SCP-093 "Violetter" Test
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Spiegeltest 3: Farbe (Violett)

Das Subjekt ist D-84930, männlich, 21 Jahre alt, trainiert. Der Hintergrund des Subjekts zeigt Vorfälle von Mord zweiten Grades an einem Polizisten während einer Drogenrazzia. Normalerweise würde eine solche Straftat, wenn auch schwer, eine Person nicht dafür qualifizieren zu uns geschickt zu werden, doch war der Mord an dem Polizisten besonders brutal und es wurde dabei übertriebene Gewalt angewendet. Dieses Subjekt war unkooperativ und es musste erinnert werden, dass kooperatives Verhalten ihm nur zugute kommt. Das Subjekt betrat den bereitgestellten Spiegel, während es SCP-093 in Händen hielt, welches violett leuchtete. Beistehende Techniker meldeten, dass der Spiegel eine normales Spiegelbild zeigte, bis das Subjekt komplett eingetreten war. Zu diesem Zeitpunkt wandelte sich das Spiegelbild in eine Stadtlandschaft, urban, in leichtes violett getaucht, ähnlich wie beim ersten Test.
Videoaufzeichnung ergab Folgendes:

Das Kamerabild flackert und schwenkt über das Gebiet. Das Subjekt befindet sich scheinbar in einem modernen Innenstadtbereich ähnlich einer Stadt wie New York. Die Straßen sind größtenteils leer, bis auf ein paar Autos unbekannter Marke und Model. Diese Autos sehen sehr fortschrittlich und stromlinienförmig aus. Das Subjekt versucht ohne Anweisung durch die Fenster eines der Autos zu schauen, weicht aber aufgrund eines "echt miesen Gestanks" der aus den Bereichen um den Autos kommt, zurück.

Das Subjekt wird überredet näher an eines der Autos zu treten und tut dieses auch unter Husten, wischt den Dreck von einem der Fenster. Der Innenraum des Autos scheint komplett mit einem merkwürdigen, braunen Material gefüllt zu sein, sonst gibt es dort nichts zu sehen, nur jenes Material. Bei zwei weiteren Autos ergibt sich ein gleiches Resultat. Ein viertes Auto jedoch scheint neuer als die anderen zu sein, dessen Innenraum ist makellos rein. Die Türen dieses Autos sind auch nicht abgeschlossen und das Subjekt steigt schnell ein und schließt die Türen. Das Subjekt wird von der Kontrolle gemaßregelt, die ihm sagt, das sein Leben nur ein einem Kabel hängt, welches zwar stark genug ist, dass eine zugeschlagene Autotür es nicht verletzen kann, es ihnen aber unmöglich ist, eine Person zurück zu holen die sich bewegt.

Das Subjekt argumentiert mit der Kontrolle zu und schwenkt die Kamera über das Armaturenbrett, wobei klar wird, das er so oder so nicht hätte wegfahren können, selbst wenn er es versucht hätte. Dem Armaturenbrett fehlen sämtliche Steuerinstrumente, keine Zündschloss, kein Lenkrad nur ein paar kleine, schwarze Bildschirme die als ein GPS System vermutet werden. Das Subjekt verbleibt im Auto während die Kontrolle diskutiert wie fortgefahren werden soll, da das Gebiet um einiges größer ist als die Gelände aus den vorherigen Tests.

Die Kontrolle debattiert das Problem während das Subjekt die Umgebung aus dem Auto heraus beobachtet. Während eines Schwenks ist ein Gesicht klar zu erkennen, welches in das Auto starrt und das Subjekt betrachtet; dies wurde jedoch erst bei der Durchsicht des des Videomaterials nach den Tests bemerkt. Das Subjekt machte zu keinem Zeitpunkt einen Kommentar zu der Gestalt. Die Kontrolle informiert das Subjekt kurze Zeit später, das sie ein Begleitteam durch den Spiegel schicken wird, um ihn zu unterstützen.

Ein bewaffnetes Vier-Mann Team wird durch den Spiegel geschickt und macht sich auf den Weg zum Aufenthaltsort des Subjekts. Das Subjekt wird angewiesen sein Gurtzeug abzulegen welches sogleich eingeholt wird. Die Videoübertragung über diese Verbindung wird unterbrochen und wird durch eine kabellose Videoübertragung seitens des Begleitteams ersetzt. Die Übertragungsqualität ist mit dieser Einheit zwar etwas schlechter, doch wurde zur Markierung des Ausgangs durch den Spiegel ein Empfängersystem installiert.

Das Subjekt verlässt den Wagen und reist nun mit dem Begleitteam. Auch wenn sich eine Unzahl von Optionen bieten, ist das Team angewiesen sich einfach zu dem nächsten Gebäude zu begeben und zu versuchen dort einzudringen. Dieses Gebäude besitzt geätzte Glastüren mit dem Schriftzug "X.E.A. Forschungspartner AG". Die Türen sind nur angelehnt, es ist zwar ein magnetisches Schließsystem vorhanden, doch hat dieses keine Energie mehr. Das Team betritt das Gebäude und die Eingangshalle.

Dieser Bereich gleicht einer stereotypischen, gemeinschaftlichen Empfangshalle. Ein C-förmiger Rezeptionsschreibtisch befindet sich dort, mit einem Stuhl der weit vom Tisch abgerückt wurde, als wäre er in Eile verlassen wurden. Es befindet sich auch ein PC-Terminal auf dem Schreibtisch. Das Team nähert sich dem Schreibtisch und der Kameramann wird angewiesen den PC zu untersuchen. Die Einheit scheint noch Strom zu haben und ein "Faithfull OS" Logo erscheint auf dem Bildschirm, zusammen mit der Aufforderung einen Benutzernamen und ein Passwort einzugeben. Es gibt eine Tastatur doch diese ist erstaunlich dünn und besitzt berührungsempfindliche Schaltflächen anstelle von Tasten. Nach einem erfolglosen Versuch sich anzumelden, meldet die Anzeige, dass das Maximum an Anmeldeversuchen erreicht ist und der Rechner schaltet sich ab. Da kein Rechnergehäuse oder ein Ein/Aus Schalter zu finden ist, zieht das Team weiter.

Hinter dem Rezeptionsschreibtisch sind zwei Aufzugtüren, eine links und eine rechts mit ähnlichen, berührungsempfindlichen Schaltflächen wie am PC. Der Aufzug zur Linken ist defekt, die Tür ist offen und der Schacht leer. Der Aufzug zur Rechten scheint noch in Betrieb zu sein und hat Strom. Ohne ein genaues Ziel ist das Team angewiesen sich zur obersten Etage zu begeben um einen Überblick über die Stadt zu erhalten. Alle Etagen scheinen erreichbar zu sein, wobei 114 die höchste ist. Allerdings fehlen 112 als 13 und 113 auf der Schaltfläche.

Die Fahrt mit dem Aufzug erfolgt Ereignislos, auch wenn er scheinbar länger braucht an 13 und dann an 113 vorbeizufahren als bei den anderen Etagen, was vermuten lassen, das die gesamte Etage gebaut, dann aber nichts hineingebaut wurde. Bei 114 öffnet sich die Tür und das Team betritt einen großen, Foyer ähnlichen Bereich. Es sind dort viele Sofas mit Staub darauf zu sehen, ein Breitbild LCD Fernseher ohne Energie, mit einer Diagonalen von mehr als 60 Zoll dominiert die Wand vor ihnen. Eine Reihe von Fenstern sind offen, sodass das Sonnenlicht am hinteren Ende hereingelassen wird, wohin sich das Team begibt und die Kamera nach draußen richtet.

Der Anblick der Stadt ist atemberaubend. Dieses Gebäude ist das größte welches zu sehen ist, aber mit Sicherheit nicht das einzige mit dieser Statur. Die Stadt unten ist still und grau, kein Lebenszeichen ist aus dieser Höhe zu erkennen. Einige Gebäude sind mit einer merkwürdigen, braunen Masse überwuchert die aussieht, als wäre sie gegen die Gebäude gespritzt worden, wie eine gelatinöse Masse die erst dagegen geschleudert und dann abgebremst wurde um zu verhärten.
Andere Gebäude haben Etagen deren Fenster zerschlagen wurden während die gleiche braune Substanz aus den Ecken heraus sickert. Ein Teammitglied ruft den Kameramann zum einem Fenster auf der anderen Seite.

Von der anderen Seite des Gebäudes aus, kann man die Stadtgrenze sehen. Die Aufmerksamkeit lenkt aber die Autobahn auf sich, die um die Stadt herum führt auf der wieder eines der riesigen "Halbkörper" - Wesen kriecht, sich selbst mit seinen elastischen Armen voran ziehend wie es schon in den vorherigen Tests beobachtet werden konnte. Es bewegt sich auf der Autobahn fort und verschwindet dann aus dem Sichtfeld. Das Team kehrt zum Aufzug zurück und bemerkt, das die Schaltfläche für die 74. Etage bereits angewählt wurde. Niemand hat sich dem Aufzug genähert, also entscheidet das Team, zu jener Etage zu fahren.

Auf Etage 74 öffnet sich die Tür und gibt die Sicht auf ein Wartezimmer in einer Art Arztpraxis frei. Am Rezeptionsschreibtisch ist ein Schild mit einer Reihe von Namen und Daten. Die Daten auf dem Schild zeigen alle das Jahr 1953. Ein Rechner im Rezeptionsbereich ist an und funktioniert; zeigt einen Desktop. Der Hintergrund für den PC sind ein Paar große, betende Hände mit dem Schriftzug "Faithfull OS" unter ihnen. Auf dem Desktop sind einige Ordner mit Jahreszahlen zu sehen, die sich, wenn man sie mittels der mittleren Maustaste öffnet, alle in einem word viewer öffnen. Alle Dateien scheinen Informationen zu Terminen zu enthalten.

Auf dem Schreibtisch liegt ein Notizbuch mit dem Titel: " Vom Schreibtisch von Dr. Borisizki, gesegneter Läuterer". In die Tür, die zum Bereich des Doktors führt, wurde der gleiche Text sowie ein Kruzifix gekratzt. Das Öffnen der Tür führt zu einem weißen, staubfreien Gang mit zwei Untersuchungszimmern sowie einer Codeschloss gesicherten Tür am Ende des Flurs. Die Untersuchungszimmer sind unauffällig und sehen aus wie in jeder üblichen Arztpraxis. Alle Medizinschränke sind leer. Eine kleine Ladung C4 wird auf Anweisung der Kontrolle am Schloss der gesicherten Tür angebracht und gezündet um so die Tür aufzubrechen.

Der Bereich zu dem sich die Tür öffnet, ist um Einiges größer als selbst der Rezeptionsbereich und scheint eine Reihe von großen Eindämmungskapseln zu beinhalten. Es gibt insgesamt sechs dieser Kapseln von denen zwei kaputt sind aus denen eine bräunliche, bernsteinartige Masse läuft und den Boden bedeckt. Eine ist leer, in den letzten drei treiben nackte Menschen mit Atemmasken. An der Vorderseite jeder Kapsel hängen Krankenakten, die die Lebenszeichen und Zustände der Körper zeigen. Als Symptome sind dort in ziemlich schlechtem Deutsch Gebrechen die mehr wie Fehler in Persönlichkeit und Charakter aussehen, oder Zwischenfälle die mit dem Patienten geschehen sind, dokumentiert.

Die Kontrolle bittet eine der Patientenseiten in der Akte zu vergrößern. Nach dem fokussieren ist zu lesen: "Bürgerin Jennifer McZirka erlitt einen Herzfehler der sie dazu brachte mit ihren Nachbarn zweimal pro nach zu schlafen während ihr Mann außer Haus war. Die Patientin hat sich selber in Gottes und unsere Obhut begeben um sich einer Reinigung des Geistes und des Körpers zu unterziehen. Gebete wurden von Hochvater Uwalakin appliziert und die Patientin wurde für drei Tage den Tränen Gottes übergeben um dann im guten Geiste entlassen zu werden."

Auf der obersten Seite steht:" Bürger Alberious Farafan griff den Hochvater während einer Predigt an indem er fluchte das Gottes Tränen seine Tochter dazu brachten unrein im Herzen und Geiste zu sein, so dass sie sich zu hurenhaften Aktivitäten zu den Füßen des Hochvaters und seines Segens hinreißen ließ. Ohne Bestätigung dieser Blasphemie stimmten der Vergebungsrichter und der Strafrichter zu, Alberious Farafan selbst für eine Woche in Gottes Tränen baden zu lassen um seinen Geist und seine Seele zu reinigen und ihm so aufzuzeigen, dass nicht die Tränen Gottes an dem Verhalten seiner Tochter schuld sind und um ihm Frieden mit sich selbst zu geben."

Das Subjekt, welches bisher friedlich mit der Gruppe gereist ist, beginnt jetzt in Panik auszubrechen. Der Kameramann schwenkt herum um ihn zu fokussieren und er ist umgeben von Wesen, ähnlich denen die bereits bei den ersten beiden Tests beobachtet wurden. Das Begleitteam meldet, dass das Subjekt eine Panikattacke hat und die Kontrolle weist sie an still zu stehen und abzuwarten. Das Subjekt schreit die Wesen an, dessen Existenz vom Gruppenkommandanten dementiert wird, der angibt, dass das Subjekt alleine in der Ecke steht. Die Kontrolle befiehlt, dass dem Subjekt wie befohlen. Im Video teilen sich die Wesen auf, um dem Teammitglied den Durchgang zu ermöglichen, welches das Subjekt auf seine Füße hebt und es aus der Ecke heraus bringt. Im Video sind die Wesen zu sehen wie sie ihre Reihen wieder schließen um den Durchgang zu versperren. Das Subjekt wird an einem Arm auf seine Füße gehoben und durch die Figuren, die ihre Reihen schließen sobald das Subjekt bewegt wird, begleitet. Die Wesen starren unentwegt das Subjekt an, egal wohin es sich bewegt. Die Kontrolle befiehlt dem Team jetzt zurück zu kehren. Das Team wendet sich zum Gehen. Vor dem Abmarsch erwähnt ein Mitglied, das es etwas auf dem Rezeptionsschreibtisch bemerkt hat. Einen Ordner mit der Aufschrift: "Die Tränen Gottes". Die Kontrolle befiehlt, dass der Ordner ebenfalls geborgen werden soll und wird im Marschgepäck des Subjekts verstaut.

Das Team geht zum Aufzug und kehrt zum Erdgeschoss zurück. Beim Verlassen des Gebäudes deutet das Subjekt die Straße herunter zum Einstiegspunkt. Die Kamera schwenkt zu einem Abschnitt einer höher gelegten Schnellstraße auf dem einer der riesigen Torsos langsam entlang kriecht. Das Wesen dreht seinen Gesichtslosen Kopf um das Team anzusehen, hebt dann den Kopf gen Himmel und gibt ein brüllendes Geräusch von sich. Der Teamführer befiehlt sich zu dem Punkt zu bewegen, an dem der kabellose Videoempfänger steht. Die Kreatur auf der Schnellstraße dehnt einen Arm herunter sodass dieser den Boden berührt, bevor die Kamera zum Eingang schwenkt. Alle Teammitglieder, bis auf eines, treten sicher durch den Eingangspunkt. Das Subjekt bewegt sich durch den Eingangspunkt und der Spiegel zeigt wieder seine reflektierende Oberfläche.

SCP-093 wird von dem Subjekt fallen gelassen während es in Panik versucht sich aus dem Raum frei zu kämpfen. Das Subjekt wird vom Teamführer terminiert nachdem er seine Pistole aus dem Marschgepäck gezogen hat. Der Teamführer verlangt, dass das Portal wieder geöffnet werden soll, es dauert allerdings einige Minuten bis jemand gefunden wurde, der SCP-ß93 halten und eine ähnliche Farbe generieren kann. Als eine passende Farbe angezeigt wird und zum Spiegel hinzugefügt wird, ist der Videoempfänger sichtbar und alle Anwesenden erfahren einen entsetzlichen Gestank. Der Teamführer bewegt sich mit der Kontrollperson █████ durch den Eingang. Die Uniform und das Besitzgut des zurückgelassenen Teammitglieds sind vorhanden und werden geborgen, doch das Mitglied ist nirgends zu sehen und reagiert nicht auf Rufe. Das Mitglied wird als i.K.g.1 vermutet und der kabellose Empfänger wird geborgen. Kontrolle und Begleitteam kehren durch den Eingangspunkt zurück und der Spiegel zeigt wieder seine reflektierende Oberfläche.

Eine spätere Begutachtung der geborgenen Kamera zeigt, dass das Begleitmitglied ██████ in der Luft herumgreift wo der Eingangspunkt sein sollte um sich dann umzudrehen und zu dem übergroßen Torso hinauf zu schauen. Ein braunes Gel scheint von der Kreatur zu tropfen wenn diese sich bewegt, und mitten in der Luft zu verschwinden, als wenn es verdampft. Mehrere Schüsse werden mit der Automatischen Waffe die ██████ bei sich trägt, in das "Gesicht" der Kreatur abgefeuert, wodurch eine weniger dickflüssige, braune Substanz von den "Wunden" verspritzt wird. ██████ brüllt Flüche während das Gesicht der Kreatur auf ihn herabsinkt; die Kamera wird zu Boden gedrückt. Das Bildmaterial bleibt für ca. 65 Sekunden dunkel bis das Licht zurück kehrt und die Kamera die Kreatur filmt, wie sie wieder auf die Schnellstraße klettert um dann in die Richtung weiter zu ziehen, die sie ursprünglich eingeschlagen hatte.

Es wird vermutet, dass ██████ von der Kreatur "absorbiert" und wahrscheinlich verdaut wurde. Dies mag ein Beispiel dafür sein, wie sich diese unbekannten Wesen durch direkten Kontakt mit lebenden Material ernähren. Aufgrund dieser Tatsache sollte von weiteren Untersuchungen abgesehen werden. Das geborgene Hauptbuch wird unter ██████ archiviert.

Der nächste Test ist als Gelber Test klassifiziert.

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