SCP-186-DE
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SCP-186-DE bei seiner Verhaftung.

Objekt-Nr.: SCP-186-DE

Klassifizierung: Keter

Sicherheitsmaßnahmen: SCP-186-DE ist in einer Standard-Zelle für humanoide Anomalien unterzubringen und pro Tag mit drei Mahlzeiten zu versorgen. Seine Zelle ist mit erhöhten Sicherheitsmaßnahmen gegen Eindringen von außen auszustatten und ihm sind Möglichkeiten zur Unterhaltung zu gewähren, welche allerdings zuerst vom Eindämmungsteamleiter begutachtet und genehmigt werden müssen. SCP-186-DE kann in diesem Zusammenhang Bitten stellen, die allerdings nicht erfüllt werden müssen.

Briefe, die sich durch SCP-186-DEs anomale Eigenschaften manifestieren, sind, nachdem SCP-186-DE sie gelesen hat, einzuscannen, auf Schlüsselbegriffe zu überprüfen und in dem Fall, dass sie wichtige Informationen enthalten zu archivieren. Andernfalls können sie mit dem normalen Papiermüll entsorgt werden. SCP-186-DE ist nicht davon abzuhalten diese Briefe zu lesen.

In der Nacht vom 24.12. zum 25.12. jedes Jahres ist SCP-186-DEs Position mit einem implantierten Ortungssensor zu jeder Zeit zu erfassen. Sollte ein Heilige-Nacht-Ereignis auftreten, ist MTF DE3-𝔚
"Die Grinchs" zu entsenden um SCP-186-DE wieder einzudämmen. MTF DE3-𝔚 ist keine dauerhaft aufgestellte MTF und ist nach dem 25.12. jedes Jahres aufzulösen und Anfang Dezember des nächsten Jahres wieder aufzustellen. Es ist zu beachten, dass eine Wiedereindämmung nur nach dem Ende des Heilige-Nacht-Ereignisses erfolgen kann.

Sollte eine Wiedereindämmung fehlschlagen, sind Einheiten von den SCP-186-DEs Position nächstgelegenen Foundation-Einrichtungen zu entsenden, um die Eindämmung wiederherzustellen. Sämtliche Zeugen sind zu amnesizieren, von SCP-186-DE gelieferte Objekte zu konfiszieren und von ihm ausgelöste Phänomene wenn nötig mit geeigneten Deckgeschichten zu vertuschen. Auf Medien muss in der Regel kein Einfluss genommen werden, da sie von der Allgemeinheit als Hoax abgetan werden, außer wenn es zu Fällen von Körperverletzung oder Schlimmeren kommt. In diesem Fall sind die Berichte zu zensieren und zu löschen.

Trotz seiner anomalen Natur ist zu beachten, dass SCP-186-DE mit gewöhnlichen Mitteln verletzt werden kann, außer wenn gerade ein Heilige-Nacht-Ereignis stattfindet.

Beschreibung: SCP-186-DE ist eine Entität mit dem Aussehen eines älteren Mannes, der ein klassisches Weihnachtskostüm trägt, inklusive Rute. Versuche dieses Kostüm abzulegen, sei es durch Personal der Foundation oder SCP-186-DE selbst, sind bisher gescheitert, obwohl nachweislich nichts an SCP-186-DEs Kleidung zu einem solchen Grad an ihm befestigt ist, dass ein Ablegen nicht möglich wäre. SCP-186-DE ist 193 cm groß und wiegt ca. 105 kg. Es beherrscht alle heute auf der Welt gesprochenen Sprachen und Schimpfworte in 32 weiteren.

SCP-186-DE weist zusätzlich zu seiner Unfähigkeit seine Kleidung abzulegen mehrere anomale Eigenschaften auf. Zum einen liegt die Hume-Konzentration seiner körpereigenen Realität bei 0,8 Hume, wobei zu bemerken ist, dass dieser Zustand nicht die zu erwartenden Effekte auf die Entität hat. Weiterhin regeneriert es Verletzungen augenblicklich, sobald es nicht mehr direkt angesehen wird. SCP-186-DE verfügt außerdem zu jedem Zeitpunkt über korrekte Informationen zu scheinbar jeder Person auf der Welt. Wie es diese Informationen erhält ohne mit besagten Menschen zu interagieren ist bisher unbekannt. Anderweitig besitzt SCP-186-DE allerdings dieselben Eigenschaften, die man von einem Menschen mit seiner Statur und seinem augenscheinlichen Alter erwarten würde.

Jedes Jahr Ende November bis zum 24. Dezember beginnen sich Briefe in SCP-186-DEs Umgebung zu manifestieren. Aufgrund von Experimenten mit Papier mit speziellen Wasserzeichen ist anzunehmen, dass jeder dieser Briefe eine Kopie eines real existierenden Briefes auf dieser Welt ist. Um als Kopie zu SCP-186-DE teleportiert zu werden, muss ein Brief laut den Ergebnissen mehrerer Testes folgende Eigenschaften besitzen:

  • Der Brief muss an "den Weihnachtsmann", an "den Nordpol" oder eine Adresse oder einen Adressant adressiert sein, welche den Weihnachtsmann als Empfänger vorsehen.
  • Der Brief muss eine Liste von Bitten und/oder Gegenständen beinhalten, die der Weihnachtsmann erfüllen und/oder liefern soll.
  • Der Brief muss den Besitz des Verfassers verlassen.

SCP-186-DE wird anschließend die Zeit in seiner unmittelbaren Körperumgebung und allem was es berührt um ein vielfaches beschleunigen und eine vergilbte Schriftrolle und einen Füllfederhalter aus seinen Mantel holen und die Briefe lesen. Es ist zu vermuten, dass der Mantel über raumkrümmende Eigenschaften verfügt, da die Rolle, der Füller und auch andere Gegenstände nicht geortet werden können, wenn SCP-186-DE sie einsteckt. Aufnahmen mit Hochgeschwindigkeitskameras zeigen, dass auf der Rolle die Namen von real existierenden Personen zusammen mit ihrer Adresse und, falls auf diese Weise zwei Personen nicht eindeutig identifiziert werden können, weil sie den gleichen Namen tragen und am gleichen Ort leben, weitere identifizierende Merkmale vermerkt sind1. Die Sortierung erfolgt alphabetisch dem Familiennamen nach.

SCP-186-DE kann vom Lesen eines Briefes abgehalten werden, allerdings wird sich innerhalb weniger Minuten eine weitere Kopie in der Nähe von SCP-186-DE manifestieren. Dieser Vorgang setzt sich fort, sollte auch diese Kopie entfernt werden.

SCP-186-DE wird nach dem Lesen eines Briefes den Absender auf der Liste heraussuchen und seinen Namen durchstreichen. In seltenen Fällen2 wird es allerdings stattdessen ein Häkchen neben den Namen setzen. Die Kriterien für ein Abhaken konnten bisher nicht vollständig erfasst werden, als generelle Regel wurde jedoch festgehalten, dass SCP-186-DE die Namen von all jenen Briefsendern durchstreicht, die im vergangenen Jahr Aktionen ausgeführt haben, die von der Mehrzahl der Personen in seiner näheren Umgebung als moralisch verwerflich betrachtet werden. Tests unter Einsatz von [ZENSIERT] lassen den Schluss zu, dass SCP-186-DEs Wissen über solche Handlungen nicht von Telepathie oder ähnlichen Phänomenen herrührt, sondern offenbar allein auf den Erinnerungen der Entität basiert.

SCP-186-DE erhält pro Saison ca. 200 Millionen Briefe, was eine Überwachung sämtlicher Bearbeitungen von SCP-186-DE nur mit Computertechnologie möglich macht3. Es konnte beobachtet werden, dass SCP-186-DE in der Nacht vom 24.12. zum 25.12. ein Heilige-Nacht-Ereignis auslöst, wenn es einen oder mehrere Namen auf seiner Liste abgehakt hat. Während eines solchen Ereignisses erhält SCP-186-DE die Fähigkeit, Materie und Widerstand gegen seine Person zu ignorieren und wird versuchen ins Freie zu gelangen. Wenn ihm das gelingt, wird sich vor ihm SCP-186-DE-1 materialisieren.

SCP-186-DE-1 ist ein Schlitten von roter Farbe, der von neun Wesen gezogen wird, die Rentieren (Rangifer tarandus) gleichen. Diese Wesen sind in Zweierreihen eingespannt, bis auf das vorderste, welches zentral steht. Anders als seine Artgenossen verfügt es über eine leuchtende rote Nase. SCP-186-DE ist zudem mit einem großen, zugeschnürten Sack beladen (im Folgenden als SCP-186-DE-2 bezeichnet), der prall gefüllt zu sein scheint. SCP-186-DE wird dann auf SCP-186-DE-1 aufsteigen und seine Zugtiere antreiben. Das Fortbewegungsmittel wird sich anschließend unabhängig vom Untergrund in Bewegung setzen und nach einigen Metern entgegen seines eigentlichen Einsatzzwecks mitsamt seinem Gespann vom Boden abheben. In der Luft kann SCP-186-DE laut Ortungsdaten Geschwindigkeiten von bis zu Mach 24 erreichen. Wie SCP-186-DE oder die Zugtiere diese Geschwindigkeiten unbeschadet überstehen ist bisher nicht bekannt.

SCP-186-DE sucht auf diese Weise diejenigen Personen auf, die es auf seiner Liste abgehakt hat und ihm die Wünsche erfüllen, die sie auf ihrem Brief vorgetragen haben. Dieser Vorgang wurde bisher nur zweimal von der Foundation direkt beobachtet, allerdings gibt es zahlreiche Videoaufnahmen und Zeugenaussagen von unbeteiligten Personen, aus denen Daten erhoben werden können. Demnach landet SCP-186-DE mit SCP-186-DE-1 auf dem Dach oder ein Äquivalent der Wohnstatt des Empfängers und betritt dann sein Haus oder Wohnung durch den Schornstein. Die Dimensionen des Schornsteins spielen hierbei offenbar keine Rolle, es wurde sogar beobachtet wie es sich erfolgreich in Schornsteinöffnungen von 5 cm Durchmesser gezwängt hat, wobei sich sein Körper augenscheinlich dem Zweck angemessen verformte. Sollte es nicht möglich sein die Wohnung auf diese Art zu betreten, wird SCP-186-DE stattdessen ein Fenster oder den Eingang benutzen, je nachdem, was leichter erreichbar ist.

Sobald SCP-186-DE die Wohnung seines Ziels erreicht hat, wird es die gewünschten Objekte aus SCP-186-DE-2 ziehen und es unter einem aufgestellten Weihnachtsbaum oder in einer aufgehängten Weihnachtssocke ablegen oder, wenn der Rezipient im Raum und wach ist, ihm direkt überreichen. Steht nichts davon nicht zur Verfügung, lässt es die Gegenstände offenbar neben der Schlafstatt des Empfängers liegen. Etwaige Zeugen seines Eindringens werden zwar auf seine Anwesenheit aufmerksam und sich eventuell negativ darüber äußern, aber aus bisher nicht vollständig geklärten Gründen nichts unternehmen um gegen sein Eindringen vorzugehen. Sollten Phänomene gewünscht worden sein, zieht SCP-186-DE glitzernden Staub aus SCP-186-DE-2 und wirft ihn in den Raum, der seine Bedingungen für das Ablegen von Gegenständen erfüllt. Das gewünschte Phänomen wird sich daraufhin manifestieren, außer ein Zeitpunkt für seine Manifestation wurde festgelegt. In diesem Fall wird es erst zum gewünschten Zeitpunkt eintreten.

Nach Beendung seiner Lieferung wird sich SCP-186-DE zum nächsten Empfänger begeben oder, wenn es keinen mehr gibt, auf dem Boden landen. SCP-186-DE-1 und -2 werden daraufhin vollständig verschwinden und SCP-186-DE verliert seine durch das Ereignis gewonnenen anomalen Eigenschaften. Das Heilige-Nacht-Ereignis ist damit abgeschlossen und SCP-186-DE ist an seinem gegenwärtigen Ort gestrandet.

SCP-186-DE besitzt eine allgemein eher negative und narzisstische Einstellung und ist leicht reizbar. Es scheint einen Groll gegenüber seiner Existenz und im Besonderen Heilige-Nacht-Ereignissen zu hegen, erkennbar daran, dass es bei ihrem Einsetzen laut zu fluchen beginnt, was es scheinbar auch während seines Fluges fortsetzt. Auch wenn es darauf angesprochen wird, reagiert es mitunter sehr cholerisch. SCP-186-DE scheint außerdem eine extreme Abneigung gegenüber Kindern zu besitzen und zeigt bei Lieferungen ausgeprägte Misanthropie. Es beleidigt dabei in der Umgebung befindliche Personen, lässt abfällige Bemerkungen über eventuell im Raum befindlichen Festtagsschmuck fallen und versucht offenbar aktiv, an es gerichtete Wünsche in einer solchen Form auszuführen, dass dabei maximale materielle, körperliche und/oder psychologische Schäden für eine möglichst große Anzahl von Personen entstehen.

Die Foundation hat wiederholt versucht, SCP-186-DEs scheinbare Allwissenheit im Bezug auf alle Personen auf der Welt auszunutzen, scheiterte allerdings bisher an mangelnder Kooperation von Seiten SCP-186-DEs, welches dafür immer seine Freilassungen oder andere, allesamt absurde Forderungen stellte, wie etwa die Darbringung von mehreren Menschenopfern, den Bau eines Tempels, die Vernichtung des Coca-Cola-Konzerns oder das vollständige weltweite Verbot der Herstellung von Schokoladenweihnachtsmännern. Folter wurde zur Erzwingung von Kooperation in Betracht gezogen, allerdings durch das Ethikkomitee abgelehnt. Durch sein Wissen über alle Mitarbeiter der Foundation stellt es aber ein extremes Sicherheitsrisiko dar, was zusammen mit seiner Uneindämmbarkeit während Heilige-Nacht-Ereignissen zu seiner Keter-Klassifizierung führte.

Anhang 186-DE-1:

Anhang 186-DE-2:

Anhang 186-DE-3:

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