SCP-217-DE

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Bewertung: +4+x
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Objekt-Nr.: SCP-217-DE

Klassifizierung: Sicher

Sicherheitsmaßnahmen: Außerhalb von Tests ist SCP-217-DE in einem Standard-Sicherheitsschrank aufzubewahren. Zugriff ist nur Personal der Stufe 3 oder höher gestattet.

Instanzen von SCP-217-DE-A sind, um Verwechslungen zu vermeiden, immer innerhalb von SCP-217-DE aufzubewahren. Die Entnahme von diesen außerhalb von Tests ist nicht gestattet. Tests bedürfen neben der Zustimmung des leitenden Forschers auch einer zusätzlichen Zustimmung des Ethikkomitees.

Entstandene SCP-217-DE-B-Instanzen sind, je nach Dauer des aktiven Zustandes von derselben, in einem Zeitraum zwischen 30 Minuten und drei Tagen zu überwachen. Subjekte, die aus SCP-217-DE-B austreten, sind umgehend sicher zu stellen, zu behandeln und, wenn möglich, auszufragen und mit Amnesika zu behandeln.

Beschreibung: Bei SCP-217-DE handelt es sich um einen 20 cm großen Plüsch-Panda mit bunten statt schwarzen Flecken1, einer pinken Schleife am linken Ohr und einem großen Reißverschluss am Rücken. Bei Berührungen fühlt es sich wie ein normales Stofftier an, doch wird der Reißverschluss geöffnet, befindet sich dahinter eine Kleine Taschendimension, die größer ist als es SCP-217-DE vermuten lässt, in der sich 30 verschieden farbige Wachsmalstifte2 befinden, die von außen nicht ertastet werden können. Instanzen von SCP-217-A zeigen, bis auf zusätzliche Glitzereffekte, keine anormalen Merkmale und können wie gewöhnliche Wachsmalstifte verwendet werden. Wird eine SCP-217-DE-A-Instanz aufgebraucht oder wird anderweitig beschädigt oder sogar zerstört, löst sie sich auf und erscheint vollständig wieder in der Rückentasche von SCP-217-DE.

Der besondere Effekt von SCP-217-DE tritt ein, wenn es von einem weiblichen Kind im Alter von 4 bis 14 Jahren angenommen wurde. Unabhängig von bisherigen Erfahrungen, Vorlieben und sprachlichen Kenntnissen wird das Subjekt SCP-217-DE immer als „Prinzessin Farbenpracht“ bezeichnen und behaupten, dass es mit ihr spricht, auch wenn dies weder anderen Personen noch von irgendwelchen Aufnahmegeräten bestätigt werden konnte. Das Subjekt wird SCP-217-DE überall hin mit sich führen, mit ihm sprechen und spielen wie mit einem lebenden Wesen, auch wenn dieses keine Anzeichen von Leben zeigt und sich wie ein gewöhnliches Stofftier verhält.

Nachdem SCP-217-DE genug Vertrauen zum Subjekt aufgebaut hat, wird dieses seinen Reißverschluss öffnen und eine SCP-217-DE-A-Instanz entnehmen, um im Anschluss damit einen großen geschlossenen Kreis auf eine größere flache Oberfläche, meist eine feste Wand oder den Boden, zu malen. Dieser Kreis wird anfangen, stark in der Farbe von der ausgesuchten SCP-217-DE-A-Instanz zu leuchten, ehe sich eine Art Portal öffnet. Dieses Portal wird als SCP-217-DE-B bezeichnet. Sobald SCP-217-DE-B erscheint, ändern sich die Farbflecken von SCP-217-DE zu dessen Farbe.

SCP-217-DE-B ist so konzipiert, dass nur das Subjekt und SCP-217-DE durch dieses hindurchkriechen können. Andere Objekte und Subjekte, die sich durch dieses bewegen wollen, scheitern und Aufnahmegeräte, die vor dem Durchgang an SCP-217-DE oder das Subjekt angebracht wurden, verlieren kurz nach dem Passieren des Portals ihre Funktion. Personen außer dem betroffenen Subjekt sehen nur ein grelles Leuchtfunkeln und -glitzern, welches der Farbe der ausgesuchten SCP-217-DE-A-Instanz entspricht. Betroffene Subjekte, die zurück aus SCP-217-DE-B gekommen sind, gaben an, dass sie auf der anderen Seite die Realität sehen, die sie kurz danach betreten haben.

Nachdem das Subjekt mit SCP-217-DE durch SCP-217-DE-B geschritten ist, verschwindet SCP-217-DE-B für eine unbestimmbare Zeit3. Forscher nehmen an, dass die Dauer abhängig von der Wahl der Farbe sowie der psychischen, geistigen und körperlichen Verfassung des Subjektes ist, was jedoch noch nicht bestätigt werden konnte.

Nach dem Ende dieser Zeitphase öffnet sich SCP-217-DE-B erneut und SCP-217-DE erscheint meist in Begleitung des Subjektes wieder in unsere Realität. Subjekte sind zwar nach der Rückkehr noch körperlich in dem Alter, indem sie in SCP-217-DE-B eingetreten sind, zeigen aber oft körperliche, psychische und mentale anomale Veränderungen. Psychologische Untersuchungen ergaben zusätzlich, dass betroffene Subjekte sowohl mental als auch psychisch älter bzw. reifer geworden sind, selbst wenn dies rein körperlich nicht festzustellen ist.

Betroffene Subjekte, die in der Lage waren, von den Ereignissen zu berichten4, gaben an, dass sie an verschiedenen, "magischen" Orte gelandet waren und dass SCP-217-DE lebendig wurde, nachdem es durch SCP-217-DE-B geschritten war. SCP-217-DE soll dann die Subjekte dazu animiert haben, verschiedene "magische" Abenteuer in der jeweiligen Realität mit ihm zu erleben, wobei es die Subjekte aktiv daran hindern wollte, zurück in unsere Realität zu wollen und sich zunächst weigerte, sie zurückzubringen. Die Zeit innerhalb dieser erschaffenen Realitäten verläuft wesentlich schneller, so dass Monate und Jahre in deren Realität nur wenige Minuten oder Stunden in unserer entsprechen. Körperlich sind sie jedoch nicht mehr in der Lage zu altern, selbst wenn sie von SCP-217-DE getrennt werden. Die normalen geistigen und mentalen Alterungsprozesse gehen jedoch weiter. Die meisten dieser Subjekte leiden danach oft an psychischen Schäden, da sie nie mehr in der Lage sein werden, einen normalen erwachsenen Körper zu bekommen, der ihrem geistigen Zustand entspricht und quasi im Körper eines Kindes bzw. Jugendlichen gefangen sind.

Entdeckung: SCP-217-DE wurde am 12.05.2018 in Marburg entdeckt, als die angeblich siebenjährige Carolin Hässe in die kinderpsychologische Praxis von Dr. Maljewski gebracht wurde, der verdeckt für die Foundation tätig ist. Die Eltern gaben an, dass ihre Tochter vor etwa zwei Monaten für drei Tage verschwunden war und dann plötzlich wieder in ihrem Zimmer aufgetaucht war. Sie verhielt sich plötzlich ganz anders, erzählte ihnen „komische Sachen“ und behauptete ihnen gegenüber, 38 Jahre alt zu sein. Die erleichterten und gleichzeitig völlig verwirrten Eltern erlitten einen Schock, der Mutter musste zusätzlich ein starkes Beruhigungsmittel verabreicht werden. Die Befragung durch die Polizei zum Wiederauftauchen seiner Tochter übernahm der Vater alleine. Die Vermisstenakte des Kindes wurde geschlossen.

Psychologische Untersuchungen des Mädchens bestätigten später das von ihr angegebene geistige Alter. Im Gespräch gab sie an, dass der „verdammte Panda“ daran schuld sei, der sie in diese Realität geführt hatte, wo es sie zwang, jahrelang Abenteuer mit ihm zu erleben. Dr. Maljewski vermutete die Möglichkeit für eine Anomalie und schickte das Objekt zur Untersuchung an einen in der Nähe befindlichen Standort der Foundation. Untersuchungen bestätigten daraufhin den Verdacht. Carolin Hässe befindet sich zurzeit in einer von der Foundation geleiteten Nervenheilanstalt unter dem Vorwand einer langwierigen psychologischen Behandlung.

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