SCP-143
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Objekt-Nr.: SCP-143

Klassifizierung: Euclid

Sicherheitsmaßnahmen: SCP-143 ist in dem an Bioforschungsareal-12 angeschlossenen Tal eingedämmt, einem Areal mit einer Fläche von über 2 km2. Der Zutritt zu dem Gebiet das sich in einem 20-km-Umkreis von SCP-143 befindet und der Zutritt zu allen umgebenden Berggipfeln mit Sichtverbindung ist für die Öffentlichkeit zu untersagen. SCP-143 ist regelmäßig zweimal pro Tag mithilfe einer großen Sprinkleranlage zu bewässern, außer wenn es von lokalem Niederschlag gewässert wird. Es ist dem Personal nicht erlaubt die Umzäunung ohne eine administrative Freigabe der Stufe 4 zu betreten und Mitarbeiter sind angewiesen SCP-143 weder zu berühren, noch ohne angemessene Schutzausrüstung unter ihnen zu stehen. Es ist wichtig, dass sich niemand im Eindämmungsbereich befindet wenn SCP-143 seine Blütenblätter abwirft, allerdings wurde das Einsammeln der Blütenblätter nach dem Abwurf zu Testzwecken vom Projektdirektor erlaubt (siehe SCP-143 Test-Log).

Beschreibung: SCP-143 ist eine Plantage, bestehend aus 300 Exemplaren einer einzigartigen Baumspezies. Die Bäume ähneln in der Erscheinung Prunus x yedoensis (Yoshino-Kirschbaum) oder Japanischen Kirschblüten. Sie tragen keine Früchte und der einzige bekannte Weg der Reproduktion stellt vorsichtige vegetative Vermehrung da, bei der Schösslinge von einem älteren Exemplar abgeschnitten werden.

Die leicht durchsichtigen Blütenblätter besitzen als Farbe ein leichtes Pink und die Textur von glattem Glas. Bei der Handhabung der Blütenblätter ist Vorsicht geboten, da ihre Kanten rasiermesserscharf sind und Fleisch bei unsachgemäßem Umgang mit Leichtigkeit durchschneiden können.

Das Holz und die Rinde besitzen eine hellgräuliche Farbe und ein von Holz zu erwartende Textur, allerdings fühlt sich die Maserung sehr weich an.

Die Blütenblätter und das Holz dieser Bäume sind jedoch wesentlich härter als die meisten natürlichen oder menschengeschaffenen Substanzen. Sie erreichen bis zu 5,000 HB auf der Brinell-Härteskala und widerstehen Temperaturen von bis zu 1800°C. Ihr Verhältnis von Gewicht zu Stärke übertrifft sogar das von Titan, mit rund 15% weniger Gewicht als Aluminium. Trotz dieser Härte sind Holz und Blütenblätter sehr flexibel und so biegsam wie auch die meisten anderen Hölzer.

Beide sind aufgrund ihrer Eigenschaften notorisch schlecht zu bearbeiten, aber bei hohen Temperaturen, 1500 °C und mehr, können separate Stücken miteinander verschmolzen werden. Aus ihnen können hervorragende Rüstungen, Schilde und Waffen hergestellt werden. Durch das langsame Wachstum der Pflanzen ist das Material nur spärlich zu ernten, allerdings werden die Blütenblätter regelmäßig zwei Mal im Jahr von den Bäumen abgeworfen.

Anhang 143-1: Die Bäume wurde vor Ort aus Schösslingen gezüchtet, die 1905 von Elternpflanzen in der Nara-Präfektur, Japan erhalten worden waren. Die Elternbäume befanden sich im Besitz einer Familie traditionalistischer Schwertschmiede, die behaupteten von einem legendären Schwertschmied namens Amakui abzustammen. Sie bezeichneten die ursprünglichen Bäume als "jinki no kodachi" (刃木の木立) oder "Klingenholzhain". Die Foundation erhielt von ihnen die Techniken um das Holz und die Blütenblätter zu schneiden und zu bearbeiten um daraus Nutzgegenstände herzustellen.

Die ursprünglichen Bäume sind noch in Japan und im Besitz der Regierung und werden noch immer von derselben Familie gepflegt. Allerdings hat die Regierung die Existenz der Bäume dementiert und alle aus ihnen hergestellten Produkte werden im Land behalten.

Dokument 143-A: Wir haben heute drei Mitarbeiter an 143 verloren. Sie waren dabei Blütenblätter einzusammeln die die Bäume tags zuvor abgeworfen hatten, als plötzlich eine Windböe aufkam, die sehr viele Blütenblätter von den Bäumen holte und sie durch die Gegend blies. Blieb den ganzen Tag so windig. Ich habe einen Reinigungstrupp geschickt, aber es ist immer noch ziemlich windig und diese merkwürdigen Blütenblätter fallen noch immer. Wir werden die Überbleibsel auflesen müssen wenn der Wind in ein paar Tagen nachlässt.



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