SCP-232-DE

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Objekt-Nr.: SCP-232-DE

Klassifizierung: Euclid Neutralisiert

Sicherheitsmaßnahmen:

Aktualisierte Sicherheitsmaßnahmen seit 28.10.2022

SCP-232-DE ist in einer gekühlten Sicherheitskammer am Standort-DE19 aufzubewahren. Bis auf wöchentliche Untersuchungen, um eventuelle Veränderungen festzustellen, sind keine weiteren Sicherheitsmaßnahmen notwendig. Versuche, SCP-232-DE zu öffnen, um SCP-232-DE-A oder SCP-232-DE-B zu entfernen, sind untersagt.

Beschreibung: Bei SCP-232-DE handelt es sich um die Überreste einer Raumflugkapsel, die in den 50er Jahren in der ehemaligen Sowjetunion hergestellt wurde und am 24. Dezember 2020 in der Nähe von Leipzig abgestürzt war. Der kegelförmige Körper hat eine Länge von 4,30 m, einen Durchmesser von 1,93 m und hat ein Gesamtgewicht von fast 1500 kg.

Der Großteil der Außenhülle von SCP-232-DE ist durch die Einwirkungen im Weltall und den Einschlag in die Erdatmosphäre fast bis zur Unkenntlichkeit beschädigt. Das Innere1 zeigt keinerlei Beschädigungen. Chemische und physische Untersuchungen ergaben keine anomalen Materialien oder Eigenschaften der Außenhülle, welche aus den Materialien gängiger Raumkapseln für ähnliche Projekte aus dieser Zeitepoche besteht.

Im Inneren der Kapsel befindet sich der mumifizierte Körper eines erwachsenen, männlichen Schimpansen2, der als SCP-232-DE-A klassifiziert ist.

SCP-232-DE-A wurde im Inneren der Kapsel mittels Gurten und Halterungen fixiert und mit diversen Kabeln, Messgeräten und anderen Bestandteilen angeschlossen. Eine genauere Untersuchung des Inneren sowie SCP-232-DE-A ist nicht möglich, da sich sämtliche Öffnungen von SCP-232-DE mit aktuellen Mitteln nicht öffnen lassen.

Der anomale Effekt von SCP-232-DE tritt ein, sobald ein Subjekt einen Blick ins Innere von SCP-232-DE und auf SCP-232-DE-A wirft. Nach einem anfänglichen Angst- oder Ekelgefühl wird das Subjekt Schuldgefühle gegenüber dem Objekt entwickeln, welche sich in emotionalem Stress, Traurigkeit, Wut und/oder innerer Verzweiflung äußern. Testsubjekte gaben an, dass sie fühlen können, was SCP-232-DE-A während der Zeit in der Raumkapsel empfunden hätte. Dies beinhaltet u.a. Kälte, Einsamkeit, Angst, Hunger, Durst, Verzweiflung und Wut. Dabei wird das Subjekt immer wieder betonen, dass das Objekt angeblich vergessen wurde. Das Subjekt wird steigend aggressiveres Verhalten zeigen und immer wieder betonen, dass die Anwesenden es angeblich vergessen hätten.

Tonaufnahmen werden in dieser Zeit Laute aufnehmen, die jedoch von dem Subjekt oder anderen anwesenden Personen nicht wahrgenommen werden können. Vergleiche ergaben, dass es sich bei den Lauten um Aggressionsschreie eines Schimpansen handelt.

Sobald diese Geräusche ertönen, erleidet das Subjekt starke Verletzungen in Form von größeren Fleischwunden, multiple Frakturen und das Abreißen von Extremitäten, die anscheinend von einer nicht sichtbaren Kraft ausgeführt werden. Das angegriffene Subjekt reagiert panisch, wird aber weiterhin schreien, dass „es vergessen wurde“. Die Angriffe gehen noch bis zu 5 Minuten nach dem eingetroffenen Tod des Subjektes weiter oder bis dieses aus dem Wirkungsbereich des Objektes entfernt wird.

Untersuchungen der verursachten Verletzungen zeigten typische Spuren eines Schimpansen-Angriffs, inklusive Biss- und Schlagspuren. Subjekte, die vor dem Tod gerettet wurden, zeigten selbst Monate nach dem Zwischenfall noch starke Anzeichen von Schuldgefühlen dem Objekt gegenüber, die jedoch mit Amnesika behandelt werden können.

Der sekundäre Effekt von SCP-232-DE setzt bei Personen ein, die längerfristig im Umfeld des Objekts tätig sind3 und irgendwann in ihrem Leben ein Haustier besessen haben, das ihnen viel bedeutet hatte4. Die Subjekte träumen in unregelmäßigen Abständen von ihrem ehemaligen Haustier, welches statt SCP-232-DE-A in SCP-232-DE befestigt und ins Weltall befördert wird. Sie berichten, dass sie die Angst, die Kälte, den Schmerz und die Atemnot des Haustieres spüren konnten, als wären sie ihre eigenen Empfindungen, wobei sie immer nur die Worte „Du hast mich vergessen!“ hörten. Sie zeigten nach solchen Träumen extreme Schuldgefühle und leiden dadurch unter starker psychischer Belastung und längerfristig unter starken Angststörungen. Diese können nach der Entfernung aus dem Umfeld von SCP-232-DE sowie anschließender umfassender psychologischer Behandlung kuriert werden.

Entdeckung: Ein Überwachungssatellit der Foundation nahm am 20.12.2020 ein gebrochenes Übertragungssignal aus einer unbekannten Quelle wahr. Die Analyse dieses Signals ergab die Worte „IHR HABT MICH VERGESSEN!“ sowie die typischen Laute eines Schimpansen. Die Quelle des Signals wurde zurückverfolgt und führte zur Entdeckung von SCP-232-DE, welcher sich auf Kollisionskurs mit der Erde befand. Forscher konnten den voraussichtlichen Einschlagsort und -zeitpunkt von SCP-232-DE berechnen, welcher sich am 24.12.2020 in der Nähe von ████████, östlich von Leipzig, ereignen würde.

Nahe gelegene MTFs wurden ausgesandt, um das Subjekt nach dem Einschlag sicher zu stellen. Am 24.12.2020 um 01:33 Uhr schlug das Objekt bei den berechneten Koordinaten ein und konnte später sichergestellt werden. Die Explosion wurde als Sprengung einer Weltkriegsbombe getarnt. Da der Einschlagsort selbst einige Kilometer von der nächsten menschlichen Siedlung entfernt lag kann die Beobachtung von Zivilpersonen ausgeschlossen werden.

Am 25.12.2020 gab es eine Meldung von besorgten Mitarbeitern des Leipziger Zoos, die ein anomales Verhalten bei den Schimpansen und Bonobos festgestellt hatten, als SCP-232-DE vor seinem Einschlag über diesen vorbeigezogen war. Aufnahmen der Gehege, die am 24.12.2020 um 01:16 Uhr gemacht wurden, zeigten, wie die Tiere sich plötzlich auf ihre Hinterbeine aufrichteten und gemeinsam „Ihr habt mich vergessen!“ schrien, während sie wild mit Händen und Gegenständen um sich schlugen. Dies hielt bis 01:32 Uhr an, ehe die Tiere anschließend bewusstlos zusammenbrachen. Am nächsten Morgen wachten die Tiere wie gewöhnlich auf und zeigten keinerlei anomales Verhalten. Da es in der Nacht zur Weihnachtszeit passierte und zu dem Zeitpunkt der Zoo aufgrund der derzeitigen SARS-CoV-2-Maßnahmen ohnehin geschlossen war, gab es, bis auf das zum Zeitpunkt anwesende Personal, keine Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Die Aufnahmen wurden von Agenten beschlagnahmt und das Personal wurde mit Amnesika behandelt.

Spätere Untersuchungen und Nachforschungen ergaben, dass es sich bei SCP-232-DE um ein inoffizielles Forschungsobjekt der damaligen sowjetischen Regierung handelte. Das Projekt diente dazu, die Auswirkungen des Weltalls auf höher entwickelte Organismen zu erforschen und den USA im Wettlauf ins Weltall voraus zu sein. Der Plan war es, die Raumkapsel mit einem Schimpansen zu bemannen, diese zur Erdumlaufbahn zu schicken, zwei Tage die Erde umkreisen zu lassen und anschließend für weitere Untersuchungen sicher landen zu lassen. Laut der vorliegenden Akten gab es jedoch kurz nach dem Start technische Probleme, die dazu führten, dass die Verbindung zusammenbrach und die Raumkapsel mit dem Schimpansen unkontrolliert ins Weltall flog. Sämtliche Versuche, die Raumkapsel zurück zur Erde zu führen, scheiterten.

Die Mission wurde abgebrochen und fast alle Unterlagen wurden vernichtet oder manipuliert, um das Scheitern zu vertuschen. Verantwortliche und Mitarbeiter konnten nicht mehr ermittelt werden. Der einzige nachvollziehbare Hinweis bezog sich auf den ehemaligen Besitzer des Schimpansen, Gregor Malewski, Direktor eines kleinen Wanderzirkus, der von kleineren Auftritten in der DDR lebte und dem Schimpansen den Namen Bubi gegeben hatte.

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