SCP-207-DE
Bewertung: +5+x

Objekt-Nr.: SCP-207-DE

Klassifizierung: Sicher-numen1

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SCP-207-DE in seiner Eindämmungszelle

Sicherheitsmaßnahmen: SCP-207-DE wird in einer 1 x 1 x 1,9 m großen, sterilen Eindämmungskammer in Sektor 3 des Standortes-DE21 eingedämmt. In dieser befindet sich ein 1,3 m hoher Tisch, damit SCP-207-DE für Experimente leicht zugänglich ist. Die Kammer ist über eine Sterilisierungsschleuse erreichbar. Interaktionen jeder Art mit SCP-207-DE sind nur in geprüften PAPBPC-Anzügen zu tätigen. Um es vor dem Austrocknen zu bewahren, ist es dreimal täglich in einem Intervall von acht Stunden mit von einem Priester geweihtem Wasser zu befeuchten. Es ist verboten, gewöhnliches Wasser für diesen Zweck zu gebrauchen, da SCP-207-DE bei diesem Prozess beschädigt werden könnte. SCP-207-DE ist wöchtenlich von einem internen Kardiologen auf Gewebeschäden und Krankheiten zu untersuchen. Sollte der Fall eines Schadens jeglicher Art eintreten, so sind nach Art. 21 Erhaltung anomaler Objekte mit Bezug auf heilige Lebewesen und/oder Artefakte sofortig Behandlungen und Hygienemaßnahmen nach Standardprotokoll durchzuführen. Sollte Zugriff auf das Objekt verlangt sein, so ist es nur von einer Person zu jedem Zeitpunkt zu beobachten. Bei Verlegung wird es in einer sterilen Box transportiert, welche seine Levitation unterstützt.

Beschreibung: Bei SCP-207-DE handelt es sich um ein scheinbar menschenähnliches, rotbraunes Herz. Auffällig an dessen anatomischer Struktur ist jedoch, dass alle Aderzugänge bzw. -ausgänge zu SCP-207-DE, wie die Aorta, Vena cava superior, Vena cava inferior (Obere und untere Hohlvene) und Truncus pulmonalis (Lungenarterie) fehlen und sich am Platz der Aorta eine strukturelle dritte Herzkammer auffinden lässt. Am seitlich hinteren Ende dieser Kammer befindet sich eine einzige große Ader, welche scheinbar als Arterie und Vene fungiert. Diese Ader wurde von Anatomen der Foundation unter dem Namen Arvena thoracicae distalis sanctus in das Handbuch für Anatomie und Physiologie (Himmlische Anomalien und Lebewesen)2 übernommen. Auf der dritten Kammer befindet sich zudem ein U-förmiger Stamm, welcher keine kapillare Verbindungen aufweist. Es wird vermutet, dass dieser Stamm als Befestigung für SCP-207-DE an SCP-207-DE-1s Brustkorb, dem Besitzer des Objekts, dienen soll.

Untersuchungen zufolge dient diese dritte Kammer als Sammelpunkt für bisher unbekannte Blutkörperchen. Diese haften an der Kammerwand und weisen eine pyramidenförmige Struktur auf. Tests mit menschlichem Blut ergaben, dass diese Körperchen, hier weiter als Pyramithrozyt bezeichnet, auf die Anwesenheit von Erythrozyten (rote Blutkörperchen) reagieren und aktiv werden. Bei Aktivierung bewegen diese sich zu den Erythrozyten und binden sich an das Hämoglobin. Versuche, Pyramithrozyten zu analysieren und deren chemischen Aufbau zu eruieren, zeigen, dass es sich bei diesen um eine Zellstruktur handelt, welche aus unbekannten Komponenten besteht. Bei eingegangener Verbindung färbt sich das Hämoglobin in einer goldenen Farbe. Sollten nicht genug Pyramithrozyten für die vorhandene Masse an Erythrozyten vorhanden sein, werden diese sich solange teilen, bis genug vorhanden sind, um den Bedarf zu decken. Sobald mit allen Körperchen eine Verbindung eingegangen wurde, kann mit dem bloßen Auge die goldene Verfärbung des vorhandenen Blutplasmas beobachtet werden. Es ist zwar unbekannt, welchem genauen Zweck die Pyramithrozyten dienen sollen, es wird aber angenommen, dass diese als eine Art Sauerstoffersatz dienen soll. Dies lässt vermuten, dass himmlische Lebewesen, bzw. eine Art dieser, keine Lunge besitzen und dies als Atmungssystem dienen soll. Wie ein Pyramithrozyt allerdings produziert wird, bleibt weiterhin unbekannt.

Trotz des scheinbaren Ablebens von SCP-207-DE-1 schlägt es im vermeintlichen Ruhezustand mit einer Frequenz von bis zu 139 bpm. Die Herzfrequenz variiert allerdings je nach Situation stark. Es wurden Situationen zu bestimmten Tagen in einem Monat bzw. Jahr beobachtet, welche die Herzfrequenz entweder drastisch senken oder erhöhen. Die prominentesten Situationen tragen sich meistens an Feiertagen, wie etwa dem Valentinstag, Ostern oder Weihnachten zu. Innerhalb von SCP-207-DE ist allerdings keine Flüssigkeit zu finden, weswegen hauptsächlich Luft durch die Arvena thoracicae distalis sanctus ein- und ausströmt.

Das Objekt besitzt die anomale Eigenschaft, dass es zu jeder Zeit und unter allen Umständen an seinem momentanen Standort ca. 20 cm über der Oberfläche levitiert. Zudem weist es einen memetischen Effekt auf, welcher auftritt, sobald es von zwei Personen, gleich welchen Geschlechts simultan beobachtet wird. Sollte dies der Fall sein, wird SCP-207-DEs Herzfrequenz, wie bei einer "Situation", drastisch steigen. Beide Individuen, welche es in diesem Moment beobachten, gehen eine scheinbare Bindung zwischen einander ein. Ab diesem Moment sind beide Individuen als SCP-207-DE-A reklassifiziert. Nach etwa einer Minute des Betrachtens verlieben sich die beiden Individuen laut eigenen Aussagen ineinander. Tests, ob dies auch bei mehr als zwei Personen der Fall ist, wiesen nach, dass dieser Effekt auch eintritt, wenn es mehr als zwei Personen ansehen. Dann ist es jedoch ab einer Zahl von insgesamt vier Personen zufällig, welche Subjekte sich ineinander verlieben.3 Beobachtungen legen nahe, dass diese Bindungen bis zum Tod des anderen Subjekts und darüber hinaus anhalten, weswegen davon ausgegangen wird, dass die durch SCP-207-DE ausgelöste Bindung als absolut gilt. Untersuchungen an betroffenen Subjekten ergaben, dass sich ein beinahe gleicher Auswuchs an den Herzen der beiden Individuen gebildet hat. Der einzige Unterschied dieses Auswuchses ist, dass sich der Auswuchs bei dem einen Subjekt auf der Ventriculus sinister (linken Herzkammer) und bei dem anderen Subjekt auf der Ventriculus dexter (rechten Herzkammer) bildet. Untersuchungen zufolge sollte dieser Auswuchs bei den Betroffenen keinerlei gesundheitliche Einschränkungen hervorrufen. Allerdings werden die zwei nun verbundenen Subjekte jegliche Sinne miteinander teilen. Sollte dem einen eine Wunde zugefügt werden, wird der andere an genau der gleichen Stelle Schmerzen wahrnehmen können. Das Gleiche scheint, nach Aussagen der Individuen, auch bei Stimulationen der Fall zu sein.

Sollte der Fall einer Beschädigung von SCP-207-DE eintreten, so werden ebenfalls alle SCP-207-DE-A-Instanzen geschädigt. Zwar erleiden diese keine schwerwiegenden körperlichen Schäden, aber es konnte festgestellt werden, dass die Mutation, welche sich auf deren Herzen befindet, kleiner wird. Die Folge dieses Ereignisses ist die zunehmende Trennung der Bindung von SCP-207-DE-A. Sollte die Mutation durch Schädigung an SCP-207-DE ganz verschwinden, so wird die Bindung von SCP-207-DE-A vollständig aufgelöst und vorher gebundene Instanzen gehen getrennte Wege. Versuche, die Bindung erneut aufzubauen, um SCP-207-DE-A-Individuen vor den psychischen Folgen zu bewahren, scheiterten. Nach einer Trennung von SCP-207-DE-A können Instanzen an folgenden psychischen Beschwerden leiden, die Dauer dieser variiert von Subjekt zu Subjekt allerdings stark:

  • Depression, psychosomatische Beschwerden, Essstörung, Antriebslosigkeit, erhöhte Aggressivität, Feindseligkeit, Lebensüberdruss, selbstverletzendes Verhalten, Suizidalität, soziale Selbstisolation, Andro- bzw. Gynophobie (selten) und Stress-Kardiomyopathie.

Genanalysen des Gewebes von SCP-207-DE lassen vermuten, dass es sich bei SCP-207-DE-1 höchstwahrscheinlich um eine göttliche bzw. extradimensionale Entität handelt. Zwar sind einige Teile der DNS SCP-207-DEs mit dem eines normalen Menschen übereinstimmend, allerdings gibt es auch klare Unterschiede und Verbindungen unbekannten Ursprungs. Genehmigte Tests stellten fest, dass der Einsatz von Pyramithrozyten in einem lebenden Organismus zu eine Konvertierung des Blutes des Subjekts zur Folge hat. Zuerst färbte sich das Blut von einer rötlichen zu einer goldenen Färbung und auch deutliche Farbveränderungen auf der Haut, den Augen und den Lippen konnten beobachtet werden. Aufgrund der Tatsache, dass die Erythrozyten durch das an sich gebundene Pyramithrozyten keinen Sauerstoff mehr transportieren konnten, starb das Testsubjekt an Hypoxie. Allerdings konnte selbst Jahre nach Tod des Subjekts keine Nekrose und Rigor Mortis gemessen werden. Durch Untersuchungen konnte herausgefunden werden, dass durch die Pyramithrozyten organische Zellen konserviert und am Leben erhalten werden.4

Entdeckung: SCP-207-DE wurde zum ersten Mal beobachtet nach der materiellen Erscheinung von SCP-207-DE-1 während eines laufenden Gottesdienstes in der örtlichen Kirche von ██████, Schweiz. Nachdem SCP-207-DE-1 sich materialisierte fiel es zu Boden und führte seine Hand in seine Brust. Zeugen, welche am Ort verweilten und nicht flohen, berichteten, dass sich im von einem wie bei Bögen gebräuchlichen Pfeil, der die Brust von SCP-207-DE-1 sagittal durchgebohrte. Es riss, nachdem seine Hand den Pfeil erreicht hatte, diesen heraus und anschließend rammte es sich die Hand in den Brustkorb und riss sein Herz heraus. Danach dematerialisierte sich auch anschließend SCP-207-DE-1 wieder, wobei SCP-207-DE weiterhin materialisiert war. Hier zeigte sich der anomale Effekt von SCP-207-DE zum ersten Mal und ein zufällig anwesender Agent kontaktierte die Foundation schnellstmöglichst. Bei Ankunft einer mobilisierten MTF-Einheit konnte SCP-207-DE mit einigen Komplikationen erfolgreich eingedämmt und nach Standort-DE21 transportiert werden. Trotz des Pfeiles, welcher sich sagittal in SCP-207-DE befand, regenerierte sich dieses vollständig auf dem Transport zu Standort-DE21. Alle anwesenden und geflüchteten Personen wurden anschließend amnesiert und der Vorfall wurde mittels einer Desinformationskampange vertuscht.

KIRA INTERFACE

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