SCP-199
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SCP-199

Objekt-Nr.: SCP-199

Klassifizierung: Euclid

Sicherheitsmaßnahmen: SCP-199 muss in einer würfelförmigen Zelle mit einer Seitenlänge von zwanzig Metern untergebracht werden, die mit pflanzenwachstumsförderndem Kunstlicht ausgestattet ist. Instanzen von SCP-199-2 müssen von Klasse D Mitarbeitern eingefangen werden, welche einen Level A / Typ 1 Hazmat Anzug mit SCBA tragen, bevor sie ihre Sporen frei setzen. Instanzen von SCP-199-2 sind in einem einen Kubikmeter messenden versiegelten Plexiglasbehälter, mit zehn Liter Pflanzerde, unterzubringen, bis sie gereift sind und die Sporen freigesetzt wurden. Sobald die Sporen freigesetzt wurden, muss der Plexiglasbehälter belüftet werden, wobei der verbliebene Schleim entweder gesammelt oder neutralisiert werden muss. Neue Sprösslinge müssen zu anderen Instanzen von SCP-199 in die Eindämmungskammer gebracht werden.

Beschreibung: SCP-199 ist eine unbekannte Farnspezies aus der Familie Hymenophyllaceae, verwandt mit den Hautfarnen, jedoch bei weitem toleranter gegen Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsveränderungen. Die Rhizome der Pflanzen sind winterfest und können an sich fast jeder festen Oberfläche anhaften und auf ihr wachsen, sogar innerhalb von Schornsteinen und auf glatten Wänden. Die Rhizome und Wurzeln der Pflanze scheinen denen von Thallosen Lebermoosen zu ähneln, aber die Farnwedel sind an dieser Pflanze ganz einzigartig. Die Wedel sind zu Blasen mit geschätzt 10 cm Durchmesser geformt, füllen sich mit Wasserstoff und treiben von der Mutterpflanze davon.

Die Blasen, die als SCP-199-2 bezeichnet werden, schweben in der Luft und reifen über mehrere Tage hinweg, während die Blase durch Photosynthese Energie absorbiert. Währenddessen reifen die Sporen innerhalb von SCP-199-2 heran und der Inhalt der Blase verfestigt sich, um die Sporen innerhalb einer einzelnen Zelle zu schützen, die an plasmodischen Schleimpilz erinnert.

Wenn SCP-199-2 reif geworden ist, zerplatzt es, wobei es seinen Inhalt ausstößt und seinen Schleim in einem Umkreis von etwa 10 Metern verteilt. Diese Fläche ist dann mit Schleim bespritzt, was zur Immobilisation jeglicher Invertebraten und Kleintiere führt und bei größeren Tieren neurologische Schäden hervorruft, die denen durch Kontakt mit Serie V Nervengiften ähneln. Schleim der nicht auf einer Nährstoffquelle landet, bewegt sich ähnlich wie Amöben auf alles Verdaubare zu. Der Schleim beginnt dann jegliches organische Material mit rasanter Effizienz abzubauen, was bei größeren Tieren zu Symptomen ähnlich nekrotisierender Fasziitis führt, kleinere Tiere werden innerhalb einer Stunde zu einer breiigen Masse. Der dabei entstehende Kompost nährt dann die Sporen und der Zyklus setzt sich fort.

SCP-199 ist gegen die meisten Entlaubungsmittel äußerst resistent und gedeiht augenscheinlich in verschmutzter Umgebung. Aufgrund seines einzigartigen katalytischen Prozesses, Wasserstoff aus Wasser zu extrahieren, reagiert SCP-199 jedoch explosiv auf Feuer und kann durch gezielte Feuer kontrolliert werden. Unkontrolliertes Verbrennen kann sowohl in Kollateralschaden als auch in vorzeitigem Schleimausstoß enden. Mitarbeiter, die mit der Vernichtung beauftragt sind, sollten unter dem Level A Feuerresistenz/Typ 1 Hazmat Schutzanzug einen Vollkörperschutz tragen. Medizinisches Personal der Foundation sollte bereitstehen, um betroffenen Agenten so schnell als möglich Butyrylcholinesterase und Atropin zu verabreichen, wobei sofortige Termination die einzige Alternative hierzu ist, sollte keines verfügbar sein. Bei Überlebenden müssen die betroffenen Körperstellen mit Wundtoilette behandelt werden und sie müssen zwei Wochen lang mit intravenös verabreichten Antibiotika behandelt werden. Ernsthafte Wunden, die nicht auf die Behandlung ansprechen, können Amputation zwingend nötig machen oder in Extremfellen auch Euthanasie.

Alle Todesopfer müssen durch Einäscherung innerhalb vier Stunden nach der Exposition beseitigt werden, es sei denn es liegen anderslautende Befehle durch O5 vor.

Anhang 199-a: Die Erstsichtung von SCP-199 erfolgte in der ██████ Provinz in der Volksrepublik China, wo mehrere Instanzen, die in den Kaminen von Manufakturen, Stahlhütten und kohlebetriebenen Kraftwerken wuchsen, entdeckt wurden. Lokale Ermittler begannen auf mehrere Todesfälle durch unbekannte Schadstoffe hin, den Fall zu untersuchen, was dazu führte, dass die Foundation hinzugezogen wurde.

Anhang 199-b: Als alternative Kontrollmaßnahme wurde SCP-199 Insekten unterschiedlicher Spezies zugeführt. In allen Fällen starben die Insekten entweder kurz nach der Exposition mit der Pflanze selbst oder als sie versuchten, das Fleisch zu fressen. Auch die Vorstufen des Schleims haben die Wirkung eines starken Pestizids und es wird weiterhin erforscht, wie diese Vorstufen gefahrlos geerntet werden könnten, um sie zur Neutralisierung von pflanzlichen SCPs oder SCPs, die zu den Arthropoden gehören, zu nutzen.

Anhang 199-c: Neuesten Informationen nach gibt es Anzeichen dafür, dass die Chaos Insurgency entweder in der Herstellung oder Verteilung von SCP-199 involviert ist. Hinweise deuten auf einen künstlichen Ursprung und der Einsatz von SCP-199 als Waffe des Öko-Terrorismus durch unbekannte Agenturen ist anzunehmen.

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