SCP-184-DE

Bewertung: +4+x

Objekt-Nr.: SCP-184-DE Stufe 2/184-DE
Klassifizierung: Sicher Vertraulich

D-09-202, durch SCP-184 verwandelt, betrachtet sich selbst im Spiegel
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Sicherheitsmaßnahmen: SCP-184-DE muss in einem Eindämmungsschrank verwahrt werden.

Während Tests muss das mit SCP-184-DE ausgestattete Subjekt stets von mindestens zwei Personen gleichzeitig beobachtet werden. Forscher innerhalb der Testumgebung müssen besondere Vorsicht walten lassen, und dürfen sich nur langsam bewegen. Eine Umkehrung des Effektes ist im Notfall durch eine Fixierung des Objekts und ein anschließendes behutsames Abknicken eines Beines zu erwirken. In diesem Fall sollte mindestens ein Mitarbeiter mit Sanitätsausbildung anwesend sein, um die Verletzung unverzüglich zu behandeln.

Beschreibung: SCP-184-DE ist ein Himation1 aus Spinnenseide. Wird SCP-184-DE von einer Person als einziges Kleidungsstück an Torso und Rumpf getragen, so verwandelt es den Träger samt sich selbst instantan in eine Spinne der Ordnung Araneae (Webspinnen). Hierbei wird der Körperschwerpunkt beibehalten, was einen Sturz des verwandelten Subjekts aus ungefähr 1 m Höhe zur Folge hat. Die genaue Art scheint zufällig zu sein, ist aber für jede Person bei mehrmaliger Anwendung gleichbleibend.

Das Subjekt behält seine kognitiven Fähigkeiten, allerdings werden seine Wahrnehmung und instinktive Bedürfnisse gleich denen einer normalen Spinne selbiger Art. So sind verwandelte Testpersonen in der Lage, Forschungspersonal zu verstehen und mit diesem (z. B. durch zeigen auf Buchstaben) zu kommunizieren.

Wird das Subjekt in Spinnengestalt verletzt, so verwandelt es sich sofort zurück und weist dabei Wunden analog denen, die die Rückverwandlung verursachten, auf. Häufig verursachen die Umstände der Rückverwandlung noch weitere Schäden am Subjekt.

Die einzige andere bekannte Methode, ein Subjekt zurückzuverwandeln, ist, dass jemand eine ehrlich gemeinte tiefe Zuneigung gegenüber dem Subjekt ausdrückt.

Anhang: Artenbestimmung der Verwandlung

D-Klasse Ergebnis Anmerkungen
D-08-153 w., hellhäutig, braunhaarig, grünäugig Breitgebänderte Scheintarantel (Alopecosa trabalis)
D-08-279 m., hellhäutig, blond, braunäugig Herbstspinne (Metellina segmentata2)
D-09-202 m., hellhäutig, schwarzhaarig, blauäugig Uroballus carlei Erste dokumentierte Sichtung dieser Spezies3
D-09-111 w., dunkelhäutig, schwarzhaarig, grünäugig Rindenspringspinne (Marpissa muscosa)
D-07-431 m., dunkelhäutig, schwarzhaarig, braunäugig Ähnliche Fensterspinne (Amaurobius similis) Subjekt war kleinwüchsig, das Spinnenexemplar war etwa 1,3 mm kürzer als für Männchen üblich
D-07-234 m., hellhäutig, braunhaarig, braunäugig Gartenkreuzspinne (Araneus diadematus)
D-02-410 w., albinotisch Silbergras-Herzfleckläufer (Thanatus formicinus) Es konnte nicht herausgefunden werden, ob die weiße Farbe des Tiers natürlichen Ursprungs oder durch Albinismus hervorgerufen war
D-09-656 m., hellhäutig, braunhaarig, blauäugig Brasilianische Kammspinne (Phoneutria nigriventer) Subjekt war wegen versuchtem heimtückischen Doppelmord an seiner Ex-Frau und deren Liebhaber verurteilt worden
D-08-312 w., hellhäutig, rothaarig, blauäugig Feenlämpchenspinne (Agroeca brunnea)

Entdeckung: SCP-184-DE wurde am 01.08.2009 in █████████ nach einem Notruf wegen eines Spinnenbisses gefunden. Der Anrufer, J██████ M████ (26 zum Todeszeitpunkt) wurde tot in einer Waldhütte vorgefunden. Nahe ihm lag die mit SCP-184-DE bekleidete Leiche einer Frau (später als A██████ W████, 29, identifiziert) mit vollständig zertrümmerter linker Körperhälfte. Die Todesursache des Mannes konnte auf Leberversagen durch das Gift der Chilenischen Winkelspinne (Loxosceles laeta) zurückgeführt werden, die der Frau auf schwere Quetschungen und daraus resultierende innere Blutungen. Es ist anzumerken, dass auf den eingehenden Anruf umgehend reagiert wurde, das Opfer aber bereits mit Totenflecken vorgefunden wurde.
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