SCP-189
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Junges Exemplar von SCP- 189 bei 10.000-facher Vergrößerung

Objekt Nr.: SCP- 189

Klassifizierung: Sicher

Sicherheitsmaßnahmen: Exemplare von SCP- 189 sind in der Kälteeindämmungsanlage ██ aufzubewahren. Jeglicher Überschuss muss durch Verbrennung zerstört werden. Von SCP- 189 infizierte Testsubjekte sind in eine versiegelte Isolierzelle zu bringen, in der sich eine Luftschleuse und eine chemische Dusche befinden. Personal, das mit Testsubjekten interagiert, muss während der gesamten Zeit innerhalb der Isolierzelle standardisierte ABC Schutzanzüge tragen und vor dem Verlassen die chemische Dusche in der Luftschleuse nutzen. Stirbt ein Testsubjekt oder wird terminiert, müssen dessen Überreste in einem luftdichten Container oder Leichensack versiegelt werden und erhalten wie das Personal, das sie herausträgt, eine chemische Dusche. Entsorgt werden die Überreste durch Verbrennung.

Mitglieder des Personals, die von SCP- 189 befallen sind, werden derselben Quarantäneprozedur unterzogen, wie sie oben beschrieben für Testsubjekte gilt. Zusätzlich werden sie mit dem antiparasitären Mittel 189-A behandelt. Siehe Dokument 189-█ für die Behandlungsprozedur. Wird ein Befall durch SCP- 189 an einem Individuum oder Tier in einer Anlage entdeckt, müssen das gesamte Personal sowie alle Tiere, wie in Prozedur SCP-189-█ beschrieben, auf das Vorhandensein von SCP- 189 untersucht werden. Mitglieder des Personals werden wie oben genannt behandelt, D-Klasse Personal und/oder Tiere, die keine SCPs sind, sind zu terminieren und zu verbrennen. Die Anlage muss einer gründlichen Reinigung mit dem antiparasitären Mittel 189-A unterzogen werden.

Sollten Fälle eines Befalls mit SCP- 189 bei Menschen oder Tieren außerhalb der Foundation bestätigt werden, sind diese sofort in Verwahrung zu nehmen und unter Quarantäne zu stellen. Tiere sollten eingeschläfert und verbrannt werden, Menschen sollten mit dem antiparasitären Mittel 189-A gegen den Befall und mit Amnestika der Klasse B oder C behandelt werden. Sämtliche Individuen, die in engem Kontakt zu dem/den Infizierten stehen und /oder deren Privatfahrzeug oder Wohnsitz betreten haben, sollten auf einen Befall von SCP- 189 untersucht und, wenn nötig, behandelt werden. Nutzen Sie Dokument 189-█ für passende Szenarien der Verschleierung.

Beschreibung: SCP- 189 ist eine Spezies von parasitären Spulwürmern (vorläufige taxonomische Klassifizierung [DATEN GELÖSCHT]) , die in der Lage ist, jegliches Säugetier zu befallen. Die Infektion tritt üblicherweise durch Hautkontakt mit einem oder mehreren Eiersäcken ein. Diese Eiersäcke sind mit mikroskopisch kleinen "Haken" übersät, ähnlich denen, die man an der Oberhaut von Fadenwürmern findet, um den Sack an der Hautoberfläche zu halten. Kontakt mit Talg bringt die Larven in den Eiern zum Schlüpfen, wonach sich diese in Haarfollikel eingraben.
Sobald eine Larve in einem Follikel sitzt, heftet sie sich an den Ansatz der Papille, um sich durch die Kapillaren zu ernähren, die die Papille mit Nährstoffen versorgen. Im Verlauf von 2 bis 3 Tagen wächst die Larve und erreicht das adulte Stadium. Nach Vollendung des Wachstums löst sich das adulte Tier von der Papille, löst die Haarfaser von dessen Wurzel ab und umschließt die Papille sowie den Nährboden des Haares fast komplett. Von nun an ernährt sich der Wurm von den Zellen, die der Nährboden des Haares abwirft (die normalerweise die Haarfaser bilden würden) und beginnt in die Länge zu wachsen.

Adulte Exemplare von SCP- 189 wachsen ausschließlich in der Länge und bilden einen "Schwanz" aus, mit dem sie einige der Pigmente sowie Keratin aus den konsumierten Zellen in ihre Oberhaut aufnehmen. Dies, in Kombination mit der Tatsache, dass der Durchmesser des "Schwanzes" eines Exemplars üblicherweise dem des ursprünglichen Haares, das aus dem Follikel wächst, gleicht, führt dazu, dass SCP- 189 ohne mikroskopische Untersuchung nicht von einem normalen Haar zu unterscheiden ist. Allerdings gibt es Exemplare, die sich mitunter beugen, ein- und ausrollen und/oder mit ihren "Schwanz" peitschen, insbesondere nach taktiler Stimulation. Der Grund für dieses Verhalten ist zurzeit noch nicht bekannt, ebenso weshalb sich nur einige Individuen auf diese Weise verhalten, jedoch wurde vorgeschlagen, dass [DATEN GELÖSCHT].

Wie viele andere Spezies von Spulwürmern ist SCP- 189 hermaphroditisch, mit den Anlagen für beide Geschlechter, die sich im "Kopf" befinden (dem Teil, der die Papille und den Haaransatz umschließt). Befruchtete Eier werden in Gruppen von 1-3 Stück produziert und von einem schützenden Eiersack umhüllt, welcher in den wachsenden "Schwanz" eingegliedert wird. Die Eiersäcke bilden ihre mikroskopischen "Haken" und reifen vollständig aus, sobald der sie tragende Teil des Schwanzes ungefähr 1mm aus der Haut des Wirts herausragt. Voll ausgebildet, wandert der Eiersack nach außen, wo er locker in der Oberhaut des "Schwanzes" eingebettet wird. Kommt der Eiersack in diesem Zustand in Kontakt mit einer passenden Wirtsoberfläche (einschließlich der Haut des momentanen Wirts), heftet er sich an diese Oberfläche und wird vom Elternteil abgelöst. Dies ist die primäre Methode, mit der SCP- 189 weitere Wirte infiziert bzw. den momentanen Wirt weiter befällt.

Der "Schwanz" eines adulten Exemplares unterscheidet sich in Widerstandsfähigkeit und Stärke der Befestigung am Follikel nicht zum normalen Haar des Wirts.
Der "Schwanz" kann abgeschnitten bzw. -gebrochen und der gesamte Organismus wie ein normales Haar herausgezogen werden. Abgetrennte Partien eines ausgewachsenen Schwanzes können einen neuen "Kopf" ausbilden und sich zu einem neuen Individuum regenerieren, sollten sie sich an einen passenden Wirt heften können. Das Absterben eines von SCP- 189 befallenen Follikels (oder jedes andere Ereignis, das zum Verlust des Haares dieses Follikels führt), führt zur Abtrennung des Individuums von seinem Wirt. Ohne Wirt sterben ausgewachsene Exemplare von SCP- 189 innerhalb von 1-6 Stunden. Ausgereifte Eier können bis zu █ Jahren nach dem Tod des Elternteils existenzfähig bleiben, wodurch selbst tote erwachsene Tiere eine Gefahr des Befalls darstellen.

Stirbt ein infizierter Wirt, fahren überlebende Exemplare von SCP- 189 fort, sich von diesem zu ernähren, wobei sie sich schließlich in sein Gewebe graben. Beginnt die Verwesung, sterben die Exemplare jedoch an den produzierten Giftstoffen.

Anhang 1: SCP- 189 wurde zuerst 19██ von Dr. A████ F██████ (damals kein Angehöriger der Foundation) während einer Reise im Rahmen einer Studie zur Artenvielfalt in einen abgelegenen Teil des [DATEN GELÖSCHT] Regenwaldes entdeckt. Dr. F██████ brachte Kara, seinen drei Jahre alten Golden Retriever, mit auf die Expedition. Es ist wahrscheinlich, dass zuerst die Hündin während dieser Reise infiziert wurde. Ungeachtet des Zeitpunkts der Infektion wird angenommen, dass bei der Rückkehr von Dr. F██████ und Kara rund 80% der Follikel des Tieres von SCP- 189 befallen waren. Etwa ██ Tage nach seiner Rückkehr streichelte Dr. F██████ Kara, als sich das "Fell" seines Haustiers zu bewegen begann. Als er die anormale Natur der Infektion begriff, kontaktierte Dr. F██████ Dr. I██ W███, einen Parasitologen, mit einer Einladung, den neu entdeckten Parasiten zu studieren. Als die Doktoren F██████ und W███ eine Arbeit über SCP- 189 vorlegen wollten, wurde die Foundation auf dessen Existenz aufmerksam, nahm Dr. F██████ und Dr. W███ sofort in Gewahrsam und konfiszierte all ihr Forschungsmaterial. Beide Doktoren wurden von der Foundation angeworben, Dr. W███ übernahm die Leitung des Forscherteams um SCP- 189 und ist zur Zeit in [DATEN GELÖSCHT] stationiert, wo er digene Populationen von SCP- 189 zum Zwecke möglicher Eindämmung bzw. Ausrottung untersucht.

Anhang 2: Seitdem die Foundation erstmals auf SCP- 189 aufmerksam wurde, gab es ██ Fälle einer Infizierung außerhalb der Foundation. Bestätigt sind ███ Fälle von infizierten Menschen und ████ Fälle infizierter Tiere in verschiedenen Orten der Welt. Durchgehende Überwachung ist garantiert, um sicherzustellen, dass solche Vorfälle nicht an die Öffentlichkeit gelangen.

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