SCP-291
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Objekt-Nr.: SCP-291

Klassifizierung: Sicher

Sicherheitsmaßnahmen: SCP-291 darf, außer für Tests, mit keiner Energiequelle verbunden sein. Ein Team von zwei Angestellten muss außerhalb des Eindämmungsraums von SCP-290 zur Wache verbleiben und wöchentlich ausgetauscht werden. Während es mit keiner Energiequelle verbunden ist, kann SCP-291 als sicher angesehen werden. Der Hauptzugang zu SCP-291 schließt und verriegelt sich, sobald es von einer Energiequelle getrennt wird, kann aber manuell von innen geöffnet werden, sollte eine Person darin gefangen sein.

Sämtliche Blöcke aus zerlegten Organismen müssen in einem zugewiesenen Sicherheitsschließfach im Eindämmungsraum aufbewahrt und mit einem Filzstift ordnungsgemäß beschriftet werden. Personal, welches für den Verlust oder die Beschädigung von Blöcken verantwortlich ist, wird anderen Projekten zugewiesen.

Beschreibung: SCP-291 wurde in [DATEN GELÖSCHT] lokalisiert. Die Struktur von SCP-291 ähnelt einem kleinen Gebäude, ein nahezu Merkmal freier Stahlkasten mit einem Grundriss von 1.5 m mal 30.2 m und einer Höhe von 15 m. Auf einer der schmalen Seiten befindet sich eine große Tür (5 m breit) die sich nach oben öffnen lässt, ähnlich einem Garagentor, bestehend aus Metalllamellen, jeweils ein paar Zoll hoch. Auf der Außenseite der Tür befindet sich kein Griff und, während sie geschlossen ist, sind alle Versuche die Tür mit zerstörungsfreien Methoden zu öffnen fehlgeschlagen. Auf der Innenseite der Tür befindet sich ein Schloss, welches manuell geöffnet werden kann, um die Tür für ein paar Sekunden anzuheben, bevor ein unbekannter Mechanismus die Tür automatisch wieder schließt. Am gegenüberliegenden Ende von SCP-291 befindet sich eine ähnliche Öffnung mit Schloss und Griff auf Außen- und Innenseite, welche erlauben die Tür von außen und innen zu öffnen. Zwei kleinere, ähnliche Klappen, nur 1 m x 1 m groß, befinden sich auf der linken Seite beider Türen und können von außen geöffnet werden.

Die Materialien aus denen SCP-291 besteht, scheint nur so widerstandsfähig zu sein, wie andere Beispiele es vermuten lassen würden und eine Kraft, die Stahl verbiegen oder durchtrennen würde, wird sich in gleicher Weise auf SCP-291 auswirken. Von daher sind Tests dieser Art zurzeit nicht gestattet, um eine Beschädigung von SCP-291 zu vermeiden.

Das Innere von SCP-291 ist nicht gut erkundet, aufgrund der extrem eng begrenzten Maschinerie und starken Impulsen elektromagnetischer Energie an verschiedenen Punkten im aktiven Zustand.

Wenn SCP-291 an eine passende Energiequelle angeschlossen wird, aktiviert es sich mit mechanischem klappern und surren und die Zugangstür springt auf. Der Raum im Inneren ist 4 m x 2 m groß und beinhaltet eine eher einfaches Schaltpult, einen großen Bildschirm und etwas, dass als "Plexiglas-Sarg" bezeichnet wurde auf einer Seite, passend für Menschen nicht größer als 2.10 m (7 ft), welch selbige nicht krankhaft übergewichtig sind. Der "Sarg" ruht auf einem Förderband in einem Meter Höhe, der "Sarg" selbst ist etwa einen Meter tief und beinhaltet ein blau-grünes Gel-"Kissen" aus unbekanntem Material, welches den Boden bedeckt. Es wurde als angenehm passgenau, kühl und weich beschrieben. Mehrere Röhren ragen über dem "Sarg" aus der Seite des Raums.

Gegenüber dem "Sarg" befinden sich einige "Ablagefächer" verschiedener Größe mit kleinen Türen, die sich öffnen und schließen lassen, an der Wand. Ihr Zweck wird später weiter ausgeführt.

Wenn ein lebendiges Tier (ob Mensch oder andere) in den "Sarg" gelegt wird (tote Organismen, Organismen mit einer Masse von weniger als 1.6 Kilogramm und Gruppen von mehreren Organismen lösen keine Reaktion aus), ungeachtet seiner Position, bewegt sich der Raum in den "Bereit" Zustand. In diesem Zustand zeigt der Bildschirm ein abgescanntes Rasterlinienbild des Organismus im "Sarg" und die Knöpfe auf dem Schaltpult werden bedienbar. Einige der kleineren Knöpfe lösen verschiedene Effekte auf dem Bildschirm aus, wie die "Haut" und "Muskeln" auf dem Bildschirm ein- und ausschalten und bestimmte Organe und Organsysteme umschalten, in Echtzeit oder als Standbild, abhängig von weiteren Einstellungen. Es gibt keine Wörter, Zahlen oder Symbole auf dem Bildschirm und den Knöpfen und alle Knöpfe haben nur zwei Schaltzustände: "Ein", in welchem sie leuchten und "Aus" in welchem sie nicht beleuchtet sind. Verschiedene Kombinationen, produzieren verschiedene Effekte und Dr. Rights war freundlich genug, damit "herumzuspielen" um eine grobe Gebrauchsanweisung zusammenzustellen. Drei große Knöpfe, die sich sichtlich von den anderen Knöpfen zur Kontrolle der Anzeige unterscheiden, befinden sich an der Seite.

Vorausgesetzt, dass ein lebender Organismus im "Sarg" liegt, kann der erste Knopf gedrückt werden (das Drücken der Knöpfe unter anderen Umständen hat keinen Effekt zur Folge und die Knöpfe bleiben "aus" egal wie oft sie gedrückt werden) und die Röhren über dem "Sarg" sondern eine blaue Flüssigkeit in Selbigen ab. Diese unidentifizierte Flüssigkeit wirkt bei Hautkontakt wie ein Sedativum und das Subjekt verliert schnell das Bewusstsein. Die Flüssigkeit kann scheinbar gefahrlos inhaliert und getrunken werden - D-Klasse-Personal berichtete, dass der Geschmack "Kool-Aid" ähnelt. Proben zu Identifikation haben nur wenige Ergebnisse geliefert. Sobald der "Sarg" bis zum Rand gefüllt ist, verdickt die Flüssigkeit schnell zu einem Sirup und dann zu einem festen Gel. Während dieses Zeitraums hören die erkennbaren Körperfunktionen (wie Atmung und Herzschlag) des Subjekts auf. Dies kann auf dem Bildschirm beobachtet werden.

Sobald sich die Flüssigkeit vollständig verfestigt hat, schaltet sich der Bildschirm aus und das Förderband setzt sich in Bewegung. Jeder Versuch das Förderband anzuhalten oder den "Sarg" beziehungsweise den Insassen zu entfernen, führt dazu, dass der gesamte Prozess abgebrochen wird, woraufhin die blaue Flüssigkeit innerhalb weniger Minuten verdampft und das Subjekt unbeschadet wieder zu Bewusstsein kommt. Das Förderband transportiert "Sarg" und Insassen durch eine kleine Tür, welche sich schnell verschließt und die gesamte Maschine wird zu einer Kakofonie aus mechanischem Klackern, Surren und Schleifen. Der Bildschirm zeigt derweil nur ein sich wie ein Ladebalken füllendes Dreieck, während SCP-291 seine Arbeit verrichtet. Abhängig von der Größe des Subjekts beendet SCP-291 seinen noch nicht bekannten Prozess in ungefähr zwanzig bis dreißig Minuten, an welchem Punkt das Produkt am anderen Ende von SCP-291 entnommen werden kann.

Die hintere Tür von SCP-291 führt in eine ähnliche Kammer, in der sich ebenfalls ein Förderband befindet, das demjenigen ähnelt, welches den Sarg im Eingang trägt. Dort befindet sich ebenfalls eine Reihe von zwei Dutzend "Ablagefächern" oder "Spinden", identisch mit denen aus dem Eingangsraum. Diese "Ablagefächer" können herausgezogen werden, um ihren Inhalt einzusammeln: Teile der Organismen, zerlegt und in Blöcken aus einem unbekannten, klaren Feststoff konserviert. Diese Blöcke sind recht widerstandsfähig aber sie können bei extrem hohen Temperaturen geschmolzen oder durch scharfe Schläge mit einer Spitzhacke zerbrochen werden. Das Zerbrechen der Blöcke ruiniert jedoch die Konservierungsmethode von SCP-291 und führt dazu, dass das konservierte Objekt unbrauchbar wird. Der Rest des Blocks zerfällt nach wenigen Minuten zu Staub. (Siehe Anhang für eine Blockbezeichnung.)

Ganze Blöcke können unbegrenzt lange gelagert werden, bis sie wieder in SCP-291 durch die "Ablagefächer" im Eingangsraum eingeführt werden. Jeder Block hat eine bestimmte Größe und wird nur genau in seine zugewiesene Öffnung passen. Das Platzieren von Blöcken in den falschen Öffnungen ergibt keine Reaktion von der Maschine und wird sie davon abhalten reaktiviert zu werden, bis das Problem beseitigt wurde. Die "Ablagefächer" können jedoch leer gelassen werden und funktioniere dann wie gewohnt. Es ist nicht ratsam ein "Ablagefach", welches ein lebenswichtiges Organ enthält, leer zu lassen.

Wenn die Blöcke korrekt platziert und die Türen geschlossen wurden, kann der zweite Knopf am Schaltpult gedrückt werden. Dies funktioniert nicht, wenn der Bildschirm einen Ladebalken zeigt, da in diesem Fall noch eine Andere Operation im Gange ist. Die Türen zu den "Ablagefächern" verriegeln sich für ein paar Sekunden während SCP-291 sie auf unbekannte Weise entfernt und die Maschinerie wird lauter, begleitet von einem weiteren "Ladebalken" auf dem Bildschirm. Das Zusammensetzen dauert etwas länger, etwa vierzig bis fünfzig Minuten, bis ein Plexiglasbehälter, ähnlich des ursprünglichen "Sargs", auf dem Förderband aus einer Tür im Ausgangsraum kommt und einen komplett zusammengesetzten Organismus enthält, der in blauer Flüssigkeit eingelegt ist, die schnell verdampft, während der Organismus erwacht.

Wieder zusammengesetzte Organismen haben keine Erinnerung an den Prozess und beschreiben die Erfahrung als sehr erholsamen, traumlosen Schlaf. Sie erwachen mit einer leichten Verwirrtheit, die nach ein paar Minuten verschwindet und beklagen sich über einen starken Hunger. Tests haben ergeben, das sie mit leeren Mägen zusammengesetzt werden. Die Organismen werden ebenfalls nackt und ohne jegliches Haar am Körper zusammengesetzt. Ein Block, der das, was als Inhalt des Verdauungssystems des Organismus identifiziert wurde, Haare, Fetzen von Kleidung und andere Objekte des Orgnismus enthält, wird in einer der kleinen Seitentüren außerhalb der Haupttüren abgelegt und kann als Abfall angesehen werden. Überwachungs- und Scanausrüstung die in die Maschine geschickt wurde, wird auf gleiche Weise entsorgt, oft verdreht und zerschlagen.

Spätere Tests ergaben, dass Organismen auf verschiedene, bösartige Weisen zusammengesetzt werden können. Siehe Anhang für Testresultate.

Anhang: Die Blöcke sind klar und von daher können die Organe und Körperteile in ihrem Inneren einfach identifiziert und beobachtet werden. Der Körper ist wie folgt aufgeteilt:

  • Gehirn
  • Lunge und Zwerchfell
  • Herz
  • Verdauungssystem
  • Fortpflanzungsorgane
  • Linkes Auge
  • Rechtes Auge
  • Oberer, linker Torso und Armmuskulatur bis zum Ellenbogen und verschiedene Organe
  • Oberer, rechter Torso und Armmuskulatur bis zum Ellenbogen und verschiedene Organe
  • Unterer, linker Torso und obere Beinmuskulatur und verschiedene Organe
  • Unterer, rechter Torso und obere Beinmuskulatur und verschiedene Organe
  • Unteres, linkes Bein und Fuß
  • Unteres, rechtes Bein und Fuß
  • Unterer, linker Arm und Hand
  • Hals- und Kopfmuskulatur und verschiedene Organe
  • Skelettsystem von der Mitte der Wirbelsäule aufwärts
  • Skelettsystem von der Mitte der Wirbelsäule abwärts
  • Lymph- und Kreislaufsystem von der Taille aufwärts
  • Lymph- und Kreislaufsystem von der Taille abwärts
  • Haut (sauber gefaltet)

Testergebnisse

Einen Körper ohne lebenswichtige Organe zusammenzusetzen resultiert im Abschalten der Produktion und erfordert die Verwendung des dritten Knopfs. Der Körper wird in Blockform am Ausgang wieder abgelegt, weiterhin inaktiv.

Einen Körper ohne nicht-lebenswichtige Organe oder Körperteile zusammenzusetzen resultiert darin, dass das betreffende Organ oder der Körperteil beim Erwachen des Organismus nicht mehr vorhanden ist und die Wunden sind mit unbekannten Mitteln verschlossen, die wenig bis kein Narbengewebe hinterlassen.

Das Bereitstellen eines neuen Körperteils für ein fehlendes Körperteil führt dazu, dass das betroffene Körperteil scheinbar fehlerfrei an seinem neuen Körper angebracht wird. Es hat sich bei Herztransplantationen, Gliedertransplantationen und dem Austausch von Haut von einer Person zur anderen als effektiv erwiesen.

Der Austausch von Gehirnen zweier Personen resultiert in einer vollständigen Übertragung der Persönlichkeit und Erinnerungen der betreffenden Person und kann wieder rückgängig gemacht werden, obwohl die Subjekte mehrere Tage lang sehr desorientiert sind und über psychische und physische Beschwerden klagen, wie "Schuhe tragen, die nicht ganz die richtige Größe haben".

Der Austausch von Körperteilen zwischen verschiedenen Spezies hat gemischte Resultate ergeben. Dr. Rights hat vorgeschlagen die Tests fortzusetzen und der Antrag ist noch ausstehend. Nur drei von zwanzig artenübergreifenden Transfertests waren erfolgreich.

001 - Das linke Auge einer Katze wurde mit dem linken Auge eines Menschen ausgetauscht. Das Subjekt konnte das Auge vollständig nutzen und erwähnte, dass es das Gefühl hatte, sich recht gut daran angepasst zu haben. Das neue, linke Auge zeigte alle Fähigkeiten eines Katzenauges, inklusive Schwierigkeiten Farben zu sehen und erhöhte Wahrnehmung im Dunkeln. (Obwohl dieser Test nicht autorisiert war, wurden die Ergebnisse als leicht beeindruckend genug angesehen, um weitere Tests zu ermöglichen.)

007 - Das Gehirn eines Menschen wurde erfolgreich in den Körper einer englischen Dogge übertragen, Berichten zufolge aufgrund der großen Schädelgröße des Hundes. Er bat jedoch darum, so schnell wie möglich wieder in seinen Körper zurücktransferiert zu werden. Die Dogge im menschlichen Körper lernte binnen weniger Stunden aufrecht zu gehen und wurde, nach einem Vorfall bei dem es um die Belästigung einer Doktorin ging, wieder zerlegt.

016 - Bei einem weiblichen D-Klasse-Personal wurden die Fortpflanzungsorgane mit denen eines trächtigen Labrador Retrievers ausgetauscht.

Tests mit SCP-291 in Verbindung mit anderen SCPs wurden bisher nicht autorisiert.

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