SCP-140-DE

scp-heritage-v3.png
Bewertung: +2+x
Bewertung: +2+x
SCP-XXX-DE-2.jpg

Elektronenmikroskopische Aufnahme von SCP-140-DE-2 in Nährlösung, inaktiv

Objekt-Nr.: SCP-140-DE

Klassifizierung: Euclid

Sicherheitsmaßnahmen: SCP-140-DE-1, und somit SCP-140-DE-2, sind in einer Standardzelle für menschliche Anomalien in Standort-DE17, Ebene 3, möglichst nahe am Personalaufzug unterzubringen. Zur Sicherheit müssen die Zugänge der Luftversorgung mit foundationüblichen Partikelfiltersystemen ausgestattet sein. Die Zelle kann mit einem überwachten "Receive-only"- Onlinezugang ausgestattet werden. Auf Wunsch darf sich SCP-140-DE-1 in Begleitung von Dr. Himmeroth und/oder Wachpersonal im Cafeteria-, Mensa- und Rekreationsbereich frei bewegen, momentan auf eigenen Wunsch mit einer Augenbinde. Persönlichen Anfragen, in Bezug auf Einrichtung, Unterhaltungsmedien etc., sind nach Prüfung und Freigabe durch Dr. Himmeroth, respektive Standortkontrolle, nachzukommen. Regelmäßige, monatliche medizinische Untersuchungen, insbesondere ophthalmologischer Natur, sind durchzuführen, ggf. nötige Behandlungen sind unverzüglich einzuleiten. SCP-140-DE-1 untergeht momentan eine psychotherapeutische Behandlung durch Dr. Himmeroth, welche bis auf Weiteres fortgeführt werden muss. Für SCP-140-DE-2 greifen, durch die Lokalisierung in SCP-140-DE-1, obige Eindämmungsmaßnahmen.

Beschreibung: Viktor E█████, im Folgenden als SCP-140-DE-1 bezeichnet, ist ein 22-jähriger Mann westeuropäischen Typs. Er wiegt etwa 81 kg bei einer Körpergröße von 1,76 m und leidet an starker Myopie (-6.25 Dioptrien rechts und -6.50 Dioptrien links). Die Sehschwäche wird durch eine Brille ausgeglichen. Zu weiteren Details siehe Dokument MED E-PER-7875 fortl.. In beide Iris wurden mit nicht bekannten Methoden radial die Schriftzüge "OCUOPT Gmbh" sowie "Second Sight! ®" eingefügt. Weder die erwähnte Firma, noch das Produkt, sind in Deutschland bekannt; eine Korporation namens "OCUOPT INC." existierte bis 1923 in den USA, mit dem Schwerpunkt der Linsenherstellung. Weitere Nachforschung ist anhängig. Die Schriftzüge deuten darauf hin, dass SCP-140-DE-2 exklusiv auf SCP-140-DE-1 zugeschnitten wurde. Da die einzigen anomalen Eigenschaften von SCP-140-DE-1 die Fähigkeit zur Wahrnehmung bzw. des Auslösens der Effekte von SCP-140-DE-2 sind, besteht die Möglichkeit, dass ebendiese Fähigkeiten als nicht-anomal einzustufen sind. Sollte sich dieser Umstand bestätigen, muss bestimmt werden, ob SCP-140-DE in Zukunft als Instanz von SCP-140-DE-2 behandelt, oder dem E-Klasse-Personal zugeteilt wird. Gegebenfalls besteht dann die Möglichkeit der Reklassifizierung von SCP-140-DE zum "Sicher"-Status. SCP-140-DE-2 ist eine Ansammlung von kondensierten Kollagenfibrillen (im Mittel 25 nm lang) innerhalb des corpus vitreum (Glaskörper) beider Augäpfel von SCP-140-DE-1. Sie gleichen im Aufbau denjenigen, welche den als "mouches volantes" bekannten Effekt auslösen, also die Wahrnehmung transparenter, fadenartiger Strukturen, die sich durch das Gesichtsfeld des Betroffenen bewegen und völlig harmlos sind. SCP-140-DE-2 zeigt unter bestimmten Voraussetzungen die Fähigkeit zur sinngerichteten Selbstorganisation, Selbstrekombination, zur spontanen Bildung weiterer Fibrillen aus dem umliegenden Gewebe, sowie der Destruktion derselben. SCP-140-DE-1 erscheinen die gebildeten Strukturen wie menschliche, semitransparente, dabei aber hoch detaillierte Figuren, deren Farbgebung sich auf schwarze und graue Töne beschränkt. Der Effekt setzt ein, sobald SCP-140-DE-1 sich in einen Bereich von ca. 121 m Radius um einen Ort, an welchem in der Vergangenheit eine oder mehrere Personen einen gewaltsamen Tod (Mord oder Mord im Affekt) gefunden haben, begibt. Das Zentrum einer solchen Zone stellt den Ort des effektiven Ablebens einer Person dar, theoretisch beobachtbar für SCP-140-DE-1, allerdings nur innerhalb des Wirkungsareals. SCP-140-DE-2 erzeugt simultan in beiden Augäpfeln sich optisch deckende, perspektivisch korrekte Visionen der Opfer dieser Taten, welche bei Beginn der Wahrnehmung durch SCP-140-DE-1 in einen Zyklus der letzten Momente vor ihrem Ableben treten, d. h. sie bleiben sichtbar bis zum Exitus, verschwinden dann, um am Ausgangspunkt wieder aufzutauchen, sich bis zum Ort des Ablebens zu bewegen und so fort. Bis zum jetzigen Zeitpunkt konnte jeder registrierte Mord verifiziert werden, der innerhalb eines Zeitraumes von über 400 Jahren stattfand. Blickt SCP-140-DE-1 nicht in die richtige Richtung, schließt die Augen oder sieht weg, zerfällt die gebildete Struktur von SCP-140-DE-2. Sie wird bei Wiederaufnahme des Sichtkontaktes innerhalb von weniger als drei hundertstel Sekunden wiederhergestellt. Die Illusionen werden sich dann so weit "bewegt" haben wie in der Zeit des unterbrochenen Sichtkontaktes. Natürliche Hindernisse wie Bäume oder Mauern lassen die entsprechenden Teile von SCP-140-DE-2 ebenfalls zerfallen; umgeht SCP-140-DE-1 die jeweilige Sichtblockade, wird das Bild rekonstruiert, in korrekter Temporalrelation. SCP-140-DE-1 kann die Figuren von allen Seiten und beliebiger Entfernung betrachten, der Effekt endet erst bei Verlassen der betreffenden Zone. Es ist möglich, dass sich mehrere Wirkungsradien überschneiden, multiple vergangene Todesfälle sind simultan beobachtbar, starke Häufung führt zur Bildung der zur Darstellung benötigten Mengen von SCP-140-DE-2 (siehe "Ausgewählte Testprotokolle").


Zur Ingewahrsamnahme von SCP-140-DE: Die Foundation wurde am 23.07.2015 durch Meldung von Agent F. Rozek (verdeckt in der Polizeidienststelle █ in M██████ tätig) auf SCP-140-DE aufmerksam gemacht. Ein Mann hatte den Mord an einer jungen Frau gemeldet, die erwürgt worden sei. Seiner Darstellung nach, hatte er am frühen Abend ein Waldstück bei P██████ betreten, um Wasser zu lassen. Dabei sei ihm eine grau-durchscheinende Frau aufgefallen, die sich in etwa 20 Meter Entfernung auf dem Boden liegend befand. Sie sei allein gewesen, habe jedoch eindeutig die Bewegungen eines Koitus ausgeführt. Der Zeuge gab an, zu diesem Zeitpunkt nicht nüchtern gewesen zu sein und sich deshalb der Szene genähert zu haben, obwohl er gewusst habe, dass es sich um einen Geist handle. Der Mann gab weiter an, der Akt sei zum Stillstand gekommen, unsichtbare Finger hätten den Hals der Frau eingedrückt, während ihre Arme wild durch die Luft ruderten, wo sie gegen nicht vorhandene Hindernisse schlugen. Der Mann habe sich im Schock nicht bewegen können und beobachtet, wie die Frau verstarb. Sie habe sich dann in Luft aufgelöst, sei aber beinahe sofort wieder erschienen, abermals im Koitus begriffen. Er habe dann die Flucht ergriffen und die Polizei alarmiert. Später weigerte er sich strikt, dem Tatort näher als 40 Meter zu kommen. Die Polizei konnte keine Anzeichen eines Verbrechens entdecken, eher zufällig stellte ein Kommissar eine leichte Absenkung des Bodenniveaus fest. In etwa einem halben Meter Tiefe stießen die Beamten auf den Leichnam der seit 32 Jahren vermissten Helena L███, einer bekannten Prostituierten aus M██████. Der Zeuge wurde daraufhin zur Dienststelle gebracht, wo ein Blutalkoholtest eine Konzentration von 1,2 Promille ergab. Nach Aufnahme des Berichts meldete sich Agent Rozek bei der zuständigen MTF, welche eine Gruppe Mitarbeiter in Zivil entsendete. Der Zeuge wurde noch in derselben Nacht protokollgemäß zu Standort-DE17 verbracht. 14 Stunden später begannen die Vernehmungen von SCP-140-DE-1 durch Dr. Himmeroth. Zwei Tage später wurde eine fingierte Vermisstenanzeige bei der betreffenden Polizeidienststelle lanciert. (siehe Gesprächsprotokoll MV EX-PER 1)


Gesprächsprotokoll MV EX-PER 1

Anmerkung: Bei diesem Protokoll handelt es sich um eine Video/Audio-Transkription der Befragung vom 24.7.2015, durchgeführt in Standort-DE17, Ebene 3. Befragt wurde SCP-140-DE-1 von Dr. Himmeroth. SCP-140-DE-1 zeigte sich auf dem Weg zur Befragung hochgradig nervös und legte einen Teil des Weges mit dem Rücken zur Wand zurück. SCP-140-DE-1 wird in diesem Dokument mit "S1" abgekürzt.

Dr. Himmeroth: "Guten Tag, Herr E█████. Nehmen Sie doch Platz. Mein Name ist Dr. Himmeroth. Wie fühlen Sie sich heute?"

S1: "Ich habe grad wieder einen Geist gesehen. Meine Haare stehen mir zu Berge. Ist das hier eine Irrennanstalt?"

Dr. Himmeroth: [lacht] "Langsam, langsam. Zunächst einmal: Nein, keine Irrenanstalt. Und Sie sind nicht verrückt, denke ich, falls Sie darauf anspielen wollen."

S1: "Dann spukts bei Ihnen."

Dr. Himmeroth: "Was haben Sie denn genau gesehen, wenn ich fragen darf?"

S1: "Auf dem Gang draußen ist jemand erschossen worden! So eine Scheiße!"

Dr. Himmeroth: "Na na. Ich habe weder Schüsse noch sonst etwas mitbekommen, Herr E█████."

[ S1 winkt ab ]

Dr. Himmeroth: "Können Sie mir sagen, seit wann…"

[ S1 springt vom Stuhl auf und presst die Hände vor den Mund ]

S1: "[unverständlich]… nein!"

Dr. Himmeroth: "Herr E█████, beruhigen Sie sich, bitte!"

S1: "Die Frau! Haben Sie die gesehen? Die hinter Ihnen in die Ecke geworfen wurde?!"

Dr. Himmeroth: "Hier ist niemand. Beruhigen Sie sich!"

[ Wachpersonal betritt den Raum, wird aber von Dr. Himmeroth hinausgewunken ]

S1: "Auch abgeknallt! Mir wurde gesagt, hier wärs BESSER! Hier ist es viel SCHLIMMER!"

Dr. Himmeroth: "Jetzt ist es wohl vorbei, ja? Unterhalten wir uns. Ein Glas Wasser? Kaffee?"

S1: "Nicht vorbei. Die kommt gleich wieder rein. Ich bleib hier nicht!"

[ S1 macht Anstalten, den Raum zu verlassen ]

Dr. Himmeroth: "Moment, Moment. Wir finden eine Lösung!"

Anmerkung: Die Befragung wurde etwa 20 Minuten später in einem anderen Raum fortgesetzt.

Dr. Himmeroth: "Fühlen Sie sich hier besser, Herr E█████?"

S1: "Hören Sie, seit kurzem seh ich Leute sterben. Die sterben, kommen zurück und sterben wieder. Und dann nochmal. So eine brutale Scheiße!"

Dr. Himmeroth: "Deswegen sind wir hier. Wir finden heraus, was los ist, dann finden wir eine Lösung, in Ordnung? Also… wann ging das los mit den… Geistern?"

S1: "Bin mir ziemlich sicher, dass mir der Drecksack von Augenarzt das angetan hat."

Dr. Himmeroth: "Bitte fangen Sie von vorne an."

S1: "Also, ich hab schlechte Augen, kurzsichtig. Und die werden wohl noch schlechter werden, deswegen geh ich so einmal im Jahr zum Augenarzt. Immer zu demselben. Da krieg ich nen Anruf von seiner Urlaubsvertretung, also eher von dessen, wie nochmal… Rezeptionistin?"

Dr. Himmeroth: "Sprechstundenhilfe?"

S1: "Ja, genau. Ich soll, wenn möglich vorbeikommen, zur jährlichen Untersuchung."

Dr. Himmeroth: "Kam Ihnen das komisch vor?"

S1: "Schon. Aber die Frau sagte, Doktor F███████ hätte den anderen Doktor gebeten, möglichst viele solcher Fälle abzuarbeiten. Weil sonst so gut wie keine Patienten da wären. Wegen dem Urlaub."

Dr. Himmeroth: "Ich nehme an, Sie gingen hin?"

S1: "Semesterferien. Da bin ich halt hingegangen. War alles normal, ich war der einzige Patient, das war ganz angenehm. Ich komme also gleich dran, der Doktor kontrolliert meine Augen und sagt zu mir, alles wäre ok."

Dr. Himmeroth: "Gar nichts Ungewöhnliches?"

S1: "Nein, diese Tropfen, die die Pupillen weiten, kurz warten, Kontrolle, fertig. Aber ein paar
Stunden später seh ich einen Geist. Ich denk ich spinne und hab bei dem Arzt angerufen. Weil ich dachte, die Tropfen waren nicht in Ordnung. Ich hab nämlich sehr viel "mouches volantes" und die Geister sahen so ähnlich aus, nur größer und… scharfgestellt. Ich weiß nicht, wie ich das erklären soll. Auf jeden Fall geht keiner ans Telefon. Und am nächsten Tag gabs keine Vertretung und auch sonst nichts mehr."

Dr. Himmeroth: "Interessant. Beschreiben Sie doch einmal den Arzt und geben Sie mir bitte die Adresse der Praxis."

[ S1 kommt der Bitte nach ]

S1: "Wie gesagt, danach seh ich Gespenster. So eine Scheiße. Und im Wald bin ich zu der
Geisterfrau hingegangen… ich war irgendwie sauer… und nicht ganz nüchtern. Hätte ich´s mal gelassen."

Dr. Himmeroth: "Gut, danke, Herr E█████. Sie werden jetzt erst einmal medizinisch durchgecheckt, dann ruhen Sie sich aus, essen einen Happen. In Ordnung?"

S1: "Ok. Solang dieses irre Zeug aufhört, gerne."



Ausgewählte Testprotokolle

Anmerkung: In dem Zeitraum, in dem folgende Tests stattfanden, wurde in Standort-DE17 versucht, entnommenes Gewebe mit SCP-140-DE-2 in verschiedene Probanten aus dem D-Klasse Personal zu implantieren. Keines der Versuchssubjekte wurde geschädigt, allerdings wurde der anormale Effekt von SCP-140-DE-2 nicht ausgelöst.

Testparameter: SCP-140-DE-1 wurde zu dem jeweiligen Testareal von Dr. Himmeroth sowie den Agenten Requart und Anderson begleitet. SCP-140-DE-1 wurde bei keiner Exkursion über das Ziel informiert, der Transport fand in einem blickdichten Transporter statt. Etwa zwei Kilometer vor Erreichen des Ziels wurden SCP-140-DE-1 zusätzlich die Augen verbunden, die Augenbinde wurde erst innerhalb bzw. kurz vor dem Zielperimeter entfernt.

Test MV EX-PER 27.1

Datum: 15.9.2015, 14:00-15:00 Uhr

Ort: Stadtfahrt durch N██████

Ergebnis: Mindestens zwei Sichtungen, Art des Todes wurde wegen Fahrzeugbewegung nicht erkannt, zwei Morde im infrage kommenden Gebiet bestätigt.


Test MV EX-PER 30.1

Datum: 4.10.2015, 00:50-1:30 Uhr

Ort: Landstraße bei E██████, wo sich angebliche Sichtungen einer geisterhaften Anhalterin häuften. (Kein Ergebnis bei Untersuchungen durch die Foundation)

Ergebnis: Keines



Test MV EX-PER 48.1

Datum: 20.10.2015, 9:00-9:10 Uhr

Ort: Ehemaliges Konzentrationslager Dachau

Ergebnis: Multiple Sichtungen, Bestätigung irrelevant. SCP-140-DE-1 erbrach sich und erlitt einen Nervenzusammenbruch. Verfärbung der Augäpfel ins Graue aufgrund extremer Häufung von SCP-140-DE-2



Test MV IN-PER 1.1

Datum: N/A

Ort: Standort-DE17

Ergebnis: Terminierung von D-Klasse-Personal vor den Augen von SCP-140-DE-1 zur Zeitbestimmung zwischen Exitus und Erscheinen der Bilder von Standortdirektion nach Intervention seitens Dr. Himmeroths abgelehnt.


Test MV EX-PER 78.1

Datum: 16.11.2015, 2:00-2:45 Uhr

Ort: Wasserpark ██████ in Bad ██████, Tiefgarage

Ergebnis:

Anmerkung: Bei dem folgenden Protokoll handelt es sich um eine Video/Audio-Transkription der Aufzeichnungen aus den Kameras der Agenten Requart und Anderson.

[ Augenbinde wird von Dr. Himmeroth entfernt ]

Dr. Himmeroth: "So, dann wollen wir anfangen. Wie fühlst du dich?"

S1: "Mir gehts jedesmal beschissen, wenn wir das machen."

Dr. Himmeroth: " [lächelt] Superheld, schon vergessen? Siehst du schon etwas?"

A. Anderson: "Der allmächtige Thaumiel." [ unterdrücktes Lachen ]

S1: Gehen wir ein Stück. Ok, da sind sie. Zwei… nein, drei Männer. Kampfanzüge, Maschinenpistolen oder sowas. Sie rennen, feuern nach hinten… die hauen vor irgendjemand ab."

Dr. Himmeroth: "Nur weiter."

S1: "Sie sind hinter den Betonpfeilern da vorne in Deckung gegangen. Schießen immer noch."

A. Requart: "Vorrücken, Doktor?"

Dr. Himmeroth: "Ja, zu den Säulen. Aber gemächlich. Wir warten den nächsten Zyklus ab. Ist dir irgendetwas Besonderes aufgefallen?"

S1: "Schon, ja. Die Typen haben auf den Helmen dasselbe Symbol wie Sie auf ihren Notizzetteln in der Anlage. Oder die beiden Herren hier unter ihren Mantelaufschlägen."

A. Requart: "Na toll."

S1: "Also haben wir Soldaten in der Anlage, oder was?"

Dr. Himmeroth: "Konzentrier dich. Was siehst du?"

S1: "In der Zwischenzeit sind sie um die Ecke da gelaufen, da hab ich sie verloren."

[ Die Gruppe erreicht die Stützpfeiler ]

S1: "Ok, da kommen sie wieder. Einer schreit was in ein Teil an seinem Kragen. Funkgerät, glaub ich. Sie sind hier. Äh… Einer steht in Ihnen drin…"

A. Anderson: [ rückt beiseite ] "Shit."

S1: "Also, jetzt hier um die Ecke. Rennen wie verrückt. Schießen nicht mehr. Es geht los… glaub ich. Angehalten. Einer wurde an die Wand geworfen. Lebt noch. Nein, tot. Wie… was war…"

Dr. Himmeroth: "Die anderen?"

S1: "Feuern wieder. Einer jetzt am Boden. Er… oh Gott!"

[ S1 schwankt, Agent Anderson reagiert und hält S1 ]

A. Anderson: "Hey, reiß dich zusammen. Dir passiert nichts, das weißt du doch!"

S1: [ würgt ] "Bein abgerissen. Brust eingedrückt, Gesicht… weg. Tot. Gottseidank."

Dr. Himmeroth: "Durchatmen. Der letzte Mann?"

S1: "Auch tot. Scheiße, der wurde… gefressen?! Ah, vorbei."

Dr. Himmeroth: "In Ordnung, das genügt. Gut gemacht. Wir gehen hier entlang nach draußen. Versuch die Atemübung."

S1: "Mann, ich SCHEISS auf Superheld!"

Abschlussnotiz: In Bezug auf SCP-140-DE sind zwei Punkte von Wichtigkeit. Zunächst einmal muss die Gruppe bzw. die Person ermittelt werden, die hinter der ominösen "OCUOPT Gmbh" steckt. Es ist hochwahrscheinlich, dass durch sie SCP-140-DE-1 mit SCP-140-DE-2 infiziert wurde. Folglich hat die Gruppierung ein Interesse an SCP-140-DE-1 und hat ihn wahrscheinlich auch beobachtet, als er mit der Foundation in Kontakt kam. Deshalb hat zum Schutz der Foundation, wie auch wegen der hohen zur Schau gestellten biothaumaturgischen bzw. nanotechnologischen Kompetenzen eine Untersuchung hohe Priorität. Zweitens besteht der unbestreitbare Nutzen von SCP-140-DE-1 darin, bei Nachuntersuchungen von Personalverlusten durch nicht eingedämmte SCPs deren Taktiken, Tötungs- und Jagdverhalten und dergleichen zu analysieren. Momentan benötigt SCP-140-DE-1 noch psychologische Unterstützung um seine neuen Fähigkeiten einordnen zu können, allerdings zeigten sich im Zuge einer Therapie bereits Fortschritte.

Dr. Himmeroth, Projektleitung, Abt. Personalbetreuung, Thaumaturgie, Standort-DE17

Sofern nicht anders angegeben, steht der Inhalt dieser Seite unter Lizenz Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 License