SCP-070-IT

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Eingang von SCP-070-IT

Objekt-Nr.: SCP-070-IT

Klassifizierung: Euclid

Sicherheitsmaßnahmen: SCP-070-IT bezeichnet das gesamte Gebiet von Areal-070-IT, welches der gemeinsamen Gerichtsbarkeit der italienischen und deutschen Ableger der Foundation untersteht. Da es bereits als lokale speläologische Attraktion bekannt ist, dient das Bauwerk als touristisches Gebäude für die Erkundung des Höhlensystems in Exkursen, welche mit mindestens zwei Agenten der Foundation durchgeführt werden müssen, die die Exkursionen an der Grenze von 350 m stoppen müssen. Jeder Explorationsversuch durch Nicht-Foundation-Personal muss sofort unterbunden werden.

Die Erkundung von SCP-070-IT darf nur nach Genehmigung des Direktors von Standort Angerona, eines Superintendenten oder eines O4-Ratsmitglieds durch Teams durchgeführt werden, die sich aus Personal mit speläologischer Erfahrung zusammensetzen; der Zugang zur Innenkammer von SCP-070-IT ist allen Personen ohne Widerstand gegen memetische Wirkstoffe der Klassen VII bis XVI strengstens untersagt, und sie müssen im Inneren der Kammer jederzeit eine Filtermaske tragen.

Beschreibung: SCP-070-IT bezeichnet ein realitätsverschiebenes Phänomen, das in der Höhle [ZENSIERT], 12 km südwestlich von Bellinzona im Kanton Tessin, Schweiz, auftritt. Ursprünglich fand sich dort ein einziger Tunnel von etwa 500 m Länge vor. Dieser hatte einen sanft abfallenden Verlauf und Wände, die hauptsächlich aus sedimentären Kalkfelsen mit einer großen Anzahl von Stalaktiten und Stalagmiten bestanden. Er war von einigen Bächen durchzogen, die vom Wasser aus dem Tauwetter der Alpengletscher gefüttert wurden; nachdem jedoch in der Nacht zum ██.██.2018 eine Verschiebung im Bereich von ██ gigaNortia1 auftrat, dehnte sich das System enorm aus, mit der Bildung eines sekundären Tunnels und kleineren Öffnungen auf einer Gesamtlänge von etwa ██ km.

Diese neuen Strukturen unterscheiden sich erheblich von den ursprünglichen: Erstens bestehen sie aus tonhaltigen Erden, die sehr reich an Gemischen sind, die auf Eisenoxiden und Verdunstungsprodukten basieren, welche hauptsächlich aus Natriumverbindungen, die normalerweise in der Region nicht vorkommen, bestehen. Es gibt zudem weniger Stalaktiten oder Stalagmiten. Zweitens zeigen sie physikalische Anzeichen einer räumlichen Translokation, die sich in den Wänden manifestiert, wo Teile der Felswände aus gestrecktem und verdrehten Felsen bestehen, Phasenverschiebungen von einigen Zentimetern bis zu Sprüngen von mehreren Metern existieren, Teile, die teilweise oder vollständig durch mit den Hohlräumen durchdrungene Felssporen blockiert sind und mehrere zehn Meter tiefe Gletscherspalten.

Beginnend vom 600-Meter-Punkt ab der Öffnung der Höhle sind große Teile des neuen Tunnelzweigs mit Brackwasser überflutet, was zu Schwierigkeiten bei der Erkundung der folgenden 300 m führt. Am Ende dieses Abschnitts knickt der Weg im 90°-Winkel ab und formt einen 32 m tiefen, leicht zylindrischen Spalt, der sich dann für weitere 250 m fortsetzt. Danach öffnet er sich in einen großen, vage halbkugelförmigen Endhohlraum mit einem Radius von 25 m, der sechs Gebäude im minoischen Stil enthält, die teilweise eingebettet sind in den umliegenden Felswänden. Diese Bauwerke befinden sich in einem überraschend optimalen Erhaltungszustand. Möbel, Gipsplastiken und menschliche Überreste sind trotz der feuchten Umgebung der Höhle nahezu perfekt erhalten.

Die vollständige Erkundung des Gebiets wird jedoch durch das Vorhandensein einer einzelligen Schimmelpilzart (SCP-070-IT-1) erschwert, die aufgrund ihres chemosynthetisch-saphrodythischen Mebabolismus2 in der Höhle überleben kann und welcher eine hochflüchtige psychoaktive Verbindung produziert. Diese löst bei bei exponierten Probanden ein Phänomen der Abhängigkeit aus, was dazu führt, dass sie in der Umgebung bleiben, in der sie mit SCP-070-IT-1 in Kontakt bleiben und sich um dessen Verbreitung kümmern können, selbst auf Kosten der eigenen körperlichen Verfassung.

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SCP-070-IT-1

Dieser Organismus ist besonders präsent in einem der Gebäude, einem Tempel, befindet sich dort direkt vor dem Eingang des Raumes, welcher sich durch das Vorhandensein einer großen Anzahl von Glyphen und Gravuren mit memetischen Eigenschaften (die zwischen den Klassen VII und XVI liegen) auszeichnet, die Meereslebewesen und mythologische Kreaturen darstellen. Diese rufen, wenn sie für längere Zeit betrachtet werden, Halluzinationen bei der Versuchsperson hervor, die sie glauben lassen, dass sie von Meerwasser umgeben sind; diese Effekte enden nach 15 Minuten nach der Betrachtung oder wenn die Versuchsperson das Bewusstsein verliert.

Entdeckung und erstmalige Erkundung: SCP-070-IT wurde am ██.██.2018 in der Nähe von [DATEN GELÖSCHT] in der Schweiz entdeckt; im Vormonat stellten Sensoren zur Messung von Realitätsverzerrungen von sowohl dem italienischen als auch dem deutschen Ableger ungewöhnliche Ausschwünge in der Bergregion fest, die an besagtem Datum ihren Höhepunkt erreichten. Dies veranlasste unabhängige Untersuchungen beider Ableger, den Ursprung ausfindig zu machen. Aufgrund der räumlichen Nähe, gelang es den Experten vom Standort Angerona, das Epizentrum der Anomalie in einem Höhlensystem in der Nähe von Bellinzona zu finden, und nach Absprache mit dem O4-Rat wurde MTF DE20-𝔇 (20-Delta "Die Dachse")3 eingesetzt. Es folgt die Niederschrift der Ereignisse, die von den Kameras der Agenten während der Voruntersuchung aufgezeichnet wurden.

Nachtrag 1: Da die erste Exploration nicht abgeschlossen werden konnte, wurde eine zweite Exploration durch die Direktion von Standort Angerona angesetzt, welche am ██.██.2018 stattfand.

Nachtrag 2: Am ██.██.2018, einen Tag nach der vorangegangenen Exploration, kontaktierten Vertreter des italienischen Ablegers den O4-Rat und baten um Informationen über das von ihren Sensoren festgestellte Phänomen. Der Rat legte alle zu SCP-070-IT gesammelten Daten vor und nach einem Treffen mit dem Ersten Superintendenten und dem Direktor von Standort Pluto wurde eine gemeinsame Gerichtsbarkeit für die Anomalie festgelegt. Darüber hinaus beriet sich der Direktor mit dem Kommando der vorherigen Expeditionen und bereitete ein Team von 6 Agenten der SSM-VIII ("Subterranea Materia")4 vor, die mit höherkalibrigen Waffen und Filtermasken ausgerüstet waren, und begann zwei Tage später mit einer dritten Erkundung.

Beim Abstieg in die Schlucht fand das Team DE20-Gamma in einem Zustand starker Erregung und mit leichten Verletzungen vor, welcher sofort versuchte, sie daran zu hindern, in die tieferen Bereiche der Höhle vorzudringen. Nachdem Kommando seine Identität bestätigt hatte, beschloss dieses, die Erkundung einzustellen und ihn zusammen mit allen gesammelten Proben aus seinem Rucksack5 zur Behandlung und Befragung an die Oberfläche zurückzubringen.

Nach drei Tagen im Standort Asclepius erholte sich Gamma teilweise und wurde als geeignet erachtet, interviewt zu werden, um die Ereignisse, die sich im Zusammenhang mit dem Signalverlust ereigneten, festzustellen.

Nach dem Interview genehmigte der O4-Rat Agent Kürschners Amnesizierung und Versetzung an den Standort-DE██.

Nachtrag 3: In den nächsten zwei Monaten ermöglichten eine Reihe neuer Entdeckungen die Lokalisierung des wahrscheinlichsten Herkunftsgebiets von SCP-070-IT: Zunächst wurde ein Protokoll der von Standort Asclepius durchgeführten Experimente veröffentlicht6, welches erwies, dass die Wirkungen von SCP-070-IT-1 bei Probanden, deren Vorfahren aus Griechenland oder Norddeutschland stammten, besonders gering ausfielen oder ganz ausblieben; im gleichen Zeitraum veröffentliche Dr. Ludovico Draghi, Forscher des italienischen Ablegers im Bereich für Memetik, der mit der Untersuchung der Anomalie beauftragt war, ein Dokument, in welchem er die Ähnlichkeiten zwischen den im Tempel gefundenen memetischen Wirkstoffen und denen auf SCP-177-DE7 feststellte. Nach Erhalt dieser Daten forderte der O4-Rat eine neue Reihe von Analysen von Standort-DE7 zu den in SCP-070-IT gesammelten Gesteins- und Wasserproben an.

Die Ergebnisse dieser Tests zeigten, dass SCP-070-IT geologisch dem Gebiet der versunkenen Stadt Rungholt sehr ähnlich ist. Infolgedessen wurde die Erforschung der Anomalie Dr. Olga Derminov (leitende Forscherin für das Rungholt-Anomaliegebiet und SCP-177-DE) zugeteilt.

Das Folgende ist das Protokoll des Interviews mit Dr. Derminov und Dr. Draghi, durchgeführt von Dr. Heinz Strauss, dem Verantwortlichen in Fragen bezüglich der Anomalie, und in Anwesenheit von O4-13.



ZEIGE TRANSKRIPT


[SICHERHEITSFREIGABE VON STUFE 4/070-IT ODER HÖHER ERFORDERLICH]


BITTE ANMELDEDATEN EINGEBEN


Nachtrag 4: Am ██.██.2018 genehmigten die Superintendenten ein Projekt zur Beseitigung des Vorkommens von SCP-070-IT-1 in der tieferen Kammer durch Verwendung von Antimykotika. Obwohl es nicht vollständig ausgerottet werden konnte, da es durchgehend weiter vom Steinbogen im Tempel erzeugt wird, wurde das Projekt als Erfolg gewertet, da es gelang, die Konzentration der chemischen Verbindung von SCP-070-IT-1 in der Luft um 95 % zu senken. Dies ermöglicht eine sicherere Erkundung der tiefsten Teile des Tunnels.

Dies wiederum ermöglichte die Genehmigung eines zweiten Projekts durch die Superintendenten, bei dem ██ D-Klasse-Mitarbeiter eingesetzt wurden, um die Durchgänge von SCP-070-IT zu erweitern, Wasserläufe umzuleiten, Brücken und Treppen zu bauen und ein Beleuchtungssystem hinzuzufügen, um die Erkundung zu erleichtern. Das Projekt dauerte 4 Monate und wurde mit nur einem kontaminierten Subjekt abgeschlossen, das vollständig von den Experten von Standort Asclepius behandelt werden konnte. Das Projekt ermöglichte so eine einfachere Erkundung durch weniger erfahrenes Personal sowie das Einsetzen von Sensoren, Überwachungskameras und Panels, um die memetischen Wirkstoffe abzudecken, solange sie nicht untersucht werden. Zusätzlich erhielt das Höhlensystem automatische Sprinkler, die regelmäßig antimykotische Verbindungen freisetzen.

Nachtrag 5: Am ██.██.2020 wurde durch Sensoren in der inneren Kammer von SCP-070-IT ein leichter Anstieg der Realitätsverzerrung festgestellt, der über 4 Tage von der normalen Nortia 7-Schwelle auf 12 anstieg und an dieser stabil blieb. Darüber hinaus zeigte der Steinbogen im Inneren des Tempels eine Zunahme der Aktivität, die den O4-Rat und die Superintendenz dazu veranlasste, das Gebiet mit Ausnahme eines Überwachungsposten von SSM-VIII und MTF DE20-𝔉 (20-Friedrich "Fangtruppe")8 zu evakuieren. Befehligt wurden diese jeweils von Leutnant Arturo Santilli und Hauptmann Johan Frey, koordiniert durch Dr. Mauro Bellini, und mit der Aufgabe, das Gebiet zu überwachen.

Am ██.██.2020, von 14:17 bis 17:02, fand ein Emergenzphänomen statt, über das im folgenden Auszug der Ereignisse berichtet wird.

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