SCP-1123
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Leicht aufbereitetes Foto von SCP-1123, das die Khmer-Schrift auf dem Squama frontalis zeigt.

Objekt-Nr.: SCP-1123

Klassifizierung: Sicher

Sicherheitsmaßnahmen: Um eine Zersetzung von SCP-1123 und seiner Markierungen zu verhindern, muss es in einem hermetisch versiegelten Container in einer Argongas-Atmosphäre aufbewahrt werden, wenn es nicht getestet wird. Während Tests und Aufbewahrung sollte die Lichtaussetzung auf 50 Lux begrenzt werden, die Temperatur zwischen 20 und 24 Grad Celsius betragen und eine relative Feuchtigkeit von 55% herrschen. SCP-1123 sollte nur in seinem Container transportiert und nicht außerhalb eines kontrollierten Experiments gehandhabt werden. Wenn es nicht getestet wird, wird es in einem sicheren, klimaregulierten Schrank in Standort 19 gelagert.

Beschreibung: SCP-1123 ist ein menschlicher Schädel, dem der Unterkiefer und all seine Zähne fehlen. Entlang des äußeren Squama frontalis ist moderne Khmer-Schrift, geschrieben mit menschlichem Blut, welche übersetzt “Erinnern” bedeutet. Sowohl Schädel, als auch Blut wurden mit Sicherheit auf das Jahr 197█ datiert und genetische Tests bestätigten, dass beide von demselben Individuum stammten.

SCP-1123 wurde 198█ von Colonel Hu ████ von der Vietnamesischen Volksarmee in einer Sammlung menschlicher Überreste im Besitz des ████ █████ ████████ Museums in █████ ████, Kambodscha, gefunden. SCP-1123 wurde von Agenten der Foundation abgefangen, als es nach Hanoi geliefert wurde.

Die Khmer Schrift ist stark verwittert und für die meisten Subjekte auf eine Entfernung von mehr als 5 Metern unsichtbar. Wenn sich ein Subjekt jedoch SCP-1123 nähert, berichtet es, dass die Schrift kontinuierlich besser sichtbar wird, bis sie, auf eine Distanz von weniger als 1 Meter, erscheint, als wäre sie frisch geschrieben worden. Einige Subjekte berichten auf diese Entfernung, dass das Geschriebene “noch immer feucht” ist. Dieser Effekt ist mit optischer Ausrüstung nicht reproduzierbar. Um die Schrift fotografisch aufzuzeichnen, erfordert es optische Verstärkung oder UV-Licht. (Letzteres ist nicht zur Verwendung mit SCP-1123 freigegeben, da es zur Verwitterung des Objekts beiträgt.) Subjekte werden auf diese Distanz oft auch von anderen anomalen, sensorischen Phänomenen berichten, einschließlich Gerüchen (wie kochendes Fleisch oder Asche), Geräuschen (wie leichtes Weinen, leises Herzklopfen oder Atmen oder entfernte Schritte) und Berührungen (wie Splitt in den Augen, über den Handrücken krabbelnde Ameisen oder Glassplitter in der Fußsohle).

Wenn Subjekte die Oberfläche von SCP-1123 berühren, erleben sie einen Zustand dissoziativer Fugue. Die Initiation dieses Zustands erscheint umgehend zu sein und wird nicht von der Beendigung des Kontakts mit SCP-1123 beeinflusst. Symptome der Fugue bestehen für neunzig Minuten bis sechs Stunden. Die Fugue wird charakterisiert durch Verwirrung, Orientierungslosigkeit und das Annehmen einer neuen Identität und neuer Erinnerungen, welche aus Wissen bestehen, welches Sprache beinhaltet, die das Subjekt zuvor nicht kannte. Während der Fugue wird das Subjekt jegliche Erinnerungen seiner vorhergehenden Identität verlieren. Subjekte haben hierauf unterschiedliche Reaktionen gezeigt, von einem nahezu katatonischen Zustand bis hin zu Flucht oder Angriffen auf Personal der Foundation. Wenn der Zustand der Fugue abklingt, erlangt das Subjekt die Erinnerungen seiner vorhergehenden Identität zurück, doch wird es ebenso die Erinnerungen der neuen, eingeprägten Identität behalten, einschließlich allen Wissens, das damit zusammenhängt. Subjekte sagten, dass es war, “als hätten sie ein anderes Leben als eine andere Person” gelebt, in der Zeit zwischen dem Berühren von SCP-1123 und dem Erholen von der Fugue.

Befragungen nach der Fugue haben für Forscher genug erhärtende Informationen in ███ von ███ erforschten Fällen geliefert, um historische Dokumentationen zu finden, die bestätigten, dass die eingeprägte Persönlichkeit mit einem spezifischen Individuum korrespondiert, das zu einer Zeit vor dem Subjekt gelebt hat. Es scheint keine Verbindung zwischen dem Ursprung der eingeprägten Persönlichkeit und der Identität des Subjekts basierend auf Alter, Genealogie, Geschlecht, Ethnie oder nationale Abstammung zu geben.

Eingeprägte Persönlichkeiten verfügen einheitlich über die folgenden Charakteristiken:

  1. Der Eingeprägte starb vor der Geburt des Subjekts. (Daten variierten von ganzen 90 Jahren bis hin zu weniger als einem Jahr.)
  2. Der Eingeprägte war das Opfer von Unterwerfung, Folter und/oder Gefangenschaft.
  3. Der Eingeprägte starb typischerweise durch Gewalt, für gewöhnlich durch Mord. (Manchmal erfolgte der Tod aufgrund von sekundären Faktoren, wie Verhungern oder Infektion.)
  4. Der Tod des Eingeprägten war das Resultat einer gezielten politischen Massenbewegung, meistens mit irgendeiner Form staatlicher Sanktionen und/oder Mittäterschaft.

Subjekte durchleben keine offensichtlich anomalen Nachwirkungen aufgrund der Aussetzung, doch zeigen psychologische Effekte, die für die Art von Trauma üblich sind, die die eingeprägte Persönlichkeit erlebt hat. Trauer, Überlebenden-Syndrom und Depressionen sind typisch. Suizidale Tendenzen sind selten, doch traten in einem kleinen Teil der Fälle auf. Es sollte darauf hingewiesen werden, dass sich bei der Behandlung dieser Nachwirkungen die Verwendung von Amnesika nicht als psychologisch vorteilhaft erwiesen hat, und dass sie sich oft als schädlich herausstellten.

Anhang 1:

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