SCP-172-DE
Bewertung: +4+x

Objekt-Nr.: SCP-172-DE Stufe 2/172
Klassifizierung: Sicher Vertraulich
Tiefstgarage.jpg

Die Einfahrt von SCP-172-DE

Sicherheitsmaßnahmen: Alle Zugänge zu SCP-172-DE müssen abgesperrt werden.

Der Provisorische Standort-172 muss als Standfläche eines Hybridturms getarnt werden. Eine Sendemastattrappe muss den überirdischen Teil von SCP-172-DE bis zu einer Höhe von mindestens 150 m verdecken.

Der Bereich in einem 5 km Umkreis um SCP-172-DE muss als Luftsperrgebiet eingetragen werden. Alle Internationalen Raumfahrtorganisationen sind auf Kenntnis von oder Gefährdung durch SCP-172-DE hin zu überwachen, und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Die parterre Asphaltschicht von SCP-172-DE ist wöchentlich auf etwaige Spannungsrisse oder sonstige Schäden zu untersuchen und notfalls nachzuasphaltieren.

Elektromagnetische Strahlung mit einer Frequenz von mehr als 0,5 GHz muss innerhalb von SCP-172-DEs so gering wie möglich gehalten werden.

Beschreibung: SCP-172-DE ist ein Tiefgarage der Fläche 35 m auf 52 m mit scheinbar unendlich vielen Untergeschossen. Unterhalb von Parkdeck 51 schließt eine exakte Nachbildungen des unterirdischen Teils von SCP-172-DE an, welche sich wahrscheinlich endlos, aber mindestens mehrere Millionen mal wiederholt.

Diese Nachbildung scheint eine exakte Kopie der oberen, nicht-anomalen Parkdecks und deren Inhalt zu einem gewissen Zeitpunkt zu sein. Anhand der Kennzeichen der Fahrzeuge konnte dieser Zeitpunk auf den Abend des 13.09.2006 eingeschränkt werden.

Nachtrag 02.11.2006: Während der Vorbereitung für eine geplante Erkundung mittels unbemanntem Landfahrzeugs bohrte Forscher Hinkelmann ein Loch von 6,8 mm Durchmesser, um ein Kabel zwischen den oberirdischen Anlagen und dem ersten Parkdeck zu verlegen. Infolgedessen fand eine "Umstülpung" von SCP-172-DEs Inhalt statt. Aus dem Bohrloch verläuft ein räumliche Verzerrung, welche den Inhalt von SCP-172-DE an der Bodenlinie gespiegelt auf den Durchmesser des Bohrlochs abbildet.

Anhang A: Versuchsprotokolle

Kontaktuntersuchung des Zylinders
02.11.2006 Forscher Hinkelmann
Aufbau: Forscher Hinkelmann berührt den Zylinder mit einem Schraubenzieher.
Beobachtung: Schraubenzieher verschwindet innerhalb des schwarzen Zylinders; "versunkener" Teil des Schraubenziehers wurde sauber abgetrennt.
Anmerkung: Dieser Versuch wurde von Forscher Hinkelmann sofort nach dem Vorfall und ohne vorherige Absprache oder Vorbereitung unternommen.
Weitere Kontaktuntersuchung
02.11.2006 Forscher Hinkelmann
Aufbau: Forscher Hinkelmann nimmt ein DIN A4 Blatt Papier und zieht es mittig durch den Zylinder.
Beobachtung: Papier wurde sauber an der Stelle, an der es den Zylinder passierte, zerteilt. Fehlender Streifen hat eine Breite von 6,8 mm, welcher der des Bohrlochs und Zylinders entspricht.
Dieser Versuch wurde von Forscher Hinkelmann sofort nach dem Vorfall und ohne vorherige Absprache oder Vorbereitung unternommen.
Suche nach Auswirkung auf die restliche Anomalie
02.11.2006 Forscher Hinkelmann
Aufbau: Forscher Hinkelmann betritt die Untergeschosse von SCP-172-DE.
Beobachtung: Innerhalb der Anomalie fällt der Luftdruck rapide ab; Forscher Hinkelmann trat unvorbereitet in ein Vakuum; es verursachte Schmerzen an seine Beinen und lies ihn SCP-172-DE fluchtartig verlassen.
Dieser Versuch wurde von Forscher Hinkelmann sofort nach dem Vorfall und ohne vorherige Absprache oder Vorbereitung unternommen. Forscher Hinkelmann erlitt leichte Läsuren (größtenteils geplatzte Kapillargefäße), doch konnte durch unmittelbare Versorgung mit Erster Hilfe vor bleibenden Schäden bewahrt werden.
Bestimmung des Luftdrucks innerhalb von SCP-172-DE.
03.11.2006 Forscher Hinkelmann
Aufbau: Juniorforscherin Dr. Heinzel wird mit einem Druckanzug und einem Barometer ausgerüstet und betritt SCP-172-DE.
Beobachtung: Der Luftdruck innerhalb von SCP-172-DE beträgt weniger als 200 Pa (2 mbar). Da alle Versuche, den Luftdruck künstlich zu erhöhen, daran scheitern, das die Luft entweicht, kann der Innenraum von SCP-172-DE als selbsterhaltendes Feinvakuum angesehen werden. Es konnte ein nicht wahrnehmbarer Luftzug zwischen den kurzen und den langen Seiten von SCP-172-DE nachgewiesen werden, wo Luft durch die absolut dunklen Löcher, wo früher die Wände waren, ein- bzw. ausdringt.
Feststellung der Topologie des schwarzen Zylinders
03.11.2006 Forscher Hinkelmann
Aufbau: Juniorforscherin Dr. Heinzel (mit Druckanzug ausgerüstet) wird mit einem 2 m Würfel von Foundation-spezifischen Aerogel mit extrem niedriger Dichte ausgestattet und soll diesen auf Bodenhöhe des ersten Parkdecks durch die südliche (35 m lange) Wand schieben.
Beobachtung: Aus der Südseite des Zylinders fiel in etwa 2,5 m Höhe ein 1 mm großer, verdichteter Würfel. Die chemische Zusammensetzung ist mit der des verwendeten Aerogels identisch.
Untersuchung der räumlichen Verzerrung
04.11.2006 Forscher Hinkelmann
Aufbau: Juniorforscherin Dr. Heinzel (mit Druckanzug ausgerüstet) wird mit einem Mikrowellendetektor und einem tragbaren starken Tetraherzstrahler im fernen Infrarotbereich von 200 µm bis 260 µm ausgestattet. Von Außen soll der Zylinder mit einem Tuch bis zu einer Höhe von 10 m verdeckt werden. Am Boden den zweiten Parkdecks (6,2 m unter der Oberfläche) soll der Tetraherzstrahler platziert und aus sicherer Distanz aktiviert werden.
Beobachtung: Innerhalb von SCP-172-DE herrscht ein permanenter, nicht-bedenklicher Mikrowellenstrahlungshintergrund. Dieser erlosch auf den ersten drei Parkdecks, als der Zylinder verhängt wurde. Nach der Aktivierung des Strahlers drang in einer Höhe von 6,2 m Licht aus dem Zylinder. An der Nord- und Südseite ist es von dunkelblauer Farbe und verschiebt sich in Richtung der Ost- und Westseite entlang des Lichtspektrums in den rot-orangenen Bereich. Es konnte eine Rotverschiebung von Außen nach Innen gerichteten Strahlung und eine Blauverschiebung in umgekehrter Richtung beobachtet werden.
Untersuchung der Druck-Subanomalie
04.11.2006 Forscher Hinkelmann
Aufbau: Juniorforscherin Dr. Heinzel (mit Druckanzug ausgerüstet) wird mit mehreren Druckbehälter, offenen sowie geschlossenen Gefäßen, Schlauchleitungen Flaschen mehrerer Gase (Druckluft, reiner Sauerstoff, Schwefelhexafluorid und Helium) und Flüssigkeiten (Wasser, flüssiger Stickstoff, Leichtbenzin, Aceton und flüssigen Ammoniak) und soll deren Fließverhalten im Einfahrtsbereich von SCP-172-DE untersuchen.
Beobachtung: Alle Eingänge von SCP-172-DE sind auf Bodenhöhe durch ein membranartiges Kraftfeld abgedeckelt, welches auf passierend Materialströme einen Druckwiderstand von 99200 hPa (992 mbar)2 wirkt.
Anmerkung: Verweilein in dieser Zone führte zu Beschwerden durch irregulärem Blutdruck bei Juniorforscherin Dr. Heinzel, welche daraufhin eine Woche Kururlaub erhielt. Es sollten keine hydraulischen Systeme an der Grenze SCP-172-DEs eingesetzt werden.
Abschließender Test der Strukturstabilität
04.11.2006 Forscher Hinkelmann
Aufbau: Ein Gabelstapler drückt auf einer Höhe von 3 m, wo sich eine Stahlbeton-Zwischendecke befinden sollte, gegen die Verzerrung.
Beobachtung: Gabelstapler erfuhr Widerstand von einem festem Objekt. Der Versuch wurde abgebrochen, als Teile der Zinke anfingen, abzublättern. Es konnten keine Schäden an SCP-172-DE festgestellt werden.
Untersuchung der äußeren unterirdischen Struktur
14.12.2007 Seniorforscher Prof. Dr. ████████▌
Aufbau: Um einen weiteren Durchbruch zu vermeiden, wurde ein Bodenradar um SCP-172-DE in Position gebracht, um die Untergrundstruktur gefahrlos zu vermessen.
Beobachtung: Messungen ergaben, dass SCP-172-DE von außen, wie in Bauunterlagen angegeben, nur über 5 Untergeschosse verfügt, und alle Anschlussleitung noch mit dieser Struktur verbunden sind.

Anhang B: Erkundungsprotokoll (Sicherheitsfreigabe der Stufe 4 benötigt)

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