testprotokoll 2»

Tage 1 & 2
Subjekt geht Freizeitbeschäftigungen nach. Es drückt Zufriedenheit aus und berichtet nichts Ungewöhnliches.
Tag 3
Subjekt berichtet von einer kleinen Ameisenplage und räumt eigene Fehler bezüglich verstreuter Krümel auf Sofa und Teppich ein. Subjekt gibt an, bereits zwei Tage zuvor eine Ameise bemerkt zu haben, es habe es aber nicht für erwähnenswert gehalten. Subjekt drückt weiterhin große Zufriedenheit aus und bittet um Insektenspray.
Tag 4
Subjekt berichtet, dass das Ameisen-Problem, trotz größter Bemühungen, den Raum mit Insektenschutzmittel auszusprühen, weiter anhält. Darüber hinaus nehme die Anzahl der Ameisen zu, was sich gelegentlich als schmerzhaft erweise. Die Insekten erschienen größer und anders als jene des Vortages. Subjekt äußerte sich weiterhin relativ zufrieden über den Verlauf des Experimentes.
Tag 5
Subjekt berichtet von großer Gereiztheit und zunehmenden Schmerzen, da Ameisen nun fast immer an seiner Person sind. Die Ameisen erscheinen erneut verändert und treten agressiver und erregter auf als zuvor. Das Subjekt vermutet eindeutig einen nicht natürlichen Ursprung.
Tag 6
Subjekt erfährt große Schmerzen. Durchschnittlich tauchen während des gesamten Tages fünf (5) tropische Grünkopfameisen (Rhytidoponera metallica) pro Minute auf der Testperson auf. Subjekt wird aufgrund der Schmerzen zunehmend aggressiv und verlangt die Kammer zu verlassen. Der falsche Vorwand für das Experiment wird nicht mehr aufrechterhalten und das Subjekt gegurtet und medizinisch versorgt.
Tag 7
Subjekt erleidet große Schmerzen. Durchschnittlich erscheinen pro Minute 25 tropische Feuerameisen (Solenopsis Solenopsidis) auf dem Subjekt. Die Ameisen müssen kontinuierlich entfernt werden.
Tag 8
Dem Subjekt wurden starke Schmerzmittel verabreicht und es ist den Großteil des Tages bewusstlos. Durchschnittlich 140 Gewehrkugelameisen (Paraponera clavata) erscheinen jede Minute auf dem Subjekt. Sofortige Entfernung der Ameisen und der Einsatz von entzündungshemmenden Medikamenten sind notwendig.
Tag 9
[DATEN GELÖSCHT]. Subjekt wurde terminiert und das Experiment beendet.

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