SCP-286-DE
Bewertung: +4+x

Objekt-Nr.: SCP-286-DE

Klassifizierung: Euclid

Sicherheitsmaßnahmen: SCP-286-DE-Instanzen sind nach erfolgreicher Entdeckung und Eindämmung in einem Standardeindämmungsschrank für anomale Objekte in der Lagerhalle E-34 von Standort-DE19 einzulagern. Die Eindämmungsschränke sind hierbei dauerhaft auf mindestens 3 °C zu kühlen und mit biometrischen Schlössern zu versehen, auf welche nur Personal mit der Sicherheitsfreigabe 286/2/DE zugreifen können. Sollten Tests mit SCP-286-DE-Instanzen geplant werden, so müssen diese erst von dem zuständigen Projektleiter genehmigt werden. Bei Tests hat der mit SCP-286-DE zu Interagierende zu jederzeit einen Ganzkörperschutzanzug zu tragen. Endet der Test, so ist der Schutzanzug zu dekontaminieren und zu verbrennen.

Die Wareneingänge sämtlicher Märkte mit Schokolode im Sortiment sind von einem verdeckten Foundationagenten zu überprüfen. Bei Kontakt mit einer SCP-286-DE-Instanz ist der gesamte Wareneingang an Schokolade unter dem Vorbehalt, dass dieser sein Verfallsdatum überschritten habe, an den nächstengelegensten Standort zu senden. Dort wird der Eingang auf weitere SCP-286-DE-Instanzen geprüft und gereinigt. Nach der Entsorgung aller Instanzen kann der Wareneingang wieder in Umlauf gebracht werden. Bei kleineren oder eigenständigen Märkten ist alle drei Tage die Ware zu prüfen und entdeckte SCP-286-DE-Instanzen sind zu erwerben. Bei einem Henri-Vorfall1 sind in einem Umkreis von 200 m alle zivilen Personen mit Klasse-A-Amnesika zu amnesizieren und alle SCP-286-DE-A- und/oder -B-Instanzen sind zu sedieren, einzudämmen und zu befragen.

Beschreibung: SCP-286-DE beschreibt ein Kollektiv an Entitäten, welche äußerlich kaum von herkömmlicher Markenschokolade zu unterscheiden sind. Jede Instanz weist, gleich, welche Marke oder Sorte sie darstellen soll, die Maße 22 x 14 x 3 cm auf. Zudem sind SCP-286-DE-Instanzen von herkömmlicher Schokolade leicht zu unterscheiden, sollten auf der Rückseite die Zutaten betrachtet werden. Bei einer SCP-286-DE-Instanz werden dort zwischen den normalen Zutaten, gleich wo, die Wörter "zum Anbeißen"2 zu finden sein. Während Instanzen sich in ihrer "Verpackung" befinden, stellen sie keinerlei Gefahr dar. Sollte die "Verpackung" geöffnen werden, so kann es erstmals kaum von gewöhnlicher Schokolade unterschieden werden, bis jemand oder etwas versucht in SCP-286-DE zu beißen oder ein Stück dieses abzubrechen. Ab diesem Moment, wird die SCP-286-DE-Instanz ihr Maul und ihre Augen öffnen. Diese können sich nach Tests auf jedem Teil der Oberfläche befinden je nachdem, welcher Teil des Objekts angegriffen wird. Diese Eigenschaft wird es ebenfalls noch aufweisen können, nachdem es sich im geschmolzenen Zustand befindet.3 Sollte SCP-286-DE in andere Lebensmittel verarbeitet werden, wird es immernoch diese Eigenschaft aufweisen, allerdings wird es sich nur bei dem Teil manifestieren, welcher einen Schokoladenanteil von ≥ 65 % aufweist. Bisher sind alle Versuche SCP-286-DE-Instanzen zu sezieren gescheitert. Die "Verpackung" von SCP-286-DE-Instanzen stellte sich nicht als Teil des Körpers heraus, sondern mehr als eine Art Schutzfolie. Von der Foundation durchgeführte Lebensmittelkontrollen bei den Schokoladenherstellern zeigten, dass SCP-286-DE-Instanzen nicht in den Fabriken entstehen, sondern vielmehr in den Warentransporten erscheinen. Es ist unklar, ob es sich dabei um das Handeln einer Interessengruppe oder um ein temporäres Phänomen handelt. Alle weiter entdeckten SCP-286-DE-Instanzen werden als SCP-286-DE-{Laufende Nummer} in den Datenbanken der Foundation registriert.

Das generelle Verhalten von SCP-286-DE-Instanzen gegenüber Menschen zeugt von einer enorm hohen Aggressivität. Instanzen versuchen bei Kontakt mit Menschen ihre Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, indem sie entweder sich hin und her bewegen oder ihrer Beute wortwörtlich in die Arme bzw. vor die Beine springen. Neben dieser aggressiven Art scheint es auch einen memetischen Effekt auf das Opfer auszuüben. Menschen, welche SCP-286-DE mit bloßem Auge erblicken, überkommt das Verlangen es sofort zu konsumieren. Dieser Effekt kann jedoch mit einer normalen Brille und/oder mit handelsüblichen Kontaktlinsen negiert werden. Sollte SCP-286-DE nun sein Opfer beißen, so wird einer von drei Fällen eintreten.

  1. SCP-286-DE injiziert seiner Beute einen Wirkstoff in die gebissene Stelle, welche sich daraufhin entzündet und sich erstmals braun verfärbt,
  2. SCP-286-DE hält an der Bissstelle solange fest bis es vollständig in den Körper seiner Beute eingedrungen ist oder
  3. SCP-286-DE wird seine Beute bei vollem Bewusstsein dieser verzehren.

Tests zufolge beträgt die Wahrscheinlichkeit aller Fälle exakt 33,33 %.

Beim ersten Fall wird das Opfer von SCP-286-DE ab diesem Moment als SCP-286-DE-1 bezeichnet. Mithilfe von Auto- und Biopsien an SCP-286-DE-A konnten folgende Veränderungen im Körper festgestellt werden, nachdem SCP-286-DE seinen Wirkstoff injiziert hat; das Blut im Körper wird größtenteils mit einer dickflüssigeren Substanz, mit einer Konsistenz ähnlich wie der von geschmolzener Schokolade, ersetzt. Untersuchungen dieser Substanz zeigten, dass sich in dieser mikroskopisch kleine Körperchen befinden, welche scheinbar die gesamten Blutkörperchen ersetzt haben. SCP-286-DE-A-Subjekte tendieren zu einem großen Hunger, allerdings scheinen sie dabei ausschließlich Schokolade konsumieren zu wollen. Bei dem Konsum von Schokolade schüttet das Gehirn bei Subjekten eine ███ %-ig größere Menge an Dopamin, Serotonin und Endorphinen als üblich aus. Sollte das Subjekt jedoch etwas anderes als Schokolade konsumieren, wird eine ███ %-ig größere Menge an Adrenalin und Noradrenalin als üblich ausgeschüttet. Es wird angenommen, dass diese Reaktion im Subjekt eine schnellere Gewichts- und Fettzunahme provozieren soll. Falls SCP-286-DE-A signifikant an Gewicht und Masse zugenommen hat, wird es die nächste SCP-286-DE-Instanz aufsuchen und bei Kontakt mit dieser damit beginnen sich all der am Körper befindlichen Kleidung zu entledigen. Wenn dies abgeschlossen ist, wird es die SCP-286-DE Instanz konsumieren. Hierbei ist zu beachten, dass die Instanz dabei das Subjekt nicht angreifen wird. Nachdem das Subjekt SCP-286-DE vollständig konsumiert hat, wird es innerhalb von drei Tagen sterben und der Bauchbereich wird sich explosionsartig öffnen. Aus dem Bauch des SCP-286-DE-A-Subjekts werden dann mehrere SCP-286-DE-Instanzen herausvorkommen und versuchen die gesamte Prozedur zu wiederholen.

Beim zweiten Fall wird der Körper der Beute vollständig von SCP-286-DE übernommen und gesteuert. Von SCP-286-DE kontrollierte Menschen werden als SCP-286-DE-B-Instanzen bezeichnet. Die Persönlichkeit der Person wird sich zwar nicht verändern, allerdings wird es SCP-286-DE als eine Art göttliche Entität betrachten und diese vereheren. Zudem hat eine SCP-286-DE-B-Instanz nur Kontrolle über den Kopf, während SCP-286-DE die volle Kontrolle über den restlichen Körper verfügt. SCP-286-DE-B-Subjekte neigen zu einer gleichartig hohen Aggressivität wie SCP-286-DE-Instanzen und greifen jedwede Person in ihrer Nähe willkürlich an. Zusätzlich scheint SCP-286-DE sich trotzdem, obwohl es sich im Körper eines SCP-286-DE-B-Subjekts befindet, auf der Oberfläche manifestieren zu können und zubeißen zu können. Ob es dabei von Wirt zu Wirt wechselt oder sich virusartig verbreitet ist noch unklar, da bisher alle gebissenen Subjekte sofort starben.

Beim dritten Fall wird das Opfer von SCP-286-DE bei vollem Bewusstsein verzehrt. Dies kann bis zu fünf Stunden andauern. Während dieses Prozesses bewegt sich das Opfer nicht, es wird vermutet, dass SCP-286-DE ein starkes Muskelrelaxantien in den Körper injiziert, bevor es mit dem Verzehr beginnt. Die dabei verzehrte Masse wird scheinbar sofort in einem Verhältnis von 90/10 zu einem Pheromon, welches den Raum oder die nähere Umgebung, in der es sich befindet flutet und in für SCP-286-DE-Instanz eigene Körpermasse umgewandelt. Dabei wächst die Instanz, je nach Opfer um ca. das doppelte oder das vierfache der ursprünglichen Größe an. Das Pheromon sorgt für einen berauschenden Effekt bei Menschen um die Instanz herum und lockt diese näher heran. Nachdem das Opfer verzehrt wurde, wird die SCP-286-DE-Instanz nun das nächste Opfer suchen und weiterfressen. Hierbei scheint es keine Grenze für das Wachstum der Instanz zu geben. Die größte, eingedämmte Instanz von SCP-286-DE wird als -Alpha bezeichnet und wies die Maße 220 x 140 x 30 cm auf. Um es erneut eindämmen zu können wurde es geschmolzen, in einen zylindrigen Behälter gegossen.

Bisher (Stand: 25.0█.20██) konnten insgesamt ███████ Instanzen von SCP-286-DE in ganz Deutschland und Schweiz entdeckt und erfolgreich eingedämmt werden. Die Standorte in Österreich meldeten bis dato keinen einzigen Vorfall einer SCP-286-DE-Instanz.

Entdeckung: SCP-286-DE wurde das erste Mal in ██████████████, Schweiz 2002 von einem beurlaubten Agenten in dem örtlichen Supermarkt der Kette "██████" entdecket. Er barg und eskortierte die Anomalie zu Standort-DE20, nachdem es ihn angegriffen und gebissen hat. Dieser Agent war auch die erste SCP-286-DE-A-Instanz, an welcher die oben genannten Effekte das erste Mal in der Kantine von Standort-DE20 beobachtet werden konnten.

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