SCP-182
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Objekt-Nr.: SCP-182

Klassifizierung: Euclid

Sicherheitsmaßnahmen: SCP-182 wird in einem umweltversiegeltem Gebäude, auf einer sonst unbewohnten Insel, 10km von der Küste Grönlands entfernt, aufbewahrt. Ein Team bestehend aus fünf (5) Wachen sind der stetigen Überwachung vom Subjekt zugeteilt. Die Wachen müssen jeden Monat auf psychologische Schäden überprüft werden; Wachen die Zeichen von Beeinflussungen aufweisen werden von ihrem Posten zurückgezogen und müssen vor ihrem erneuten Einsatz einen vollen Kurs der psychiatrischen Therapie unterzogen werden. Kein einziges Individuum darf mehr als sechs (6) Monate im 182-Wachdienst verbleiben, ebenfalls sind diese dazu verpflichtet mindestens drei (3) Monate eine andere Aufgabe vor ihrer Rückkehr auszuführen. Dem Personal, das sich bereits mindestens acht (8) Monate auf der Insel befindet, ist es erlaubt diese Zuweisung abzulehnen. SCP-182 forderte eine starke Sedierung für zwanzig (20) Stunden am Tag an. Nach dem Vorfall 182-7 wurde dieses Privileg widerrufen.

Beschreibung: SCP-182 ist ein etwa 45 Jahre alter kaukasischer Mann vom durchschnittlichem Körperbau und hat schwere Bauch- sowie Schädelverletzungen an einem nicht näher bezeichneten Punkt in der Vergangenheit erlitten (eigener Aussage nach, kurz bevor er in die Aufbewahrung der Foundation in 19██ aufgenommen wurde). SCP-182 ist taub sowie stumm, kompensiert diese Behinderungen jedoch mit natürlichen Fähigkeiten.

SCP-182 hat die Fähigkeit gezeigt, passiv in die Köpfe anderer Wesen, sowohl Mensch als auch Tier, einzutreten und Bilder sowie Geräusche durch ihre Sinne wahrzunehmen, so "fährt" er als Passagier in ihren Köpfen. Dies hat keine bleibende Auswirkungen auf das Personal, einige Wächter haben im Verlauf der letzten ██ Jahre ihre Stelle rotiert und keine schädlichen Auswirkungen erfahren. Nichtsdestotrotz führt eine längere Exposition gegenüber der passiven "sensorischen Aufnahme" von SCP-182 zu lebhaften visuellen und auditorischen Halluzinationen bei 97% der menschlichen und zu 100% bei den nichtmenschlichen Testsubjekten.

In der Regel variieren die Wirkungen stark in der Schwere, die fortgesetzte Exposition nach dem Beginn der Auswirkungen führt jedoch zwangsläufig zu einem psychischen Zusammenbruch, wobei der mentale Zusammenbruch durch die Nähe zu SCP-182 beeinflusst wird. Wenn unter Stress, hat SCP-182 die Fähigkeit gezeigt gewaltige Halluzinationen auf seinen Wächtern auszuüben, und als solches ist es ratsam, dass Themen, die bekannt sind SCP-182 mental zu bewegen, vermieden werden (einschließlich Erwähnung von SCP-076-2, SCP-682 und SCP-182s eigene Vergangenheit vor der Akquisition durch die Foundation). Die Terminierung des betroffenen Personals wird empfohlen, falls dieses nicht zwischen den Halluzinationen und der Wirklichkeit unterscheiden kann, da in allen Fällen bei denen dieser Punkt erreicht wurde, das Personal unweigerlich mental zusammengebrochen ist, wobei der Hirntod oder die permanente Katatonie die einzigen möglichen Ergebnisse sind. SCP-182 kann diese Fähigkeit nicht kontrollieren und nimmt automatisch die Seh- und Hörwahrnehmung von lebenden Tieren innerhalb von zehn (10) Metern auf. Das Subjekt kann sich auf bestimmte Richtungen außerhalb dieses Bereichs konzentrieren, ist aber nicht in der Lage die Sinne der Wesen wahrzunehmen wenn diese mehr als dreißig (30) Meter entfernt sind.

SCP-182 manifestiert zusätzlich die Fähigkeit seine Gedanken in den Geist eines Individuums zu projizieren dessen Sinne es "befährt". Diese geistige "Redensart" ist die einzige bekannte Informationsquelle über das Thema und wurde von Wächtern beschrieben, als wie sie von einem kleinen Menschen zwischen ihren Ohren angesprochen wurden. SCP-182 zeigt keine memetische oder telepathische Gefährdung die aus dieser "Redensart" stammt, wobei Subjekte berichten, dass seine "Stimme" immer Bestandteil ihrer Halluzinationen ist.

Anhang 182-1: SCP-182 behauptet, dass der Vorfall der zum Verlust seiner Stimme und seines Gehörs führte, auch seine telepathischen Talente manifestierte. Es ist derzeit nicht bekannt ob dies ein absichtliches Ziel einer "Folter" war, oder ob die scheinbare Leben-oder-Tod-Situation zuvor unterdrückte Fähigkeiten manifestiert hat. Es wird von Befragungen in diese Richtung abgeraten, da SCP-182 in der Vergangenheit aufgeregt wurde und erfolgreich die Rate des geistigen Zusammenbruchs seiner Wächter beschleunigt hat, was zu ██ Verlusten während der ersten Befragung führte.

Anhang 182-2: Es wurde vorgeschlagen, dass SCP-182 als "Übersetzer" bei anderen SCPs, die in der Lage zu denken, jedoch nicht zu sprechen sind, angewendet wird. Angesichts der Nebenwirkungen der Nähe zu SCP-182 wurde diese Anfrage jedoch angelehnt.

Vorfallbericht 182-7

Audio-Bericht geborgen aus dem Wachhaus, Stimme identifiziert als Agent █████, aufgezeichnet am ██/█/19██

"Ja… Also wir haben heute Morgen einen Brief vom O5 mit der Aussage erhalten, dass die Sedation genehmigt wurde. Dr. ███████ ging es einhundert-zwei-und-achtzig sagen, der Typ schien darüber ziemlich froh, hat in seine Hände geklatscht und solche Sachen. Wie ein kleines Kind. Hat ihm 'ne Spritze verpasst, ging wie ein Licht aus. Hat ein paar Stunden geschlafen, dann ist Dr. ███████ ihn abchecken gegangen, ob er noch atmet und so. Wollte keinen Verlust, was? Jedenfalls bin ich gerade im anderem Haus, wir haben ein gutes ein-und-zwanzig-Spiel gespielt als ich den Doc seine Lungen herausschreien höre. Irgendwas von Spinnen oder… wa—?

(Das Band nahm sieben Schüsse auf; die Audioanalyse zeigte an, dass sie an einem Punkt oben links vom Mikrofon abgefeuert wurden.)

"Gottverdammt… Wir haben gedacht dass Doc endlich rüber wäre, er sah seit ein paar Tagen Sachen aus der Ecke seines Auges, wir haben uns zusammengewürfelt dass einhundert-zwei-und-achtzig damit etwas zu tun hat. Wir haben Strohhalme gezogen um zu sehen wer nachsehen und seinen Körper herholen müsste, dabei hat [Agent J████████ ██████] den Kürzeren gezogen. War ein Neuer unter uns, erst letzte Woche dazugekommen. Verdammt, ich hätte statt ihm gehen sollen. J███s Schreie haben nach ein paar Minuten begonnen. Wir haben angefangen rauszulaufen, Schnee überall, hätte mich versetzen lassen müssen bevor diese ganze— Agh!"

(Weitere acht Schüsse sind zu hören, gefolgt von wiederholtem Klicken. Nachfolgende Klänge wurden als das Geräusch eines leeren Magazins bestimmt.)

"Ugh… Diese Sachen… Wir schafften es bis zum Haus wo einhundert-zwei-und-achtzig war, lag im Bett, sah mausetot aus. Vielleicht zehn Meter weiter weg saßen J███ und der Doc auf dem Boden, sabbernd. Naja, Doc zumindest. J███ war tot. Blut quellte aus seinem Mund heraus, sah so aus als hätte er seine eigene Zunge abgebissen. Alle von uns wussten was passiert ist. Ich habe angefangen… Sachen zu sehen. Ich fing an zu rennen, keine Ahnung was mit den Anderen geschehen ist. Habe mich im Gebäude verschanzt, warte auf die Ankunft des Bootes. Hoffentlich kann ich dies lang genug aushalten…"

(Audio-Aufnahmen setzt sich für siebzehn Minuten fort, periodische Schreie und Schüsse sind zu hören, sowie eine Tür die zwei Mal geöffnet wird.)

"Ich habe gesehen was mit denjenigen passiert, die zu weit gehen. Ich werde nicht so enden. Ich werde diese Dinge nicht sehen. Tschau."

(Ein Schuss ist zu hören, Band zeichnet zwei Stunden des Schweigens auf, die Körper vom Agenten █████ und ████ wurden hinter der Tür gefunden, erschossen von Agent █████. Agent █████ wurde neben dem Recorder gefunden, mit einer Pistolenkugel in seinem Schädel.)

Abschlussbericht des Vorfalls: Die nachträgliche Befragung von SCP-182 durch Ersatzpersonal zeigte, dass das Subjekt während es sedierte wurde unter schrecklichen, weltfremden Alpträumen gelitten hatte. Das Subjekt zeigte erhöhte Werte von Stress während des Interviews, es wird theoretisiert, dass die Alpträume die von SCP-182 erlebt wurden, genügend emotionale Not verursachten, sodass das Subjekt unbewusst einen Radius des erhöhten halluzinatorischen Territoriums schuf. Dem Subjekt sind von nun an alle Schlafhilfen zu leugnen.

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