SCP-272
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SCP-272

Objekt-Nr.: SCP-272

Klassifizierung: Sicher

Sicherheitsmaßnahmen: SCP-272 ist in einer kleinen Holzkiste in einem Tresorraum in Sektor-25 aufzubewahren. Abgesehen davon sind keine weiteren Eindämmungsmaßnahmen notwendig, da das Objekt vollkommen inaktiv ist, solange es nicht in Gebrauch ist. Es ist darauf aufzupassen, den Gegenstand während des Transports nicht fallen zu lassen.

Beschreibung: SCP-272 ist ein etwa 11,5 cm langer Eisennagel und ähnelt antiken Formen. Auf jeder ebenen Fläche finden sich Gravuren unbekannten kulturellen Ursprungs. Diese Gravuren wurden von der Mehrheit des Mitarbeiterstabs als "faszinierend, aber unheimlich" beschrieben.

Die Besonderheit des Objekts zeigt sich, wenn dieses auf den Schatten eines Individuums fällt. Der Nagel wird sich zu genau zwei Drittel seiner Länge in das Material, auf das der Schatten geworfen wird, hineinbohren. Nachfolgend sollten zwei Effekte offenkundig werden: Die Person, zu der der Schatten gehört, ist nicht in der Lage, den Nagel wieder zu entfernen, auch nicht durch irgendwelche Hilfsmittel. Außerdem ist die Person auf Bewegungen beschränkt, bei denen sie ihren Schatten weiterhin auf den Nagel werfen. Der Nagel kann jedoch von jeder anderen Person auf herkömmliche Weise entfernt werden, obwohl jene, die gebeten wurden, dies zu tun, von einer leichten Aversion berichteten, mit Aussagen wie "Es fühlt sich gerecht an".

Das Objekt wurde während einer routinemäßigen Razzia entdeckt. Es war in einer exponierten Felswand in der Nähe eines verlassenen Luftwaffenstützpunktes in █████, Afghanistan, eingebettet. Ein menschliches Skelett war rundherum verstreut. Das Objekt wurde für belanglos gehalten, bis ein Forscher es zu seinen Füßen fallen ließ und daraufhin für 20 Minuten an diesem Ort festgenagelt war, bis ihm geholfen wurde.

Versuchsprotokoll:
Format:

272-X
Testperson:
Testgelände:
Lichtverhältnisse:
Testzweck:
Vorgang:
Folgen:
Fazit:
Anhang:


272-a
Testperson: 1 Mitarbeiter der Klasse D (D-272-01)
Testgelände: Felswand am Ort der Entdeckung
Lichtverhältnisse: Mittagssonne (senkrecht darüber)
Testzweck: Ermittlung der Eigenschaften von SCP-272
Vorgang: Das Subjekt bekommt den Nagel mit der Aufgabe, diesen in seinen Schatten zu seinen Füßen hineinzuschlagen.
Folgen: Das Subjekt willigt ein. Sobald der Nagel die zwei Drittel-Marke erreicht hat, kann das Subjekt nicht weitermachen. Das Subjekt versucht, sich wegzubewegen, kann aber nicht. Das Subjekt ermüdet bald und erleidet einen Hitzschlag. Das Objekt wird entfernt. Das Subjekt wird medizinisch behandelt.
Fazit: Eigenschaften des Objekts ermittelt.


272-b
Testperson: 1 Mitarbeiter der Klasse D (D-272-02)
Testgelände: wie oben
Lichtverhältnisse: Nacht (minimal)
Testzweck: Ermittlung der Eigenschaften bei Nacht
Vorgang: Der Nagel wird zu den Füßen des Subjekts fallengelassen und bettet sich zu genau zwei Drittel seiner Länge ein.
Folgen: Das Objekt bettet sich ein. Das Subjekt fügt sich und wird nicht negativ beeinflusst. Dann versucht das Subjekt zu fliehen und wird terminiert. Das Objekt wird geborgen.
Fazit: Das Subjekt kann sich frei bewegen, solange es keinen Schatten wirft.


272-c
Testperson: 1 Mitarbeiter der Klasse D (D-272-03)
Testgelände: wie oben
Lichtverhältnisse: wie oben, 2 Stunden vor Sonnenaufgang
Testzweck: Ermittlung der Eigenschaften bei Veränderung der Lichtverhältnisse
Vorgang: Der Nagel wird, wie oben, fallengelassen. Das Subjekt bekommt die Anweisung, sich in einer geraden Linie vom Nagel wegzubewegen.
Folgen: Das Objekt bettet sich ein. Das Subjekt wird nicht negativ beeinflusst. Die Sonne geht um 06:06 Uhr Ortszeit auf. Das Subjekt ist [DATEN GELÖSCHT]. Drei Putzkolonnen werden entsandt. Der Torso des Subjekts wird 106 m vom Objekt entfernt geborgen und zeigt Anzeichen von Schürfwunden und schweren stumpfen Traumata. Das Objekt wird geborgen. Tests werden nach Sektor-25 verlegt.
Fazit: [DATEN GELÖSCHT].


272-d
Testperson: 1 Mitarbeiter der Klasse D (D-272-04)
Testgelände: Betonboden der Testanlage 25-h
Lichtverhältnisse: 1 standardmäßige (60W) Glühbirne, direkt oberhalb
Testzweck: Ermittlung der beleuchtungstechnischen Anforderungen
Vorgang: Der Nagel wird auf den Schatten des Testsubjekts fallengelassen. Das Subjekt bekommt die Anweisung, sich in einer geraden Linie vom Objekt wegzubewegen.
Folgen: Das Objekt bettet sich ein. Das Subjekt kann sich frei bewegen. Das Objekt wird geborgen.
Fazit: Unzureichende Beleuchtung verursacht keine Wirkung.


272-e
Testperson: 1 Mitarbeiter der Klasse D (D-272-04)
Testgelände: wie oben
Lichtverhältnisse: 1 standardmäßiges (1 500W) Stadionlicht, direkt oberhalb
Testzweck: wie oben
Vorgang: wie oben
Folgen: Das Objekt bettet sich ein. Das Subjekt ist gefangen. Das Objekt wird geborgen.
Fazit: Beleuchtungstechnische Anforderungen ermittelt.


272-f
Testperson: 2 Mitarbeiter der Klasse D (D-272-04 und D-272-05)
Testgelände: wie oben
Lichtverhältnisse: 2 Stadionlichter, 90 Grad voneinander entfernt positioniert
Testzweck: Ermittlung, ob mehrere Subjekte festgehalten werden können.
Vorgang: Die Subjekte werden so positioniert, dass sich ihre Schatten überlappen. Das Objekt wird auf beide Schatten fallengelassen. Die Subjekte bekommt die Anweisung, sich vom Nagel wegzubewegen.
Folgen: Das Objekt bettet sich ein. Subjekt D-272-04 bewegt sich ungehindert weg, berichtet aber, sich "ängstlich" zu fühlen. D-272-05 wird vom Objekt festgehalten. Das Objekt wird geborgen.
Fazit: Das Objekt kann nicht mehr als ein Objekt festhalten. Mögliche Nebenwirkung beobachtet.


272-g
> Testperson: 8 Mitarbeiter der Klasse D (D-272-04 - D-272-11) - Für Details siehe Anhang
Testgelände: wie oben
Lichtverhältnisse: 4 Stadionlichter, in einem Ring um die Subjekte positioniert
Testzweck: Ermittlung des Auswahlmechanismus, aufgrund dessen ein Subjekt festgehalten wird.
Vorgang: Die Subjekte werden so positioniert, dass sich ihre Schatten überlappen. Das Objekt wird auf alle acht Schatten fallengelassen.
Folgen: Das Objekt bettet sich ein. Subjekt D-272-09 wird festgehalten (18 Jahre alt, kaukasisch, 1,8m, 88kg), alle anderen bewegen sich ungehindert. Berichte über einen Schrei von allen Subjekten außer D-272-09. Alle Subjekte, außer D-272-09 zittern. Das Objekt wird geborgen. D-272-09 wird aus der Studie genommen, das Experiment wird wiederholt. Subjekt D-272-06 wird festgehalten (24 Jahre alt, spanisch, 1,6m, 102kg), alle anderen scheinen zu zittern und und berichten von einem Schrei, können sich aber frei bewegen. Das Experiment wird vier weitere Male gemäß der obigen Methode wiederholt; es wird eingestellt, nachdem D-272-07 das Bewusstsein verliert. Das Subjekt wird auf schwere Hypothermie behandelt.
Fazit: Sich abzeichnende Muster legen nahe, dass das jüngste mögliche Subjekt festgehalten wird. Zusätzlich dazu wurde eine sekundäre Wirkung auf große Gruppen beobachtet; weitere Untersuchungen bis zur Beschaffung einer größeren Stichprobengruppe.
Anhang: Subjekte von gleicher Geschlechterverteilung, zwischen 18 und 59 Jahren, mit verschiedenen körperlichen Merkmalen sind vertreten.


272-h
Testperson: 1 Mitarbeiter der Klasse D (D-272-05)
Testgelände: 1 Außenbereich, begrast
Lichtverhältnisse: Morgensonne (ca. 9:00 Uhr)
Testzweck: Ermittlung, ob ein Subjekt durch Ausgraben des Objekts entkommen kann.
Vorgang: Das Objekt wird auf den Schatten des Subjekts fallengelassen. Anschließend bekommt das Subjekt eine Schaufel mit der Aufgabe, das Objekt auszugraben.
Folgen: Das Subjekt gräbt für 90 Sekunden und fällt dann schreiend um. Das Subjekt stirbt, bevor ein medizinischer Eingriff durchgeführt werden kann. Eine Autopsie zeigt, dass das Subjekt an einer "Gehirnblutung gestorben ist; Ursache unbekannt." Objekt geborgen, Bereich wiederhergestellt. Wiederholung des Experiments mit D-272-07 und 08; Ergebnisse identisch.
Fazit: Das von SCP-272 festgehaltene Subjekt kann den Nagel nicht ausgraben; diesbezügliche Versuche haben stets den Tod zur Folge.


272-i
Testperson: Keine
Testgelände: n. v.
Lichtverhältnisse: n. v.
Testzweck: Ermittlung der Zerstörbarkeit des Objekts
Vorgang: 1 Mitglied der Klasse D (D-272-09) bekommt das Objekt, sowie eine kleine Auswahl von Werkzeugen. Dem Subjekt wird gesagt, es solle "alles Mögliche tun", um das Objekt zu zerstören. Testfläche evakuiert.
Folgen: Das Subjekt nimmt einen Winkelschleifer zur Hand, befestigt das Objekt in einem Schraubstock und bearbeitet das Objekt fortschreitend mit dem Schleifer. Einen Moment später krümmt sich das Subjekt am Boden und greift sich an die Schläfen. Audioaufnahmen aus dem Innenbereich des Raums, zeichnen auf, wie das Subjekt [ZENSIERT] spricht. 30 Sekunden später stirbt das Subjekt. Eine Autopsie ergibt, dass die Ursache eine Gehirnblutung ist. Eine Untersuchung des Objekts weist einige geringfügige Schäden durch den Winkelschleifer auf.
Fazit: Das Objekt scheint vollständig zerstörbar zu sein, widersteht jedoch derlei Aktionen mit tödlicher Gewalt durch eine unbekannte Methode. Das Objekt wurde getestet, um die ursprüngliche Funktionalität aufrechtzuerhalten.


272-j
Testperson: 1 Mitarbeiter der Klasse D (D-272-10)
Testgelände: Betonboden der Testanlage 25-h
Lichtverhältnisse: 1 Stadionlicht, auf einem computergesteuerten Gleis angebracht
Testzweck: a.) Ermittlung der Auswirkungen von schnellen Lichtverschiebungen und b.) Ermittlung, ob das Subjekt dem Objekt durch Rückhaltesysteme, Barrieren usw. entziehen kann.
Vorgang – Test 1: Das Licht wird so positioniert, dass ein langer Schatten geworfen wird. Der Nagel wird auf den Schatten des Subjekts fallengelassen. Die Helligkeit des Lichts nimmt langsam zu.
Folgen – Test 1: Das Subjekt wird proportional zur Helligkeitszunahme zum Objekt hingezogen. Das Subjekt hat Schwierigkeiten, stehenzubleiben.
Vorgang – Test 2: Wie oben. Die Helligkeit des Lichts nimmt sehr schnell zu.
Folgen – Test 2: Wie oben, nur schneller. Es wird festgestellt, dass das Subjekt nicht stehenbleiben kann und beim Sturz beschleunigt; das ist zurückzuführen auf die Abnahme der Länge des Schattens im Verhältnis zur Größe während das Objekt steht. Das Subjekt erleidet leichte Schürfwunden.
Vorgang – Test 3: Wie oben. Das Subjekt wird mit Ketten an den Füßen gefesselt. Ein Hühnerdrahtzaun wird zwischen Subjekt und Objekt platziert.
Folgen – Test 3: [DATEN GELÖSCHT]. Subjekt stirbt. Objekt wird geborgen. Weitere Untersuchungen mit eingeschränkten Subjekten sind verboten.
Fazit: Das Subjekt wird von seinem Schatten "gezogen" und zwar mit der erforderlichen Geschwindigkeit, um weiterhin einen Schatten auf das Objekt zu werfen. Dazwischenliegende Hindernisse scheinen diese Funktion nicht zu behindern, obwohl sie dem Subjekt schaden, oder im Falle der Barrieren, wie dem Hühnerdrahtzaun [DATEN GELÖSCHT].


272-h
Testperson: 1 Mitarbeiter der Klasse D (D-272-04)
Testgelände: Wie oben
Lichtverhältnisse: 1 Stadionlicht an einer fixen Position, ungefähr 45 Grad horizontal
Testzweck: Ermittlung der Auswirkungen einer langfristigen Eindämmung.
Vorgang: D-272-04 positioniert sich in der Mitte des Raums. Das Objekt wird auf den Schatten des Subjekts fallengelassen.
Folgen: Das Subjekt wird festgehalten. Nach dem dritten Tag macht das Subjekt keine Versuche mehr, Nahrung aufzunehmen. Nach einer Woche spricht das Subjekt nur noch [ZENSIERT] (Siehe Transkript unten). Am elften Tag, wird das Subjekt, welches seit 8 Tagen nichts gegessen oder getrunken hat, aufgeregt und wechselt schnell zwischen Manie und einem komatösem Zustand hin und her. Nach 14 Tagen wird der Test beendet. Das Objekt wird geborgen. Es ist zu bemerken, dass das Subjekt stark unterernährt zu sein, spricht aber nach der Entfernung des Objekts wieder Englisch und erholt sich schnell vor der monatlichen Kündigung.
Fazit: Eine längere Eindämmung hat ergeben, dass das Subjekt längere Zeit ohne Nahrung überleben kann, aber in einen herabgesetzten Geisteszustand eintritt.
Anhang: Teilweise Transkription des manisch sprechenden Subjekts D-272-04 vom 14. Tag, übersetzte Abschnitte in {}:

(Beginn des Transkripts)
Dr. Kimiro: Für das Protokoll, geben Sie Ihren Namen…
D-272-04: {…Asche brennt auf meiner Zunge ich kann nicht schmecken Wasser kocht vor meinen Augen…}
Dr. Kimiro: Können Sie das wiederholen?
D-272-04: {…Ich kann nicht schlafen die Schreie werden gehört mir ist nicht warm der Schatten stiehlt…}
Dr. Kimiro: Okay… Wie fühlen Sie sich?
D-272-04: {…Die Fesseln sie binden ich kann mich nicht bewegen die Leute [DATEN GELÖSCHT]}
Dr. Kimiro: Was sagt er da? Was versucht er uns zu sagen? Ich brauche einen Übersetzer.
D-272-04: (lauter werdend) {…Schneidet mein Fleisch in Bänder, so könnte ich frei sein (Das Subjekt beginnt, sich an seiner Haut zu kratzen) [DATEN GELÖSCHT] Ich bin der Gefangene meiner eigenen Dummheit lass die Krähen kommen und [DATEN GELÖSCHT] lass mein Fleisch zerfallen wie der Apfel dessen Asche auf meiner Zunge brennt…}
(Ende des Transkripts)

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