SCP-262-DE

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Objekt-Nr.: SCP-262-DE

Klassifizierung: Keter

Sicherheitsmaßnahmen: Innerhalb des Eindämmungsgebietes von SCP-262-DE sind, in regelmäßigen Abständen, verschiedene Arten von Säugetieren und Vögeln unterzubringen. Die Auswahl der Arten1, die eingeführt werden sollen, ist regelmäßig zu ändern, um eine potentielle Anpassung von SCP-262-DE an die Bewegungen und Fähigkeiten des jeweiligen Wirttieres zu verhindern. Jeder Wechsel von betroffenen Tierkörpern ist zu vermerken, um die Möglichkeit einer Anpassung möglichst gering zu halten.

Sollte SCP-262-DE nicht mehr innerhalb des Standorts ausfindig gemacht werden können, sind sämtliche in der Nähe befindlichen Bauernhöfe, Wildreservate und andere Tierunterkünfte zu untersuchen, Nachrichten über sprechende, lebendig verwesende oder explodierende Tiere abzufangen und MTFs zu den betreffenden Orten zu entsenden.

Zu Unterhaltungszwecken und als Belohnung für gutes Verhalten dürfen SCP-262-DE Literatur über Tiere, sowie Dokumentationen über diese angeboten werden. Es dürfen keine tierbasierenden SCPs am Standort gehalten werden.

Beschreibung: Bei SCP-262-DE handelt es sich um ein metaphysisches Wesen ohne eigenen Körper oder Substanz. Außerhalb eines Wirtstieres ist es nur durch flüchtige, leicht erhöhte EVE-Werte2 im Vergleich zum Grundwert ohne anomale Werte zu erkennen, die es aussondert.

SCP-262-DE ist in der Lage, sich im Verstand von in der Nähe befindlichen Säugetieren und Vögeln einzunisten und den Verstand des Wirtes dabei auszulöschen, um die Kontrolle über dessen Körper zu übernehmen. Außer bei Menschen ist es in der Lage, jedes warmblütige Wirbeltier zu übernehmen3. Bisherige für die Übernahme genutzte Tiere beinhalteten unter anderem verschiedene Hunde, Katzen, Nagetiere, Huftiere, Raben, Papageien, Tauben, Ziegen, Schafe, eine Seekuh, ein Braunbär, ein Sibirischer Tiger, ein Schimpanse und SCP-███-DE, welches durch die Wirkung von SCP-262-DE später terminiert wurde.

Das Tier, welches es übernimmt, stirbt augenblicklich an einem Erlöschen sämtlicher Hirnaktivitäten, die anschließend von SCP-262-DE übernommen werden. Jedoch zeigt sich, dass es Probleme bei der Kontrolle dieser hat, wenn es sich um eine bisher unbekannte oder in der Vergangenheit weniger genutzte Tierart handelt. Meist scheitert es an den komplexen Fortbewegungsmechanismen, etwa springen, klettern, rennen oder fliegen, sowie den richtigen arttypischen Verhaltensweisen und Fähigkeiten, die es nur beschränkt nutzen kann. Dies kann auch ähnlich aufgebaute Tierarten betreffen. Es ist zum Beispiel in der Lage, mit dem Körper einer Straßentaube kurze Strecken zu fliegen, scheitert jedoch daran, wenn es kurz darauf in den Körper einer Lachmöwe4 wechselt. Ähnliches ist zu beobachten, wenn es vom Körper eines Dobermannes, in den eines Chihuahuas wechselt, obwohl es sich beiden um Haushunde handelt und somit ähnliche Verhaltensweisen haben.

Tierkörper, die von SCP-262-DE befallen sind, benötigen weder Nahrung, noch Wasser oder Schlaf, zeigen jedoch starke Verfallserscheinungen, da SCP-262-DE sich von den Energien des Wirtstieres ernährt und so den Verwesungsvorgang beschleunigt. Die Dauer des Verwesungsprozess unterscheidet sich je nach Größe des Tieres. Experimente ergaben z.B., dass eine Hausmaus innerhalb von einem Tag vollkommen zersetzt ist, während es bei einem ausgewachsenen Lama bis zu zwei Wochen dauern kann.

SCP-262-DE ist in der Lage, von einem Wirtstier zum anderen zu wechseln, falls das bisherige Wirtstier nicht den Wünschen von SCP-262-DE entspricht, zu sehr verwesen ist oder irgendwie stark beschädigt wurde, jedoch kommt es bei einem Wechsel zu einer spontanen Explosion des bisherigen Wirtstieres. Proben der Überreste zeigen keine anomale Effekte oder sonstige Unterschiede zu gewöhnlichen zerfetzten Kadavern. Laut SCP-262-DE ist dies eine Folge des enormen Energieaufwandes, den SCP-262-DE dafür bereiten muss und die spontane Energieentladung beim Körperwechsel.

Sollte der Körper vor einem Wechsel unbrauchbar oder ganz zerstört werden, etwa durch den Einsatz von Waffengewalt, Flammen oder eine Explosion, wird SCP-262-DE augenblicklich ein neues Wirtstier in der Nähe befallen. Die bisher längste Distanz zwischen dem zerstörtem und dem neuen Wirtskörper betrug 200 km, jedoch bevorzugt es, ein näheres Ziel anzuvisieren, da es angibt, dass es ihn enorm verausgabt, weite Ziele zu suchen, was dazu führt, dass es das aktuelle Wirtstier schneller aufbraucht.

SCP-262-DE ist in der Lage, mit einer weiblichen, menschlichen Sprache zu kommunizieren, solange das aktuelle Wirtstier eine Zunge sowie Lautorgane besitzt, selbst wenn es eigentlich nicht in der Lage wäre zu sprechen. Im Gegensatz dazu kann SCP-262-DE nicht mit Tieren kommunizieren, selbst wenn es sich um dieselbe Art handelt, die SCP-262-DE in Besitz genommen hat.

Das Subjekt bezeichnet sich selbst als Anna Malia, eine 17-jährige "Neo-Druidin in der Ausbildung" beim "Zirkel der Neo-Druiden". Nachforschungen ergaben, dass es sich bei diesen Zirkel um eine kleine, verschworene Gruppierung von Teenagern und jungen Studenten handelt, welches eine radikale Tierschutz-Politik verfolgt und versucht, diese mit pseudo-okkulten Mitteln zu erreichen. Ziel der Gruppierung ist es, mittels angeblicher Naturritualen Verbindungen mit der Natur aufzunehmen und die Zerstörung dieser durch die Menschheit aufzuhalten. Diese Rituale beinhalten unter anderem die Verwendung von angeblichen mystischen Relikten, die Verwendung von "magischen" Steinen, Gesängen und Formeln, diversen Pflanzen und Pilzen5 und sexuelle Handlungen. Jedoch gab es zum Zeitpunkt des Berichtes keine offiziellen Erfolge dieser Gruppierung und bisherige festgestellte Rituale und Relikte basieren auf rein pseudo-okkulten Fakten ohne wirklichen Hintergrund. Es wird daher angenommen, dass die, wahrscheinlich zufällige6, Erschaffung von SCP-262-DE die erste "erfolgreiche" anomale Aktivität der Gruppierung ist, die das Interesse der Foundation auf diese weckte. Bisher konnte nicht nachgewiesen werden, ob andere thaumarturgische Gruppierungen in Verbindung zu dieser stehen.

SCP-262-DE zeigt sich für gewöhnlich friedfertig und kooperativ, neigt jedoch zu impulsiven und spontanen Verhaltensweisen. Es bedauert sehr den Schaden, den es an seinen Wirtstieren anrichtet, meinte jedoch auch, dass es dies tun muss, um selbst weiterexistieren zu können. Es selbst ist nicht in der Lage, in Menschen einzudringen, jedoch kann es, sollte es das Wirtstier selbst kontrollieren, dessen Körper und Fähigkeit nutzten, um Menschen anzugreifen, zu verletzen und sie in seltenen Fällen auch zu töten. Des weiteren können Menschen in der unmittelbaren Nähe von explodierenden Tieren selbst zu Schaden kommen, jedoch wendet SCP-262-DE dies nur in äußersten Notfällen an, wenn es sich bedroht fühlt oder der aktuelle Wirtskörper zu stark beschädigt ist.

SCP-262-DE wird, solange es im Besitz eines Wirtstieres ist, jedes Tier, welches es in Gefahr sieht, beschützen, selbst wenn es die Zerstörung des aktuellen Wirtstieres oder den Angriff auf Menschen bedeuten würde. Im Gegenteil dazu reagieren Tiere äußerst beunruhigt auf die direkte Nähe zu SCP-262-DEs Wirtstieren und versuchen, diesem zu entkommen, trotz der teilweise verzweifelten Versuche von SCP-262-DE, mit diesen Freundschaft zu schließen.

Entdeckung: SCP-262-DE erregte am 20.10.2017 die Aufmerksamkeit der Foundation, als es im Streichelzoo des ████████-Tierparks in ██████, Brandenburg, Meldungen von plötzlich sprechenden Tieren gab, die spontan explodierten und so für eine Massenpanik unter den Zivilisten sorgte. Eine in der Nähe befindliche MTF konnte das Gelände absperren und SCP-262-DE aufspüren, nachdem es die Kontrolle über ein Alpaka übernommen hatte und sich diesen stellte, um einen Schusswechsel zu verhindern, was den Tod des Wirtskörpers zu Folge gehabt hätte. SCP-262-DE wurde daraufhin zum aktuellen Standort transportiert und den anwesenden Zoo Besuchern und Mitarbeitern Amnesika der Klasse B verabreicht. Das Ereignis wurde später als den Angriff eines psychopathischen Tierhassers getarnt.

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