SCP-244-DE

scp-heritage-v3.png
Bewertung: +3+x
Bewertung: +3+x

Objekt-Nr.: SCP-244-DE

Klassifizierung: Da'aS Elyon1

Sicherheitsmaßnahmen: SCP-244-DE als solches muss bzw. kann nicht eingedämmt werden. Instanzen von SCP-244-DE-K werden in aufrechter Position mithilfe von Kerzenständern oder ähnlichen Methoden auf einer erhobenen Plattform, wie einem Tisch, innerhalb einer Eindämmungszelle platziert. Der Zugang zu diesem Bereich ist nur Mitarbeitern erlaubt, die aktiv an der Wirkungsweise dieser Instanzen forschen.

Der Bereich um K-Instanzen hat feuerfest zu sein und darf außer der Anomalie selbst und ihrer Halterung keine weiteren Gegenstände beherbergen. Der Bereich über dem Aufbewahrungsort muss mindestens für 50 cm frei von jeder Obstruktion sein. Ein handelsüblicher Tisch aus feuerfestem Material in einem Raum mit 2,5 m hohen Decken und restriktivem Zugang ist ein idealer Aufbewahrungsort.

Das Kerzen-Protokoll muss unter Verschluss gehalten werden. Die Erzeugung neuer Instanzen von SCP-244-DE-K unterliegt der Sicherheitsstufe 244-DE/3 und darf nur von speziell unterrichtetem Personal durchgeführt werden, wobei die entsprechende Person, deren Geburtstag als Grundlage dient, nicht in die Experimente eingeweiht sein muss. Der Ablauf und das Einhalten des Protokolls wird durch eingewiesene und freigegebene Personen aber erleichtert.

Aufgrund der nicht eindämmbaren Natur der Anomalie ist es notwendig, diese Sicherheitsvorschriften sowie den Inhalt des Kerzenprotokolls mit anderen Ablegern der Foundation zu teilen.

Beschreibung: SCP-244-DE beschreibt einen anomalen Effekt, der an einem präzise definierten Geburtstag auftauchen kann. Unter spezifischen Vorgaben ist die Erzeugung dieses Effektes bisher immer geglückt. Hierbei handelt es sich um die Umformung von Gegenständen in anomale Instanzen, die bisher bei jeder erfolgreichen Durchführung des Kerzen-Protokolls stets die gleichen Eigenschaften erhalten haben. Im Einzelnen handelt es sich hierbei um eine der Kerzen der Torte, die nach korrekter Vorbereitung am Tag des Geburtstages nach dem Entzünden nur noch sehr schwer zu löschen ist und scheinbar endlos brennt. In Ausnahmefällen können auch zwei anomale Instanzen der Kerzen erzeugt werden, die im Folgenden als SCP-244-DE-K bezeichnet werden.

Instanzen von SCP-244-DE-K können auf die meisten herkömmlichen Wege nicht gelöscht werden. Die Reduzierung der Umgebungstemperatur hat keinen Effekt, die Flamme behält ihre normale Temperatur von rund 600 °C bei. Ebenso zeigt das Entfernen des Sauerstoffs aus der Atmosphäre oder das Untertauchen in Wasser keine Veränderung. Wird SCP-244-DE-K unter Wasser getaucht, scheint sich eine schützende Hülle um die Flamme zu legen, die den direkten Kontakt mit dem Medium verhindert. Dies ist durch Schlieren und Verzerrungen der Optik erkennbar. Es konnte noch nicht ermittelt werden, woraus diese Hülle besteht oder wie sie sich formen kann, doch es wird angenommen, dass sie zu jeder Zeit vorhanden ist und sich nicht erst bildet, wenn die Flamme mit Wasser in Berührung kommt. Ein praktisch unsichtbarer Schutz erklärt auch, warum die Kerze auch in ungünstigen Atmosphären nicht erlischt.

In weiteren Experimenten wurde der Docht einer K-Instanz abgeschnitten, was jedoch nicht zum gewünschten Effekt führt, da die Flamme auch ohne diesen fortbesteht und rein optisch betrachtet ohne weiteren Abstand auf der Kerze verweilt. Der abgetrennte Docht brennt, genau wie jeder andere Gegenstand, der mit der Flamme in Berührung kommt, auf eine normale, physikalisch nachvollziehbare Weise und erhält nicht die anomalen Eigenschaften von SCP-244-DE-K.

Ein Zerdrücken der Kerze mit einer Kraft von mindestens 2 kN reicht jedoch aus, um die Instanz so deutlich zu verformen, dass das Feuer erlischt. In diesem Experiment werden der Docht und das Wachs zu stark komprimiert, als dass die Überreste noch korrekt identifizierbar wären, was scheinbar ausreicht, um die Flamme zu ersticken, da sie laut Aussagen des zugeteilten Personals "keinen Anhaltspunkt mehr hat". Entsprechend diesem Verhalten ist ein Zerbrechen der Kerze nicht von Relevanz für das Fortbestehen der Flamme. Staubexplosionen verhalten sich physikalisch nachvollziehbar und unterliegen keinerlei anomaler Effekte. Zum aktuellen Zeitpunkt befinden sich vier (4) Instanzen von SCP-244-DE-K unter Verschluss.




Entdeckung: Am 11. März 1963 wurde unwissentlich in Standort-DE19 die erste bekannte Instanz von SCP-244-DE-K erzeugt. Archivierte Videoaufnahmen der Sicherheitskameras zeigen, wie die Anwesenden von einem Scherz ausgehen, als die mittlere Kerze auf der Torte scheinbar nicht gelöscht werden kann. Die Feierlichkeiten schreiten voran, bis erneut mehr Aufmerksamkeit auf die Kerze gezogen wird, da sie scheinbar nicht abbrennt und ihre originale Länge beibehält. Nach energischeren Versuchen, die Flamme zu löschen, wird der übrige Rest der Torte zusammen mit der noch im Brand befindlichen Kerze von standortinternen Agenten sicher verwahrt und ersten Untersuchungen unterzogen.

Die Anomalie der K-Instanz selbst wurde schnell definiert, doch der Ursprungsort, sowie das komplette Kerzenprotokoll ist das Ergebnis langjähriger Versuche. Mitarbeiterin Kristina Poschmann (zu diesem Zeitpunkt 31 Jahre alt) wurde, genau wie alles restliche Personal, das an besagtem Geburtstag anwesend war, zu jedem ihrer zukünftigen Geburtstage streng überwacht und jegliches Verhalten aufgezeichnet. Schließlich schwang der Fokus zu der Torte selbst, den Vorbereitungen dieser und dem Zusammenhang zum Geburtstag von Frau Poschmann.

Am 03.12.1999 beendete Frau Poschmann im Alter von 67 Jahren ihr Arbeitsverhältnis bei der Foundation. Nach anschließender Amnesizierung wurde sie in die Rente entlassen und steht seitdem jährlich zumindest für eine Woche vor und während ihres Geburtstages unter Beobachtung durch Foundationagenten, um eine unbeabsichtigte Erzeugung von K-Instanzen zu verhindern. Bisher war kein direktes Eingreifen nötig.

Dr. Uwe Hopp, Spezialist im Fachbereich der Chronologie, der nach dem Rentenantritt von Frau Poschmann an SCP-244-DE-K forschte, kam am 23.02.2003 zu dem Schluss, dass der entsprechende Geburtstag ein durchaus seltenes Ereignis war und zog diverse Schlüsse zu Schaltjahren, die zur Erstellung des Dokumentes 244-SJ.1 sorgte. Über die folgenden Jahre wurden diese Informationen verfeinert und zusammengetragen, bis die heutige dritte Version erstellt wurde.

Sofern nicht anders angegeben, steht der Inhalt dieser Seite unter Lizenz Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 License