SCP-211-DE

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Bewertung: +3+x
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Objekt-Nr.: SCP-211-DE

Klassifizierung: Euclid

Sicherheitsmaßnahmen: Da es unmöglich ist, SCP-211-DE vom aktuellen Standort zu entfernen, ist das Objekt an seinem ursprünglichen Fundort zu bewahren. Alle benachbarten Gartenparzellen in einem Umkreis von 2 km um SCP-211-DE herum wurden zur Bewahrung der Geheimhaltung von Schmidt, Carlson & Partner1 aufgekauft und dienen als getarnte Außenposten der Foundation, die sowohl zu Forschungszwecken von SCP-211-DE und allen daraus entnommenen Proben als auch für Erholungszwecke genutzt werden können. Diese werden vom Personal der Foundation betreut, die sich als Besitzer der jeweiligen Gartenparzellen ausgeben.

Es darf keine Art von elektrischen Geräten in SCP-211-DE eingeführt werden. Sämtliche Aufnahmegeräte müssen außerhalb von SCP-211-DE-2 angebracht und zum jeweiligen Bereich gerichtet sein.

SCP-211-DE bedarf, bis auf regelmäßige Kontrollen und gelegentliche von der Standortleitung genehmigter Versuche, keiner weiteren Wartung. Sämtliche Pflanzen, Tiere und Pilze, die aus SCP-211-DE herauskommen, müssen eingesammelt, untersucht und gegebenenfalls eingeäschert werden.

Es wird derzeit geprüft, ob eine Nutzung von SCP-211-DE zur Erholung von älterem Personal genutzt werden kann, solange es nicht zu Schaden von SCP-211-DEs Instanzen kommt. In SCP-211-DE wachsendes Obst und Gemüse kann mit Genehmigung des leitenden Forschers entnommen und konsumiert werden, solange es vorher strengen Tests durchgezogen wurde.

Beschreibung: SCP-211-DE ist eine unbesetzte Schrebergartenparzelle in der Gartenkolonie ██████ in Berlin-██████ mit einer Fläche von etwa 300 m², in der sich eine Gartenlaube mit einer Fläche von 20 m² befindet, bezeichnet als SCP-211-DE-1.

Auf dem Grundstück von SCP-211-DE wachsen ein großer Kirschbaum, drei kleine Apfelbäume und ein kleiner Pflaumenbaum. Es gibt verschiedene Beete, mit einer großen Auswahl an Nutz- und Zierpflanzen, sowie kleine Beerensträucher, verschiedene Kräuterstauden und Rosenbüsche.

Proben von essbaren Pflanzen ergaben keine anomalen Effekte und Testpersonen, die diese probiert hatten, empfanden diese als äußerst schmackhaft und fühlten sich nach dem Konsum vitaler. An den Bäumen sind zusätzliche Vogel- und Insektenhäuser angebracht worden, die anscheinend mit den Bäumen verwachsen sind und daher für Untersuchungen nicht entnommen werden können.

Bei SCP-211-DE-1 handelt es sich um eine Gartenlaube aus weiß übermaltem Mauergestein, die dicht mit selbstkletternder Jungfernrebe (Parthenocissus quinquefolia) überwachsen ist. Die Tür zum Inneren ist fest verschlossen und Versuche, sie gewaltsam aufzubrechen, scheiterten bisher2. Die Fenster sind durch Fensterladen von innen geschlossen und von der Pflanze so stark überwuchert, dass weder ein Einblick noch ein Eintritt durch die Fenster möglich ist.

SCP-211-DE-2 ist ein von Gewöhnlichem Linguster (Lingustrum vulgare) dicht überwachsener Drahtzaun, der SCP-211-DE umringt. Dieser hat eine Höhe von 170 cm und eine Dichte von ca. 30 cm. Der Eintritt in SCP-211-DE erfolgt allein durch die grün gestrichene Eingangspforte im vorderen Bereich von SCP-211-DE-2 in der Zeit zwischen Anfang März und Ende Oktober. In der Zeit zwischen November und Februar verschwindet die Pforte unter der schnell wachsenden Hecke von SCP 211-DE-2 und verhindert so ein Eintreten. Anfang März stirbt der Teil dieser Hecke ab und ermöglicht wieder den Zutritt auf SCP-211-DE durch die Eingangspforte.

Trotz des Fehlens von menschlichem Einfluss ist SCP-211-DE stets in einem gesunden und gut gepflegten Zustand und scheint von selbst die nötigen Gartenarbeiten zu erledigen. Die Beete sind im Frühjahr fertig angelegt, Bäume, Hecken und der Rasen sind ausreichend gekürzt, abgestorbene oder abgetrennte Pflanzenteile materialisieren sich automatisch auf dem Komposthaufen und die Bewässerung der Pflanzen erfolgt auch ohne Einschreiten von Menschen. Wie SCP-211-DE das bewerkstelligt, ist zurzeit unbekannt.

Personen, die SCP-211-DE ohne Absicht auf Beschädigungen oder Veränderungen betreten, empfinden ein Gefühl der inneren Ruhe und Verbundenheit zur örtlichen Natur. Dieses Gefühl tritt verstärkt bei Personen im Alter ab 50 Jahren auf, die sich innerhalb von SCP-211-DE befinden und eine tiefe Entspannung und Naturverbundenheit äußern.

Versuche, die dazu dienen, SCP-211-DE auf irgendeine Weise zu schädigen, zu verändern oder anderweitig negativ einzugreifen, führen zu verschiedenen starken anomalen Abwehrreaktionen durch Pflanzen, Tiere oder Pilze innerhalb von SCP-211-DE, die von lästig, störend bis hin zu tödlich reichen können.

Zusätzlich hat SCP-211-DE einen schädlichen Effekt auf sämtliche elektronischen Geräte, die in das Gebiet gebracht werden. Kommunikationsgeräte, wie Mobilfunktelefone oder Computer, erhalten keinen Empfang und entladen sich vollständig innerhalb weniger Sekunden, wobei die Akkus unbrauchbar werden. Andere elektrische Geräte, etwa elektrische Rasenmäher, erleiden irreparable Schäden der Elektronik und Messgeräte verschiedenster Ausführungen können vollkommen überlastet werden.

Entdeckung: SCP-211-DE gelangte in die Aufmerksamkeit der Foundation, als in der örtlichen Kleingartenverwaltung Beschwerden von dem Neumieter von SCP-211-DE eingingen, der sich über seltsame Tierangriffe und anomale Pflanzenbewegungen beschwerte. Zwei Agenten, die Mitglieder der Gartenkolonie sind, begaben sich zu der besagten Gartenparzelle und konnten die anomalen Aktivitäten bestätigen. Die umliegenden Gartenparzellen wurden nach der Meldung der Agenten von der Tarnfirma aufgekauft und an Mitarbeiter der Foundation vermietet.

Nachforschungen ergaben, dass die Gartenparzelle bis zur Neuvermietung von Herrn Manfred Gerhart gemietet wurde, einem Rentner, der die Gartenlaube seit fast 50 Jahre genutzt haben soll. Ehemalige Nachbarn beschrieben ihn als äußerst freundlich, naturverbunden und hilfsbereit, jedoch auch sehr einzelgängerisch und verschlossen. Sie gaben an, dass Herr Gerhart seit seiner Rente vor etwa 27 Jahren jeden Tag, unabhängig von Wetter oder Jahreszeit, im Garten tätig war, ehe er vor drei Jahren verschwand und nicht mehr gesehen wurde. Da die Miete in dem Zeitraum immer noch bezahlt wurde und der Garten weiterhin gepflegt aussah, ging man nicht vom Tod des Mieters aus.

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