SCP-124-DE
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Objekt Nr.: SCP-124-DE

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SCP-124-DE-2

Klassifizierung: Sicher

Sicherheitsmaßnahmen: SCP-124-DE-1 wird, zusammengelegt mit SCP-0124-DE-2, in einer Hutschachtel aufbewahrt, unter einer bruchfesten, mit einem Metallgitter verstärkten Glasvitrine in Sektor-C1 für anomale Objekte, welcher sich in Standort-DE38 befindet. SCP-124-DE-1 und SCP-124-DE-2 werden getrennt voneinander in Stahlkassetten in Sektor-C1 für anomale Objekte in Standort-DE38 aufbewahrt. Die Kassetten sind in zwei separaten Eindämmungschränken gesichert. Die Kassetten sind mit einem biometrischen Scanner versehen der nur auf das für die Objekte zuständige Forschungspersonal eingestellt ist. Zusätzlich wurde an SCP-124-DE-1 und SCP-0124-DE-2 ein GPS-Sender angebracht.

Seit dem Vorfall Geist-2/4 ist streng darauf zu achten, dass Experimente mit D-Klasse-Personal nur durchgeführt werden, wenn diese Sprengstoffhalsbänder tragen. Standardmässig soll SCP-124-DE-1 und SCP-124-DE-2 mit wasserlöslicher Farbe markiert werden, um die Position des Testpersonals auch im aktiven Zustand des SCP zu erkennen. Für den Fall, dass trotzdem ein oder mehrere Exemplare von SCP-124-DE entwendet werden, muss das Eindämmungsprotokoll „Geisterjagd“ eingeleitet werden.

Nach jedem Test ist SCP-124-DE in exklusiv für es vorgesehenen Waschmaschine zu reinigen. Die Maschine ist in einem separaten, mit einem Kartenleser ausgestatteten Raum. Im Raum befinden sich neben der Waschmaschine ein Schrank mit für SCP-124-DE zugelassenen Waschmitteln und Standardwaschküchenutensilien. SCP-124-DE ist im Feinwaschprogramm für das Waschen von Seide zu waschen bei 30°C und als Waschmittel wird ein Bio-Produkt der Marke Sonett1 aus dem Reformhaus verwendet. Anschließend ist SCP-124-DE in einem Wäschetrockner auf einen Wäscheständer, der sich im gleichen Raum befindet, zu trocknen. Hierbei hat ein Foundation-Mitarbeiter der Stufe 2 oder höher die Aufsicht zu führen. Notfalls darf SCP-124-DE von Hand mit einer Bio-Seife gewaschen werden.

Nachtrag vom 20.06.2000: Seit Vorfall 124-01-A gehört es zum Aufgabenbereich von MTF DE38-ℜ Rena „Seher“, nach Exemplaren von SCP-124-DE zu suchen und diese sicherzustellen. Die Foundationsangestellten müssen bei einer Begegnung mit einem feindseligen Benutzer von SCP-124-DE-Kleidung versuchen diese zu verschmutzen und auf sie zu schießen. Nach momentanen Erkenntnisstand wird SCP-124-DE deswegen nicht neutralisiert, aber dadurch kann der „Besitzer“ überwältigt werden. Kann das Personal die neue Instanz nicht sichern, muss versucht werden das uneingedämmte Exemplar zu zerstören2. Im Notfall darf die Person, die im Besitz des SCPs ist, verletzt werden, um sie nachher befragen zu können. Für den Fall, dass ein weiteres Exemplar von SCP-124-DE-1 auftaucht, wird dieses mit SCP-124-DE-1-# vermerkt. Bekleidungen, die aus SCP-124-DE-A bestehen und nicht mit SCP-124-DE-1 in Verbindung stehen, werden im Folgenden als SCP-124-DE-2-# bezeichnet.

Beschreibung: SCP-124-DE-1 ähnelt einem Kapuzenmantel, wohingegen SCP-124-DE-2 eher einer Ballonmütze aus dem 19. Jahrhundert gleicht. Auf der Innenseite von SCP-124-DE-1 ist ein Etikett mit der Aufschrift „Prototyp T1. Magistra Wunder". Die Etikette von SCP-124-DE-2 weist es als Produkt der Firma: „Mrs Mirablis, Tapferes Schneiderlein GmbH“ aus.

Sowohl SCP-124-DE-1 als auch SCP-124-DE-2 bestehen aus einem bisher unbekanntem Stoff, hier im Dokument als SCP-124-DE-A bezeichnet, der äußerlich Seide ähnelt. Trotz seiner dunklen Farbe schillert der Stoff im Farbspektrum von Rot bis Purpurn. Es ist nicht eindeutig, ob SCP-124-DE-A selbst etwas mit den anomalen Fähigkeiten zu tun hat, es wird allerdings als wahrscheinlich betrachtet, dass die Muster, die in den Stoff eingearbeitet sind, eine wichtige Rolle spielen.

Der anomale Effekt wird erst dann aktiviert, wenn SCP-124-DE-1 oder SCP-124-DE-2 getragen werden, was bedeutet, dass sie von einem lebenden Wesen korrekt angezogen wurden. Durch den anomalen Effekt wird der Träger danach sofort unsichtbar, mit der Kleidung, die er/sie in dem Augenblick trägt. Das Gleiche gilt mit Objekte, die in Taschen oder am Körper oder an der Kleidung befestigt sind3. Es war bisher optisch unmöglich, direkt auszumachen wo die Person steht. Versuche mit bildgebende Verfahren, in diesen Fall Wärmebildkameras und Sonaren, ergaben folgende Ergebnisse:

  • Zwar konnten Wärmebildkameras den Bereich erkennen in dem sich der Träger befand, allerdings war auf dem Bild nur eine “Wolke” mit einem Querschnitt von 4 m zu erkennen, die sich kaum vom Hintergrund abhob.
  • Bei der Verwendung eines Sonars kam es bei der Auswertung der Daten zu Schwierigkeiten, was dadurch sichtbar ist, dass die Position nur verzögert angezeigt wurde.

Deswegen sind diese Verfahren für den Feldeinsatz nicht anwendbar. SCP-124-DE-1 und -2 lassen den Träger zwar unsichtbar werden, nicht aber physisch verschwinden. Durch diesen Fakt kann die Anwesenheit der „Verhüllten“ erkannt werden, wenn er/sie zum Beispiel nass wird oder Gegenstände verschiebt. Gleiches gilt, wenn Träger und/oder SCP-124-DE im aktiven Zustand verschmutzt werden. Interessanterweise wird Schmutz bis ca. 1 g/cm2 mit unsichtbar, wenn er im "sichtbaren" Zustand auf SCP-124-DE kommt. Wird dieser Wert überschritten, so bleibt der Schmutz sichtbar, wenn er nicht vom SCP selber abgestossen wird.

Es macht den Anschein, dass SCP-124-DE das Problem des Unsichtbarwerdens4 löst, in dem es durch ein antimemetischen Effekt unterstützt wird, der auf den Beobachter wirkt. Der Beobachter verliert dadurch das Interesse an dem Bereich, der SCP-124-DEs Träger einnimmt. Dr. Faust hat zusätzlich eine Theorie, nach der die SCP-124-DE-Kleider durch die Ummantelung, die den sekundären Effekt hervorbringt, zusätzlich vor Schaden geschützt sind, wie Zerreissen, Zerschneiden oder Abscheuern. Für weiter Angaben sind in der Anmerkung von Dr. Faust zu Experiment-124-DE/5 einzusehen. Versuche SCP-124-DE zu erforschen, unter anderem das Wechselspiel von primären und sekundären Eigenschaft, oder es zu kopieren, um es eventuell für Feldeisatz nutzbar zu machen, werden unterstützt. Momentan wird dies nur vom der Tatsache erschwert, dass noch kein Weg gefunden wurde, wie man von SCP-124-DE Proben entnehmen kann und der Reaktion der Exemplare auf Gewalteinwirkung, siehe hierzu Testlog 124-DE/1.

Entdeckung: SCP-124-DE-1 geriet in den Besitz der Foundation, als die Agenten Wiesel und Fuchs bei einer Versteigerung in einem Pfandhaus das anomale Objekt entdeckten. Agenten Wiesel und Fuchs wurden durch die Reklame auf die Veranstaltung aufmerksam, die eine Woche vorher „fantastische und magische Relikte auf vergangene Zeiten“ anpries. Dabei entdeckte Agentin Fuchs SCP-124-DE-1 in einer Vitrine mit einem Couvert. Sie fragte die Besitzerin des Pfandhauses danach, da es als „Original Zaubererumhang“ ausgewiesen wurde. Sie gab an, dass um 1989 eine junge Frau, mit einer schwarzen Lockenfrisur, mit einem Paket kam und es ihr für „Bares“ getauscht hat. Sie sollte angeblich gesagt haben, dass sie es wieder abholen wollte, da die Verkäuferin aber über 5 Jahre gewartet hatte, versteigerte sie es, da sie es für eine modische Kostbarkeit hielt. Agent Wiesel und Fuchs ersteigerten SCP-124-DE-1, als einer der Käufer es versuchsweise anzog und dabei den anomalen Effekt aktivierte. Nachdem die Foundation eingeschaltet wurde und die Anwesenden mit A-Klasse-Amnesikas behandelt hatte, verlief die Versteigerung ohne weitere Zwischenfälle.

Der Brief, der im Couvert bei SCP-124-DE-1 beilag, ist an den zukünftigen Käufer gerichtet, für den Fall, dass die vorige Besitzerin es nicht abholt. Zusammengefasst solle der neue Besitzer „sorgfältig und gewissenhaft“ mit dem Mantel umgehen, weil es ein „Unikat“ sei. Ähnlich wie bei der Etikett, wurde ein mit blossen Auge nicht erkennbares „Wasserzeichen“ hinzugefügt. Durch eine noch unbekannte Methode wurde auf dem Brief im Stile eines Wasserzeichen das Siegel des Ministeriums für Staatssicherheit und darüber, in römischer Schreibweise, die Zahl 25 für das blosse Auge nicht erkennbar aufgebracht. Im Weiteren wird darauf hingewiesen, keinen Falls zu versuchen, die „Besonderheit“ des Kleidungsstücks zu ergründen, da der „Schlüssel zur Handwerkskunst“ des Verfassers fehle. Wenn man Kontakt aufnehmen wolle, solle man nach „Wunder“ suchen. Der genaue Wortlaut kann im Archiv unter Dokument Brief-124 angefragt werden. Die Analyse des Papiers, Tinte und Schrift ergab, dass es auf einer Schreibmaschine aus der angegebenen Zeitraum stammt, der die Besitzerin des Pfandhauses angab. Zusätzlich waren im Couvert sechs Dias. Sie zeigten die fünf Personen, 2 Frauen und 3 Männer. Die Bilder zeigen die Personen bei alltägliche Dinge, wie Kaffee trinken, als auch in einen Art Labor arbeitend. Keiner von ihnen ist auf allen sechs zu sehen, zwei sogar nur auf nur zwei. Neben einem Datum waren zwei, drei Sätze aufgeschrieben, die offenbar die Szenerie kommentierten. Alle Dias haben aber gemeinsam, dass unten in der Ecke „Freunde von der Arbeit“ geschrieben hatten. Rechercheteam 25 wertet zur Zeit die Fotografien aus, um die Personen zu identifizieren.

Dokumente

[Interview 124-DE-1/2 und 2/2 wegen Trivialität ausgeblendet.]


Die Foundation wurde auf SCP-124-DE-2 aufmerksam, als ein Bericht von Geistererscheinungen in mehreren Städten in Gebiet um den Bodensee aufkamen. Die MTF-DE38-𝔐 (Morgana „Hexenmedium“) wurde ausgesandt, da eine Anomalie ähnlich SCP-128 vermutet wurde, und konnte Sophie Maienberg internieren, die im Besitz von SCP-124-DE-2 war. Sie gab an, SCP-124-DE-2 sei ein Geschenk von ihrem Ex-Freund, der sie damit milde stimmen wollte, nachdem er sie verlassen hatte. Nachdem ihr die anomale Eigenschaft des "Geschenks" aufgefallen war, wollte sie anfänglich Rache ausüben. Allerdings begann sie später damit, kleinere Diebstähle zu begehen. Der Ex-Freund, Jannik Weckenbauer, wurde innerhalb von 8 Tagen ausfindig gemacht und über das "magische" Geschenk befragt. Nach seiner Aussage, habe er es aus einem Seitengassenladen Namens „Zauberbedarf“. Nach dem Interview wurde beiden standardmäßig einen Amnesizierung der B-Klasse verabreicht. Den besagten Laden anhand von Jannik Weckenbauers Beschreibung und des Etiketts ausfindig zu machen führte zu keinem fruchtbaren Ergebnis.

Experimente

Es dürfen keine Experimente mit Tieren gemacht werden. Kreuzversuche mit anderen SCPs dürfen nur gemacht werden, wenn SCP-124-DE von einem fachkundigen Wissenschaftler von Stufe 4 oder höher getragen wird.

Seit dem Vorfall Geist-2/4 darf Dr. Lichtenfeldt nicht mehr mit SCP-124-DE arbeiten. Sie steht unter Verdacht, ein Experiment mit SCP-124-DE-1 nicht sorgfältig durchgeführt und durch ihr fahrlässiges Handeln D-4134-45 die Flucht ermöglicht zu haben. Dank Eindämmungsprotokoll „Geisterjagd“ konnte die SCP-124-DE-Instanz wieder gesichert und D-4134-45 terminiert werden. Sie wird in eine andere Forschungsgruppe verlegt und ein Verfahren nach Founation-Sicherheitsverordnung Art. 9b „Sorgfaltspflicht beim Umgang mit Klasse-D-Personen“ läuft gegen sie.


[Experiment-124/2 bis /4 wegen Trivialität ausgeblendet.]


Experimente mit SCP-124-DE sind seit Vorfall Geist-2/4 nur noch mit Einwilligung von O4-8 erlaubt.
Gezeichnet O4-8, Direktorin von Standort-DE38

Nachtrag vom 20.06.2000: Es gibt Anzeichen, dass es weitere Exemplare von SCP-124-DE-2 gibt. Es wird durch die bisherigen Ereignisse geschätzt, dass diese kaum eine Stückzahl von fünf überschreitet.

Vorfälle

Ereignisbericht zu Vorfall 124-01-A

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